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Ecomotion

New Mobility auf der EcoMotion in Tel Aviv – High Tech und Innovationen

Mitte Juni fand zum siebten Mal die Mobility Messe EcoMotion in Tel Aviv statt. Für fünf Tage trafen sich lokale Start-Ups, Investoren und internationale Unternehmen, um die neuesten Entwicklungen der Branche kennenzulernen. Was einst als ein Treffen im kleinen Kreise entstand, hat sich zu einem internationalen Hotspot an der Schnittstelle von Automotive und Digitalisierung mit über 4.000 Fachbesuchern entwickelt. Nahezu alle großen Player sind auf der EcoMotion heute vertreten. So strecken z.B. auch die Inkubatoren von Audi, Porsche, Daimler, Volvo, Deutsche Bahn und SBB dort die Fühler aus. Kaum einer will verpassen was dort besprochen und gezeigt wird. 

Tel Aviv – eine Startup Szene unter Dampf

Israel verfügt über eine überwiegend junge Bevölkerung, die sehr gut ausgebildet und hoch ambitioniert ist. Die Metropolregion Tel Aviv hat etwa so viele Einwohner wie Berlin. Wo sich wie ein Flickenteppich historische Häuser an moderne Glasbauten reihen, kommen die besten Ingenieure und kreativsten Unternehmer zusammen. Die Stadt mit Strand direkt am Mittelmeer, gilt als das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum des Landes. Manches was hierzulande erst von der Politik auf Umsetzbarkeit geprüft wird, wie etwa die App-gesteuerten E-Scooter, gehört in Tel Aviv bereits seit Jahren zum Straßenbild in den verwinkelten Gassen oder auf den grün beschatteten Boulevards der Stadt.

Die EcoMotion – Durchgetaktet von Anfang an

Auch direkt am Pavillon 1 der Expo Tel Aviv werden die Besucher mit E-Scootern der Mobility Start-Ups Lime, GoTo, Inokim LEO und DAV.city empfangen. Auf dem Vorplatz nebenan, dem Demo Field, drehen bei 32 Grad Außentemperatur autonom fahrende Autos ihre Runden. Durch diese wird anschaulich demonstriert, wie zuverlässig autonome Fahrzeuge aktuell schon Hindernissen ausweichen oder in Notfällen selbstständig stoppen können. Bereits am Vortag des Main Events luden verschiedene Unternehmen zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Etwa zur HARMAN Israel Tech Show. Dort stellte der Car Entertainment & Cockpit Konzern seine neuesten Lösungen im Bereich Interior & Connectivity vor. In der Messehalle selbst herrschte somit bereits ab 8 Uhr morgens geschäftiges Treiben. Über 200 meist einheimische Start-Ups und Scale-Ups aus den Bereichen Urban Mobility, Autonomous & Connected, Electrification & Energy, Drones & Aviation, Maritime und Shared Mobility präsentierten ihre neuesten Ideen und Entwicklungen. 

Die neuesten Trends aus erster Hand

Während auf dem Parkett der Messe also pausenlos gegrüßt, erklärt, Kontakte gepflegt und das Netzwerk erweitert wurde, waren im ersten Stock die Büros des B2B Bereichs meist vollständig besetzt. Obwohl in diesem Jahr größere Räumlichkeiten als je zuvor für die EcoMotion genutzt wurden, reichten die Kapazitäten geradeso aus. Ein Fokus der diesjährigen EcoMotion war das Thema Automotive Cyber Security. Zahlreiche Aussteller widmeten sich intensiv dieser Thematik, vorneweg der Magility Partner Argus Cyber Security. In zwei gegenüberliegenden Ecken der Messehallen waren Vortragsbühnen aufgebaut, die Main Stage und die Start-Up Stage. Auf beiden hielten die kreativsten Köpfe der Branche für die Zuschauer erkenntnisreiche Keynotes und Panel Discussions. 

Am Puls der Zeit auf der EcoMotion

Auf der Hauptbühne sprachen Manager und Ingenieure von Unternehmen wie Magna, ZF, Siemens, Valens, General Motors, Renault-Nissan-Mitsubishi Alliance, Mercedes, Skoda oder Yandex über aktuelle Themen wie Connectivity, AI, Smart City und Electric Vehicles. Auf der Start-Up-Bühne wurden erst die Gewinner mehrerer Start-Up Challenges verkündet bevor es um Global Market Strategies für junge Unternehmen ging. Es folgten dreiminütige Pitches von 16 Start-Ups, die sich dem interessierten Publikum präsentierten. Das Programm wurde durch einen Reverse-Pitch abgerundet, bei dem Vertreter von Continental, Toyota, HARMAN, Nvidia, Ford und anderen die Bedarfe und Erwartungen an die Start-Up-Welt seitens der Industrie aufzeigten. Die Metropolregion Rhein-Ruhr lud zum Abschluss zu einem großen Empfang für alle Besucher der Messe und präsentierte sich als aufstrebender Innovationsstandort in Deutschland.

Facettenreiches Rahmenprogramm schafft Verbindungen

Nach dem Main Event auf dem Messegelände dauerte die EcoMotion noch zwei weitere Tage an. Das Shared Mobility Scale-Up GoTo.global lud zu einer beeindruckenden Ballonfahrt über den Dächern von Tel Aviv. Magility war mit etwa zwanzig weiteren geladenen Gästen dabei, als es um die Zusammenführung unterschiedlicher Mobilitätskonzepte ging. Auch KMPG, Ernst & Young und weitere Unternehmen luden zu Veranstaltungen. Am Abend kamen alle noch Anwesenden im Beach Club des Hilton Bay zusammen, um weiter Kontakte zu knüpfen. 

Investoren und Women in Mobility auf der EcoMotion

Am letzten Tag der EcoMotion Woche fand die Mobility Tech Conference des Finanzdienstleisters Jefferies im Ritz Carlton Tel Aviv statt. In einem Saal informierte ein neunstündiger Vortragsmarathon über aktuellste High-Tech Entwicklungen im Bereich Automotive. Währenddessen trafen sich auf der Terrasse und Lobby des Hotels Investoren mit Start-Ups zu Gesprächen über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Die abschließende Veranstaltung widmete sich unter dem Motto ‘Women in Mobility’ einem Thema, das auch für die Automotive Branche deutlich an Relevanz gewonnen hat. Wie in anderen technologiegeprägten Branchen, zeigte die Frauenquote auf der EcoMotion, dass in diesem Bereich noch Potenziale liegen.  

Das nächste Event zum Thema New Mobility in Tel Aviv findet übrigens mit dem Smart Mobility Summit vom 28.-29. October 2019 statt. Ein Fokus der Veranstaltung wird auf Alternative Fuels liegen.

Was sind Ihre Gedanken zur Zukunft der Mobilität? Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen und Herausforderungen für Ihr Unternehmen? Setzen Sie sich gerne mit unseren Experten zum Perspektivdialog in Verbindung.

Das Autonome Fahren

Status quo – Autonomes Fahren – Ist 2019 das Jahr?

Das autonome Fahren gilt als ein maßgeblicher Zukunftstrend der Automobilindustrie. Fahrzeuge werden stetig intelligenter, reagieren auf ihre Umwelt und sind zunehmend vernetzt mit Servern, die das Auto über die Verkehrssituation und den Streckenverlauf informieren. Assistenzsysteme, die das autonome Fahren bereits teilweise ermöglichen, werden in nahezu jeder neuen Generation eines Fahrzeugmodells verbaut.

Welche Arten des Autonomen Fahrens gibt es?

Zur genaueren Betrachtung wird das autonome Fahren in mehreren Stufen klassifiziert. Autonomie-Stufe 0 bezeichnet den klassischen Selbstfahrer. Autonomie-Stufe 1 beschreibt das assistierte Fahren wobei ein Abstandsregeltempomat den Fahrer im Verkehr unterstützt. Diese Funktion gehört bei nahezu allen aktuellen Fahrzeugen zum Standard. Bei Autonomie-Stufe 2 geht es bereits um eine Teilautomatisierung. Das Fahrzeug kann dabei selbst die Spur halten, Abbremsen, Beschleunigen und automatisch Einparken, wobei der Fahrer selbst aber immer noch vollständig in der Verantwortung bleibt. In höherpreisigen Modellen ist diese Autonomie-Stufe bereits weit verbreitet. Autonomie-Stufe 3 ermöglicht hochautomatisiertes Fahren. Dabei ist das Auto fähig, bestimmte Aufgaben, wie etwa eine Autobahnfahrt selbstständig zu bewerkstelligen. Der Fahrzeuginsasse kann währenddessen anderen Tätigkeiten nachgehen, wie etwa Zeitung lesen oder am Laptop arbeiten. Allerdings muss er immer noch bereit sein, das Steuer im Ernstfall zu übernehmen. Autonomie-Stufe 4 beschreibt das Vollautomatisierte Fahren. Ein aktiver Fahrer wird nicht mehr benötigt, alle Fahrzeuginsassen werden Passagiere. Die verbauten intelligenten Systeme des Autos übernehmen alle Fahraufgaben. Der Passagier befindet sich außerhalb der Verantwortung und dürfte sogar schlafen. Stufe 5 beschreibt die höchste Stufe, das Vollautonome Fahren. Das Fahrzeug bewerkstelligt jegliche Verkehrssituation und Strecke dabei vollkommen selbstständig und auch Leerfahrten ohne Insassen wären möglich.

Autonomes Fahren – was sind die Vorteile?

Hier ist zuerst die Vision vom unfallfreien Fahren zu beschreiben. Noch immer gibt es in Deutschland über 3.000 Verkehrstote im Jahr. In ganz Europa sind es rund 25.000. Weltweit sollen es laut der WHO sogar deutlich über eine Million Verkehrstote pro Jahr sein. Das Autonome Fahren könnte drastisch dazu beitragen, diese Zahlen zu senken. Ein weiterer Vorteil ist die gewonnene Zeit des Fahrzeuginsassen. Hierzu ein Beispiel: Eine Person, die pro Arbeitstag 2 Stunden Wegzeit im Auto zubringt, hätte bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen pro Jahr eine Zeitersparnis von 440 Stunden durch ein autonom fahrendes Fahrzeug. Dies summiert sich auf, immerhin 36 Zwölf-Stunden-Tage, die für andere Tätigkeiten wie z.B. Zeitunglesen oder mobilem Arbeiten genutzt werden können.

Verschiedene Ansätze führen zu Autonomem Fahren

Die etablierten Autohersteller knüpfen an ihr Kerngeschäft an, entwickeln ihre Modelle auf Basis bewährter Tradition weiter und statten die Fahrzeuge mit immer fortschrittlicheren Assistenzsystemen aus. Der technologische Fortschritt könnte bereits innerhalb der nächsten oder übernächsten Fahrzeuggeneration zum Vollautomatisierten Fahren führen. Unternehmen wie die Google-Tochter Waymo oder Uber forschen und testen neben den OEMs ebenfalls am autonomen Fahren. Sie nutzen ihre Erfahrung in der Verarbeitung großer Datenmengen und statten zugekaufte Automodelle mit meist sichtbar vielen Sensoren aus. Der Taxi-Dienstleister Lyft betreibt in Kooperation mit dem Autozulieferer Aptiv zur Zeit 30 umgerüstete 5er BMWs in Las Vegas. Die vielen dafür notwendigen Sensoren sind unauffällig in die Autos integriert. Allerdings ist dabei immer ein Sicherheitsfahrer mit an Bord und die Umrüstung kostet noch mehrere hunderttausend Euro pro Fahrzeug. Alleine in Kalifornien haben über 60 Unternehmen eine Lizenz zum Testen autonomer Fahrzeuge. Nimmt man Arizona hinzu, sollen dort insgesamt bereits über 1.200 autonomer Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Wo geht die Reise noch hin?

Die neuen Innovationsmöglichkeiten durch autonomes Fahren sind äußerst vielfältig. Verschiedenste Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft wollen daran teilhaben. Um die aussichtsreichsten Chancen zu identifizieren wurde etwa jüngst das Mobility, Experience and Technology Lab (MXT) gegründet. Dahinter steckt eine Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit der Unternehmensberatung McKinsey. An deren Prototypen kann man genauso wie auf den letzten Elektronikmessen erahnen, wie eine solche Zukunft aussehen kann. Audi zum Beispiel stellte ein Konzeptfahrzeug vor, in dessen Fahrgastzelle sogar Pflanzen wachsen. Das Interieur von Autos kann mit abgedunkelten Scheiben und Liegesitzen zum Schlafzimmer werden, die Windschutzscheibe zum riesigen Bildschirm. Die Themen Komfort, Entertainment und Produktivität während der Fahrt rücken immer mehr in den Fokus.

Neue Geschäftsmodelle durch autonomes Fahren

Durch die fortschreitende Vernetzung der Autos und deren wachsender Fähigkeit zum autonomen Fahren ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle. Tesla Chef Elon Musk, oft ein Freund großer Worte und Visionen, erklärte laut Medienberichten, dass die gesamte Fahrzeugflotte des Herstellers bald so autonom fahren könne, dass Eigentümer eines Teslas ihr Fahrzeug als Robotertaxi vermieten könnten. So könnte durch das Auto, während der Zeit, in der es eigentlich ungenutzt geparkt wäre, Geld verdient werden und dieses zur Amortisation desselben beitragen. Musk erwartet sobald dieses Szenario eintritt sogar eine Verzehnfachung des Börsenwerts von Tesla, welcher Stand Anfang Mai 2019 über 43 Milliarden US-Dollar beträgt. Ein weiteres Geschäftsmodell welches sich aus dem Autonomen Fahren ergibt ist der Robomart. Das gleichnamige Start-Up aus San Francisco hat einen autonom fahrenden Supermarkt entwickelt. Bestückt werden die Fahrzeuge von der US-Supermarkt Kette Stop & Shop. Die Fahrzeuge können autonom direkt zum Kunden fahren oder an stark frequentierten Orten parken. In der Stadt Boston ist der Robomart bereits in Betrieb.

Was sind die größten Herausforderungen?

Eine große Herausforderung ist immer noch die technologische Umsetzung. Ein autonom fahrendes Auto benötigt eine Menge teurer Sensoren. So sind beispielsweise in den oben genannten Robotertaxis von Aptiv 2 Kameras, 2 Computer, mehrere Antennen, 10 Radarsensoren und 9 LiDAR Sensoren verbaut. Lidar Sensoren haben eine ähnliche Funktion wie Radarsysteme, basieren aber auf der Lasertechnologie. Laut einer Studie von Deloitte sind die Nutzer allerdings kaum bereit, für ein autonom fahrendes Auto mehr zu bezahlen als für herkömmliche Autos. Auch das Vertrauen in die digitalen Autopiloten ist noch nicht besonders ausgeprägt. Die meisten fühlen sich noch sicherer, wenn sie das Steuer selbst in der Hand halten. Der Verkehr ist ein hochkomplexes Geschehen in dem stets etwas unvorhergesehenes passieren kann, was blitzschnelle, kreative und vernünftige Reaktionen erfordert. Trotz immer besser werdender Systeme kommt es bei den aktuellen Assistenzsystemen vor, dass der Fahrer eingreifen muss. Eine weitere Herausforderung des autonomen Fahrens sind die umfangreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die ethische Komponente. Fragen der Haftung müssen ganz neu gestellt werden. Wer trägt beispielsweise die Schuld an von Computern oder Künstlichen Intelligenzen verursachten Unfällen? Trotz rasanter technologischer Entwicklung bleibt also noch einiges zu tun, bis Autos völlig autonom auf unseren Straßen unterwegs sein werden.

Wie bereiten Sie sich auf die autonome Zukunft vor? Kontaktieren Sie uns von magility gerne für einen fachlichen Austausch.

Buchveröffentlichung: Guide to Automotive Connectivity and Cybersecurity

Das vorliegende Werk „Guide to Automotive Connectivity and Cybersecurity – Trends, Technologies, Innovations and Applications“ ist das aktuellste und umfassendste Grundlagenbuch zum Thema Connectivity und Cybersecurity bei Fahrzeugen. Seit der Veröffentlichung im aktuellen Jahr 2019 beeinflusst es mit richtungsweisenden Impulsen die aktuellen Innovationen und Disruptionen im Automobilbereich. Das Werk verschafft den Lesern einen bisher noch nicht dagewesenen Gesamtüberblick zu Trends, Technologien, Innovationen und Anwendungen von Connectivity und Cybersecurity bei Fahrzeugen.

Führende Automotive Cybersecurity Experten

Die Autoren Dietmar P.F. Möller und Roland E. Haas sind führende Experten im Bereich Automotive Cybersecurity und Connectivity mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Automobilindustrie. Dr. Roland Haas ist der Gründer sowie CEO von QSO Technologies mit Sitz in Bangalore, Indien. Außerdem ist er Partner von magility und betreut magility-Aktivitäten in seiner Wahlheimat Indien. Neben vielen weiteren Aktivitäten ist er Buchautor sowie Honorarprofessor an verschiedenen Universitäten. Prof. Dr. Dietmar Möller ist u.a. Professor für Stochastische Modelle in Ingenieurwissenschaften an der Clausthal University of Technology (TUC) und Mitglied des Simulation Science Center (SWZ) in Clausthal und Göttingen. Die beiden Autoren setzen den Fokus im vorliegenden Buch nach einer theoretischen und technischen Einführung auf Anwendungsbeispiele und Details aus der Praxis.

Nachschlagewerk zu Automotive Connectivity und Cybersecurity

Das Buch soll den Dialog zu Automotive Cybersecurity (ACS) und Automotive Connectivity (AC) fördern, und zielt darauf, dass potenziell gefährdete Verkehrssysteme und Transportmöglichkeiten umfassend abgesichert sind, bevor sie in die praktische Anwendung gehen. Momentan laufen Fachkräfte in der Branche Gefahr, über die Fülle von Begriffen, Standards und Praktiken im Bereich AC und ACS zu stolpern, die unabhängig voneinander entwickelt wurden. Der fehlenden Einheitlichkeit der Begrifflichkeiten will das vorliegende Buch entgegenwirken: Es gibt einen wertvollen Überblick zur Systematik der Begriffe, zu Nomenklatur und Schwerpunktsetzung der im Buch angesprochenen Arbeitsgebiete.

Multidisziplinäre Arbeitsgebiete vereint in einem Werk

AC und ACS sind multidisziplinäre Arbeitsgebiete. Diese umfassen Informatik, System- und Softwaretechnik, Maschinenbau, Modellbildung und Simulation, Nachrichtentechnik sowie Elektronik. Magility und die Autoren empfehlen das Buch “Guide to Automotive Connectivity and Cybersecurity” dringend allen Studenten, Wissenschaftlern und Anwendern aus der Industrie, die sich mit fortschrittlichen Methoden in AC und ACS auseinandersetzen und ihre Kenntnisse vertiefen wollen.

Transformation der Automobilindustrie

Das Buch startet mit einem Überblick über die Automobilindustrie und die sukzessive Erweiterung der angewendeten Technologien. Die Technologie-Welle änderte die Automobilindustrie grundlegend. Nicht mehr nur der Verkauf von Fahrzeugen prägt die Automobilindustrie von heute, vielmehr vollzieht sich aktuell ein Wandel hin zu Konzepten wie dem Autonomen Fahren und Smart Mobility.

Vision Smart Mobility

Die Digitalisierung ist dabei treibende Kraft, denn durch die digitale Vernetzung sind intelligente Mobilitätsdienste schon heute Realität. Winzige leistungsstarke Computer, Sensoren, drahtlose Netzwerke, intelligente Geräte, Cloud-Services und weitere innovative Technologien ermöglichen die praktische Transformation hin zu einer intelligenten Mobilität (Smart Mobility). Smart Mobility – das ist die visionäre und bezahlbare Mobilität der Zukunft, die für alle Menschen anwendbar und nutzbar sein soll, unabhängig von Standort und Region, der Nutzungsdauer sowie individuellen Fähigkeiten und Budget. All dies resultiert in einem neuen Geschäftsmodell – weg vom Verkauf einzelner Autos oder Flotten hin zu Angeboten von Mobility-Services. Mobility-as-a-service, kurz MaaS wird als die Zukunft der Automobilindustrie gesehen.

Cybersecurity ist wichtigster Faktor beim Kauf eines Fahrzeugs

Der Anteil von Software und digitalen Komponenten in heutigen Fahrzeugen steigt stetig an und die umgebende digitale Infrastruktur nimmt ständig zu. Dies bietet Hackern neue Angriffsflächen und macht Cybersecurity zur wichtigsten Thematik für sichere Fahrzeuge.

Das vorliegende Buch “Guide to Automotive Connectivity and Cybersecurity” beschreibt die wesentlichen methodischen und theoretischen Grundlagen und erweitert sie mit dem Wissen über zukünftige Fahrzeugmerkmale. Den Autoren ist es vorbildlich gelungen, die notwendigen technologischen Trends, Technologien, Innovationen und Anwendungen im Zusammenhang mit den Anforderungen der automobilen Konnektivität und Cybersicherheit zu verknüpfen und systematisch einzuordnen.

Von der Theorie zur Praxis – Aufbau des Buchs

Das Buch startet mit einer Erläuterung zum Automobilmarkt, der Automobilforschung und -entwicklung sowie der elektrischen und elektronischen Komponenten- und Softwaretechnologie für Kraftfahrzeuge. Vernetzte Autos und autonome Fahrzeuge sowie methodische Ansätze zur Cybersicherheit werden begutachtet und untersucht und es wird dargelegt, wie Cyberangriffe auf Fahrzeuge vermieden werden können.

Das BuchGuide to Automotive Connectivity and Cybersecurity” bietet außerdem einen Überblick zu den aktuellen High-Tech Trends der Automobilindustrie, schwerpunktmäßig im Bereich intelligenter Mobilität und autonomem Fahren. Dem folgt eine Analyse der  Automobilforschung und -entwicklung. Dabei wird die Komplexität bei der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle durch umfassende Hintergrundinformationen aufgezeigt. Weiter geht es mit einer Erläuterung der Technologien, die für die Entwicklung von vernetzten Fahrzeugen unerlässlich sind, wie beispielsweise cyber-physische Systeme sowie das Internet der Dinge (IoT). Fallstudien zu Car2Go und Carsharing, Car-Hailing und Car-Ridesharing, vernetztem Parken und fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen runden das Grundlagenbuch und Nachschlagewerk ab. Jedes Kapitel schließt mit Verständnisfragen und Übungen zur vorgestellten Thematik. So eignet sich das Buch insbesondere für Wissenschaftler, Studenten und Praktiker sowie Experten in der Industrie, die sich mit der Thematik der zukünftigen Automobilindustrie im Detail vertraut machen und ihr Wissen, auch technisch, vertiefen möchten.

Sollten Sie Fragen zum Buch oder den Autor haben oder zum Thema Automotive Cyber Security  kontaktieren Sie gerne unsere Experten. Wir von magility helfen gerne weiter und stehen beratend zur Seite.

smart mobility

Smart Mobility – wohin geht die Reise der Mobilität?

Smart Mobility oder auch ‘intelligente Mobilität’ ist ein Schlüsselelement der Stadt der Zukunft, der sogenannten Smart City. Smart City steht für das Konzept einer modernen Stadt, in der die Nutzung technologischen Fortschritts es ermöglicht sowohl stadtinterne Prozesse innerhalb der Verwaltung und Stadtplanung sowie Prozesse bei der Nutzung der Infrastruktur sowie dem Ressourceneinsatz zu koppeln und zu verknüpfen – auch im Hinblick auf das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger miteinandern.  

 

Was ist Smart Mobility?

Unter dem Begriff Smart Mobility – der intelligenten Mobilität – wird die zunehmende Vernetzung von Verkehrsmitteln, Fahrzeugen, Parkplätzen, Straßen, Ampeln, Verkehrsschilder sowie Apps und weiteren Elementen der Smart City verstanden. Durch die steigende Zahl vernetzter Fahrzeuge (car2x)  können weitere Informationen gesammelt und weiterverarbeitet werden. Smart Mobility versteht sich als Zukunftskonzept für die Fortbewegung der Bürger in den modernen Städten der Zukunft.

Deutschland zeigt sich zunehmend bereit in die smarte Mobilität einzusteigen. Klassische Autofahrer können sich schon heute bei attraktiven Bedingungen vorstellen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Genauso können sich Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel auch die Nutzung eines intelligenten Autos vorstellen wenn es attraktive und smarte Mobilität bietet.

 

Autonome Fahrzeuge verändern alles

Autonome Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt von zukunftsweisenden Konzepten intelligenter Mobilität. Sie eröffnen neue Dimensionen im Bereich individuelle Mobilität und schaffen gleichzeitig Raum für neuartige Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor. Beim Autonomen Fahren wird der Fahrer zum Beifahrer oder gar zum Passagier. Folglich erhält er wertvolle zusätzliche Zeit während seiner Fortbewegung, die er anderweitig nutzen kann. Eine Basis für die zuverlässige Manövrierung autonomer Fahrzeuge innerhalb der Smart Mobility, ggf. in einer Smart City, wird zukünftig ein belastbares Mobilfunknetz, idealerweise mit 5G Standard.

 

Reisen mal anders – Raum für neue Geschäftsmodelle

Reisende können in Zukunft ihre Reisezeit für vielfältige Zwecke nutzen. Hier bietet die Smart Mobility zahlreiche Chancen für Dienstleister ihre Angebote in smarte Mobilitätsplattformen zu integrieren. Im Bereich Unterhaltung, Bildung und E-Commerce bieten sich schon heute eine Vielzahl an Angebotsmöglichkeiten. Eine Verschiebung von Kräfteverhältnissen im Mobilitätsmarkt ist die Folge. Der Autobauer Daimler ist mit der App “moovel” zumindest bezüglich intelligenter, multimodaler Reiseplanung bereits gut aufgestellt. Neben der individuellen Reiseplanung können zusätzliche Services in eine Mobility as a Service Plattform zusätzlich integriert werden. Die Nutzung der generierten Daten aus der Smart Mobility bieten große Chancen für individuell maßgeschneiderte Angebote für reisende Kunden.

 

Automobilbranche muss sich neu erfinden

Durch die weitere Entwicklung unter dem Schlagwort ‘CASE’ (Connectivity, Autonomous Driving, Shared & Services, Electric Drive) verändert sich die Automobilbranche massiv. Neue Player drängen auf den Markt und verändern die Marktposition der etablierten Hersteller signifikant. Smart Mobility ist mehr als nur eine Weiterentwicklung von Verkaugsmodellen. Smart Mobility fordert Hersteller und Zulieferer heraus, cloudbasierte Geschäftsmodelle zu generieren, die auf Basis von leistungsstarken Plattformen intelligente sowie sichere Mobilität gewähren können.

 

Geschäftsmodelle, Strategien und Transformation

Die Transformation der Fortbewegung durch Smart Mobility erfordert immer wieder professionelle Unterstützung von erfahrenen Experten im Mobilitätsmarkt. Etablierte Unternehmen sind aktuell oft noch unsicher was die Smart Mobility letztendlich für ihr eigenes Geschäftsmodell bedeutet.

Strategieentwurf, Geschäftsmodell Optimierung sowie die Begleitung der Unternehmenstransformation – von der Mobilität heute zur Smart Mobility von morgen – das sind die Kernelemente unserer Arbeit bei magility.

Wir sind ihr Partner für die smarte Mobilität der Zukunft.

Connected Cars

Connected Cars – Zahlen, Fakten und Statistiken

Schon in wenigen Jahren werden Fahrzeuge, die durch eine konstante Verbindung zum Internet miteinander vernetzt sind, sogenannte Connected Cars, unsere Straßen dominieren. Bereits heute werden mit steigender Tendenz mobile Services im Fahrzeug genutzt. Dies erfordert die Herausgabe von privaten Nutzerdaten, auf welchen neue Geschäftsmodelle basieren. Sie werden auch als das “Gold der Zukunft” betitelt. Aber wo stehen die Connected Cars im Jahr 2018 und wohin führen uns die nächsten Jahre? Magility hat Zahlen, Fakten und Statistiken zusammenfassend aufbereitet.

Umsätze mit vernetzten Autos

Bis zum Jahr 2020 werden die weltweiten Umsätze mit den Connected-Car-Technologien auf über 131 Mrd. Euro geschätzt. 2015 war es ein Viertel dessen, das Wachstumspotential ist also enorm. Eine Folge der Connected-Car-Technologien sind neuartige digitale Geschäftspotenziale. Der Umsatz dieser, wird in der Automobilindustrie bis zum Jahr 2020 weltweit auf 14 Mrd. Euro prognostiziert. Diese Hochrechnungen veranschaulichen die Signifikanz und Tragweite der Connected-Car-Technologien.

Die innovativsten Automobilhersteller im Bereich Connected Cars

Besonders in Märkten mit sehr hohem Wettbewerb, wie der Automobilindustrie, müssen sich Anbieter durch Innovationen behaupten. Das Center of Automotive Management hat einen Index ermittelt, der die innovativsten Automobilhersteller klassifiziert. Besonders innovativ im Bereich Connected-Drive gilt demnach die die VW Gruppe, gefolgt von der Daimler AG und dem US-Automobilhersteller Tesla. Deutschland steht mit einem Indexwert von 95 Prozent (Innovationsstärke von Automobilherstellern im Bereich Connected Cars) im Jahr 2016 auf Platz eins der fortschrittlichsten Länder für vernetztes Fahren, noch vor den USA (61 Prozent) und Japan (65 Prozent). Jedoch haben die USA (+14%) und Japan (+33%) von 2015 zu 2016 stark an Innovationsstärke dazugewonnen. Aus diesen Zusammenhängen ergeben sich die Ziele der Deutschen Automobilindustrie, gegebene Stärken zu nutzen und auszubauen sowie eine langfristige Strategie zur Verbesserung der Technologie bei Connected Cars zu verfolgen.

So stehen die Kunden der vernetzten Technologie gegenüber

Die Implementierung der Technologien steht im direkten Zusammenhang mit der Bereitschaft der Zielgruppe, diese auch zu nutzen. 36 Prozent, der im vergangenen Jahr befragten Personen zwischen 18 und 29 Jahren, nutzen bereits Connected-Car Technologien oder planen diese zukünftig zu nutzen. Auf komplette Ablehnung stößt das vernetzte Fahren in dieser Gruppe bei 12 Prozent der Befragten. Die Umfrage zeigt, dass jüngere Pkw-Fahrer den neuen Technologien wesentlich aufgeschlossener gegenüber stehen. Junge Käufer sind an einem Auto mit Internetzugang durchaus interessiert. In einer weltweiten Befragung zum Thema Smart Car, wird das Thema von den deutschen Kunden allerdings noch überwiegend skeptisch betrachtet. Während in China 90 Prozent ein Google- oder Apple-Auto fahren würden, sind es in Deutschland nur 33 Prozent.

Welchen Fortschritt erhoffen sich Autofahrer vom vernetzten Fahren?

Diese drei Punkte sind den Deutschen laut einer Umfrage des ADACs beim Thema Connected Car am Wichtigsten.

  1. Real-Time-Verkehrsinformationen und Routenempfehlungen auf Basis des aktuellen Fahrzeugstandorts (65 Prozent)
  1. Im Pannenfall eine direkte Verbindung zum Pannendienst bzw. Werkstatt mit Übermittlung der Standort- und Fahrzeugdaten (63 Prozent)
  1. Staufolge- bzw. Autoassistent (z.B. selbstständiges Abbremsen und Anfahren des Fahrzeugs sowie Geschwindigkeitsregelung) (57 Prozent)

Der praktische Nutzen steht im Vordergrund

Für die Deutschen steht also vor allem der praktische Nutzen im Vordergrund. Auf dem letzten Platz befindet sich der Zugriff auf Online(cloud)dienste zum Thema Musik, Video oder Spiele (18 Prozent). Unterhaltung spielt folglich nur eine kleine Rolle.

Diese These wird ebenfalls von einer weiteren Studie gestützt, die den erhofften Hauptnutzen von Connected Cars ermittelt. 62 Prozent sehen den Nutzen in gesteigerter Fahrsicherheit durch automatische Gefahrenfrühwarnsysteme und einer besserer Navigation (je 62 Prozent). Geringerer Nutzen wird in der verbesserten Multimediaunterhaltung im Auto gesehen.

Diese Kriterien soll ein vernetztes Auto erfüllen

Hier führt die Sicherheit, gefolgt von finanziellen Einsparungen und Optimierung der Fahrzeit. Allerdings zeigt eine Befragung von 2017 auch, dass das Connected Car für viele noch Zukunftsmusik ist und die Vernetzung nur bei wenigen eine ausschlaggebende Rolle für den nächsten Autokauf spielt.

Wie viel sind Kunden bereit, für Smart Services im Auto auszugeben?

Es stellt sich die Frage, wie viel den Konsumenten der Komfort wert ist. Befragte zwischen 18 – 30 Jahren wären bereit, durchschnittlich 55 Euro monatlich ausgeben, über dreißigjährige nur 29 Euro.

Cyber Security bei der Nutzung von Connected-Car-Services

Hier herrscht Unentschlossenheit. 26 Prozent der Befragten hält die Dienste für sicher oder sehr sicher, 27 Prozent für unsicher. Die Befürchtung, dass Daten an Dritte weitergegeben  oder weiterverkauft werden ist hierbei vorherrschend. Um die Bedenken der Kunden zu minimieren, gilt es folglich zu beweisen, das die Datensicherheit gewährleistet wird.

Die Zukunft des Automobils

Aus den Studien und Befragungen lassen sich klare Schlüsse ziehen. Der Markt für vernetzte Technologien befindet sich weiter in der Wachstumsphase. Deutsche Automobilhersteller arbeiten an marktreifen Technologien, um den Markt mit digitalen Geschäftsmodellen und Connected Cars zu bedienen. Vor allem jüngere Autofahrer stehen der Technologie aufgeschlossen gegenüber, bleiben aber betreffend der Sicherheitsaspekte skeptisch. Daraus ergibt sich dennoch eine positive Ausgangslage für die Vernetzung auf der Straße oder gar die Automotive Revolution.

Quelle: Statista

Auf dem Weg zur digitalen Mobilität: Disruptive Geschäftsmodelle. Grafik: Mercedes Benz

Disruptive Geschäftsmodelle – Wo sind die innovativsten Automärkte?

Wir sind dabei, digitale, auch disruptive Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln. Denn ohne die Wertschöpfungskette um digitale Services zu erweitern werden wir in Zukunft nicht auskommen. Doch wo stehen wir auf dem Weg zum „Mobilitätsdienstleister der Zukunft“? Der „Automotive-Disruption-Radar“ dokumentiert einen aktuellen Stand. Ganz vorne platziert: die Niederlande. Deutschland landet nur auf Platz fünf.

Neue Mobilitätskonzepte und innovative Geschäftsmodelle

Die zentralen Stichworte der Studie sind: Shared Mobility, Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität. Darüber hinaus die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Infrastrukturen, die digitale Innovationen möglich machen und befeuern. Wenn es um die Anwendung von Mobilitätskonzepten zu den genannten Kriterien geht landen die Niederlande im weltweiten Vergleich auf Platz eins. Die Studie bescheinigt den Niederländern in Sachen zukunftsweisender Mobilität vorbildlich aufgestellt zu sein.

Autonomes Fahren wichtiges Kriterium

In den Kategorien Kundeninteresse, Technologie und regulatorischen Vorgaben führen die asiatischen Staaten China, Singapur und Südkorea das Ranking an. Gerade in Singapur wurden bürokratische Hürden für das autonome Fahren gesenkt und Experimente mit selbstfahrenden Bussen und LKWs gestartet. Solche Experimente sind ein wichtiger Schritt für den Durchbruch von neunen Mobilitätskonzepten.

Regulationen sind der zentrale Punkt

Asiatische Länder zeigen sich tatsächlich sehr viel aufgeschlossener als europäische Länder, was E-Mobility und autonomes Fahren angeht. „Aber auch in Deutschland wird sehr viel für einen digitalen Wandel getan. Auch wenn in Deutschland die Änderungen der Rahmenbedingungen in kleineren Schritten erfolgen und sehr streng abgewägt werden heißt das nicht, dass in Deutschland nicht auf Hochtouren entwickelt wird“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH die Entwicklungen. „Allerdings kann der Kunde von deutschen Autobauern auch mit der Digitalisierung höchste Qualität erwarten und keine halbausgereiften Technologien“, so Müller weiter.

China auf dem Vormarsch, Deutschland braucht noch Zeit

Die Entwicklung hängt mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern zusammen. China, mit der geplanten Genehmigung von autonomen Automodellen und neuen Teststrecken, ist dabei auf dem Vormarsch.
Deutschland hingegen braucht noch etwas Zeit. Zwar hat die Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums nun die ersten Leitlinien für selbstfahrende Autos vorgestellt und für erste teilautonome Fahrzeuge kann es, ähnlich wie in anderen Ländern, Einzelgenehmigungen geben. Doch wie eine Typzulassung erfolgen könne, sei immer noch offen.
„Deutschland spielt auch was disruptive Geschäftsmodelle angeht in der ersten Liga, aber um Innovationen auf die Straße zu bringen müssen wir weiter an den Rahmenbedingungen feilen”, schätzt Müller die Lage ein. Nur so könne sich der Markt entsprechend weiterentwickeln.

Über die Studie

Der „Automotive-Disruption-Radar” wurde von der Strategieberatung Roland Berger veröffentlicht. Er soll Unternehmen der Automotive-Industrie dabei unterstützen, ihre Investitionsentscheidungen zu treffen und will regelmäßig „den Übergang der Automobilindustrie zum Mobilitätsdienstleister der Zukunft” dokumentieren.