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Diese Ladestation könnte bald Vergangenheit sein. Drahtloses Aufladen ist ein weiterer Schritt der Elektromobilität. Foto: CC0

Drahtloses Aufladen von Elektroautos – Qualcomm zeigt, wie das aussehen kann

In Zukunft sollen Elektroautos ohne Ladekabelverbindung komfortabler und schneller durch drahtloses Aufladen „getankt“ werden. Die neuen iPhone-Generationen können dies heute schon kabellos bzw. drahtlos. Diesen Komfort soll es nun bald auch für Elektroautos geben. Wir von magility haben einige Fakten und Informationen über den aktuellen Stand der neuen Technologie in diesem Bereich zusammengetragen und uns genauer angeschaut, wie das E-Auto geladen werden soll, wenn es nicht direkt mit einer Steckdose verbunden ist.

Qualcomm liefert die erste Technologie

Qualcomm, ein Anbieter für Mobilfunktechnologie aus Kalifornien, demonstrierte bereits in Tests, dass drahtloses Aufladen von Elektroautos heute schon möglich ist. Durch die Demonstration der neuen Ladetechnik gibt das Technologieunternehmen eine zukunftsweisende Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen des Ladeprozesses: umständliches Aufladen, lange Ladezeiten und geringe Reichweite. Das Unternehmen entwickelte in der Vergangenheit bereits Technologien für die drahtlose Kommunikation. Das kabellose Aufladen ist nun ein zusätzliches Produkt im Portfolio.

Vom stationären, drahtlosen Laden zum direkten, induktiven Laden

Die Wireless-Electric-Vehicle-Charging Technologie (WEVC), „Halo“ genannt, ist eine Plattform, die Elektro- und Hybridautos mit 3,7 bis 22 Kilowatt induktiv auflädt. Der Hersteller vergleicht die Technologie auf seiner Homepage mit dem Laden einer elektrischen Zahnbürste, nur mit mehr Power und einem komplexeren Design. Die Technologie kann in jeden Parkplatz integriert werden. Die größere Vision des Herstellers „Halo“ ist jedoch,  in Straßen zu integrieren und so die Elektroautos während der Fahrt aufzuladen. Beim WEVC wird in der Fahrbahn ein hochfrequentes Magnetfeld mit 85 Kilohertz erzeugt, das in einer unter dem Fahrzeug angebrachten Spule eine Spannung erzeugt. Die Effizienz bei der stationären Variante beträgt derzeit 90 Prozent.

Drahtloses Aufladen – Wird die Technologie bereits eingesetzt?

Das dynamische Laden auf der Straße ist bisher nur auf Teststrecken möglich. In Versailles hat Qualcomm 56 Spulenmodule in eine 100 Meter lange Fahrbahn integriert. Fährt ein Auto über diese Teststrecke, werden 20 kW Leistung übertragen. Das Laden funktioniert mit einer Abweichung von der genauen Strecke um bis zu zehn Zentimeter, hintereinander fahrende Autos brauchen einen Abstand von 50 Metern. Hersteller wie BMW oder Daimler experimentieren mit der stationären Technologie des induktiven Ladens und haben entsprechende Technik im Fahrzeug eingebaut. So können Fahrzeuge bald auf markeneigenen Platten des Herstellers induktiv geladen werden.

Technologie ist extrem teuer

Die Technologie ist vielversprechend aber noch extrem teuer. Eine flächendeckende Integration der induktiven Technologie ins Straßenverkehrsnetz würde Milliarden kosten. Genaue Angaben zu den aktuellen Kosten macht Qualcomm nicht. Schätzungen belaufen sich aber auf 8.000 Euro pro Element von zwei Metern.

Die Vorteile von induktivem Laden liegen auf der Hand

Die Reichweite von Elektroautos würde mit dem dynamischen Laden steigen. Gleichzeitig könnten LKW etwa vor einer Steigung die Batterien aufladen und bei der Abfahrt, durch die Rückgewinnung von Bremsenergie, Strom zurückspeisen. Die Technologie ist sehr attraktiv im Zusammenhang mit dem elektrischen Fahren und wird deshalb von vielen Automobilherstellern erforscht. Zeitgleich sind Experten der Meinung, dass die Technologie in naher Zukunft nicht in Straßen verbaut werden wird. Denn ein eingebauter Ladestreifen für drahtloses Aufladen müsste extrem stark frequentiert werden, damit sich die Ladeinfrastruktur lohnt.

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Digitale Transformation 2018 – Was bringt den Mittelstand voran?

Digitale Transformation 2018, der Begriff ist in aller Munde. Die Diskussion darüber schwankt zwischen Euphorie und Pessimismus. Heute noch wähnt man, den Wandel bereits vollzogen zu haben. Am nächsten Tag schon wird man davor gewarnt, die Digitalisierung zu verschlafen. Doch was bringt der technologische Fortschritt für Mittelständler im Jahr 2018?

Es hat sich einiges getan

Im vergangenen Jahr hat sich vieles getan. Immer mehr Elektroautos gehen in Serie, kaum jemand lebt mehr ohne Smartphone, Assistenten wie Alexa erobern die Haushalte und Haushaltsroboter saugen unsere Wohnungen. In dieser Hinsicht sind viele in der Digitalisierung angekommen. Etwas anders verhält es sich im deutschen Mittelstand. Obwohl sich auch hier einiges entwickelt, werden die Erwartungen oft nicht erfüllt. Doch wie steht es um den digitalen Umbruch in der deutschen Industrie?

Macher, Tüftler und Pessimisten

Die Schlagzeilen sind gefüllt mit niederschmetternden Nachrichten. Manch einer glaubt, Deutschland hätte den Anschluss in Sachen Digitalisierung längst verloren. Doch es gibt auch positive Stimmen, die mit Wohlwollen auf die Bestrebungen schauen. Tatsächlich tun sich viele Unternehmen schwer, sich in der digitalen Welt auszurichten. Das liegt vor allem daran, dass viel Geld in die Hand genommen werden muss, wenn man die eigenen Geschäftsmodelle überarbeiten und die bestehenden Geschäfte digital ausrichten möchte.

Das Rückgrat der Wirtschaft

Hoffnung wird derzeit auf Start-ups gesetzt, die mit Agilität und Flexibilität für Innovation und Fortschritt sorgen. Darauf wird die Wirtschaft auch 2018 setzen und sicher weiter investieren. Doch diese Spielwiesen der Wirtschaft ersetzen nicht so schnell das Rückgrat unserer Wirtschaft. Kleine und mittelständische Unternehmen machen laut Statistischem Bundesamt aktuell 30 Prozent des Umsatzes aus und beschäftigen 69 Prozent der Erwerbstätigen Personen. Untergangsstimmung ist deshalb nicht angebracht.

Innovation trifft Tradition

Vielmehr geht es darum, den positiven Beispielen zu folgen. Denn wo neue Technologien auf Tradition treffen, entstehen oft spannende Ideen und Geschäftsmodelle. Und so werden viele Unternehmen im Jahr 2018 darauf setzen, die Daten der Kunden, auch im B2B Bereich, um die Distribution und die Experience für den Kunden zu verbessern. So setzen viele Anbieter von Technik und Zubehör auf modernes Product Information Management (PIM) um Ordnung in ihre Produktwelt und die Datenmengen zu bekommen. Oder die Daten werden genutzt um passgenaue Services oder sogar disruptive Geschäftsmodelle zu entwickeln, die unser Leben leichter machen.

Mutig nach vorne schauen – Transformation 2018

Viele Unternehmen gehen den richtigen Weg und holen sich Experten an die Seite, die sie im Dschungel der Digitalisierung kompetent beraten können und mit dem nötigen Know-how, entsprechenden Analysen und gezielten Strategien ausstatten. Mit solchen Partnern an der Seite steht der digitalen Transformation 2018 nichts im Wege.

Sie sind auf der Suche nach strategischen Partnern? Magility steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und begleitet Sie auf dem Weg in die digitale Zukunft. Schreiben sie uns gerne!

 

Die Zukunft von Blockchin in der Automobilindustrie. Bild: CC0

Blockchain in der Automobilindustrie – Großes Potenzial oder heiße Luft?

Blockchain ist ein Begriff, der derzeit überall zu hören und zu lesen ist. Eine Technologie, die die Gesellschaft verändern wird, sagen die Enthusiasten. Nur ein kurzer Trend sagen die Skeptiker. Tatsächlich könnten mit der Technologie zukunftsweisende Anwendungen realisiert werden, die viel Potenzial für neue digitale Geschäftsmodelle schaffen. Doch wie funktioniert die Blockchain? Welche Potenziale bietet sie für die Automobilindustrie und wie ist der Status quo?

 

Die Blockchain – Digitales Kassenbuch

Die Blockchain ist die Technologie, die bislang vor allem bekannt ist als Basis für die Kryptowährung Bitcoin. Eine Art virtuelles Kassenbuch, eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die jede Transaktion festhält. Dieses Bild ist aber stark vereinfacht. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Blockchain ein kompliziertes Prinzip, das genauerer Betrachtung bedarf. Die Datensätze (Blocks) werden mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet. Jeder Block enthält eine Markierung des vorangegangenen Blocks, einen Zeitstempel und Transaktionsdaten. Da alle Transaktionen miteinander verkettet sind, werden Manipulationen ausgeschlossen, da sich diese erst im Rückblick bestätigen lassen und eine Fortführung einer Kette nur dann möglich ist, wenn sich in der Vergangenheit nichts widersprochen hat. Zum Beispiel, dass eine Transaktion doppelt ausgeführt wurde obwohl sie nur einmal zu tätigen ist. Ist die Blockchain also vollkommen betrugssicher? Sicher fehlt es noch an genügend Praxisbeispielen um das final zu unterschreiben. Die Blockchain bietet aber in jedem Fall eine enorme Transparenz. Eine Anonymität ist auch gewahrt, da sich die handelnden Personen nur gegenseitig zuordnen können auf Basis ihres sogenannten Wallets. Jedes Wallet besitzt eine Nummer, nur wer die Zuordnung der Nummer zur Person kennt, weiß wer sich dahinter verbirgt.

 

Sicherheit und Vertrauen im Netz

Was Blockchain bietet, ist eine Transparenz, die es so im Netz bislang nicht gab. Eine Kette, die alle Transaktionen festhält und damit auch Vertrauen schafft, wo bislang vor allem Unsicherheit war: im Netz. Blockchain schafft Vertrauen durch den Wegfall des Intermediärs, z.B. einer Bank. In der globalisierten Welt spielen Grenzen zwar keine große Rolle mehr, es gibt jedoch nach wie vor nationale Gesetze. Hier weckt die Technologie Hoffnung, diese Lücken von Sicherheit und Vertrauen zu schließen und damit viele Optionen von digitalen Dienstleistungen zu eröffnen, die gerade noch an genau diesem Aspekt scheitern würde. Zum Beispiel gibt es aktuell schon Dezentrale autonome Organisationen (DAO), welche losgelöst von nationalen Gesetzmäßigkeiten einzig in der Blockchain existieren und wirtschaften.  

 

Maschine bezahlt Maschine

Verträge, Verkäufe, Services, Produktion. Handel setzt Vertrauen voraus. Da das Internet weitestgehend anonym ist, weckt die Blockchain die Hoffnung, diese Anonymität aufzuheben. Transaktionen könnten dann, aufgrund des Vertrauens automatisch ablaufen. Zum Beispiel über sogenannte Smart Contracts. Ein aktuelles Beispiel dazu ist IOTA, eine Kryptowährung für Maschinen. Die Vision dahinter ist, dass Maschinen andere Maschinen bezahlen. Eine zentrale Idee im Internet der Dinge, die durch die Technologie möglich gemacht werden könnte. Im Internet of Things sind alle Maschinen und Gegenstände vernetzt, können also miteinander kommunizieren. Der nächste Schritt wäre natürlich, wenn sie sich gegebenenfalls direkt bezahlen könnten. Das klingt nicht besonders neu? Der Unterschied wäre, dass ich der Maschine nicht mehr Zugriff auf mein eigenes Konto gewähren muss sondern die Maschine eigenes Geld verwahrt und verwaltet. Das sind Ideen, denen wir nachgehen müssen, um herauszufinden, welches Potenzial die Blockchain für uns und die Industrie tatsächlich hat.

 

Anwendungsfelder in der Automobilindustrie – Wohin kann es gehen?

Die größte Herausforderung in Zusammenhang mit Smart Services und neuen digitalen Geschäftsmodellen ist die Sicherheit. Das vernetzte Automobil ist ausgestattet mit zahlreichen Apps und Anwendungen und verknüpft mit Dienstleistern und externen Partnern. Gleichzeitig ist auch die Lieferkette in der globalen Welt komplex und die Verfolgung von Gütern entlang der Wertschöpfungskette eine zunehmende Herausforderung. Somit gibt es zum einen das Anwendungsfeld direkt im Fahrzeug, als Abwicklung von Transaktionen und Services rund ums vernetzte Fahrzeug. Aber auch eine Blockchain um den Lifecycle eines Fahrzeugs zu überwachen. Die Kette schafft Transparenz und dokumentiert die Vorgänge. Die Geschäftsmodelle und Anwendungsgebiete sind weitreichend. Smarte Fahrtenbücher, Car-Sharing, Tracking von Lieferketten – es gibt so viele weitere Anwendungsfelder. In der Automobilindustrie ist die Technologie noch nicht überallhin durchgedrungen, wie eine Studie kürzlich herausgefunden hat. Das Potenzial wird dennoch erkannt und Möglichkeiten des Einsatzes ausgelotet.

 

Unsere Experten von magility beschäftigen sich sehr intensiv mit dem Thema Blockchain und digitalen Geschäftsmodelle. Erst kürzlich haben wir in Zusammenarbeit mit der VP Bank ein Event dazu veranstaltet. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck, wie magility in der Motorworld Böblingen gefeiert hat.