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“Future Digital Business Networks – Innovationen im Zeitalter des IoT”

Wie reagiert ein Unternehmen auf aktuelle Innovationswellen und immer rasanter voranschreitende technologische Trends, um sich auch in Zukunft in einem dynamischen Marktumfeld mit schnellen Innovationszyklen erfolgreich zu positionieren?

Netzwerktreffen lokaler Führungskräfte

Führungskräfte lokaler mittelständischer Unternehmen trafen sich am Donnerstag, 4. April 2019 im futuristischen Ambiente der Carola Daimler Cars Eventlocation um genau dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen. Dort fand die vierte, von magility und der Führungsriege der VP Bank gemeinsam organisierte Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” statt. Diesmal stand das Thema “Innovationen im Zeitalter des Internet of Things” im Fokus. Durch den spannenden Abend führte, der aus TV- und Hörfunk bekannte Moderator, Andreas Groß.

Finanzwesen trifft auf Unternehmensberatung

Antony Lassanianos, CEO der VP Bank (Schweiz) AG, begrüßte die hochkarätigen Gäste aus Industrie und Wirtschaft. Im Anschluss bereicherten Dr. Michael Müller, CEO der magility GmbH, Jan Dietz, Partner der magility GmbH sowie Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank und Dr. Urs Monstein, CEO a.i. und COO der VP Bank Gruppe, mit Ihren Vorträgen zu hochaktuellen Themen den Abend.

Dr. Thomas Gitzel ordnete digitale Innovationen aus volkswirtschaftlicher Sicht ein und veranschaulichte den Zuhörern, unter seinem Vortragstitel “Investing in Chance”, wie durch die richtigen Anlagen von dem globalen Megatrend profitiert werden kann. Den Zuhörern gab er sein Credo “Ohne Innovation droht der Stillstand” mit auf den Weg.

High-Tech Innovationen – Trends 2019

Im Anschluss zeigte Dr. Michael Müller die Technologie Trends 2019 auf und veranschaulichte, wie diese neuen Technologien als Basis für innovative Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können. Artificial Intelligence, Big Data, DIY Biohacking, Quantum Computing, 5G und Robotik waren nur einige der Schlagworte, die er in seinem Beitrag erläuterte. IoT Investitionen werden sich laut Dr. Müller bis 2020 global auf circa 250 Milliarden Euro erhöhen. Elektrik und Elektronik sowie Cyber Security stehen dabei technologieübergreifend im Mittelpunkt. Jedes neue Gerät, das einem IoT Ecosystem hinzugefügt wird, schafft eine neue Angriffsfläche für Cyber-Attacken. Auch das Connected Car ist bereits heute ein essenzieller Teil des IoT. Für die Automobilbranche wird Software zum kritischen Erfolgsfaktor. Es gibt keine funktionale Sicherheit und keinen Datenschutz mehr ohne Cyber Security. Trotz riesiger Potentiale, die sich durch High-Tech-Innovationen ergeben, muss das Gesamtsystem mehrschichtig und nachhaltig geschützt werden. End-to-End Cyber-Security Lösungen müssen zum Fundament der neuen Technologien der Zukunft werden. Die Vertraulichkeit der Daten sowie der Schutz vor Cyber-Angriffen sind eine Grundvoraussetzung für die Massenakzeptanz von technologischen Neuerungen und High-Tech-Innovationen, so Müller.

Konnektivität – Die Basis technischer Innovationen im IoT Ecosystem

Die Konnektivität bildet die Grundvoraussetzung für technische Innovationen im IoT Ecosystem. Es wird immer wichtiger Produkte ineinandergreifen zu lassen. Die Produktzyklen sind kurz und auch die Prozesszyklen unterliegen heute einer ständigen Transformation. In Zukunft wird es durch die Möglichkeiten des IoT laut Müller nicht mehr nur einen Regelkreis geben der intern kommuniziert. Es wird viele Regelkreise geben, die miteinander vernetzt sind und die selbstständig untereinander kommunizieren. Es entstehen multiple Netzwerke von Echtzeitanwendungen, die ein Eigenleben entwickeln werden, also sich selbst verändernde Regelkreise in Echtzeit. Der Umgang mit diesen, sich selbst verändernden Netzwerken, wird die große Herausforderung für Unternehmen in der Zukunft, so Müller.

Digitale Geschäftsmodelle im IoT Umfeld

Jan Dietz ging anschließend näher auf die Anwendung der Technologietrends und Innovationen des IoT Umfelds ein. Er veranschaulichte, wie sich diese Trends auf Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle auswirken und wie sich Unternehmen bestenfalls den Herausforderungen in dieser disruptiven Zeit stellen. Digitale Geschäftsmodelle besitzen große Erfolgspotentiale, ganz vorne stehen Plattform-Ansätze wie sie beispielsweise Car-Sharing Anbieter wie car2Go, DriveNow oder Anbieter von multimodalen Mobilitätsdiensten wie moovel anwenden. Wachstumschancen ergeben sich für Unternehmen auch durch die Anwendung von KI, insbesondere von Machine Learning. Weiter stellte Jan Dietz Geschäftsmodelle aus dem Bereich digitalisierte Ökosysteme vor. Hierbei fielen Begriffe wie Blockchain und Digital Twin. Auch den Bereich DIY Biohacking betrachtete er kritisch und erläuterte, welche Geschäftsmodelle sich durch Biochips, Exoskelette und Smart Fabrics ergeben können. Selbstverständlich durften auch Anwendungsbeispiele die sich durch die Vernetzung ergeben nicht fehlen. So wird beispielsweise die Technologie der “Augmented Reality” schon in den verschiedensten Bereichen angewendet und auch durch Smart Homes und “IoT enabled Workplaces” ergeben sich interessante Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Nachdem dargestellt wurde, welche Möglichkeiten sich durch 5G und Quantencomputer in Zukunft ergeben, schloss Jan Dietz seinen Vortrag mit einer Einschätzung des Attraktivitätsgrades der vorgestellten Geschäftsmodelle bezüglich Investmentpotentialen – nicht ohne zu erwähnen, dass ein konsequentes Risiko- und Projektmanagement sowie ein professionelles Cyber Security Management die Basis des Erfolgspotentials bilden.

Future Banking – Innovationen und Digitalisierungstrends

Die Vortragsrunde schloss Dr. Urs Monstein. Er skizzierte das “Future Banking” und erlaubte den Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen der Bank, um aufzuzeigen, wie die VP Bank mit Innovationen und Digitalisierungstrends intern umgeht. Er ging dabei auch auf den Spagat zwischen Anpassungsfähigkeit und Standardisierung ein, den Banken bezüglich ihrer IT Strategie heute bewältigen müssen. Die VP Bank bedient sich aktuell schon verschiedenster State-of-the-art Lösungen und blickt den Veränderungen, die sich durch das IoT und den damit verbundenen Herausforderungen ergeben, positiv entgegen. High-Tech Lösungen und Innovationen sind wichtig und können auch den Banken und deren Kunden viele Prozesse erleichtern und vereinfachen. Im Mittelpunkt steht aber am Ende immer der Mensch. Deshalb ist es trotz neuer digitaler Angebote und Robo Advisors wichtig, den richtigen und zur eigenen Persönlichkeit passenden Vermögensverwalter an der Seite zu haben.

Podiumsdiskussion – Ein Blick hinter die Kulissen

Im Anschluss an die Vorträge folgte eine anregende Podiumsdiskussion mit Moderator Andreas Groß, in der die Inputs der Vorträge mit den Referenten und Veranstaltern vertieft diskutiert, sowie kritisch hinterfragt wurden. Andreas Groß sorgte mit seinen treffenden, teilweise auch mit Humor gespickten und stets herausfordernden Fragen für eine lockere Stimmung in der Podiumsrunde. So gaben die Referenten auch sehr persönlich gehaltene Stellungnahmen zu den diskutierten Themen des Abends ab. Damit regten sie die folgenden spannenden Netzwerkgespräche an, die sich beim anschließendem Flying Dinner zwischen Teilnehmern und Referenten ergaben.

Der kritische Erfolgsfaktor Mensch

Begleitend zur Veranstaltung „Future Digital Business Networks“ wurden Dr. Michael Müller und Jan Dietz von magility auf der Stuttgarter Börse zum Thema des Abends interviewt.

Wir danken unserem Partner VP Bank sowie unseren Gästen aus Wirtschaft und Industrie für ihr Kommen und ihren Input an diesem gelungenen und für alle Seiten inspirierenden Abend in der Carola Daimler Cars Eventlocation. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung der Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” Im Frühjahr 2020.

Wenn Sie in der Unternehmensleitung tätig sind und Interesse haben, an der Netzwerkveranstaltung „Future Digital Business Networks“ im nächsten Jahr teilzunehmen, kontaktieren Sie uns. Wir merken Sie gerne für die Einladungsrunde zu Future Digital Business Networks vor.

Sie möchten sich schon vorher über neueste Innovationen, Trends, deren Chance und Risiken und Geschäftsmodelle der Zukunft informieren? Dann sprechen Sie uns von magility gerne an!

Kapstadt aus der Luft © HandMadePictures, stock.adobe.com

Invest in Afrika – Digitalisierung treibt Entwicklung voran

Die Hoffnung für langfristiges Wachstum in Afrika ist groß. Immer mehr Länder des afrikanischen Kontinents werden zu stark wachsenden Volkswirtschaften mit rapide steigendem Bedarf an Arbeitsplätzen und innovativen Lösungen für das Leben im urbanen sowie im ländlichen Raum. Hochrechnungen zufolge wird sich die Bevölkerungszahl Afrikas in den nächsten 25 Jahren verdoppeln. Schon im Jahr 2030 wird es voraussichtlich 17 Städte mit über 5 Millionen Einwohnern geben. Ein stetiger Zuwachs an jungen Menschen, insbesondere in den urbanen Zentren, verlangt innovative Lösungen vor Ort. Hierfür stehen Millionen Arbeitskräfte zur Verfügung. Das Wachstum wird derzeit überwiegend von Technologien und Basisdienstleistungen und weniger von Ressourcen getragen. Fast überall herrscht Aufbruchstimmung und die Menschen streben danach sich zu bilden, zu entwickeln und zu wachsen.

Wachstumsmärkte in Afrika

Die Landfläche Afrikas ist größer als die von China, Europa und den Vereinigten Staaten zusammen. Auf 55 Länder verteilt sich eine Gesamtbevölkerung von 1,2 Milliarden Menschen die mehr als tausend verschiedene Sprachen sprechen. Wirft man einen Blick auf das Einkommensniveau, die Verfügbarkeit von Ressourcen, den Stand der Infrastrukturen, den Bildungsstand sowie die wirtschaftliche Entwicklung der verschiedenen Länder Afrikas, wird deutlich, wie stark sich die Länder auf diese Faktoren bezogen unterscheiden.

Diversität zeichnet Afrika aus, eine einheitliche Betrachtung des Kontinents ist nicht möglich. Vielmehr gibt es innerhalb des afrikanischen Kontinents aufstrebende Staaten mit florierendem Wirtschaftswachstum, allen voran Kenia, Äthiopien, Ghana und Angola.

Kenias aussichtsreiche IT-Vision

Es wurden und werden aktuell verschiedene Ansätze verfolgt um die wirtschaftlichen Bedingungen in Kenia zu verbessern. So entwickelte Kenia beispielsweise die Vision 2030, die zum Ziel hat, die gesamte IT Infrastruktur im Land zu verbessern. Der Ausbau von Glasfaser Internet wurde bereits umfangreich vorangetrieben und in vielen Gegenden ist das schnelle Internet bereits verfügbar.

Als Flaggschiffprojekt plant die Regierung in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft die Konza Technology City. Konza City, südlich von Nairobi in Richtung der Küstenstadt Mombasa gelegen, soll in Zukunft das Zentrum der digitalen Zukunft Kenias bilden. In Konza City sollen sich Firmen und Gründer aus den Bereichen Geschäftsprozess-Outsourcing, Softwareentwicklung sowie Rechenzentren, Call Center und Fertigungsstätten für Leichtbau ansiedeln. Außerdem sind ein Wissenschaftspark, ein Kongresszentrum, Einkaufszentren, Hotels, internationale Schulen und eine Gesundheitseinrichtung geplant. Die kenianische Regierung hat sich mit der Vision 2030 zum Ziel gesetzt eine Weltklasse-Stadt zu errichten, die von einem florierenden IT-Sektor angetrieben wird und bis 2030 100.000 Arbeitsplätze schaffen soll.

Mobile Banking M-Pesa kommt aus Kenia

Für die Wirtschaft und die aufkommende Startup Landschaft in Subsahara-Afrika ist die Digitalisierung treibende Kraft und wichtigster Motor. In einigen Bereichen ist der afrikanische Kontinent bereits Vorreiter, wie beispielsweise im Mobile Payment. Der führende Anbieter von mobilen Bankdienstleistungen M-Pesa wurde in Kenia entwickelt und hat heute knapp 30 Millionen aktive Kunden. Mit einem einfachen Mobilfunktelefon können vielfältige Geldtransaktionen von einfachen Banküberweisungen, zu Geldeinlagerung bis zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen über PIN-geschützte SMS Nachrichten getätigt werden. Diese Innovation aus Kenia ist heute auch außerhalb von Ostafrika erfolgreich in zehn weiteren Märkten vertreten.

E-Commerce, Drohnen & Infrastruktur

Aufgrund der Vielfältigkeit der Digitalisierung hat der Ostafrikanische Wirtschaftsraum gute Chancen sich zum Digital-Hub zu entwickeln. In Ruanda werden Medikamente aktuell schon durch Drohnen zugestellt. Außerdem existieren bereits erste große E-Commerce-Plattformen sowie innovative, lokale Lösungen, die dabei helfen vorherrschende Infrastrukturprobleme zu bewältigen. Im Ausbau ihres digitalen Ökosystems verzeichnen einige Länder Subsahara-Afrikas mit die stärksten Wachstumsraten der Welt, und dabei besteht noch Potenzial nach oben. Entsprechend groß sind die Chancen für die deutsche Wirtschaft in diesem aufstrebenden Wachstumsmarkt Innovationen zu betreiben.

Kooperationen – neue Möglichkeiten für die deutsche Wirtschaft

Damit das Geschäft für deutsche Unternehmen in Afrika gelingt, brauchen sie zuverlässige Partner vor Ort. Wir von magility freuen uns über unseren neuen Kooperationspartner KC&E (Kenia Consulting and Enterprises). Gemeinsam begleiten wir deutsche Unternehmen beim Markteintritt im ostafrikanischen Wirtschaftsraum sowie afrikanische Unternehmen für den Markteintritt in Europa. Durch die Kooperation gewinnen wir ein ausgereiftes Netzwerk zu den wichtigen Märkten in Kenia, Tansania, Äthiopien, Uganda und Ruanda.

Afrika besitzt ein unglaubliches großes Potenzial, die sich stets entwickelnde High-Tech Startup-Szene über den gesamten afrikanischen Kontinent bezeugt dies. Wir ergänzen mit der Kooperation auch unser Netzwerk zu internationalen innovativen Start-Ups. Wir unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung digitaler innovativer Geschäftsmodelle und vernetzen sie mit den zu ihnen passenden Innovationstreibern aus Afrika, Israel und weiteren technologisch aufstrebenden Regionen.

Technologische Innovationen sind essentiell um für die anstehenden Herausforderungen gerüstet zu sein und erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln. Wir von magility sind vorne mit dabei und arbeiten gerne gemeinsam mit Ihnen an Ihrer Wachstumsstrategie für den afrikanischen Kontinent. Wir freuen uns auf Sie!

Smart Mobility - wohin geht die Reise der Mobilität? Bild: CC0

Smart Mobility – wohin geht die Reise der Mobilität?

Smart Mobility oder auch ‘intelligente Mobilität’ ist ein Schlüsselelement der Stadt der Zukunft, der sogenannten Smart City. Smart City steht für das Konzept einer modernen Stadt, in der die Nutzung technologischen Fortschritts es ermöglicht sowohl stadtinterne Prozesse innerhalb der Verwaltung und Stadtplanung sowie Prozesse bei der Nutzung der Infrastruktur sowie dem Ressourceneinsatz zu koppeln und zu verknüpfen – auch im Hinblick auf das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger miteinandern.  

 

Was ist Smart Mobility?

Unter dem Begriff Smart Mobility – der intelligenten Mobilität – wird die zunehmende Vernetzung von Verkehrsmitteln, Fahrzeugen, Parkplätzen, Straßen, Ampeln, Verkehrsschilder sowie Apps und weiteren Elementen der Smart City verstanden. Durch die steigende Zahl vernetzter Fahrzeuge (car2x)  können weitere Informationen gesammelt und weiterverarbeitet werden. Smart Mobility versteht sich als Zukunftskonzept für die Fortbewegung der Bürger in den modernen Städten der Zukunft.

Deutschland zeigt sich zunehmend bereit in die smarte Mobilität einzusteigen. Klassische Autofahrer können sich schon heute bei attraktiven Bedingungen vorstellen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Genauso können sich Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel auch die Nutzung eines intelligenten Autos vorstellen wenn es attraktive und smarte Mobilität bietet.

 

Autonome Fahrzeuge verändern alles

Autonome Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt von zukunftsweisenden Konzepten intelligenter Mobilität. Sie eröffnen neue Dimensionen im Bereich individuelle Mobilität und schaffen gleichzeitig Raum für neuartige Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor. Beim Autonomen Fahren wird der Fahrer zum Beifahrer oder gar zum Passagier. Folglich erhält er wertvolle zusätzliche Zeit während seiner Fortbewegung, die er anderweitig nutzen kann. Eine Basis für die zuverlässige Manövrierung autonomer Fahrzeuge innerhalb der Smart Mobility, ggf. in einer Smart City, wird zukünftig ein belastbares Mobilfunknetz, idealerweise mit 5G Standard.

 

Reisen mal anders – Raum für neue Geschäftsmodelle

Reisende können in Zukunft ihre Reisezeit für vielfältige Zwecke nutzen. Hier bietet die Smart Mobility zahlreiche Chancen für Dienstleister ihre Angebote in smarte Mobilitätsplattformen zu integrieren. Im Bereich Unterhaltung, Bildung und E-Commerce bieten sich schon heute eine Vielzahl an Angebotsmöglichkeiten. Eine Verschiebung von Kräfteverhältnissen im Mobilitätsmarkt ist die Folge. Der Autobauer Daimler ist mit der App “moovel” zumindest bezüglich intelligenter, multimodaler Reiseplanung bereits gut aufgestellt. Neben der individuellen Reiseplanung können zusätzliche Services in eine Mobility as a Service Plattform zusätzlich integriert werden. Die Nutzung der generierten Daten aus der Smart Mobility bieten große Chancen für individuell maßgeschneiderte Angebote für reisende Kunden.

 

Automobilbranche muss sich neu erfinden

Durch die weitere Entwicklung unter dem Schlagwort ‘CASE’ (Connectivity, Autonomous Driving, Shared & Services, Electric Drive) verändert sich die Automobilbranche massiv. Neue Player drängen auf den Markt und verändern die Marktposition der etablierten Hersteller signifikant. Smart Mobility ist mehr als nur eine Weiterentwicklung von Verkaugsmodellen. Smart Mobility fordert Hersteller und Zulieferer heraus, cloudbasierte Geschäftsmodelle zu generieren, die auf Basis von leistungsstarken Plattformen intelligente sowie sichere Mobilität gewähren können.

 

Geschäftsmodelle, Strategien und Transformation

Die Transformation der Fortbewegung durch Smart Mobility erfordert immer wieder professionelle Unterstützung von erfahrenen Experten im Mobilitätsmarkt. Etablierte Unternehmen sind aktuell oft noch unsicher was die Smart Mobility letztendlich für ihr eigenes Geschäftsmodell bedeutet.

Strategieentwurf, Geschäftsmodell Optimierung sowie die Begleitung der Unternehmenstransformation – von der Mobilität heute zur Smart Mobility von morgen – das sind die Kernelemente unserer Arbeit bei magility.

Wir sind ihr Partner für die smarte Mobilität der Zukunft.

Daimler stellt Entwicklern Connected Vehicle API zur Verfügung. Bild: Screenshot Mercedes

Daimler veröffentlicht Connected-Vehicle-API für digitale Services und Apps

Geschäfte rund um das Connected Car basieren auf unzähligen Daten, die permanent erhoben werden. Daraus entstehen nützliche Apps, die den Komfort und die Sicherheit des Fahrers erhöhen. Doch wer entwickelt eigentlich diese Apps für vernetzte Fahrzeuge? Um Innovationen anzutreiben, braucht es eine große Zahl von Entwicklern, UX-Experten und Designern, die Anwendungen und Services bauen. Kürzlich hat Daimler die neue Connected-Vehicle Application Programming Interface, kurz API,  zum Abruf von Fahrzeugdaten vorgestellt. Was es mit dieser Programmierschnittstelle auf sich hat und warum sie für das vernetzte Fahren so wichtig ist, erklären wir in unserem Artikel.

Daimler veröffentlicht API

Eine API (Application Programming Interface) ist frei ins Deutsche übersetzt eine Programmierschnittstelle. Durch diese Schnittstelle wird ein Tool für andere externe Programme bereitgestellt, durch welches sich die Programme an das bestehende Softwaresystem anbinden können. Durch APIs können also Daten und Inhalte ausgetauscht und weiterverarbeitet werden und ermöglichen Dritten den Zugang zu zuvor verschlossenen Benutzerkreisen oder Datenpools. Mit der Daimler-API, die sich noch im Entwicklungsstadium befindet, erhalten Entwickler Zugriff auf wichtige Telematikdaten, Statusinformationen und Fahrzeugfunktionen von virtuellen Mercedes-Benz Fahrzeugen. Software Developer werden dazu eingeladen, mit individuellen Statusdaten, vom Kilometerstand bis zum Status der Türen, zu experimentieren und erhalten dadurch eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten. Wenn Daimler die Connected-Vehicle-API veröffentlicht, können auch Drittanbieter Apps entwickeln, die mit dem Daimler Betriebssystem kompatibel sind.

Entwickler arbeiten mit authentischer Simulation

Anwendungsentwickler haben dank der Schnittstelle die Möglichkeit, auch ohne ein echtes Fahrzeug ein Gefühl für die vernetzten Fahrzeuge zu bekommen. Durch die Simulation eines Fahrzeugzustands ist es möglich, die User Experience jeder einzelnen Anwendung zu testen, was sowohl für den Entwickler als auch für den Automobilhersteller einen entscheidenden Vorteil darstellt. Im Wesentlichen macht der Simulator den Prozess der Entwicklung einer App für ein vernetztes Fahrzeug deutlich effizienter sowie zugänglicher und sorgt dadurch auch für eine wesentlich geringere Fehlerquote. Des Weiteren ermöglicht die Connected-Vehicle API es Drittanbietern, Apps zu entwickeln, die mit dem Daimler-Betriebssystem kompatibel sind.

High Mobility Plattform

Derzeit kann die API mit einem Simulator von High Mobility, einer Entwickler-Plattform für vernetzte Fahrzeuge, getestet werden. Daimler und andere OEM wie Porsche haben sich High Mobility schon angeschlossen. Gemeinsam mit den OEM arbeitet die Plattform an der Vision, eine standardisierte und leistungsstarke Automobil-API für Developer zur Verfügung zu stellen.

Zum Hintergrund

Doch warum veröffentlicht Daimler eine API und gewährt uneingeschränkt Zugriff auf interessante Fahrzeugdaten? Letztlich geht der Konzern davon aus, bessere Dienstleistungen und Fahrerlebnisse zu kreieren. Doch um den Kunden ein attraktives digitales Produkt zur Verfügung stellen zu können, ist sehr viel Entwicklungsarbeit nötig. Digitale Trends entwickeln sich in einer rasanten Geschwindigkeit weiter. Selbst wenn ein Unternehmen über einen großen Bereich mit Developern und Experten verfügt, können nicht immer alle aktuellen Trends und Entwicklungen abgedeckt werden.

Attraktivität durch viele Services

Für ein Unternehmen wie Daimler macht es also durchaus Sinn, eine API zur Verfügung zu stellen und so Agenturen und Drittanbieter zu animieren, Apps und Services zu programmieren. Dadurch machen sie das eigene System umfänglicher und attraktiver. Das System von Daimler wird besonders ansprechend, wenn dem Kunden eine hohe Anzahl an Wahlmöglichkeiten spezifischer Apps zur Verfügung gestellt wird. Deshalb legt das Unternehmen über die API Daten offen, auch wenn es sich zunächst um eine Entwicklerdokumentation handelt. Am Ende steht, je nach Geschäftsmodell, meist eine Win-Win-Situation.

Sicherheitsrisiko API

APIs zur Verfügung zu stellen hat einen offensichtlichen Nutzen und fast alle Unternehmen, die sich erfolgreich in der digitalen Welt bewegen, haben die Schnittstellen veröffentlicht. Gleichzeitig bieten sie aber auch große Angriffsflächen für Cyber Angriffe. Unsichere APIs sind laut der Cloud Security Alliance eine der größten Gefahren des Cloud Computing.

 

Bei Fragen zu digitalen Geschäftsmodellen und Cyber Security Themen wenden sie sich gerne an unsere Experten von magility.

magility im Mercedes-Benz Museum – Experten sprechen über smarte Strategien für die Zukunft

Am Donnerstag, den 14.06.2018 fand die dritte, von magility und der Führungsriege der VP Bank gemeinsam organisierte, Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” im Mercedes Benz Museum statt. Diesmal stand das Thema “Smarte Strategien für eine konnektive Zukunft” im Mittelpunkt.

Nach einer Begrüßung auf der schönen Dachterrasse des Mercedes-Benz Museums, die allen Anwesenden bei wunderbarstem Wetter einen atemberaubenden Blick in die Landschaft über die Weinberge bis hin zum Württemberg ermöglichte, eröffnete Antony Lassanianos, CEO der VP Bank (Schweiz) AG, den Abend und begrüßte die rund 80 Gäste aus Wirtschaft und Industrie.

Im Anschluss hielten Dr. Michael Müller, CEO der magility GmbH, Jan Dietz, Partner der magility GmbH sowie Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, Vorträge zu hochaktuellen Themen wie “die Entwicklung des Aktienmarkts”, “Digitale Geschäftsmodelle”, “Disruptionen in der Automobilindustrie” und “Mobilität der Zukunft”.  Auch smarte Strategien, mögliche Zukunftsszenarien und deren potentielle Auswirkung auf die Wirtschaft und die Automobil- und Mobilitätsindustrie wurden von den Referenten aufgezeigt.  

Smarte Strategien für eine konnektive Zukunft

Zu Beginn warf Dr. Thomas Gitzel von der VP Bank mit den Zuhörern einen Blick auf die politische Weltkarte und nahm alle Anwesenden mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Danach skizzierte er, wie Wachstum den Weg für eine restriktivere Geldpolitik ebnet, gab exklusive Einblicke in die Konjunktur von Deutschland, veranschaulichte die aktuelle Entwicklung des Aktienmarkts und erläuterte warum die Notenbanken gerade jetzt eine vorsichtige Strategie umsetzen sollten. 

Digitale Geschäftsmodelle

Im Anschluss ging Dr. Müller in seinem Vortrag, nach einer kurzen Vorstellung des magility Portfolios, auf den Wandel der Automobilindustrie – vom Fahrzeugbauer zum Mobilitätsanbieter – ein. Nach einem kurzen Rückblick auf die “Berg- und Talfahrt” des Bitcoins, einer digitalen Währung die auf der Blockchain-Technologie basiert, fasste er die aktuellen Trends und Entwicklungen der Automobilindustrie zusammen, beschrieb welche Rolle zukunftsorientierte Investitionen in StartUps beim Kampf um die Marktführerschaft spielen, gab einen Ausblick auf die Geschäftspotenziale, die durch Konnektivität und das Internet of Things in der Automobilindustrie entstehen und leitete damit zu Jan Dietz über.

Disruptive Mobilitätskonzepte

Jan Dietz gewährte den Zuhörern in seinem Vortrag einen Blick in die mögliche Zukunft der Mobilität. Er stellte aktuelle digitale Geschäftsmodelle vor und veranschaulichte durch Beispiele wie die “Moovel (Meta-) App” u.A., wie durch einen Kulturwandel, bei dem wechselnde persönliche Präferenzen der Nutzer auf Mobilitätsangebote treffen, neue erfolgversprechende Mobilitätskonzepte entstehen. Außerdem zeigte er auf, welche Erwartungen an Mobilitäts-Disruptionen gestellt werden und wie das Smartphone zum zentralen Element der Mobilität der Zukunft wird. Weiter erläuterte er die Blockchain-Technologie und stellte darauf aufbauende Geschäftsmodelle wie Slock.it (E-Wallet und Sharing Network) und LaZooz (Social Ride Sharing) vor. Zum Ende seines Vortrages warf er einen Blick in die Zukunft der Mobilitätsbranche.

Future Digital Business Networks

Es folgte eine angeregte Diskussion aller Anwesenden zu den Themen des Abends. Anschließend fanden sich die Gäste zum Flying Dinner mit gemeinsamem Networking ein. Wir danken allen Gästen aus Wirtschaft und Industrie für ihr Kommen und unserem Partner VP Bank für diesen gelungenen Abend im Stuttgarter Mercedes-Benz Museum. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der exklusiven Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” Im Frühjahr 2019.

Bei Interesse schicken wir Ihnen die Präsentationen gerne zu. Kontaktieren Sie uns bitte hierzu über info@magility.com

Biometrische Wearables – Fluch oder Segen?

Quantified Self – oder die totale Vermessung?

Im Jahr 2012 machte erstmals die “Quantified Self” Bewegung in Deutschland die Runde. Darunter versteht man die gesundheitliche Optimierung des eigenen Körpers durch Datenerhebung. Doch nicht nur der eigene Körper wird vermessen – letztlich geht es darum, alle Erlebnisse des alltäglichen Lebens digital aufzuzeichnen. Sogenannte vernetzte Wearables machen dies möglich. Wearables, das sind kleine Sensoren, die Bewegung, Blutdruck, Herzschlag, Körpertemperatur, Schwitzverhalten aber auch Umgebungsgeräusche aufzeichnen und digital speichern. Das eigene Leben wird für die Ewigkeit in digitale Tafeln gemeißelt. Genannt wird dieses digitale Protokollieren der verschiedensten Aspekte des Lebens auch “Lifelogging”. Ist Lifelogging attraktiv und welchen Mehrwert bringt es uns?

Zunächst stellen wir fest, dass die meisten Anhänger der digitalen Selbstvermessung Technikbegeisterte mit Hang zur Datenliebe sind. Durch die eigene Vermessung scheint irrationales und paradoxes Verhalten der Vergangenheit anzugehören, der Mensch wird Objekt der radikalen Selbstoptimierung und scheinbar endlich berechenbar. Das klingt erst einmal verlockend, doch sind vernetzte Wearables tatsächlich langfristig attraktiv?

Smarte technologische Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nachhaltige Verbesserungen bringen und den Menschen durch Übung oder Aktivität sowie durch echte Interaktion herausfordern, entweder im Zusammenspiel Mensch zu Mensch oder Mensch zu Maschine. Jede Technologie bringt große Veränderungen mit sich. Bei vernetzten Wearables ist genau zu prüfen ob tatsächlich eine intelligente Verbesserung des Lebens erreicht wird.

Diskriminierung durch Daten

Jede Technologie verändert eine Gesellschaft. Die Sammlung von Gesundheitsdaten hat auch Folgen für die “Nicht-Nutzer” der Technologie. Durch die Verarbeitung von Daten durch Wearables eröffnet sich eine neue Dimension der Diskriminierung. An der Hochschule Furtwangen forscht Dr. Stefan Selke zu diesen Themen. Er kritisiert, dass “Daten aus Menschen (diskriminierbare) umrisslose `numerische Objekte`” machen. Solange man Lifelogging als persönliches Hobby betreibt, scheint es unproblematisch. Doch das ändert sich sobald alle Schlecht-Vermessenen und Unangepassten im realen Leben aussortiert werden. Als Beispiel seien hier Raucher oder Übergewichtige zu benennen, die im Gesundheitssystem benachteiligt werden.

Fahrzeugversicherungen setzen schon länger Sensorsysteme ein, die Daten zu Fahrverhalten erfassen. Zielführend ist dabei, konformes Autofahren zu vermessen, in der Folge zu optimieren und letztlich mit geringeren Versicherungsbeiträgen zu prämieren.

Vergessen kann man vergessen

Durch die digitale Aufzeichnung des gesamten Lebens wird eine Art Tagebuch der Nutzer erstellt. Endet das in der totalen Überwachung oder geht es nur um reine Selbstoptimierung? Selke betrachtet es nüchtern, Die Hauptmotive des Lifeloggings seien Kontrollwille, Verbesserung, Kosteneinsparung und Sicherheitserwägungen. Das schon seit dem Jahr 2001 bestehende Forschungsprojekt MyLifeBits von Microsoft versucht eine Software zu entwickeln, durch die erhobenen Lebensdaten strukturiert und so für den Einzelnen verfügbar gemacht werden. MyLifeBits hat sich das Ziel gesetzt, sowohl bewusste als auch unbewusste Daten zu sammeln, die man im Laufe seines Lebens generiert. Dies reicht von Sinneswahrnehmungen wie Sehen und Hören über die CO2-Konzentration in der Atemluft bis zu Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Jegliche Sensorik wird dabei mit einbezogen.

Einsatz von Wearables in der Automobilindustrie

Der Einsatz von biometrischen Wearables beim Autofahren wird sich innerhalb des nächsten Jahrzehnts voraussichtlich vervielfachen. Schon heute nutzt bereits ein Drittel der “neuen Autofahrenden” Technologien zur Erfassung von Körperdaten wie beispielsweise Fingerabdruckerkennung, Iris-, Sprach- und Gestenerkennung, Herzschlag-, Gehirnwellen- und Augenlidüberwachung sowie Stress- oder Pulserkennung – um nur einige zu nennen. Cloud-basierte Systeme, die zum automobilen Ökosystem hinzustoßen, ermöglichen die Verknüpfung von Körperdaten und Fahrerlebnis. Dadurch verbessert sich insbesondere die Sicherheit, aber auch das Fahrerlebnis wird so individuell wie noch nie. Gleichzeitig entstehen daraus neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise “device as a service” oder “health as a service”.

Das nun zu Valeo gehörende Unternehmen Gesticon unterstreicht den zunehmenden Einsatz von Wearables in das automobile Erlebnis. Gesticon entwickelt Software zur 3D Erkennung von Gesten und übersetzt diese in Computerbefehle.

Wem gehören die Daten

Brauchen wir heutzutage in Anbetracht einer derartigen Datenfülle noch Privatsphäre im Umgang mit Daten? Oder bringt uns die blinde Verfügbarmachung eigener Daten womöglich drastische Vorteile durch smarte Technologien?

Wohl kaum – Datenschutz ist elementares Thema bei der Durchsetzung von wirklich smarten Technologien. Smart sind sie allerdings nur dann, wenn sie für die Menschen echten Mehrwert generieren und sichergestellt ist, dass Nutzer durch “Life-Data” nicht angreifbar werden. Jedoch sind Wearables, die mit dem Internet verbunden sind, angreifbar – Hacker könnten Datenprofile manipulieren und so das digitale Spiegelbild verzerren. Wenn dies dann praktische Implikationen im Alltag des echten Menschen auslöst und dieser echte Mensch dadurch rational diskriminiert wird entsteht daraus ein reales Problem.

Sicherheit, insbesondere die unserer Daten, ist daher das entscheidende Merkmal für den Erfolg von Technologien bei Wearables, im Internet of Things und in der “Connected World”.

magility entwickelt die passenden digitalen Geschäftsmodelle dazu. Es bleibt also wie immer spannend!

Visionärer Blick in die Zukunft der Mobilität

DEKRA veröffentlichte ein Statement zur strategischen Partnerschaft mit magility. Im Geschäftsbericht 2017/18 der DEKRA, nimmt magility eine maßgebliche Rolle als neuer strategischer Partner für Fragen rund um die Digitalisierung ein. DEKRA erwähnt die Kooperation mit magility im Kontext der Mobilität der Zukunft.

Digitalisierung und Mobilität sind die Schlagwörter der heutigen Zeit. Welche Weiterentwicklungen hinsichtlich Komfort und Benutzerfreundlichkeit ermöglicht die Digitalisierung heutigen Mobilitätsnutzern? Wo liegen die Herausforderungen bei der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und vernetzten Produkten? magility bietet hierfür Lösungen an.

magility ist seit Mai 2017 strategischer Partner der DEKRA bei Fragen rund um das Thema Digitalisierung. magility arbeitet an der Weiterentwicklung von digitalen Geschäftsmodellen für Kunden aus der Mobilitätsbranche. Neue Technologien sowie innovative Organisationsstrukturen, -prozesse und Geschäftsmodelle sind die Schwerpunktthemen von magility.

DEKRA steht seit nunmehr 90 Jahren für Sicherheit, Neutralität und Zuverlässigkeit. Durch die ständige Weiterentwicklung der Digitalisierung ist die Sicherheit von Produkten, Organisationen und der Mobilität so komplex wie nie zuvor. Deshalb arbeitet DEKRA auch an der Gewährleistung der digitalen Sicherheit.  Dafür wurden unter anderem Kompetenzen im Bereich Cyber Security und für die Prüfung smarter Produkte aufgebaut. Der Konzern arbeitet bei der Produktprüfung in einem internationalen Laborverbund der alle Stufen des Produktlebenszyklus abdeckt, nicht nur in Fahrzeugen sondern auch in Industrieprodukten, Konsumgütern sowie der Medizinindustrie.

Sicherheit neu gedacht – das Ganze betrachten

Sicherheit muss heute ganzheitlich ‘end-to-end’ betrachtet werden, denn Sicherheit betrifft heute nicht mehr nur die Funktionalität. Im Zuge der Vernetzung mit dem Internet sind Produkte heute angreifbar wie noch nie. Ebenso wie Computer können auch vernetzte Fahrzeuge und Produkte als Elemente des Internet of Things Ziele von Hackerangriffen werden. Diese Gefahr gilt es, schon während des Produktentstehungsprozesses mit einzubeziehen. Funktionale Sicherheit, Cyber Security und Privacy sind elementare Voraussetzungen, um digitale Potenziale bei der Weiterentwicklung von Produkten ausschöpfen zu können.   

Um Sicherheit ganzheitlich zu gewährleisten, müssen Unternehmen verschiedenste mögliche Angriffsvektoren präventiv absichern. Diese reichen von der internen IT-Infrastruktur über Maschinen und Anlagen, verbundene Organisationen und Lieferanten, bis hin zu Kunden, dem eigenen Personal, Produkten und Services.   

Sicherheit greifbar machen

Um die multiplen Risiken managen zu können, müssen entsprechende Schutzkriterien definiert und umgesetzt werden. Dazu bedarf es eines holistischen Ansatzes. Diesen liefert magility mit dem eigens entwickelten Cyber Security Management System (CSMS). Die Anwendung des CSMS ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung für funktional sichere Produkte als auch organisations- und produktorientierten Schutz. Die Risiken für eine Destabilisierung von Unternehmen durch Angriffe auf vernetzte Produkte können durch die Einführung des magility CSMS deutlich verringert werden.

Vertrauen auf Sicherheit – wichtiger denn je

Welche strategischen Schritte müssen Organisationen heute unternehmen, dass alle Beteiligten ganzheitliche Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit, zu Hause auch in Zukunft leben können? Welche Parameter müssen wir definieren und anwenden um ganzheitliche Sicherheit in Organisationen, Geschäftsmodellen, Technologien und Produkten verfügbar zu machen?

Dies sind nur einige der treibenden Fragen mit denen sich magility auseinandersetzt. Wir entwickeln Lösungen zur Implementierung von ganzheitlicher Sicherheit in digitalen Geschäftsmodellen und Technologien, weltweit – vernetzt – zuverlässig. magility geht den Weg gemeinsam mit dem starken Partner DEKRA. Die Experten von magility sind spezialisiert auf Digitalisierung und Cyber Security und bringen projektbezogene Expertise zu organisationaler und prozessualer Weiterentwicklung in die DEKRA Welt mit ein.

 

Experimente mit Kryptowährungen. Die Automobilindustrie investiert in Blockchain & co. Foto: ZF

Kryptowährungen in der Automobilindustrie – Beispiele, die den Weg weisen

Kryptowährungen werden hoch gehandelt. Wer vor ein paar Jahren investiert hat, kann sein Vermögen mittlerweile beträchtlich vermehrt haben. Für große Rendite ist es aber allmählich zu spät. Allerdings ist es noch nicht zu spät, die Technologie zu nutzen. Für die Zahlung im Internet of Things etwa oder zur Authentifizierung beim vernetzten Fahren. Wir haben fünf Beispiele zusammengetragen, welche aufzeigen, dass viele aus der Automotive-Branche auf virtuelle Währungen wie Bitcoin, IOTA oder Ethereum setzen.

1. ZF entwickelt eWallet

Auch deutsche Automobilunternehmen investieren in Kryptowährungen. Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen etwa, hat zusammen mit der UBS-Bank und IBM die Entwicklung am Car eWallet begonnen. Geplant ist eine technologische Transaktionsplattform, die eine vollständige End-to-End-Integration von Mobilitätsdiensten, Fahrzeugen und Infrastruktur ermöglichen soll. Das Auto wird zur eigenständigen Geschäftseinheit, um Dienste wie Parken oder Laden automatisch zu bezahlen. Das digitale Portemonnaie soll künftig dazu dienen, Services und Dienstleistungen rund um das vernetzte Auto nutzen und abrechnen zu können. Ein Einsatzszenario des Car eWallet könnte beispielsweise sein, die Bezahlung von Parkgebühren oder vom induktiven Ladestrom automatisiert vorzunehmen, während das Elektroauto an einer Ampel hält.

2. Volkswagen kooperiert mit IOTA

Volkswagen kooperiert mit dem Berliner Krypto-Startup IOTA. Die Wolfsburger möchten die dezentrale Technologie, das sogenannte Tangle-System, für die geplanten Connected Cars nutzen. „Kryptowährungen werden in der vernetzten Welt von Fahrzeugen und Objekten eine Rolle spielen, deshalb werden jetzt schon Signale gesendet“ kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, den Trend. „Dennoch dürfen wir nicht übersehen, dass Kryptowährungen auch Sicherheitslücken und Anfälligkeiten für Diebstahl aufweisen. Es besteht noch großer Bedarf diese Währungen in größerem Umfang auf Cyber-Sicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren“, so Müller weiter. Ende letzten Jahres hat auch Bosch eine größere Summe in die Kryptowährung IOTA investiert und damit signalisiert, dass das Unternehmen an virtuelle Währungen glaubt.

3. Daimler experimentiert mit Blockchain

Auch Daimler experimentiert mit Kryptowährungen, wenn auch noch nicht gezielt für Einsatzmöglichkeiten beim Connected Car. Die Daimler AG und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben erstmals gemeinsam die Blockchain-Technologie eingesetzt, um eine Finanztransaktion darzustellen. Parallel zum regulatorisch erforderlichen Prozess haben der Automobilhersteller und das Finanzinstitut die innovative Technologie damit für Kapitalmarkt-Prozesse erfolgreich getestet. Daimler hat dazu bekannt gegeben: “Wir wollen als führender Automobilhersteller aktiver Teil der weltweiten Blockchain-Community werden und branchenübergreifende Blockchain-Standards mitgestalten“, kommentiert Kurt Schäfer, Leiter von Daimler Treasury. Daimler geht es aktuell vor allem darum, Potenziale für neue Geschäftsmodelle mit Kryptowährungen zu entwickeln.

Kein großer Anklang in Deutschland

Ende letzten Jahres ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, dass Blockchain kein weit verbreitetes Thema unter den Vorständen und Geschäftsführern von Unternehmen der deutschen Automobilindustrie mit über 20 Mitarbeitern ist. Gerade ein Drittel der Führungskräfte haben von der Technologie gehört, weitaus weniger als bei Themen wie 3D-Druck (92 Prozent) oder Internet of Things (73 Prozent). Die Unternehmen, die sich bereits mit Kryptowährungen befassen, sehen die größten Möglichkeiten zur Anwendung in der Logistik und Warenwirtschaft (62 Prozent), in der Produktion (61 Prozent) sowie in der Forschung und Entwicklung (50 Prozent).

Auch wir von magility haben uns eingehend mit Kryptowährungen befasst. Wenden Sie sich gerne an unsere Experten, wenn Sie weitere Informationen brauchen oder die Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen bezüglich Kryptowährungen ausloten wollen.

Digitales Flottenmanagement und vernetzte LKWs bringen die Logistik voran. Bild: magility

Flottenmanagement – die Revolution in der Nutzfahrzeugbranche

Rio hat den Anspruch, in Zeiten von vernetzten LKWs, das Flottenmanagement zu revolutionieren. Die offene, herstellerunabhängige und cloudbasierte Plattform will das weltweite Transport- und Logistikökosystem einen großen Schritt voranbringen und den Güterverkehr insgesamt intelligenter, transparenter und ökologischer machen.

Vernetzung in allen Bereichen

Zunehmend müssen gängige Geschäftsmodelle hinterfragt und die Frage aufgeworfen werden, ob ein gegenwärtiges Geschäftsmodell auch noch in zehn Jahren den Unternehmenserfolg sichern kann. Wie können Branchen ihre Infrastruktur digitalisieren und in digitale Geschäftsmodelle überführen? In der Transportbranche ist diesbezüglich in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. Dass erhobene Daten in Zukunft wertvoller Rohstoff sein werden, ist mehr und mehr ins Bewusstsein gerückt. Ein Unternehmen, das diesen Wandel voranbringen möchte, ist Rio, eine Digitalmarke von Volkswagen Truck und Bus. 

Die Vision: Mehr Transparenz und Effizienz

Die Vision von Rio: Über einen digitalen Marktplatz wird das komplette Ökosystem von Transport und Logistik gebündelt. Vom Versender über Spedition und Transportunternehmen, Verlader, Disponent und Fahrer bis hin zum Empfänger. Der vernetzte LKW erhebt Daten, die auf der Plattform zusammengeführt werden.

Plattformen und Marktplätze

Digitale Plattformen haben sich in kürzester Zeit durchgesetzt, man denke an Amazon, Ebay oder Uber. Sie bringen Angebot und Kunden zusammen. Ihre Macht ziehen sie vor allem durch eine kritische Masse an Nutzern, durch die es unattraktiv wird, einen kleineren Anbieter zu nutzen. Um die kritische Masse zu erreichen, darf es wenig Hürden geben sich zu registrieren, etwa weil nur bestimmte Systeme unterstützt werden.

Rio macht den Anfang

Rio macht nun als unabhängige Plattform den Anfang in der Transport- und Logistikbranche. Ziel ist es herstellerunabhängig weltweit viele Nutzer zu gewinnen und durch immer neue Services an sich zu binden. Aktuell bietet Rio Kartenmaterial, eine Übersicht der Fahrzeugdaten, Einsatzanalysen sowie Zugang zum digitalen Marktplatz über den weitere branchenspezifische Services angeboten werden. Zusätzlich existiert ein Kommunikationsangebot welches dem Fahrer den Austausch mit der Zentrale ermöglicht. Die einzelnen Dienste sind keine neue Erfindung, neu dabei ist, dass sie über eine unabhängige cloud-basierte Plattform laufen und die Daten entsprechend gebündelt werden.

Der Vorteil von Flottenmanagement

In der Transportbranche werden bereits seit Jahrzehnten Daten gesammelt. Durch Telematik sowie strenge Auflagen wurden bereits verschiedenste Informationen erhoben und gespeichert. In den letzten Jahren ging es vor allem darum zu erkennen, wie diese Daten konsolidiert und monetarisiert werden können. Über die oben beschriebene Plattform wird das in Zukunft möglich sein. Es entsteht ein großer Datenpool, aus dem heraus Services und Dienstleistungen entstehen, welche die komplexe Logistik vereinfachen werden. Nicht nur der Industrie, den Fahrern und den Spediteuren, auch der Umwelt wird damit gedient, wenn beispielsweise LKW-Emissionen durch die Einsparung von überflüssigen Kilometern vermieden werden können. Am Ende soll mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort und natürlich auch Wirtschaftlichkeit stehen.  

Auch andere Anbieter in der Branche tüfteln in der Sache

Fleetboard von Daimler hat einen ähnlichen Ansatz fürs digitale Flottenmanagement, allerdings nicht herstellerunabhängig. Die Branchengröße Schmitz-Cargobull, hat kürzlich den Venture Builder Kubikx gegründet. Dieser fördert Innovation in der Logistik und hilft neuen Ideen zum Durchbruch.

Die digitalen Herausforderungen ändern sich. Profundes Wissen muss in Strukturen und Prozesse eingebunden werden. Wir bei Magility sind Experten für digitale Strategien und Geschäftsmodelle. Sprechen sie uns gerne darauf an!

 

 

Carsharing Allianz zwischen Daimler und BMW. Foto: Daimler AG

Carsharing Allianz zwischen Daimler und BMW – Die Konkurrenz sitzt im Silicon Valley

Daimler und BMW gelten in ihrem Segment eigentlich als Rivalen. Doch seit Längerem hört man das Gerücht, dass die beiden Autobauer nun kooperieren wollen und ihre Carsharing-Töchter zusammenlegen. Die Pläne werden nun immer konkreter. Doch was veranlasst Konkurrenten zur Zusammenarbeit? Warum versuchen die Kontrahenten sich nicht alleine im Carsharing, einem als zukunftsweisend geltendem Geschäftsmodell, zu beweisen?

Carsharing: Aufstrebender Markt

Car2Go (Daimler) und DriveNow (BMW) sind nach Mitgliedszahlen die stärksten Carsharing-Anbieter in Deutschland, mit deutlichem Abstand zu Flinkster (Deutsche Bahn) auf dem dritten Platz. Flinkster hingegen hat die größte Flotte und deckt am meisten Gebiet in Deutschland ab. Vor allem in Metropolen kommen die geteilten Autos gut an. Für die Autobauer liegt der Vorteil auch darin, dass sie neue Käuferschichten erreichen oder Elektroautos in Flotte bringen, damit auch Menschen Elektromobilität erleben, die sich sonst nicht davon angesprochen fühlen.

Warum kooperieren?

Nun wurde gemeldet, dass die beiden größten free-floating Carsharing-Angebote in Kürze zusammengelegt werden. Die beiden Marken werden bestehen bleiben, die Infrastruktur dahinter aber zusammengelegt. Der Autovermieter Sixt, dem bisher Teile von DriveNow gehören, soll sich bereit erklärt haben, seine Anteile an BMW zu verkaufen. Doch warum wollen BMW und Daimler auf einem so zukunftsträchtigen Markt kooperieren, statt sich alleine zu profilieren?

Die härteste Konkurrenz sitzt im Silicon Valley

Die Antwort lautet, dass die härteste Konkurrenz eben nicht in Stuttgart oder München sitzt, sondern im Silicon Valley. Hinter den Fusionsplänen für DriveNow und Car2Go steckt auch die Erkenntnis, dass BMW und Daimler im Zweifel gemeinsame Interessen haben, die es gegen Tech-Giganten wie Uber und Google oder Tesla durchzusetzen gilt.

Selbstfahrende Roboterautos

Denn während diese Unternehmen in den letzten Jahren mit Innovation und großen technologischen Fortschritten von sich reden machen, müssen die etablierten Autogrößen darum bangen, zukünftig nur noch die Hardware zu liefern. Da Daimler und BMW aber auch in Zukunft vorne mitspielen wollen, kooperieren sie in vielen Feldern. „Die Digitalisierung verlangt Zusammenarbeit an Stellen, die vor zehn Jahren undenkbar gewesen wäre“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die geplante Kooperation.

Auch bei Kartendienst und Schnelllade-Netzwerk wird kooperiert

Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit der Autobauer ist der Kartendienst Here. Dieser gilt als Grundlage des autonomen Fahrens und wurde gemeinsam von Daimler, BMW und Audi gekauft. Auch der Aufbau eines Netzwerkes von Schnellladestationen wird als Joint Venture unter dem Namen IONITY, von Daimler, BMW, Ford und VW realisiert. 

Hohe Investitionen und Risiko

Ein Grund für die Zusammenschlüsse sind hohe Investitionen, die nötig sind. Alleine im Fall Here wurden bereits drei Milliarden investiert. Dennoch bleiben Fragen offen. So will auch die Autovermietung Sixt am Carsharing Modell beteiligt bleiben und eventuell nicht alle Anteile abtreten. Außerdem gibt es bislang noch keine flächendeckende Verfügbarkeit der Dienstleistung und das, obwohl Carsharing als zukunftsweisend gilt. Bisher gibt es den Dienst vor allem in Metropolen und selbst dort ist es bislang schwierig, hohe Gewinne damit zu erzielen.