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DEKRA kooperiert mit Argus Cyber Security

Die deutsche Prüfgesellschaft DEKRA erweitert zusammen mit dem israelischen Unternehmen Argus Cyber Security ihr Service-Angebot. Die bereits 1925 gegründete DEKRA gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Sicherheitsprüfungen in der Automobilindustrie. Das Startup Argus wurde 2013 in Tel-Aviv gegründet, ist seit 2017 Teil der Continental AG und entwickelt digitale Sicherheitsarchitekturen für den Bereich Automotive. Magility, strategischer Partner von DEKRA, ist langjähriger Partner von Argus Cyber Security und hat die beiden Firmen miteinander in Verbindung gebracht. 

DEKRA entwickelt sich zu einem Global Player

Mit über 45.000 Mitarbeitern in 60 Ländern und einem Umsatz von über 3,3 Milliarden Euro in 2018, ist die DEKRA weiterhin auf Wachstumskurs. Das traditionelle Kerngeschäft der DEKRA liegt in der Sicherheitszertifizierung von Kraftfahrzeugen und technischen Anlagen. Durch technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung und das autonome Fahren, steigen die Komplexität und die Anforderungen an Prüfverfahren, um eine umfassende Sicherheit zu gewährleisten. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden und um neue Geschäftsfelder nachhaltig zu erschließen, entwickelt und optimiert DEKRA kontinuierlich sein Dienstleistungsportfolio weiter. Die DEKRA hat in den vergangenen Jahren erfolgreich die Transformation hin zu einem Global Player durchlaufen und ist mit seinem Kompetenzspektrum ein führender herstellerunabhängiger Anbieter von Sicherheitslösungen in den Bereichen Industrie, Produkt und Arbeit. Das Unternehmen legt in seiner aktuellen strategischen Ausrichtung außerdem einen Schwerpunkt auf Sicherheitsfragen rund um vernetzte Mobilität, Konnektivität und Cyber Security.  

Argus Cyber Security löst die Probleme von morgen

Vor diesem Hintergrund ist die Partnerschaft zwischen DEKRA und Argus Cyber Security ein logischer Schritt. Denn Argus verfügt über innovative praxiserprobte Technologien und Methoden um digitalen Sicherheitslücken vorzubeugen, solche zu erkennen und zu vermeiden. Dazu gehören eine umfangreiche Schwachstellenanalyse und Risikobewertung von digitalen Systemen im vernetzten Fahrzeug. Des Weiteren simuliert Argus Cyber Attacken um die Standhaftigkeit von Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Im Verbund mit Argus erweitert DEKRA seine Expertise und Handlungsfähigkeit beim Thema Cyber Security und Datensicherheit. Denn in Zeiten von zunehmender Vernetzung der Fahrzeuge, wird Cyber Security ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheit. 

Datensicherheit im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung schafft neben vielen Vorteilen auch neue Bedrohungsszenarien für die Automobilindustrie. Hackerangriffe auf einzelne Fahrzeuge oder die digitale Infrastruktur von Herstellern und Zulieferern können zu großen wirtschaftlichen Schäden führen und im Extremfall Menschenleben kosten. Um solchen Gefahren vorzubeugen sind wirksame präventive Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar. Exakte hochentwickelte Prüfverfahren sind eine notwendige Voraussetzung um das lückenlose Funktionieren einer Sicherheitsarchitektur sicher zu stellen und um strenge gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Der Megatrend Sicherheit erhält in Verbindung mit Vernetzung und Digitalisierung eine noch größere Relevanz als bisher.

DEKRA und Argus – das Beste aus zwei Welten

Die DEKRA versteht sich als internationale Expertenorganisation und erster Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Sicherheit der Zukunft. Um diesem Anspruch gerecht zu werden baut das Unternehmen zur Zeit bei Dresden Europas größtes unabhängiges Testgelände für autonome Fahrzeuge. Auf einer ehemaligen Rennstrecke entsteht ein Testzentrum für die nächste Generation der autonomen Mobilität. Neueste Technologien wie der kommende Mobilfunkstandard 5G werden dort im Zusammenspiel mit intelligenten Fahrerassistenzsystemen der nächsten Generation praxistauglich gemacht für die Serienreife. Dadurch beschleunigt DEKRA seinen Weg hin zum kundenorientierten Lösungsanbieter. Argus hat seinen Ursprung in der IT-Sicherheit und ist spezialisiert auf die Cyber Security von Fahrzeugsystemen sowie Datenschutz. Dadurch ergeben sich viele Schnittstellen, an denen DEKRA und Argus in Zukunft voneinander profitieren können und beide Unternehmen nähern sich weiter ihrer gemeinsamen Vision vom unfallfreien Fahren an.

Welche Rolle spielt Cyber Security in Ihrem Unternehmen? Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf für einen fachlichen Austausch über die aktuellen Entwicklungen zu diesem sensiblen Thema.

 

IAA

2019-09-20 Magility auf der IAA – Neues aus der Automobilszene

In Frankfurt am Main fand dieses Jahr vom 12. bis 22. September wieder die Internationale Automobilausstellung “IAA” statt. Die IAA, deren Geschichte bis in das Jahr 1897 zurückreicht, ist bis heute eine der bedeutendsten internationalen Automobil-Fachmessen. Auch in diesem Jahr stellten zahlreiche OEM und Zulieferer ihre Innovationen vor, allerdings blieben einige wichtige Aussteller der IAA in diesem Jahr erstmals fern, so zum Beispiel Citroen und Peugeot, Fiat, Nissan, Tesla, Toyota sowie Volvo.

Auch die Besucherzahl ging dramatisch zurück. 2015 lockte die IAA noch rund 932.000 Besucher in die Hallen der Frankfurter Messe, in diesem Jahr wurden nur rund 560.000 Messebesucher gezählt. Diese konnten sich wie gewohnt wieder aktuelle Modelle mit klassischem Verbrennungsmotor ansehen, der Fokus der Aussteller lag in diesem Jahr aber deutlich auf Fahrzeugen mit E-Antrieb. 

Die alte Schule der Automobilität geht weiter

Auf der IAA wird allen Automobil-Enthusiasten das volle Programm geboten. Es gibt Fahrsimulatoren für Rallye und Formel 1 sowie das dazugehörige Merchandising. Offroader laden zur Mitfahrt über einen Parkour ein. Eine ganze Halle widmet sich, mit der angegliederten MOTORWORLD, historischen Fahrzeugen. Die Messebesucher konnten dort einige der wertvollsten Oldtimer der Welt bestaunen oder gar erwerben. Im Mittelpunkt bei den Neuvorstellungen mit konventionellem Antrieb stand Land Rover mit dem neuen Defender, einem Geländewagen, der zum ersten Mal seit 68 Jahren komplett neu entwickelt wurde. Der Defender ist nun ein modernes Auto mit Allradantrieb, das sich ähnlich wie die G-Klasse an einer großen Tradition messen lassen muss. Zu den Neuvorstellungen zählten auch die SUV-Coupés X6 von BMW oder der GLE von Mercedes. 

Die E-Mobilität ist auf der IAA angekommen

Gemäß dem diesjährigen Messemotto “Driving Tomorrow” lag der Fokus der Aussteller in diesem Jahr auf neuen Modellen, die den Wandel hin zu einer energieeffizienten und deutlich schadstoffärmeren Welt mitvollziehen sollen. Dies zeigte sich in zahlreichen Neuvorstellungen von Elektrofahrzeugen. So präsentierte Mercedes-Benz seinen E-SUV EQC, den elektrifizierten Van EQV und gab mit der Studie Vision EQS einen Ausblick auf die kommende Elektroversion der S-Klasse. Porsche stellte seinen lang erwarteten Elektroflitzer Taycan vor. Dieser 4-türige Sportwagen ist eine echte Konkurrenz zum Teslas Model S. Volkswagen sorgte mit der Vorstellung des ID.3 für große Überraschung. Das Elektrofahrzeug in der Golfklasse wirbt mit einer Reichweite von 330-550 Kilometern, einer Leistung von 150-204 PS und soll mit einem Preisgefüge zwischen 30-45 Tausend Euro die E-Mobilität demokratisieren und massentauglich machen.

Politische Veränderungen und Proteste

Die neuen E-Fahrzeuge sind Zeichen großer Umbrüche in der Automobilindustrie. Denn in Zeiten des Klimawandels wächst der öffentliche und politische Druck auf die Hersteller enorm. Rund um die IAA 2019 versammelten sich tausende Demonstranten, welche mit Demonstrationen autofreie Innenstädte, ein Verbot von SUVs oder eine grüne Wende in der Automobilindustrie forderten. Zeitweise waren die Eingänge zum Messegelände durch die Demonstranten blockiert. Daher waren für die IAA in diesem Jahr deutlich schärfere Sicherheitsvorkehrungen notwendig als in der Vergangenheit. Die diesjährige IAA wurde zusätzlich überschattet vom zu diesem Zeitpunkt unerwarteten Rücktritt Bernhard Mattes vom Amt des Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), der seit vielen Jahren als Hauptsponsor der IAA auftritt. Der Rücktritt von Mattes, einige Stunden nach seinem gemeinsamen Auftritt mit Bundeskanzlerin Merkel zur Eröffnung der IAA, wird vielfach als Reflex auf die aktuellen politischen Herausforderungen für die Automobilindustrie gedeutet, die in den Augen der Verbandsmitglieder eine stärkere Interessenvertretung mit deutlicher wahrnehmbaren Initiativen notwendig machen. Aufgrund der geschilderten Schwierigkeiten ist auch die IAA selbst, in ihrer heutigen Form, in die Diskussion geraten. Die FAZ spricht in diesem Zusammenhang von einem Scherbenhaufen der Automobilbranche. 

Die Zulieferer bringen die Innovationen

Trotz Gewinnwarnungen und einem deutlichen Rückgang bei Bestellungen, ist die Innovationskraft der Zulieferer besonders gefragt. Durch E-Mobility, Connectivity und Autonomous Driving steigen die Anforderungen an die Zulieferer, welche mitten in einer abkühlenden Konjunktur große Investitionen für den digitalen Wandel stemmen müssen. Schaeffler kündigt Kurzarbeit an, Bosch und Continental denken öffentlich über Stellenabbau und Werksschließungen nach. Im ersten Halbjahr 2019 sanken die weltweiten Autoverkäufe um 5%, was sich auch auf die Zulieferer auswirkt, und deren Zukunftsaussichten ungewisser werden lässt. Auf den Messeständen ist von diesen Schwierigkeiten wenig zu spüren, die Zulieferer nehmen deutlich mehr Raum ein als in der Vergangenheit. ZF etwa präsentierte, in gläsernen Prototypen verbaut, seine neuesten Technologien zum autonomen Fahren, Webasto veranschaulichte, wie sich Sensoren unauffällig in ein Autodach integrieren lassen und EDAG BFFT präsentierte ein Touchdisplay, das haptisches Feedback geben kann. Der Fokus der Zulieferer lag überwiegend auf der Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit. Der VDA strebt eine weitgehende Entkarbonisierung der deutschen Automobilindustrie bis 2050 an. Vor diesem Hintergrund spricht der CEO von Continental, Elmar Degenhart, von nie dagewesenen Herausforderungen für die Industrie.

Alternativprogramm zur IAA auf der MeConvention

Parallel zur ersten IAA Woche fand in Halle 1 der Frankfurter Messe die MeConvention statt. 2017 wurde die MeConvention von Mercedes-Benz in Kooperation mit SXSW 2017 ins Leben gerufen und wird seither in 2-jährigem Rhythmus veranstaltet. Ein relativ junges Publikum kam dort zusammen, um die drängendsten Fragen unserer Zeit zu diskutieren: Künstliche Intelligenz, Smart Cities, Smart Farming, E-Health und nachhaltige Mobilität. Die völlige Abwesenheit von Autos auf dieser Veranstaltung fiel auf, der einzige Mercedes-Stern während der dreitägigen Veranstaltung war am Revers von Daimler Vorstandschef Ola Källenius  zu finden, der auf großer Bühne mit dem Vorsitzenden der Grünen, Robert Habeck, die nachhaltige Erneuerung der Automobilindustrie diskutierte. Die beiden waren sich im Gespräch überraschend einig, auch wenn der Politiker noch mehr Mut und Geschwindigkeit in der Umsetzung forderte. Källenius war es dann auch, der tapfer gute Stimmung verbreitete. “Hätte Mercedes nicht bereits vor vier Jahren Nachhaltigkeit als neuen Unternehmensgrundwert festgelegt, dann würde es die jüngst vorgestellten E-Fahrzeuge ja gar nicht geben”, so der frischgebackene Vorstandsvorsitzende. Dass die Branche vor Umbrüchen steht, induziert von der Digitalisierung, zeigt ein weiteres Detail: die IAA Conference war dieses Jahr “powered by Facebook”.

Der Umbruch der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie befindet sich aktuell in einem massiven Umbruch – die IAA ist nur ein Symptom dafür. Die OEM sind aktuell immer noch in der Entwicklung von Fahrzeugtypen und Antriebsarten verhaftet. Durch die Konnektivität der Fahrzeuge wird aber, auf höherer Ebene, software- und datenbasiertes Flottenmanagement zunehmend einer der kritischen Erfolgsfaktoren, wie Uber, Google und andere dies bereits anbieten. Vielen OEM fehlen derzeit jedoch die notwendigen Software-Fähigkeiten und -Kapazitäten, um das Defizit in dem sie sich gegenüber den neuen Mobilitätsanbieter befinden, zeitnah auszugleichen. Das Rennen gegen IT-, Internet- und Telekommunikations-Industrien hat nicht erst begonnen, sondern ist in vollem Gange, mit ungewissem Ausgang für die Automobilindustrie.

Was die Zukunft der IAA angeht, so ist eine grundsätzliche Neuausrichtung angezeigt: Weg vom Schwerpunkt Autoshow hin zum Forum für ganzheitliche Mobilitätskonzepte. Ansätze hierfür sind bereits da. Ein Abgesang auf die IAA erscheint uns von magility deshalb unangebracht.

Die Ungewissheit über die zukünftige Ausrichtung des Zielmarkts der Automobilindustrie ist zur Zeit mindestens so groß wie der Innovationsdruck. Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit diesem Zielkonflikt um? Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf für einen fachlichen Austausch.

 

Startup-Autobahn in Stuttgart © magility, 2019

Startup Autobahn – Industrie und Startups vereint

Diese Woche fand der 6. Expo Day des Startup Autobahn Accelerator Programms statt. In den Stuttgarter Wagenhallen, die einst im 19. Jahrhundert für die Wartung von Lokomotiven errichtet wurden, stellten 39 Startups ihre innovativen Ansätze für die Zukunft der Mobilität vor. Der Startup Incubator Plug & Play aus dem Silicon Valley und mittlerweile 27 große Partnerunternehmen erarbeiten in dem etwa sechsmonatigen Programm Startup-Autobahn gemeinsam Pilotprojekte für anwendungsfertige Lösungen, die direkt in Produkte oder Produktionsprozesse implementiert werden sollen. 

 

Die Startup Autobahn führt in die Zukunft

Auf dem Expo Day kann man live den Transformationsprozess großer Technologietrends wie Big Data, Künstliche Intelligenz, Blockchain und Internet-of-Things zu marktfähigen Produkten erleben. Die Startup-Autobahn hat sich zu einem der wichtigsten Innovation Hubs im süddeutschen Raum entwickelt. Junger Erfindergeist und Startup Kultur trifft dort auf etablierte Unternehmen mit Branchenerfahrung und den notwendigen Ressourcen. Über 250 Pilotprojekte sollen seit dem Start des Accelerator-Programms Startup Autobahn im Jahr 2016 bereits realisiert worden sein. Die Bewerbungsflut ebbt seit dem ersten Expo Day 2017 nicht ab. Es bewerben sich Start-Ups aus der ganzen Welt, viel mehr als es Plätze gibt. Auf den Expo Days werden Ideen vorgestellt, welche schon morgen die Mobilität und die Produktion verändern können. Wir von magility sind seit der ersten Runde von Startup Autobahn als aktiver Partner mit dabei.

 

Vereinigt im Ziel Neues zu schaffen

Die Ansätze für Verbesserungen kommen aus allen Richtungen. Die Startups widmen sich den Themen E-Mobilität, Shared Mobility, Human-Machine-Interface, Spracherkennung, Supply Chain Logistics, aber auch Unternehmensprozessen oder Fahrzeugdienstleistungen. Der entscheidende Mehrwert der Plattform von Startup-Autobahn liegt darin, dass die Bedürfnisse von Startups und Industrie zusammengeführt werden und auch Kollaborationen mit mehreren neuen Anbietern umgesetzt werden können. Somit werden Entwicklungen, die an den Marktbedürfnissen vorbeigehen, verhindert und eine zielführende Förderung ermöglicht. Die Türen stehen grundsätzlich innovativen Ideen von Startups aus allen Branchen offen, auch wenn aktuell die Automotive-Themen deutlich im Vordergrund stehen.

 

Sensoren und Autonomes Fahren

Als einer der wichtigsten Zukunftstrends gilt branchenweit das Autonome Fahren. Um diese Vision Realität werden zu lassen, ist eine hochauflösende Sensortechnologie unabdingbar. Der Magility Partner Tactile Mobility war Teilnehmer des aktuellen Startup Autobahn Programms und ergänzt mit seinen Innovationen derzeitige Ansätze beim Autonomen Fahren. Das Startup aus Tel Aviv hat mit seinen mittlerweile 25 Mitarbeitern Software und Sensorik entwickelt, um die Beschaffenheit von Straßen ablesen zu können (Grip-Level). Somit können vom Untergrund erhobene Daten mit Sensordaten aus dem Fahrzeug abgeglichen werden. Dadurch wird die Sicherheit eines autonom fahrenden Fahrzeugs erhöht, indem beispielsweise Kurvengeschwindigkeiten und der Winkel gefahrener Kurven verbessert und angepasst werden.

 

Tactile Mobility und die Zukunft selbstfahrender Fahrzeuge

Damit ein autonomes Fahrzeug zuverlässig und unter allen denkbaren Wetterbedingungen auf der vorgegebenen Strecke bleibt, ist neben den zahlreichen Sensoren auch exaktes Kartenmaterial für die Software wichtig. Auch hier setzt Tactile Mobility an. Das Unternehmen kartiert Straßenbeschaffenheiten und kann dadurch mit seinen Daten andere Fahrzeuge vor Straßenschäden oder Glatteis warnen. Ziel ist die Implementierung von Fähigkeiten ins autonome Fahrzeug, welche bisher vom menschlichen Fahrer mit Verstand und Gefühl für Geschwindigkeit gegeben sind. Dazu interagieren im Fahrzeug verbaute Bewegungssensoren mit den Daten, die über den Fahrbahnzustand gesammelt und im System hinterlegt wurden. Ebenfalls wichtig und von der Tactile Mobility Technologie abgedeckt, ist die Überwachung des Fahrers, um rechtzeitig medizinische Notfälle erkennen zu können und dem Fahrzeug entsprechende Handlungsanweisungen zu geben.

 

Blockchain und Shared Mobility

Andere Startups beim Expo Day der Startup Autobahn widmeten sich zum Beispiel den Anwendungsmöglichkeiten der Blockchaintechnologie im Automotivebereich. Mit Hilfe dieses Ansatzes zur Datenordnung sollen zukünftige Transaktionen von autonom fahrenden Fahrzeugen sicher gestaltet werden. Eine Blockchain kann dazu genutzt werden ein eigenes Ökosystem aufzubauen, in dem autonome Autos oder sogar Drohnen selbstständig Transaktionen tätigen können. So verfügt zukünftig ein selbstfahrendes Auto über die technologische Voraussetzung die Parkgebühr oder Tankstelle zu bezahlen, den mitgenommenen Fahrgast abzurechnen oder andere Services in Anspruch zu nehmen. Damit all dies sicher und zuverlässig funktioniert, setzen immer mehr Startups und Konzerne auf Blockchain mit ihren kryptographischen Verfahren.

Die Zukunft der Mobilitätsbranche ist zur Zeit so spannend wie nie. Welche Zukunftstechnologie bewerten Sie als entscheidend für Ihren Unternehmenserfolg? Wir von magility freuen uns über fachlichen Austausch.

 

Ecomotion

New Mobility auf der EcoMotion in Tel Aviv – High Tech und Innovationen

Mitte Juni fand zum siebten Mal die Mobility Messe EcoMotion in Tel Aviv statt. Für fünf Tage trafen sich lokale Start-Ups, Investoren und internationale Unternehmen, um die neuesten Entwicklungen der Branche kennenzulernen. Was einst als ein Treffen im kleinen Kreise entstand, hat sich zu einem internationalen Hotspot an der Schnittstelle von Automotive und Digitalisierung mit über 4.000 Fachbesuchern entwickelt. Nahezu alle großen Player sind auf der EcoMotion heute vertreten. So strecken z.B. auch die Inkubatoren von Audi, Porsche, Daimler, Volvo, Deutsche Bahn und SBB dort die Fühler aus. Kaum einer will verpassen was dort besprochen und gezeigt wird. 

Tel Aviv – eine Startup Szene unter Dampf

Israel verfügt über eine überwiegend junge Bevölkerung, die sehr gut ausgebildet und hoch ambitioniert ist. Die Metropolregion Tel Aviv hat etwa so viele Einwohner wie Berlin. Wo sich wie ein Flickenteppich historische Häuser an moderne Glasbauten reihen, kommen die besten Ingenieure und kreativsten Unternehmer zusammen. Die Stadt mit Strand direkt am Mittelmeer, gilt als das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum des Landes. Manches was hierzulande erst von der Politik auf Umsetzbarkeit geprüft wird, wie etwa die App-gesteuerten E-Scooter, gehört in Tel Aviv bereits seit Jahren zum Straßenbild in den verwinkelten Gassen oder auf den grün beschatteten Boulevards der Stadt.

Die EcoMotion – Durchgetaktet von Anfang an

Auch direkt am Pavillon 1 der Expo Tel Aviv werden die Besucher mit E-Scootern der Mobility Start-Ups Lime, GoTo, Inokim LEO und DAV.city empfangen. Auf dem Vorplatz nebenan, dem Demo Field, drehen bei 32 Grad Außentemperatur autonom fahrende Autos ihre Runden. Durch diese wird anschaulich demonstriert, wie zuverlässig autonome Fahrzeuge aktuell schon Hindernissen ausweichen oder in Notfällen selbstständig stoppen können. Bereits am Vortag des Main Events luden verschiedene Unternehmen zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Etwa zur HARMAN Israel Tech Show. Dort stellte der Car Entertainment & Cockpit Konzern seine neuesten Lösungen im Bereich Interior & Connectivity vor. In der Messehalle selbst herrschte somit bereits ab 8 Uhr morgens geschäftiges Treiben. Über 200 meist einheimische Start-Ups und Scale-Ups aus den Bereichen Urban Mobility, Autonomous & Connected, Electrification & Energy, Drones & Aviation, Maritime und Shared Mobility präsentierten ihre neuesten Ideen und Entwicklungen. 

Die neuesten Trends aus erster Hand

Während auf dem Parkett der Messe also pausenlos gegrüßt, erklärt, Kontakte gepflegt und das Netzwerk erweitert wurde, waren im ersten Stock die Büros des B2B Bereichs meist vollständig besetzt. Obwohl in diesem Jahr größere Räumlichkeiten als je zuvor für die EcoMotion genutzt wurden, reichten die Kapazitäten geradeso aus. Ein Fokus der diesjährigen EcoMotion war das Thema Automotive Cyber Security. Zahlreiche Aussteller widmeten sich intensiv dieser Thematik, vorneweg der Magility Partner Argus Cyber Security. In zwei gegenüberliegenden Ecken der Messehallen waren Vortragsbühnen aufgebaut, die Main Stage und die Start-Up Stage. Auf beiden hielten die kreativsten Köpfe der Branche für die Zuschauer erkenntnisreiche Keynotes und Panel Discussions. 

Am Puls der Zeit auf der EcoMotion

Auf der Hauptbühne sprachen Manager und Ingenieure von Unternehmen wie Magna, ZF, Siemens, Valens, General Motors, Renault-Nissan-Mitsubishi Alliance, Mercedes, Skoda oder Yandex über aktuelle Themen wie Connectivity, AI, Smart City und Electric Vehicles. Auf der Start-Up-Bühne wurden erst die Gewinner mehrerer Start-Up Challenges verkündet bevor es um Global Market Strategies für junge Unternehmen ging. Es folgten dreiminütige Pitches von 16 Start-Ups, die sich dem interessierten Publikum präsentierten. Das Programm wurde durch einen Reverse-Pitch abgerundet, bei dem Vertreter von Continental, Toyota, HARMAN, Nvidia, Ford und anderen die Bedarfe und Erwartungen an die Start-Up-Welt seitens der Industrie aufzeigten. Die Metropolregion Rhein-Ruhr lud zum Abschluss zu einem großen Empfang für alle Besucher der Messe und präsentierte sich als aufstrebender Innovationsstandort in Deutschland.

Facettenreiches Rahmenprogramm schafft Verbindungen

Nach dem Main Event auf dem Messegelände dauerte die EcoMotion noch zwei weitere Tage an. Das Shared Mobility Scale-Up GoTo.global lud zu einer beeindruckenden Ballonfahrt über den Dächern von Tel Aviv. Magility war mit etwa zwanzig weiteren geladenen Gästen dabei, als es um die Zusammenführung unterschiedlicher Mobilitätskonzepte ging. Auch KMPG, Ernst & Young und weitere Unternehmen luden zu Veranstaltungen. Am Abend kamen alle noch Anwesenden im Beach Club des Hilton Bay zusammen, um weiter Kontakte zu knüpfen. 

Investoren und Women in Mobility auf der EcoMotion

Am letzten Tag der EcoMotion Woche fand die Mobility Tech Conference des Finanzdienstleisters Jefferies im Ritz Carlton Tel Aviv statt. In einem Saal informierte ein neunstündiger Vortragsmarathon über aktuellste High-Tech Entwicklungen im Bereich Automotive. Währenddessen trafen sich auf der Terrasse und Lobby des Hotels Investoren mit Start-Ups zu Gesprächen über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Die abschließende Veranstaltung widmete sich unter dem Motto ‘Women in Mobility’ einem Thema, das auch für die Automotive Branche deutlich an Relevanz gewonnen hat. Wie in anderen technologiegeprägten Branchen, zeigte die Frauenquote auf der EcoMotion, dass in diesem Bereich noch Potenziale liegen.  

Das nächste Event zum Thema New Mobility in Tel Aviv findet übrigens mit dem Smart Mobility Summit vom 28.-29. October 2019 statt. Ein Fokus der Veranstaltung wird auf Alternative Fuels liegen.

Was sind Ihre Gedanken zur Zukunft der Mobilität? Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen und Herausforderungen für Ihr Unternehmen? Setzen Sie sich gerne mit unseren Experten zum Perspektivdialog in Verbindung.

Autonomes Fahren

Autonomes Fahren – welche Technologien stecken dahinter?

Autonomes Fahren gilt als eine maßgebliche Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Individualverkehrs. Fahren alle Autos bald von selbst, können wahrscheinlich viele Unfälle verhindert werden. Berufspendler und Reisende könnten während der Fahrt schlafen, arbeiten oder Medien konsumieren. Aber welche Technologien stehen eigentlich hinter der großen Vision vom Autonomen Fahren?

Mehrere Technologien – ein Ziel

Um die angesprochene Vision Wirklichkeit werden zu lassen, werden Autos mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sensoren und Systeme ausgerüstet. Schließlich müssen alle Aufgaben eines menschlichen Fahrers übernommen werden. Dazu müssen Sensoren eine umfangreiche und exakte Wahrnehmung 360 Grad um das Auto herum erzeugen, damit eine auf dem höchstmöglichem Standard trainierte Künstliche Intelligenz die Aufgaben des Menschen übernehmen kann und im Idealfall sogar die Kompetenz besitzt, in kritischen Situationen besser und schneller zu entscheiden. Um dies zu gewährleisten und um die höchste Stufe des Autonomen Fahrens zu erreichen, müssen gleich mehrere Technologien sowie deren Datenfluss kombiniert, ins Fahrzeugsystem integriert und gemanagt werden. Die Ultraschallsensorik ist eine davon. Sie wird nach wie vor für die Nahfeld-Erkennung genutzt. Die sogenannten Parkpiepser sind solche Ultraschallsensoren, die sich schon heute in den Fahrzeugen als Standard durchgesetzt haben. 

Autonomes Fahren und die Augen des Computers

Videokameras spielen bei der Entwicklung eines Autonomen Fahrzeugs eine immer bedeutendere Rolle. Sie machen Bilder von der Straße und der Umgebung des Fahrzeugs und “blicken” in alle Richtungen. So kann das gesamte Umfeld 360 Grad um das Fahrzeug herum überwacht werden. Andere Verkehrsteilnehmer, auch im toten Winkel, werden erkannt und die Verkehrszeichen gelesen. Als sogenannte Stereokamera ist es solch einer Kamera auch möglich, Entfernungen zu messen. Je höher die Lichtstärke und Auflösung der Kamera ist, desto exakter kann die Umgebung wiedergeben werden. Aber auch für die Innenraumüberwachung kommen Kameras zum Einsatz. Die Fitness sowie der Gesundheitszustand des Fahrers kann überwacht und seine Eingabebefehle durch Gestensteuerung erkannt werden. Als Folge der Entwicklung könnten herkömmliche Rückspiegel bald der Vergangenheit angehören. Audi ist mit seinem neuen Elektro-SUV E-Tron mit windschnittigen Kameras der erste Hersteller der die Rückspiegel komplett durch Kameras ersetzt. 

Radar – bewährte Technik, ständig weiterentwickelt

Radarsensoren (radio direction and ranging) senden und empfangen Radiowellen, um die Umwelt abzutasten. Sie werden bereits seit 20 Jahren in der Autoindustrie eingesetzt, etwa für den Tempomat, der den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant hält. Radar kann Objekte erkennen, deren Entfernung, relative Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung. Ein Vorteil von Radarmessungen ist die hohe Reichweite die Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen. Ein Nachteil ist jedoch die geringe Auflösung, mit der Objekte erkannt werden. Andere Technologien bilden Objekte wesentlich exakter ab.

LiDAR – die Vermessung der Umwelt mit Licht

Sensoren auf LiDAR Basis (light detection and ranging) funktionieren grundsätzlich ähnlich wie Radar. Der Unterschied liegt in der gemessenen Strahlung. Denn LiDAR Systeme senden für das menschliche Auge unsichtbare Laserimpulse aus, deren Reflektionen von den Sensoren gemessen werden. Diese Technologie ist exakter, kann also mit höherer Auflösung wahrnehmen. Allerdings ist die Reichweite bei LIDAR Systemen ein wenig geringer und die Messungen sind anfälliger für Umwelteinflüsse wie etwa Regen, Nebel oder Schnee. Dunkle Autos reflektieren LiDAR-Strahlen eher schlecht. Deshalb ändern Lackhersteller zur Zeit ihre Formeln, um auch schwarze Lacke besser reflektieren zu lassen. Die LiDAR-Sensoren führen 10.000 Messungen pro Sekunde durch und erstellen so ein aktuelles Abbild der Umgebung und ermöglichen schnelle Reaktionszeiten des autonomen Systems.

Ohne High-Speed Datenverarbeitung kein Autonomes Fahren

Es gibt also unterschiedliche Arten von Sensoren, die ständig große Mengen von Daten produzieren. Erst durch deren Kombination, Anreicherung und blitzschnelle Verarbeitung wird Autonomes Fahren ermöglicht. Der Begriff hierfür ist die Sensorfusion. Um die Datenmengen der Sensoren verarbeiten zu können, müssen Autos mit immer schnelleren Prozessoren ausgestattet werden. Die Automobilhersteller und Zulieferer stehen bezüglich Rechenleistung mittlerweile in starkem Wettbewerb zueinander. Über die Daten von Sensoren und Kameras läuft eine Mustererkennung, welche die reale Umwelt strukturiert und so für das System verwendbar macht. Hinzu kommen noch hinterlegte Kartendaten sowie Positionsdaten aus dem GPS Signal. Um diese großen Mengen von Daten zu verarbeiten, werden Methoden aus den Bereichen Big Data und Künstliche Intelligenz implementiert. So kann ein System auch selbstlernend ausgelegt und erworbene Lerneffekte an die Systeme anderer Autos übertragen werden.

Neben Sensoren, die das Autonome Fahren an sich unterstützen sollen, arbeiten verschiedene Unternehmen daran, aus den gewonnenen Daten weitere Informationen zu generieren, die auch schon bei niedrigeren Automatisierungsgraden von Fahrzeugen das Fahrerlebnis und die Sicherheit verbessern sollen. Die Software des israelischen Startups Tactile Mobility zum Beispiel nutzt Sensorfusion der im Fahrzeug bestehenden Sensoren um u.a. den Grip Level (Haftungsgrad) der Straße zu bestimmen. Bei Veränderungen der Straßenverhältnisse wird der Fahrer bzw. das autonome Fahrzeug dabei in Echtzeit über Gefahren und Gegenmaßnahmen informiert.

Welche Entwicklungen stehen noch an?

Konnektivität ist die Grundvoraussetzung für Autonomes Fahren. Ein autonom fahrendes Fahrzeug mit all seinen Sensoren wird auch mit einem Server des Herstellers verbunden sein. So können beispielsweise Verkehrs- und Wetterdaten in Echtzeit berücksichtigt und die Software des Fahrzeugs ständig aktualisiert und optimiert werden. Gerade für die Cyber-Security des Fahrzeugs ist diese Vehicle-to-Backend-Connectivity (V2B) ausschlaggebend. Um einen Cyber-Angriff schnellstmöglichst zu stoppen, sind Over-the-Air (OTA)-Updates unumgänglich. Desweiteren werden die autonomen Fahrzeuge mit der Infrastruktur vernetzt sein, die sogenannte Vehicle to Infrastructure-Connectivity (V2I) sowie untereinander, also Vehicle to Vehicle (V2V). Um die Positionen der autonomen Fahrzeuge zu überwachen und den Verkehr sicher zu steuern, wird in der Zukunft auch die Vehicle-to-Satellite-Connectivity (V2S) mehr und mehr in den Fokus rücken. Auch eine weitere Vernetzung, genannt Vehicle-to-Everything (V2X), ist möglich. Für die Datenmengen, die konnektiv über die verschiedenen Kanäle ausgetauscht werden, reicht der heutige Mobilfunkstandard nicht aus. Erst wenn der schnellere Mobilfunkstandard 5G eingeführt wird, können sich die Fahrzeuge auch untereinander vernetzen (V2V). Jedes Auto könnte dann ein Signal senden um von anderen Verkehrsteilnehmern bereits außerhalb der Sensorreichweite erkannt zu werden. Verkehrsflüsse ließen sich so optimieren und sicherer gestalten. Mit wachsender Konnektivität steigt auch das Risiko für Cyber-Crime. Ein autonomes Fahrzeug muss behandelt werden wie ein Computer auf Rädern und benötigt von Grund auf ein ausgereiftes end-to-end Cyber-Security Konzept. 

Ausblick

Um das vollautonome Fahren (Level 5) zu ermöglichen, ist ein ganzes Paket an unterschiedlichen Technologien notwendig. Für die Automobilindustrie ist das Autonome Fahren momentan an Komplexität nicht zu übertreffen. Es geht nicht nur um die Technologien im Fahrzeug, viele weitere Faktoren, wie das Management der Datenmengen, festgelegte Normen, datenschutzrechtliche Vorgaben, Cyber-Security-Themen, die momentan vorzufindenden Standards, wie der Mobilfunkstandard, sowie der Ausbau der Infrastruktur müssen gleichzeitig betrachtet oder ausgebaut und in optimaler Weise zueinander in Beziehung gesetzt werden. Warum es in den nächsten Jahren eher unrealistisch ist, dass wir im öffentlichen Straßenverkehr vollautonome PKW vorfinden werden und weshalb sich vollautonome Fahrzeuge voraussichtlich erst im Bereich der Nutzfahrzeuge etablieren werden, klären wir in einem unserer nächsten Artikel.  Wir freuen uns auf einen regen Austausch zum Thema. Kontaktieren Sie gerne unsere Experten bei Magility!

 

 

Das Autonome Fahren

Status quo – Autonomes Fahren – Ist 2019 das Jahr?

Das autonome Fahren gilt als ein maßgeblicher Zukunftstrend der Automobilindustrie. Fahrzeuge werden stetig intelligenter, reagieren auf ihre Umwelt und sind zunehmend vernetzt mit Servern, die das Auto über die Verkehrssituation und den Streckenverlauf informieren. Assistenzsysteme, die das autonome Fahren bereits teilweise ermöglichen, werden in nahezu jeder neuen Generation eines Fahrzeugmodells verbaut.

Welche Arten des Autonomen Fahrens gibt es?

Zur genaueren Betrachtung wird das autonome Fahren in mehreren Stufen klassifiziert. Autonomie-Stufe 0 bezeichnet den klassischen Selbstfahrer. Autonomie-Stufe 1 beschreibt das assistierte Fahren wobei ein Abstandsregeltempomat den Fahrer im Verkehr unterstützt. Diese Funktion gehört bei nahezu allen aktuellen Fahrzeugen zum Standard. Bei Autonomie-Stufe 2 geht es bereits um eine Teilautomatisierung. Das Fahrzeug kann dabei selbst die Spur halten, Abbremsen, Beschleunigen und automatisch Einparken, wobei der Fahrer selbst aber immer noch vollständig in der Verantwortung bleibt. In höherpreisigen Modellen ist diese Autonomie-Stufe bereits weit verbreitet. Autonomie-Stufe 3 ermöglicht hochautomatisiertes Fahren. Dabei ist das Auto fähig, bestimmte Aufgaben, wie etwa eine Autobahnfahrt selbstständig zu bewerkstelligen. Der Fahrzeuginsasse kann währenddessen anderen Tätigkeiten nachgehen, wie etwa Zeitung lesen oder am Laptop arbeiten. Allerdings muss er immer noch bereit sein, das Steuer im Ernstfall zu übernehmen. Autonomie-Stufe 4 beschreibt das Vollautomatisierte Fahren. Ein aktiver Fahrer wird nicht mehr benötigt, alle Fahrzeuginsassen werden Passagiere. Die verbauten intelligenten Systeme des Autos übernehmen alle Fahraufgaben. Der Passagier befindet sich außerhalb der Verantwortung und dürfte sogar schlafen. Stufe 5 beschreibt die höchste Stufe, das Vollautonome Fahren. Das Fahrzeug bewerkstelligt jegliche Verkehrssituation und Strecke dabei vollkommen selbstständig und auch Leerfahrten ohne Insassen wären möglich.

Autonomes Fahren – was sind die Vorteile?

Hier ist zuerst die Vision vom unfallfreien Fahren zu beschreiben. Noch immer gibt es in Deutschland über 3.000 Verkehrstote im Jahr. In ganz Europa sind es rund 25.000. Weltweit sollen es laut der WHO sogar deutlich über eine Million Verkehrstote pro Jahr sein. Das Autonome Fahren könnte drastisch dazu beitragen, diese Zahlen zu senken. Ein weiterer Vorteil ist die gewonnene Zeit des Fahrzeuginsassen. Hierzu ein Beispiel: Eine Person, die pro Arbeitstag 2 Stunden Wegzeit im Auto zubringt, hätte bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen pro Jahr eine Zeitersparnis von 440 Stunden durch ein autonom fahrendes Fahrzeug. Dies summiert sich auf, immerhin 36 Zwölf-Stunden-Tage, die für andere Tätigkeiten wie z.B. Zeitunglesen oder mobilem Arbeiten genutzt werden können.

Verschiedene Ansätze führen zu Autonomem Fahren

Die etablierten Autohersteller knüpfen an ihr Kerngeschäft an, entwickeln ihre Modelle auf Basis bewährter Tradition weiter und statten die Fahrzeuge mit immer fortschrittlicheren Assistenzsystemen aus. Der technologische Fortschritt könnte bereits innerhalb der nächsten oder übernächsten Fahrzeuggeneration zum Vollautomatisierten Fahren führen. Unternehmen wie die Google-Tochter Waymo oder Uber forschen und testen neben den OEMs ebenfalls am autonomen Fahren. Sie nutzen ihre Erfahrung in der Verarbeitung großer Datenmengen und statten zugekaufte Automodelle mit meist sichtbar vielen Sensoren aus. Der Taxi-Dienstleister Lyft betreibt in Kooperation mit dem Autozulieferer Aptiv zur Zeit 30 umgerüstete 5er BMWs in Las Vegas. Die vielen dafür notwendigen Sensoren sind unauffällig in die Autos integriert. Allerdings ist dabei immer ein Sicherheitsfahrer mit an Bord und die Umrüstung kostet noch mehrere hunderttausend Euro pro Fahrzeug. Alleine in Kalifornien haben über 60 Unternehmen eine Lizenz zum Testen autonomer Fahrzeuge. Nimmt man Arizona hinzu, sollen dort insgesamt bereits über 1.200 autonomer Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Wo geht die Reise noch hin?

Die neuen Innovationsmöglichkeiten durch autonomes Fahren sind äußerst vielfältig. Verschiedenste Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft wollen daran teilhaben. Um die aussichtsreichsten Chancen zu identifizieren wurde etwa jüngst das Mobility, Experience and Technology Lab (MXT) gegründet. Dahinter steckt eine Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit der Unternehmensberatung McKinsey. An deren Prototypen kann man genauso wie auf den letzten Elektronikmessen erahnen, wie eine solche Zukunft aussehen kann. Audi zum Beispiel stellte ein Konzeptfahrzeug vor, in dessen Fahrgastzelle sogar Pflanzen wachsen. Das Interieur von Autos kann mit abgedunkelten Scheiben und Liegesitzen zum Schlafzimmer werden, die Windschutzscheibe zum riesigen Bildschirm. Die Themen Komfort, Entertainment und Produktivität während der Fahrt rücken immer mehr in den Fokus.

Neue Geschäftsmodelle durch autonomes Fahren

Durch die fortschreitende Vernetzung der Autos und deren wachsender Fähigkeit zum autonomen Fahren ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle. Tesla Chef Elon Musk, oft ein Freund großer Worte und Visionen, erklärte laut Medienberichten, dass die gesamte Fahrzeugflotte des Herstellers bald so autonom fahren könne, dass Eigentümer eines Teslas ihr Fahrzeug als Robotertaxi vermieten könnten. So könnte durch das Auto, während der Zeit, in der es eigentlich ungenutzt geparkt wäre, Geld verdient werden und dieses zur Amortisation desselben beitragen. Musk erwartet sobald dieses Szenario eintritt sogar eine Verzehnfachung des Börsenwerts von Tesla, welcher Stand Anfang Mai 2019 über 43 Milliarden US-Dollar beträgt. Ein weiteres Geschäftsmodell welches sich aus dem Autonomen Fahren ergibt ist der Robomart. Das gleichnamige Start-Up aus San Francisco hat einen autonom fahrenden Supermarkt entwickelt. Bestückt werden die Fahrzeuge von der US-Supermarkt Kette Stop & Shop. Die Fahrzeuge können autonom direkt zum Kunden fahren oder an stark frequentierten Orten parken. In der Stadt Boston ist der Robomart bereits in Betrieb.

Was sind die größten Herausforderungen?

Eine große Herausforderung ist immer noch die technologische Umsetzung. Ein autonom fahrendes Auto benötigt eine Menge teurer Sensoren. So sind beispielsweise in den oben genannten Robotertaxis von Aptiv 2 Kameras, 2 Computer, mehrere Antennen, 10 Radarsensoren und 9 LiDAR Sensoren verbaut. Lidar Sensoren haben eine ähnliche Funktion wie Radarsysteme, basieren aber auf der Lasertechnologie. Laut einer Studie von Deloitte sind die Nutzer allerdings kaum bereit, für ein autonom fahrendes Auto mehr zu bezahlen als für herkömmliche Autos. Auch das Vertrauen in die digitalen Autopiloten ist noch nicht besonders ausgeprägt. Die meisten fühlen sich noch sicherer, wenn sie das Steuer selbst in der Hand halten. Der Verkehr ist ein hochkomplexes Geschehen in dem stets etwas unvorhergesehenes passieren kann, was blitzschnelle, kreative und vernünftige Reaktionen erfordert. Trotz immer besser werdender Systeme kommt es bei den aktuellen Assistenzsystemen vor, dass der Fahrer eingreifen muss. Eine weitere Herausforderung des autonomen Fahrens sind die umfangreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die ethische Komponente. Fragen der Haftung müssen ganz neu gestellt werden. Wer trägt beispielsweise die Schuld an von Computern oder Künstlichen Intelligenzen verursachten Unfällen? Trotz rasanter technologischer Entwicklung bleibt also noch einiges zu tun, bis Autos völlig autonom auf unseren Straßen unterwegs sein werden.

Wie bereiten Sie sich auf die autonome Zukunft vor? Kontaktieren Sie uns von magility gerne für einen fachlichen Austausch.

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle – Welches Potential hat der Wasserstoff?

Seit Jahrzehnten wird die Brennstoffzelle immer wieder von den Medien und der Industrie als die umweltfreundliche automobile Antriebstechnik der Zukunft schlechthin gefeiert. Seit der Jahrtausendwende zeigen Automobilhersteller oder Zulieferer regelmäßig auf den großen Automessen der Welt, was mit der Wasserstoff (H2) betriebenen Brennstoffzelle in Zukunft möglich wäre. Audi, Daimler, Chrysler, Fiat, GM, Hyundai, Honda, Peugeot, Toyota, VW, alle haben sich bereits an dieser Technologie versucht. Doch neben dem aktuellen Trend hin zu batteriebetriebenen E-Fahrzeugen führt die Brennstoffzelle momentan eher noch ein Schattendasein.

Wie ist die Brennstoffzelle am PKW-Markt vertreten?

Selten wurden aus den auf den großen Messen vorgestellten Modellen Serienprodukte für den Verkauf weiterentwickelt. Einige Hersteller bieten zwar mit Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge an, meist jedoch noch nicht für den Massenmarkt. Aktuell hat beispielsweise Mercedes-Benz das Modell GLC F-Cell im Portfolio. Dieses Fahrzeug steht jedoch nur in Kombination mit einem Leasing und in geringen Stückzahlen für besondere Kunden zur Verfügung. Toyota hat mit dem Mirai sowie Hyundai mit dem Nexo Brennstoffzellenfahrzeuge auf dem neuesten Stand der Technik im Angebot, allerdings befinden sich diese im Preissegment der Oberklasse und sind daher auch wieder nur einem ausgewählten Kundensegment vorbehalten. Noch nie wurden in Deutschland mehr als 120 Brennstoffzellenfahrzeuge pro Jahr zugelassen, die Zulassungszahlen von Brennstoffzellenfahrzeugen haben demnach noch viel Luft nach oben. Das Tankstellennetz für Wasserstoff wächst dabei kontinuierlich, knapp über Hundert Tankstellen werden hierzulande bereits betrieben und über 50 weitere befinden sich aktuell in der Realisationsphase.

Wie funktioniert die Brennstoffzelle?

Brennstoffzellenfahrzeuge sind sogenannte Wasserstoff-Elektroautos. Mit Hilfe von Wasserstoff wird in einer Brennstoffzelle Energie für den Betrieb eines Elektromotors erzeugt. Übrig bleibt als lokale Emission lediglich Wasserdampf. Wasserstoff kann durch ein Elektrolyseverfahren aus Wasser gewonnen werden. Somit steht der benötigte Rohstoff in nahezu unbegrenztem Umfang zur Verfügung. Für die Wasserstoffgewinnung wird jedoch viel Energie benötigt, daher ist ein Brennstoffzellenfahrzeug nur dann als nachhaltig einzuordnen, wenn der getankte Wasserstoff unter Einsatz von regenerativ gewonnenem Strom erzeugt wurde. Um ähnliche Reichweiten wie ein Verbrennungsmotor zu erzielen, wird ein Wasserstofftank in der Regel mit etwa 700 Bar Druck befüllt. Die Technologie gilt als sicher, dennoch machen einige Parkhausbetreiber vorsichtshalber von ihrem Hausrecht gebrauch und verbieten die Einfahrt von Brennstoffzellenfahrzeugen in Ihre Häuser.

Eine Technologie mit viel Potenzial

Auf dem PKW-Markt hat sich die Wasserstoff-Brennstoffzelle noch nicht im gewünschten Ausmaß durchgesetzt. Immer kürzer werdende Ladezeiten und steigende Reichweiten der batteriebetriebenen Elektroautos reduzieren aktuell die Vorteile der Brennstoffzelle. Doch auch außerhalb des PKW-Marktes gibt es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten dieser ‘Technologie in Reserve’. Durch das hohe Gewicht sowie die Größe wird der Einsatz von Elektro-Batterien im Schwerlastverkehr noch als suboptimale Lösung betrachtet, da zu viel der wertvollen Nutzlast und -fläche verbraucht wird. Hier liegt großes Potential für den Einsatz der Wasserstofftechnologie.

Politik und Unternehmen glauben an die Brennstoffzelle

Die Regierungen fünf norddeutscher Bundesländer haben jüngst eine Wasserstoffstrategie vorgestellt. Sie fordern von der Bundesregierung sowie der EU die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die für den Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur nötig sind. In Hamburg fahren auf öffentlichen Straßen bereits mit Brennstoffzellen betriebene Busse. Zwischen Cuxhaven und Buxtehude fährt ein entsprechender Zug.

In der Schweiz besteht ein ähnliches Bündnis. Gemeinsam mit der Politik wollen die Supermarktketten Migros, Coop und weitere Unternehmen 1.000 wasserstoffbetriebene LKW bis zum Jahr 2023 auf die Straßen des Alpenstaats bringen. Die LKW werden von Hyundai entwickelt und in einem Pay-per-use-Modell zur Verfügung gestellt. Die örtlichen Tankstellenbetreiber haben zugesichert, parallel ein Tankstellen-Netz für Wasserstoff aufzubauen. Auch Toyota stellte vor kurzem einen, in Kooperation mit dem US-Unternehmen Kenworth entwickelten, Brennstoffzellen-LKW vor. Als Mobilitätspartner der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo plant Toyota die Bereitstellung von 100 Bussen und 6.000 Mirai-Limousinen. Die Brennstoffzellenfahrzeuge sollen der Technologie global zu höherem Ansehen in der Öffentlichkeit verhelfen.

Weitere namhafte Branchenführer verstärken ihr Engagement

Audi hat angekündigt sein h-tron genanntes Wasserstoffprogramm massiv auszubauen.  Davon soll markenübergreifend der gesamte VW-Konzern profitieren. Auch Bosch startet in Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen Powercell eine große Offensive. Beide glauben an einen langfristigen Erfolg der Wasserstoff-Brennstoffzelle. Durch zukünftige Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen erwartet Bosch eine Durchsetzung der Technologie in bestimmten Anwendungsbereichen wie beim Schwerlast- und Busverkehr, Güter- und Personentransport auf Strasse und Schiene und in der öffentlichen Energieversorgung, die ein Investment legitimieren soll. Selbst das sogenannte Batterieland Korea setzt auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Dies sollte laut Volker Blandow, dem Global Head of e-mobility vom TÜV Süd, deutschen Autobauern mehr als die Augen öffnen. Er plädiert wie Bosch für die Brennstoffzelle und spricht von einem ‘Tesla-Schock’ dem die deutschen Autohersteller hinterherrennen und dabei den Blick auf alternative Erfolgschancen zu verlieren scheinen.

Auch China verstärkt die Relevanz der Brennstoffzelle

Die chinesische Führung hat in ihrem aktuellen sogenannten Fünfjahresplan vorgegeben in die Brennstoffzellentechnologie zu investieren. Bis 2030 sollen zudem im ganzen Land 3.000 Wasserstofftankstellen eingerichtet werden. Tausende Busse fahren dort bereits mit Wasserstoff. Sollte sich in China die Wasserstoff-Brennstoffzelle auch nur zum Teil etablieren, würden sich durch die Größe des Landes sowie zu erwartende erfolgreiche Anwendungsbeispiele auch für europäische Unternehmen hohe Geschäftschancen ergeben. Die mittelfristige Zukunft wird also zeigen, was aus der durchaus als sinnvoll zu betrachtenden Technologie noch werden wird. Die Potenziale sind da und wichtige Player am Markt involviert. Es bleibt abzuwarten ob die Brennstoffzelle aus ihrem Schattendasein befreit und ins rechte Licht gerückt wird. Wir von magility beobachten gespannt die weitere Entwicklung und berichten über die neuesten Trends. Kommen Sie gerne auf uns zu wenn Sie an Marktstudien, High-Tech Themen und innovativen neuen Geschäftsmodellen interessiert sind. Unsere Experten sind gerne für Sie da.

E-Mobility

E-Mobility – kommt jetzt der Durchbruch?

Die E-Mobility nimmt Fahrt auf. Während in Deutschland im Jahr 2017 nur rund 25.000 Elektroautos zugelassen wurden, waren es  laut Statista 2018 bereits rund 36.000. Die Neuzulassungen von Autos mit Hybridantrieb stiegen von rund 85.000 im Jahr 2017 auf rund 130.000 im Jahr 2018. Zum Vergleich: insgesamt wurden 2018 laut Auto Motor Sport in Deutschland rund 3,44 Millionen PKWs zugelassen. Der Anteil von Hybridfahrzeugen beträgt gemäß dieser Hochrechnung lediglich etwa 3%, der Anteil von Autos mit reinem Elektroantrieb ziemlich genau 1%. Die ersten Hochrechnungen für das Jahr 2019 deuten darauf hin, dass weiter mit positiven Wachstumsraten zu rechnen ist.

E-Mobility im Rest der Welt

Laut der “Global electric car sales analysis 2018“ von Bart Demandt  wurden im Jahr 2019 weltweit 1,26 Millionen rein batteriebetriebene Autos zugelassen. Das entspricht einer Verdreifachung des Wertes von 2016. Den Löwenanteil beansprucht dabei China mit 61,3% der Neuzulassungen, gefolgt von den USA mit 16,6% und Norwegen mit 3,6%. In Norwegen beträgt der Anteil reiner Elektroautos fast ein Drittel der Neuzulassungen. Nimmt man die hybridangetriebenen Fahrzeuge hinzu kommt Norwegen sogar fast auf die Hälfte und erreicht damit mit den internationale Spitzenwert.

Starke Konkurrenz im Markt für E-Mobility

Noch treibt der kalifornische Elektroautobauer Tesla die etablierte Konkurrenz vor sich her. Im Jahr 2019 war Tesla mit weltweit bisher rund 245.000 ausgelieferten Autos auf Platz 1. Aber auch die chinesischen Hersteller BYD und BAIC sind mit 227.000 bzw. 165.000 ausgelieferten Einheiten im Ranking nicht weit entfernt. Platz vier belegt BMW mit 129.000 Einheiten – der erste deutsche Hersteller im Ranking. Etwas abgeschlagen befindet sich VW mit rund 52.000 Einheiten auf Platz 10 als einziger weiterer deutsche Vertreter, in den weltweiten Top 20.

Legen die traditionellen Hersteller nach?

Wie der Bau von Elektrofahrzeugen heute schon gut funktionieren kann, zeigen einige der bekannten großen OEM’s. Der Hersteller Tesla Motors Inc. ist mit seinen Modellen S, Y und 3 in den Segmenten Limousine Oberklasse, SUV Oberklasse und Limousine Mittelklasse mit E-Fahrzeugen vertreten. Alle drei gelten als die schnellsten Vertreter ihrer Art und haben Batteriekapazität für Reichweiten zwischen 350 und 550 Kilometern. Das erste europäische Modell welches dieser Benchmark nahe kommt ist seit Ende 2018 der I-Pace von Jaguar, ein Mittelklasse SUV. Im selben Segment verkauft Mercedes-Benz inzwischen seinen EQC und Audi zog jüngst mit dem E-Tron nach. Fahrzeugmodelle mit weit geringerer Leistung und Reichweite sind in diesem Vergleich aufgrund der marginalen Verkaufszahlen unberücksichtigt. Porsche will mit dem viertürigen Sportwagen Taycan 2019 seinen ersten Tesla-Konkurrenten am Markt platzieren. Welche der zahlreichen weiteren Modellankündigungen es tatsächlich in den Verkauf schaffen, wird nach Jahren großer Worte seitens der Hersteller jetzt nur noch die Zeit zeigen. Die Branchenmagazine berichten markenübergreifend fast wöchentlich von neu angekündigten E-Modellen.

Ladeinfrastruktur – Knackpunkt für die E-Mobility?

Für den großen Anteil der Marktbeobachter ist ein Erfolg der E-Mobility mit der Entwicklung der Ladeinfrastruktur eng verknüpft. Denn was nützt ein E-Fahrzeug, wenn es unterwegs nicht geladen werden kann? Nur durch Verkäufe an einzelne wohlhabende Technologie- und Ökologie-Begeisterte kann ein Weltkonzern keine milliardenteuren Entwicklungen rechtfertigen. Ionity, ein Joint -Venture der Automobilhersteller Daimler AG, BMW Group, des Volkswagenkonzerns mit Porsche und Audi sowie der Ford Motor Company, hat sich vorgenommen, diese Problematik zu lösen. Ionity hat zum Ziel „entlang europäischer Hauptverkehrsachsen ein Netzwerk leistungsfähiger Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge aufzubauen und zu betreiben.“ Ein wichtiger Bestandteil sind dabei Kooperationen mit den Betreibern von Tankstellennetzen. In Deutschland gibt es laut Statista aktuell rund 14.000 Ladesäulen, was einer Verdoppelung des Bestandes alleine im letzten Jahr entspricht. Die Ladezeiten werden durch fortlaufend angepasste aktualisierte Technologie stetig verringert, so soll an den neuesten Modellen ein gesamter Ladezyklus in etwa 30 Minuten realisierbar sein.

Das wichtige Verhältnis von Infrastruktur und Individualität

Der ein oder andere Halter eines E-Fahrzeugs dürfte bei seinen ersten Erfahrungen mit E-Mobility noch an die legendäre erste Fernfahrt mit dem Automobil durch Berta Benz denken, die sich unterwegs ihren Kraftstoff in einer Apotheke besorgen musste. Heute ist ein dichtes Tankstellennetz für die etablierten Kraftstoffe Benzin und Diesel zur Realität geworden. Die E-Mobility ist gerade erst dabei, diesen Entwicklungsschritt zu gehen. Vertreter der etablierten Automobilhersteller wie etwa jüngst VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch (siehe Handelsblatt) rufen daher auch nach dem Staat, der mit Fördermitteln und gesetzlichen Änderungen den Ausbau eines flächendeckenden Stromtankstellennetzes unterstützen soll. Die von der Bundesregierung gegründete Nationale Plattform für Elektromobilität (NPE) schätzt laut ADAC für das Jahr 2020 einen Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladesäulen. Bleibt es bei den derzeitigen Wachstumsraten kann dieses Ziel sogar erreicht werden.

Was kommt noch auf uns zu?

Aufgrund verschärfter gesetzlicher Regelungen zum CO2-Ausstoß bei Automobilen, dem Erfolg von Tesla und einem weiter wachsenden Umweltbewusstsein in der Bevölkerung darf weiterhin von einer steigenden Relevanz der E-Mobility ausgegangen werden. Auch Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, unterstreicht dies und nennt die E-Mobility inzwischen einen „Jobmotor“. Der Sportwagenhersteller investiert bis 2023 sechs Milliarden Euro in die Technologie für E-Fahrzeuge und will 1.500 neue Stellen in dem Bereich schaffen. Es scheint als käme der Zug, bzw. das E-Auto, langsam aber sicher ins Rollen. Wir von magility betrachten gespannt, wie sich der Markt weiterentwickelt. Neben dem E-Antrieb rücken auch synthetische Kraftstoffe auf Wasserstoffbasis zur nachhaltigen Gestaltung des zukünftigen Individualverkehrs vermehrt in den Fokus. Wird eine einzelne der heute vorhandenen Technologien zukünftig den Markt beherrschen? Wird es der E-Antrieb sein? Werden es die synthetischen Kraftstoffe? Oder ist es denkbar, dass verschiedene Antriebstechnologien, eventuell kombiniert, nebeneinander bestehen können?

In Verbindung mit Digitalisierung, Konnektivität und neuen Mobilitätskonzepten bleibt die Automobilindustrie, was sie schon immer war: eine der spannendsten Industrien überhaupt!

Wir von magility erstellen Trend- und Marktstudien, auch zu High-Tech Entwicklungen. Kontaktieren Sie gerne unsere Experten.  

Die Revolution im Tank – E-Fuels und Power-to-X Kraftstoffe

Neben den immer lauter werdenden Trends der Elektromobilität gibt es noch weitere Ansätze zur nachhaltigen Gestaltung des zukünftigen Individualverkehrs. So rücken Power-to-Liquid bzw. Power-to-Gas Kraftstoffe (Ptx-Kraftstoffe), auch synthetische Kraftstoffe oder E-Fuels genannt, immer stärker in den Fokus. Diese synthetischen Kraftstoffe werden unter Einsatz regenerativ gewonnenen Stromes aus Wasser und Kohlendioxid klimaneutral hergestellt, mit dem Ziel in Zukunft Benzin, Diesel und Kerosin ersetzen zu können. Nicht nur im Mobilitätssektor, auch in der Industrie und dem Gebäude- und Wärmesektor können CO2-Emissionen, durch diese Umwandlungsprodukte aus erneuerbaren Energien, nachhaltig gesenkt werden.

Wie wird E-Fuel hergestellt?

Um nachhaltig E-Fuel herzustellen, dient regenerativ gewonnener Strom als Ausgangsbasis, um ein klimaneutrales Vorgehen zu bewahren. Mit diesem Strom wird Wasser stark erhitzt und der daraus entstandene Dampf im nächsten Schritt in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff wird dann in einen Reaktor weitergeleitet, wo er in einem mehrstufigen Prozess mit aus der Luft entnommenem CO2 reagiert und so zu einem flüssigen Energieträger wird, welcher mit Rohöl zu vergleichen ist. Dieser Energieträger kann anschließend in einer Raffinerie zu Diesel, Benzin oder Kerosin veredelt werden. Bei diesem Vorgehen besteht auch die Möglichkeit Methan herzustellen, das wiederum als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge genutzt werden kann.

Wie weit ist die Entwicklung fortgeschritten?

Pilotprojekte zu Ptx-Kraftstoffen gibt es von Automobilherstellern sowie der Mineralölindustrie schon einige Jahre. Laut einem Papier des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags aus dem Jahr 2018, gibt es in Deutschland etwa 20 Forschungsprojekte zu diesem Thema. Das bekannteste Projekt wurde von Audi initiiert. In Zusammenarbeit mit dem sächsischen Unternehmen Sunfire produziert der Automobilhersteller bereits synthetisches Methan, das für die sogenannten G-Tron Varianten seiner Fahrzeugflotte verwendet werden kann. Parallel dazu betreiben die beiden Kooperationspartner in Dresden und der Schweiz jeweils eine Anlage zur Herstellung von E-Diesel.

Was sind die Treiber der Entwicklung?

Für traditionelle Hersteller und Zulieferer der Automobilindustrie ist es ein nachvollziehbar und reizvoller Gedanke, durch klimaneutrale Kraftstoffe, die in einem einfachen Verfahren hergestellt werden können, eine ökologische Nachhaltigkeit ihres traditionellen Geschäftsmodells zu erreichen. Viele Experten und Manager äußerten sich noch sehr positiv über E-Fuels und deren Potenzial, bevor die Förderung und Popularität von Elektromobilität zunahm. Der ehemalige ZF-Chef und heute VW-Vorstand Stefan Sommer wurde noch vor zwei Jahren in der Branchenzeitschrift Automobil Produktion mit lobenden Worten zu den E-Fuels zitiert. Tenor seines Statements war, dass man mit diesen neuen Kraftstoffen die bestehende Tankinfrastruktur nutzen könnte und dabei außerdem kaum Veränderungen an der Motorentechnik vorzunehmen hätte. Heute tritt VW als größter Treiber im Branchenwandel hin zur Elektromobilität auf. Wie kommt das?

Warum setzen sich E-Fuels (noch) nicht durch?

Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Der eine ist politisch. Die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Zustimmung seitens des Staates. Umfangreiche Förderungsprogramme sowie ein wachsendes positives Image der batteriebetriebenen Technologie in der Öffentlichkeit verstärken sich gegenseitig. Der Aufbau zweier konkurrierender Systeme gilt als gesamtwirtschaftlich zu ineffizient. Zwar könnten E-Fuels dabei helfen den Verbrennungsmotor klimaschonender weiter zu nutzen, bis sich die Elektromobilität vollständig durchgesetzt hat. Der Wirkungsgrad bei der Herstellung von E-Fuels ist jedoch noch zu gering und die Kosten pro Liter zu hoch, um mit herkömmlichen Kraftstoffen konkurrieren zu können. In den letzten Jahren wurden allerdings regelmäßig Fortschritte bei der Produktion von E-Fuels erzielt. Die Herstellungskosten für einen Liter E-Fuel sanken dabei in den letzten vier Jahren von etwa 5€/Liter auf etwa 2,5€/Liter. Ein Liter herkömmliches Benzin kostet ohne Steuern hierzulande etwa 0,5€. Der Bund Deutscher Industrie (BDI) hält einen Preis von unter 1€/Liter für E-Fuels zwar mittelfristig für machbar, sieht jedoch die Technologie in einer regulativen Sackgasse. Auch der zur Zeit relativ niedrige Ölpreis hat keine positive Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft für E-Fuel-Vorhaben.

Wo bestehen die größten Chancen für E-Fuels?

Es ist heute noch nicht abschließend vorhersehbar, wann und ob die Elektromobilität die Dominanz im PKW-Verkehr tatsächlich übernehmen wird. Auch wenn man sich das Szenario zurechtlegt, dass in zehn Jahren 50% der PKW Neuzulassungen in Deutschland auf Batterieautos entfallen, gäbe es immer noch einen riesigen Bestand an Fahrzeugen, die mit herkömmlichen Kraftstoffen betankt werden, erst Recht, wenn man den Blick global ausweitet. Außerdem gibt es Bereiche wie beispielsweise den Schwerlastverkehr sowie die Luft- und Schifffahrt, die von bisherigen Elektrifizierungstrends noch weitgehend ausgenommen sind. Genau dort, wo eine Elektrifizierung technisch nur sehr kompliziert umsetzbar ist, ergeben sich aussichtsreiche Anwendungsmöglichkeiten für flüssige oder gasförmige E-Fuels. Bei einer entsprechenden Gestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen wäre es durchaus technisch möglich,+ Flugzeuge, Schiffe, LKW oder Züge mit E-Fuels klimafreundlicher zu betreiben.

Die Industrie sieht weiterhin Potenzial

Die Anwendung von E-Fuels im PKW-Betrieb steht also noch vor einigen Herausforderungen, vor allem im direkten Wettbewerb mit der Elektromobilität. Dennoch wurde im vergangen Januar ein umfangreiches Projekt mit dem Titel „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ gestartet. Dahinter steckt ein Zusammenschluss aus AUDI, Daimler, Porsche, Bosch, Eberspächer, Caterpillar, Freudenberg, Rolls Royce Powersystems, dem KIT der Universität Karlsruhe, dem Verkehrsministerium Baden-Württembergs, Deutschlands größter Raffinerie MiRO und dem Mineralölwirtschaftsverband. Bei diesem Projekt wird interdisziplinär untersucht, wie Otto- und Dieselmotoren mit erneuerbaren Energien und nachhaltigen Rohstoffen zu einem ökologischeren Verkehr beitragen könnten. Denn um die bewährte Motorentechnologien aufzugeben, ist es für die Player im Markt, aufgrund der ungewissen Zukunft in diesem Bereich, noch zu früh.

Auch die Power to X Allianz setzt den Fokus auf klimaneutrale und innovative, auf grünem Wasserstoff basierende, Lösungen und Technologien. Diese Allianz hat sich zum Ziel genommen der Öffentlichkeit aufzuzeigen, wie der Einstieg in diese Technologien gelingen kann. Erst am 11. April diesen Jahres hat die Power to X Allianz ein Markteinführungsprogramm für Power to X-Technologien präsentiert und veröffentlicht. Zu dieser Allianz gehören unter vielen anderen die Audi AG sowie der Verband der Automobilindustrie VDA e.V.

 

Betrachten wir hier also das letzte Aufbäumen eines Ansatzes, der bald der Vergangenheit angehören wird oder entwickelt sich da eine Innovation, welche eine ganze Industrie doch noch unerwartet erneuern kann? Wir sind gespannt darauf welche Erfahrung Sie aktuell in Ihrem Unternehmen mit diesen spannenden Entwicklungen machen und freuen uns auf einen fachlichen Austausch. Kontaktieren Sie uns gerne!

Automotive Revolution

Automotive Revolution – Was erwartet uns bis 2030?

Die Internetrevolution der 2000er lieferte die Vorlage für enorme Entwicklungen in vielen Bereichen. Nennen wir es “Automotive Revolution”, was derzeit in der Automobilindustrie passiert. Disruptive, technologiegetriebene Trends bringen teilweise ungeahnte Veränderungen mit sich. Künstliche Intelligenz, Assistenzsysteme und Vernetzung sind der Schlüssel zum neuen Mobilitätszeitalter. Doch was erwartet uns im kommenden Jahrzehnt? Hier ein Ausblick von magility zur Automotive Revolution.

Neue Technologien, Nachhaltigkeit und mehr Mobilität

Volkswirtschaften entwickeln sich aktuell rasant. Das hängt mit neuen Technologien, einem gestiegenen Nachhaltigkeitsbewusstsein, neuen Märkten in Schwellenländern und veränderten Präferenzen von Verbrauchern zusammen. Die Digitalisierung ist in unserer Zeit somit kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel zu Effizienz, Nachhaltigkeit und Entwicklung. Viele Veränderungen haben wir bereits in unseren Alltag integriert und die meisten davon sind nicht mehr wegzudenken. Die Automotive Revolution beschreibt die Summe an Innovationen und technologischen Neuheiten, die die Branche auf den Kopf stellen werden.

Mobilitätsrevolution – Das Auto wird neu erfunden

„Elon Musk hat gezeigt, dass man Mobilität in Zukunft anders denken muss. Davon lässt sich auch die deutsche Autoindustrie inspirieren und hat in den letzten Jahren unzählige Projekte angestoßen“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die aktuelle Lage. „Wenn wir es schaffen, die solide Qualität mit neuesten Technologien zu verbinden, können wir in Zukunft neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen, die unseren Alltag maßgeblich verändern“.

Veränderungen auf verschiedenen Ebenen

Die Veränderungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. In Zukunft werden sich Märkte und Einnahmequellen verlagern. Mobilität, Connectivity-Services und Feature-Upgrades schaffen neue Geschäftsmodelle. Außerdem wird sich das Mobilitätsverhalten verändern. Bis 2030 wird voraussichtlich eines von zehn Autos über Carsharing geteilt werden. Außerdem könnten, sofern Lösungen für die regulatorischen Probleme gefunden werden, bis 2030 bereits eine erhebliche Anzahl autonomer Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sein.

Automotive Revolution – Wie muss die Automobilindustrie reagieren?

Mit erheblicher Flexibilität. Die Weichen für die Zukunft sind längst gestellt. Elektromobilität, Vernetzung, schnellere Internetverbindung und Smart Services sind Mosaiksteine, die zusammen die Automotive Revolution ausmachen. Natürlich erfordert die Etablierung viel Agilität und Flexibilität, denn technologischer Fortschritt bedeutet auch das Ende mancher altbewährter Geschäftsmodelle.

Wie sieht die Branche 2030 aus?

Niemand weiß, ob die Prognosen eintreten werden. Sicher ist, dass viele Geschäftsmodelle, die wir heute noch für unverzichtbar halten, 2030 so nicht mehr existieren werden. Zunehmende Konzentration in Ballungsräumen, steigende Bevölkerungszahlen und ein immer größeres Bedürfnis nach Mobilität, führen zwangsläufig zu massiven Veränderungen. Disruptive Geschäftsmodelle, geteilte Fahrzeuge und eine effizientere Verkehrsgestaltung sind im kommenden Jahrzehnt unumgänglich.

 

Magility begleitet sie gerne bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Geschäftsmodelle. Wir verbinden agile Unternehmensentwicklung mit technologischen Innovationen, organisationsübergreifendem Kompetenzmanagement und internationaler Markterschließung.