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Cyber Security als Wettbewerbsvorteil in einer vernetzten Welt. Bild: Unsplash

Cyber Security als Wettbewerbsvorteil in der digitalen Welt

In diesen Tagen wurde Google 20 Jahre alt. Das Ereignis zeigt an, dass der Startschuss ins digitale Zeitalter bereits zwei Jahrzehnte zurückliegt. Blickt man hinter die Kulissen von großen und mittelständischen Unternehmen in der Mobilitätsindustrie und Logistik, stößt man aber immer noch auf Zurückhaltung. Während Internetkonzerne unsere Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Jahren massiv umgestaltet haben, zögern Unternehmen, deren Tradition viel weiter zurückgeht als die von Google mit der Transformation. Ein Grund dafür ist die Sicherheit. Cyber Security ist ein heißes Thema und Patentlösungen kann heute noch niemand bieten.

Standards in der Vernetzung

15 Prozent der Befragten im Bereich Automobil wurden laut einer Umfrage von Microsoft im Jahr 2017 Opfer einer Cyberattacke. Angeführt wird die Liste vom Bereich Energie, wo 26 Prozent der Befragten im Jahr 2017 Opfer eines Angriffs waren. Man kann davon ausgehen, dass die Dunkelziffer noch höher ist, denn nach wie vor versuchen Unternehmen damit hinterm Berg zu halten, vor allem um den eigenen Ruf nicht zu ruinieren. Um in Zukunft besser gerüstet zu sein, fordern viele in der Branche Standards für Sicherheit von denen alle profitieren.

Sicherheit als Kostenfaktor

Kein Konzern kann sich sicher fühlen und keine Technologie ist unangreifbar. Innovation lässt sich in einer datengetriebenen Gesellschaft nur durch intelligente Vernetzung erreichen. Aktuell wird die Sicherheit als große Last betrachtet und hindert Unternehmen stark an ihrer digitalen Transformation. Doch die Entwicklung aus Furcht vor Attacken und Cyber Angriffe zu vermeiden kann nicht die Lösung sein.

Cyber Sicherheit als Wettbewerbsvorteil

Was also gefragt ist, ist ein Umdenken. Sicherheit sollte nicht weiter als kostspieliges Übel betrachtet werden, sondern als zentraler Teil des Konzepts. „Die Cyber Security stellt uns vor große Herausforderungen. Deshalb muss man im Zuge der Digitalen Transformation von Anfang an Experten mit ins Boot holen und Cyber Security als zentraler Punkt der Business-Strategie sehen“, so unser Experte Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH. Die Sicherheit muss zukünftig als Wettbewerbsvorteil gewertet werden.

Embedded Security als Vorteil im Wettbewerb

Wo auch immer Geräte vernetzt sind und Mobilitätsdaten erzeugt werden, entstehen Sicherheitslücken. Innovation braucht aber Daten, Informationen und intelligente Vernetzung. Digitale Geschäftsmodelle müssen deshalb mit einem umfassenden Sicherheitskonzept gedacht werden. Absolute Sicherheit ist eine Illusion. Schutz hingegen gibt es. Oft wird daran aber gespart. Ziel ist es, Vernetzung immer mit Embedded Security zu denken.

Unternehmen unterzeichnen Cybersecurity-Erklärung

Im Frühjahr verpflichteten sich 34 Tech-Konzerne, darunter Microsoft, SAP und Oracle, dazu, zusammen wirksame Mechanismen gegen Cyberangriffe zu entwickeln. Damit wollen sie weltweit Kunden vor Angriffen von Kriminellen und staatlichen Akteueren schützen. Die Kollaboration untereinander sowie mit Industrie und Zivilgesellschaft soll ausgebaut werden. Die meisten Unterzeichner der Erklärung stammen aus den USA.

Kein Konzept ohne Cyber Sicherheit

Das Resümee ist kurz. In der vernetzten Welt, in der permanent Daten erhoben und gespeichert werden und Geräte, Fahrzeuge und Gegenstände miteinander vernetzt sind, muss die Sicherheit umfänglich mitgedacht werden. Kein Konzept ohne Cyber Security Experten, die das Business-Modell auf Sicherheitsstandards überprüft und Lücken frühzeitig schließen. Außerdem sollte jedes Unternehmen seine Schwachstellen kennen. Denn vollkommene Sicherheit können wir nicht erreichen. Wer aber seine Schwachstellen kennt, kann sich im Falle einer Attacke schnell und souverän zur Wehr setzen. Die Automobilindustrie muss die eigenen Hürden mithilfe von Experten aus dem Weg räumen, um in der Digitalisierung Schritt zu halten. Sicherheit ist dann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Magility berät Sie gerne zum Thema Cyber Security, und wie sie ihr Unternehmen für Herausforderungen rüsten. Kontaktieren Sie uns gerne.

Rosenmontag bei magility :-)

…ob es den Wintergeistern so Angst und Bange wird und sie uns mit Frühling beglücken? Wohl kaum – aber Hauptsache wir als Team haben Spaß an der Entwicklung zukunftsweisender Ideen!

www.magility.com/team

 

 

Digitale Transformation 2018 – Was bringt den Mittelstand voran?

Digitale Transformation 2018, der Begriff ist in aller Munde. Die Diskussion darüber schwankt zwischen Euphorie und Pessimismus. Heute noch wähnt man, den Wandel bereits vollzogen zu haben. Am nächsten Tag schon wird man davor gewarnt, die Digitalisierung zu verschlafen. Doch was bringt der technologische Fortschritt für Mittelständler im Jahr 2018?

Es hat sich einiges getan

Im vergangenen Jahr hat sich vieles getan. Immer mehr Elektroautos gehen in Serie, kaum jemand lebt mehr ohne Smartphone, Assistenten wie Alexa erobern die Haushalte und Haushaltsroboter saugen unsere Wohnungen. In dieser Hinsicht sind viele in der Digitalisierung angekommen. Etwas anders verhält es sich im deutschen Mittelstand. Obwohl sich auch hier einiges entwickelt, werden die Erwartungen oft nicht erfüllt. Doch wie steht es um den digitalen Umbruch in der deutschen Industrie?

Macher, Tüftler und Pessimisten

Die Schlagzeilen sind gefüllt mit niederschmetternden Nachrichten. Manch einer glaubt, Deutschland hätte den Anschluss in Sachen Digitalisierung längst verloren. Doch es gibt auch positive Stimmen, die mit Wohlwollen auf die Bestrebungen schauen. Tatsächlich tun sich viele Unternehmen schwer, sich in der digitalen Welt auszurichten. Das liegt vor allem daran, dass viel Geld in die Hand genommen werden muss, wenn man die eigenen Geschäftsmodelle überarbeiten und die bestehenden Geschäfte digital ausrichten möchte.

Das Rückgrat der Wirtschaft

Hoffnung wird derzeit auf Start-ups gesetzt, die mit Agilität und Flexibilität für Innovation und Fortschritt sorgen. Darauf wird die Wirtschaft auch 2018 setzen und sicher weiter investieren. Doch diese Spielwiesen der Wirtschaft ersetzen nicht so schnell das Rückgrat unserer Wirtschaft. Kleine und mittelständische Unternehmen machen laut Statistischem Bundesamt aktuell 30 Prozent des Umsatzes aus und beschäftigen 69 Prozent der Erwerbstätigen Personen. Untergangsstimmung ist deshalb nicht angebracht.

Innovation trifft Tradition

Vielmehr geht es darum, den positiven Beispielen zu folgen. Denn wo neue Technologien auf Tradition treffen, entstehen oft spannende Ideen und Geschäftsmodelle. Und so werden viele Unternehmen im Jahr 2018 darauf setzen, die Daten der Kunden, auch im B2B Bereich, um die Distribution und die Experience für den Kunden zu verbessern. So setzen viele Anbieter von Technik und Zubehör auf modernes Product Information Management (PIM) um Ordnung in ihre Produktwelt und die Datenmengen zu bekommen. Oder die Daten werden genutzt um passgenaue Services oder sogar disruptive Geschäftsmodelle zu entwickeln, die unser Leben leichter machen.

Mutig nach vorne schauen – Transformation 2018

Viele Unternehmen gehen den richtigen Weg und holen sich Experten an die Seite, die sie im Dschungel der Digitalisierung kompetent beraten können und mit dem nötigen Know-how, entsprechenden Analysen und gezielten Strategien ausstatten. Mit solchen Partnern an der Seite steht der digitalen Transformation 2018 nichts im Wege.

Sie sind auf der Suche nach strategischen Partnern? Magility steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und begleitet Sie auf dem Weg in die digitale Zukunft. Schreiben sie uns gerne!

 

Digitale Transformation in der Industrie. Trends und Entwicklungen. Foto: CC0

Die digitale Transformation der Industrie: Ein Überblick

Die digitale Transformation der Industrie und der Automobilindustrie bietet enorme Chancen und bringt gleichzeitig große Herausforderungen. Auf der einen Seite gibt es das vielversprechende Potenzial vernetzter, effizienterer Produktion und neuer Geschäftsmodelle auf der anderen Seite aber auch dramatische Risiken. Laut dem Bundesverband der deutschen Industrie e.V. könnte Europa bis 2025 einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen, aber auch einen Wertschöpfungsverlust von 605 Milliarden Euro erleiden. Um das Risiko zu minimieren braucht es deshalb weitsichtige Strategien für die digitale Transformation. Wir von magility beraten Sie gerne dazu.

Wo steht die deutsche Wirtschaft und wohin geht der Weg

Politik und Wirtschaft sind sich bereits einig, dass die fortschreitende Digitalisierung ein neues Zeitalter der Vernetzung, Autonomisierung, Flexibilität und vor allem Disruption bedeutet. Die Herausforderung die Unternehmen dadurch heute gegenübersteht ist die Transformation von Geschäftsmodellen und die Identifizierung neuer Wachstums- und Umsatzmöglichkeiten durch digitale Technologien. Die Relevanz ist längst erkannt doch aktuell sind viele Unternehmen in einer Phase der Unsicherheit und oft auch Orientierungslosigkeit. Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH und Experte für digitale Geschäftsmodelle sagt dazu: „Mit der Digitalisierung entwickelt sich die größte Revolution der Industriegeschichte in enormer Geschwindigkeit. Sie bedroht viele klassische Geschäftsmodelle und birgt unabsehbare Risiken. Es müssen deshalb so schnell wie möglich Weichen gestellt werden und ein ganzheitlicher Transformationsprozess begonnen werden.“ Die große Frage ist deshalb, wo deutsche Unternehmen aktuell stehen und wie sie sich im Einzelfall positionieren können.

Was fehlt ist eine umfassende Strategie

Die meisten deutschen Unternehmen haben die Chancen der Digitalisierung längst erkannt und erste Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Über 40 Prozent sehen bereits ein Umsatzwachstum durch Digitalisierung. Für die meisten Unternehmer überwiegen die positiven Möglichkeiten der Digitalisierung  – knapp 70 Prozent sehen Chancen für neue digitale Geschäftsmodelle, während 56 Prozent tendenziell den steigenden Wettbewerb fürchten. Was meistens fehlt ist eine langfristige und umfassende Digitalisierungsstrategie. Die größten Herausforderungen der digitalen Transformation sind die Weiter- und Ausbildung der Mitarbeitenden, rechtliche Rahmenbedingungen, ein hoher Investitionsbedarf sowie Sicherheits- und Datenschutzrisiken.

IT-basiertes Geschäft und disruptive Geschäftsmodelle

Grundlage für die Digitalisierung der Geschäftsmodelle ist ein IT-basiertes Geschäft, also die Unterstützung bestehender Geschäftsprozesse durch digitale Technologien, beispielsweise durch einen Onlineshop, einer digitalen Plattform zur internen Kommunikation oder auch cloudbasierte Lösungen für effiziente Arbeitsweise in Teams. Hier wären beispielsweise Microsoft 365 oder Google Apps genannt. Magility arbeitet eng mit Experten für digitale Arbeitsprozesse zusammen und berät Sie umfassend wie Sie Ihre Produktivität erheblich steigern können.

Nach Außen jedoch erwirken digitale Services oft kundenorientierte Produktinnovationen. Durch die Einbindung digitaler Technologien in die Schnittstellen zum Kunden, erhöht sich die Transparenz und eine direktere Kundeninteraktion wird möglich. Die nach innen gerichtete Digitalisierung in Prozessen der Produktion wird als Industrie 4.0 zusammengefasst. Es geht dabei um die weitreichende Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und damit Prozessinnovationen. Durch die digitale Transformation können interne Prozesse flexibler, dezentraler und effizienter gesteuert werden. Ist ein Geschäftsmodell komplett digital, sowohl nach innen als auch nach Außen, entstehen innovative, häufig disruptive Geschäftsmodelle, die sich durch eine signifikante Erweiterung der Kundenbasis, eine hohe Dienstleistungsorientierung, schnelle Messbarkeit und den Einsatz digitaler Technologien über die verschiedenen Stufen der Wertschöpfung hinweg auszeichnen.

Der Weg zur digitalen Transformation ist nicht immer offensichtlich. Doch wir bei Magility gehen ihn mit Ihnen gemeinsam.

 

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Mobility-as-a-service. Smarte Geschäftsmodelle für die Zukunft. Foto: magility

Mobility-as-a-Service: Smarte Geschäftsmodelle

Mobility-as-a-Service haben in der Tat oft smarte Geschäftsmodelle. Darunter versteht man den Trend Mobilität über Sharing, oder Teilen zu ermöglichen, statt Mobilität über Besitz zu regulieren. Angeboten werden Mobilitätslösungen die als Service verkauft werden. In Zukunft werden diese Services eine große Rolle spielen weshalb schon heute an innovativen Konzepten gefeilt werden muss.

Mobilität auf Abruf

Gerade im urbanen Raum wird der Besitz eines Autos zunehmend unattraktiv. Keine Parkplätze, Staus und damit verbundene hohe Kosten und wenig Komfort. Viel praktischer, flexibler, günstiger, effizienter und nachhaltiger ist es, wenn man ein Auto oder Fahrzeug dann nutzen kann wenn man es braucht und es einfach an dem Ort ausleiht an dem man sich gerade befindet. Um mit Mobility-as-a-Service Wertschöpfung zu erzeugen müssen deshalb digitale Geschäftsmodelle ausgearbeitet werden, die die Kundenwünsche aufgreifen und umsetzen.

Erste Schritte sind getan – Zahlen und Fakten

In den großen Städten gibt es bereits seit einigen Jahren Carsharing-Angebote. Oft sind sie aus Kooperationen zwischen Autobauern und Vermietungsanbietern entstanden. Und die Entwicklungsprognosen sind positiv. Auf etwa 15 Millionen potenzielle Kunden prognostiziert Frost & Sullivan den europäischen Markt 2020. Im Jahr 2017 liegt die Zahl der Nutzer in Deutschland bei rund 1,7 Millionen (Quelle: Bundesverband Carsharing). Der größte Anbieter ist Car2Go (Daimler) mit 640.000 Kunden, gefolgt von DriveNow (BMW) mit 600.000 Kunden und Flinkster mit 300.000 Kunden. Die Zahl der Carsharing-Stationen in Deutschland lag 2017 bei ca. 4.650.

Wachsender Markt

Die Zahlen zeigen das rasante Wachstum im Bereich Mobility-as-a-Service. Carsharing ist dabei nur einer von vielen Smart Services. Es können noch viel mehr digitale Angebote ausgebaut und geschaffen werden. Dank Smartphones und Apps sind die Vorteile vor allem hohe Flexibilität für den Kunden und maßgeschneiderte Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse.

Herausforderungen meistern – magility berät Sie gerne

Trotz ersten zukunftsweisenden Geschäftsmodellen liegt noch ein langer Weg vor der Automobilindustrie. Denn nach wie vor wird das Geld mit dem Verkauf von Autos verdient und die Smart Services sind noch Nischenprodukte. Aber: Die Zukunft ist Smart und braucht neue Mobilitätsdienstleistungen. Magility begleitet und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

3D-Druck. Transformation in der Industrie: Foto: CC0

3D-Druck – Bereit für die Massenfertigung?

Was einst als Rapid Prototyping begann ist in vielen Bereichen bereits Rapid Manufacturing geworden. Und mit Autoteilen, Zahnersatz und Prothesen werden in Deutschland bereits hohe Umsätze erzielt. Doch wie ist der Stand der Dinge beim dreidimensionalen Drucken?

Von Prototypen zu High-Tech-Teilen

Begonnen hat der 3D-Druck vor allem mit Prototypen. Die Einzelanfertigung und daran dann Änderungen daran vorzunehmen ist im Produktionsprozess sehr aufwendig. Dank des dreidimensionalen Druckverfahrens allerdings wird die Anfertigung von Einzelteilen enorm vereinfacht. Langwieriger Werkzeugbau ist dadurch passé. Vor allem was individuelle, passgenaue Teile, wie Hörimplantate oder Zahnprothesen betrifft bietet der 3D Druck ein hohes Potenzial. Und die Zahlen sprechen auch dafür. Auf eine Milliarde Euro beziffert Ernst & Young den Umsatz mit 3D-Druck bereits.

Uninteressant für den Massenmarkt?

Kritiker weißen immer wieder darauf hin, dass 3D-Drucker zu langsam und zu teuer sind um große Stückzahlen zu produzieren. Sie gehen davon aus, dass der 3D-Drucker die Massenproduktion nicht revolutionieren wird. Dieser Einwand wird aber zunehmend hinfällig, da sich die Drucktechnik weiterentwickelt und auch die Materialien immer vielfältiger werden.

Transformation braucht Zeit

Es gibt mittlerweile gute Beispiele bei denen der 3D Druck in die Massenfertigung integriert wurde. Aber wie frühere industrielle Neuerungen zeigen braucht eine Transformation immer Zeit. Dennoch: Die Automatisierung schreitet voran und neben der Robotik ist auch der 3D-Druck Teil dieser Entwicklung. Globale Lieferketten brauchen die zusätzliche Technik um Produkte auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden. Das Drucken von Teilen bietet dafür die nötige Flexibilität.

Das Verfahren

Beim 3D-Druck werden Kunststoff-, Keramik- oder Metallpulver mit Hilfe von Lasern verschmolzen und dann Schicht für Schicht aufgetragen. Das Verfahren ermöglicht neue, leichte Strukturen, die mit herkömmlichen Techniken gar nicht möglich wären. Zudem werden neuartige Materialien und Legierungen speziell für den 3D-Druck entwickelt. „Dank der Technologie können Unternehmen mit kleinen Stückzahlen kostengünstige Prototypen herstellen und mit neuen, innovativen Materialien arbeiten“, fasst Geschäftsführer Dr. Michael Müller von der magility GmbH die Potenziale zusammen. Möchten auch Sie wissen, wie Sie den 3D-Druck in Ihrem Unternehmen so einsetzen können, dass Sie dadurch hohe Kosten einsparen und ihre Agilität in Prozessen vergrößern? Kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne!

 

magility beim TDI 2017. Foto: magility

Magility beim Tag der Deutschen Industrie/ TDI 2017

Auch in diesem Jahr war magility beim Tag der Deutschen Industrie (TDI) in Berlin. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien gaben in diesem Rahmen spannende Impulse zu den aktuellen Themen vor allem im Zuge von digitaler Transformation und dem Wandel durch politische Entwicklungen. Beim Get-to­ge­ther kamen die wichtigsten Größen der deutschen Industrie ins Gespräch. Einige Eindrücke vom TDI 2017.

Eindrücklich war für Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, etwa der Vortrag des Kommunikationsexperten Vincent Harris von Harris Media, der die medialen Auftritte von Merkel und Trump vergleicht. Er macht auf die enorme Kraft medialer Botschaften in Zeiten des Internets aufmerksam. Mit ausreichend Geld und Kommunikationskanälen könne jede erdenkliche Message in den Köpfen verankert werden. Die Mechanismen die dabei in Gang gesetzt werden beschrieb Harris in seinem Vortag. Je öfter man eine Botschaft wiederhole, egal ob negativ oder positiv, je mehr manifestiert sie sich in den Köpfen und wird immer mehr zur Realität. So können sich auch immer wieder Fake-News durchsetzen wie es sich in letzter Zeit immer wieder in den USA beobachten ließ. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit den Bundestagswahlen im Herbst und den vergangen Wahlen in den USA interessant.

Das Resümee aus dem Vortrag ist, das Kommunikation ein wesentlicher Faktor ist, gerade in Zeiten der Digitalisierung. Für Unternehmen im Prozess der Transformation in der Digitalisierung bedeutet dies vor allem professionelles Kommunikationsmanagement. Auch in Sachen Kommunikation stehen wir von magility als Experten mit Rat und Tat zur Seite!

Dr. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), ging auf den weltweiten, rasanten Wandel ein. Dynamik und Unsicherheit würden größer – ob durch die digitale Transformation oder durch politische Entwicklungen in den USA und Großbritannien. „Die deutsche Industrie kann Wandel“, attestierte der BDI-Präsident in seiner Rede auf dem TDI 2017. Einen Stillstand oder die Verwaltung des Status quo könne sich der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht leisten.

Der TDI vereint aktuelle Innenpolitik und internationale Perspektiven, unternehmerische Praxis und ökonomische Analysen, inspirierende Impulse und anregendes Netzwerken. Er ist der wichtigste wirtschaftspolitische Kongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Wir von magility danken dem Bundesverbandes der Deutschen Industrie für die spannenden Themen und den bereichernden Austausch und freuen und schon aufs nächste Jahr.

Smart Services sind die Zukunft in der Industrie. Foto: Creative Commonce

Smart Services – Datengetriebene Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie

Der digitale Wandel verändert die Wertschöpfungskette in der Industrie, auch in der Automobilindustrie, rasant. Daten werden zum erfolgskritischen Wirtschaftsgut. Datengetrieben Geschäftsmodelle wie digitale Plattformen und Smart Services sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und den Standort nachhaltig.

Exponentiell wachsender Datenstrom

Der globale Datenstrom wächst exponentiell und bildet die Grundlage für Smart Services. Generiert werden die Daten im Internet der Dinge. Hier werden Daten, Dienste und Infrastruktur vernetzt. Zusätzlich werden Daten über mobile Endgeräte und Maschinen eingespeist. Big Data wird dann mithilfe des maschinellen Lernens zu Smart Data. Daraus entstehen über physische Produkte hinaus smarte, datenbasierte Dienste.

„Die zunehmende Konnektivität und Vernetzung im Internet ermöglicht es uns schon heute und noch vermehrt zukünftig, innovative digitale Geschäftsmodelle für Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln und diese online anzubieten. Insbesondere die sog. Metaplattformen zur intermodalen Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger werden immer mehr gefragt sein“, lautet die Einschätzung der aktuellen magility Trendstudie.

Vision der Smart Service Welt

Das Bild der Zukunft in der Produktion: In der Smart Factory sind Maschinen an digitale Plattformen angeschlossen. So können Produkte und Dienstleistungen über Marktplätze direkt angeboten und eingekauft werden. „Datenkollektion und ihre sinnvolle Auswertung sowie Nutzung sind zweifellos der erfolgskritische Faktor. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen daher Smart Service-Geschäftsmodelle entwickelt und etabliert werden. “ Kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführender Gesellschafter der magility GmbH das Thema.

Produktivitätssteigerung in der Wertschöpfungskette

Die Virtualisierung der Wertschöpfungskette ermöglicht Produktivitätssteigerungen, höhere Transparenz über die Prozesse und ein lückenloses Sicherheitsmanagement. Die Smart Services basieren auf Plattformen, sozusagen digitale Ökosysteme. Diese ermöglichen die vom Unternehmen generierten und gesammelten Daten zu digitalen Dienstleistungen zu formen über die zukünftig neue Gewinne generiert werden können.

„Die Mobilitätsdienstleistungen der klassischen Industrien werden sukzessive ergänzt durch digitale Mobility Services, die auch das private Umfeld mit einbeziehen und dadurch die Geschäftsmöglichkeiten massiv erweitern“ Quelle: Trendstudie von magility

Status Quo

Inwieweit Smart Services in das klassische Geschäftsmodell integriert werden können schwankt von Industrie zu Industrie. Eine Studie der Digitalisierungsberatung Accenture bestätigte, dass die digitale Transformation in der Industrie überwiegend noch am Anfang steht. Wobei die Automobilindustrie der Vorreiter ist und bislang in der Digitalisierung am weitesten vorangeschritten ist. Konzerne arbeiten bereits an zahlreichen Pilotprojekten und Strategien, währen der Mittelstand noch zögerlicher an die digitale Transformation heran geht.

Best Practice: Der gemeinsame Kartendienst Here

Ein Praxisbeispiel für ein digitales Ökosystem ist der Kartendienst Here. Daimler, BMW und Audi haben im Jahr 2015 den Kartendienst Here gekauft und können ihre Fahrzeuge nun mit hochpräzisen Karten ausstatten. Viel mehr geht es aber darum große Datenmengen zu generieren aus denen sich Smart Services und datengetrieben Dienste entwickeln lassen. Der Kartendienst könnte zu einem Paradebeispiel für ein digitales Ökosystem werden. Ausschlaggebend für den Erfolg ist aber die Zahl der Partner. Nur so kann eine kritische Masse an Daten generiert werden.

Mehr zum Thema lesen sie in der magility Trendstudie Innovative digitale Geschäftsmodelle für multimodale Mobilität. Zum lesen bitte hier klicken

 

Die Industrie kan von Start-ups profitieren. Bild: Creative Commons

Wie die Industrie von Start-ups lernen kann

Neue digitale Geschäftsmodelle und damit weitere oder andere Möglichkeiten der Wertschöpfung sind für die Industrie in Zukunft unabdingbar. Dafür müssen permanent neue Ideen entwickelt und Möglichkeiten aufgetan werden. Da die klassischen Strukturen von Unternehmen meist nicht zulassen in hoher Geschwindigkeit Innovationen zu generieren setzen Unternehmen auf Start-ups. Doch bei der Zusammenarbeit oder bei Übernahmen kommt es häufig zu Schwierigkeiten.

Digitale Transformation

Die digitale Transformation gilt als die gegenwärtig größte Herausforderung der kommenden Jahre. Um den Wandel nicht zu verschlafen, finanzieren und kooperieren Unternehmen immer öfter mit neu gegründeten Unternehmen und schauen vor allem auf deren Schnelligkeit, Innovationskraft und Flexibilität.

Investition in die Zukunft

Was die Start-ups vermeintlich attraktiv macht ist Agilität, Schnelligkeit, Effizienz und die Nähe zum Kunden. Um dem näher zu kommen investieren viele Konzernen in die Newcomer. Sie bieten Räume, Technik und Mentoren um die Entwicklung der Start-ups zu beschleunigen. Dabei ist noch nicht ganz genau klar, was die Konzerne genau von den jungen Unternehmen wollen. Die Zusammenarbeit findet dabei auf unterschiedliche Weise statt. Manche Unternehmen gründen Accelerators, wie etwa die Startup Autobahn, zur Förderung, Konzerne können Kunden der Start-ups werden oder aber die Etablierten investieren über Corporate Capital Venture Fond in Gründungen. Inwiefern sich die Investitionen dabei mittel- bis langfristig auszahlen ist meist nicht absehbar.

Unterschiedliche Ansätze

Was als Austausch von Herangehensweisen gedacht ist führt in der Realität oft zu Schwierigkeiten. Denn in vielen Bereichen ist die Arbeitsweise sehr gegensätzlich. In Konzernen gibt es viel Bürokratie, lange Verträge, viel Absicherung. Start-ups konzentrieren sich vor allem auf ihr Produkt, dass sie schnellstmöglich groß machen möchten. So gestaltet sich eine Zusammenarbeit oft als schwierig. Dennoch setzen große Unternehmen immer mehr auf die Kleinen und deren Potenzial. Es ist kein Zufall, dass die großen deutschen Konzerne mittlerweile regelmäßig Delegationen ins Silicon Valley schicken und schwärmerisch zurückkommen.

Das Beste aus beiden Welten

Viele Unternehmen, gerade in Krisenzeiten, strukturieren sich nach dem Vorbild von Start-ups um. Dabei geht es oft darum Arbeitsplätze umzugestalten, Hierarchien flacher und Teams agiler zu machen. Die Ideen helfen dabei, bestehende Muster zu überdenken. Doch für Konzerne gelten auch andere Regeln als für Start-ups. Denn zwar sind Start-ups innovativ, schnell und agil. Die Kehrseite ist aber eine hohe Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter, hohe Fluktuation, unausgereifte Produkte und ein hohes Risiko zu scheitern. All das können und wollen sich sich große Konzerne nicht leisten.

Fluch und Segen

Was für die Konzerne so attraktiv ist wird vielen Start-ups zum Verhängnis. Nur ungefähr zehn Prozent der Neugründungen können sich am Markt halten. Viele überleben die Wachstumsphase nicht, da sie nicht in der Lage sind Strukturen zu etablieren.

Dennoch ist es für Konzerne sicher sinnvoll auch weiterhin mit Start-ups zu kooperieren und zu lernen, aber auch Wissen weiterzugeben. Denn viele visionäre Ideen kommen von den jungen Wilden und können mit Hilfe von dem Know-how der Konzerne realisiert werden.

Luft nach oben

Statistisch gesehen ist für die Möglichkeit durch Beteiligungen an Start-ups Innovationen zu fördern noch Luft nach oben. Bislang haben 11 Prozent der befragten Führungskräfte von Industrieunternehmen 2014 angegeben Anteile an Start-ups zu halten um Neuerungen zu generieren.

 

Glossar

Accelerator: Eine Institution, die Start-ups in einem bestimmten Zeitraum durch Coaching zu einer schnellen Entwicklung verhilft.

Inkubator: Einrichtungen, die Unternehmen auf den Weg der Existenzgründung bringen und sie dabei unterstützen.

Hub: Raum um Unternehmen und Start-ups zu vernetzen.

 

Digitale Geschäftsmodelle. Bestehende Geschäftsmodelle transformieren oder Start-ups integrieren? Bild: magility

Digitale Geschäftsmodelle – integrieren oder transformieren?

Das Problem bei digitalen Geschäftsmodellen ist vor allem, dass es noch keine Schablonen gibt, die man immer wieder anwenden kann. Während man in der Automobilindustrie über Jahrzehnte verlässliche Vorlagen für Geschäftsmodelle hatte, müssen diese im digitalen Bereich erst entwickelt werden. Ob sie funktionieren, lässt sich erst im Laufe der Zeit feststellen. Das Dilemma momentan: Es muss sofort gehandelt werden um Weichen für die Zukunft zu stellen. Wie erfolgreich und gewinnbringend die neuen digitalen Geschäftsmodelle sind wird sich aber erst in ein paar Jahren zeigen.

Inspiration aus dem Silicon Valley

Im Silicon Valley gibt es sie bereits unzählige Konzepte für erfolgreiche Unternehmen. Digital versteht sich. Doch die Industrie muss mit ganz anderen Anforderungen umgehen. Denn das solide Kerngeschäft lässt sich nicht einfach umkrempeln. Die Risiken sind viel zu hoch und nicht abschätzbar. Die tägliche Herausforderung ist es also, das Kerngeschäft durch digitale Geschäftsmodelle und Services zu erweitern.

Mehr Services für Kunden

Etablierte Konzerne kaufen Start-ups und kleinere Unternehmen auf und erschließen damit neue Märkte. Prominente Beispiele dafür sind Uber, der Echtzeit-Kartendienst Here und viele andere. Gleichzeitig ändern sich die Kundenbedürfnisse. Der moderne Verbraucher ist mobil, vernetzt und anspruchsvoll. Neben den Erwartungen an das Produkt wird auch ein guter, immer verfügbarer Service erwartet. Das Eigentum an einem Produkt wird hingegen zur Nebensache. So verändert sich die Wertschöpfung: Die Produkte eines Unternehmens werden immer mehr durch mobile Services und das Internet ergänzt. Darüber hinaus etablieren sich auch völlig neue Geschäftsmodelle, die vollkommen auf den digitalen Technologien basieren.

Digitale Geschäftsmodelle integrieren oder transformieren?

Nur selten lassen sich neue, innovative Geschäftsmodelle flexibel und einfach auf das traditionelle Geschäft übertragen. Entsprechend hoch ist der Druck, auch bestehende und etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen, anzupassen und in neue Modelle einzuarbeiten. Um den digitalen Wandel nicht zu verschlafen müssen digitale Technologien in Unternehmen integriert werden um zu vermeiden, abgehängt zu werden. Die Frage die aber bleibt: Sollen Start-ups gekauft und integriert werden oder müssen bestehende Strukturen transformiert werden?