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Flottenmanagement und Elektromobilität ist ein großes Thema.

Elektromobilität in der Unternehmensflotte – Zukunftsfähig und nachhaltig

Seit einiger Zeit wird der umfassende Einsatz von E-Fahrzeugen in Unternehmensflotten diskutiert. Die Nachfrage nach E-Autos und kleinen Lkws mit Elektroantrieb im Flottenmanagement steigt stetig an. Im Spannungsfeld von Umweltschutz und Kostenreduktion müssen die Unternehmen jetzt handeln und sich neuen Technologien gegenüber offen zeigen. Wie weit sind die Unternehmen bei der Integration von E-Fahrzeugen in Fahrzeugflotten heute schon? Wie schlägt sich der Einsatz von E-Fahrzeugen in Unternehmensflotten wirtschaftlich nieder und welches noch ungenutzte Potenzial bergen E-Fahrzeuge im Flottenmanagement? Wir von magility haben Antworten auf diese Fragen für Sie zusammengefasst.

Anzahl von Elektroautos auf deutschen Straßen

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) waren in Deutschland Anfang 2018 über 98.000 Elektroautos auf den deutschen Straßen unterwegs. Davon wurden rund 42.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 und Frühjahr 2018 zugelassen. Laut Bundesregierung sollen bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen sein. Da die Zahl von Elektrofahrzeugen innerhalb von weniger als zwei Jahren um ein vielfaches ansteigen soll, besteht aktuell massiver Handlungsbedarf. Hinzu kommt, dass alternative Antriebstechnologien, in Zeiten von diskutierten und vollzogenen Dieselfahrverboten, in deutschen Innenstädten immer wichtiger werden. Auch beim Flottenmanagement spielt der elektronische Antrieb eine immer größere Rolle.

Quelle: Statista

Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland bis 2018. Quelle: Statista

 

Die E-Flotte der Zukunft

Die von der Bundesregierung bereits 2011 formulierten Ziele zum Ausbaus von Elektromobilität sind, die Abhängigkeit Deutschlands von Ölimporten und den Verbrauch fossiler Ressourcen zu reduzieren, Emissionen sowohl global als auch lokal zu minimieren und ein multimodales Mobilitätsverhalten zu fördern. Diese Ziele wurden noch lange nicht erreicht. Das Nutzerverhalten und die Kaufkraft bezüglich Elektroautos zeigt, dass Unternehmen und private Fahrzeugnutzer, auch im Jahr 2018, Elektromobilitäts-Technologien noch skeptisch gegenüber stehen. Ein immer wiederkehrendes Thema, über das wir bereits berichtet haben, ist auch die Ladeinfrastruktur, die noch nicht zufriedenstellend ausgebaut ist.

Flottenmanagement als Stellschraube für mehr Elektromobilität

Ein Drittel der jährlichen Neuzulassungen kommen von Unternehmen, hier zeigt sich die Bedeutsamkeit gewerblicher Flotten. Auch als Marktsegment für Elektromobilität sind sie interessant. Gerade im Bereich Logistik und Lieferdienste wurden kleine E-Lkw als Lösung für Metropolen und Innenstädte gefunden, wo hohes Verkehrsaufkommen und Luftverschmutzung anhaltend zu Problemen führen. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen wird im Flottenmanagement zu einer gern und immer öfter eingesetzten Alternative zu herkömmlichen diesel- und benzinbetriebenen Fahrzeugen.

Der Durchbruch in den nächsten Jahren

Elektromobilität ist Bestandteil einer globalen Mobilitätswende. Im „Wegweiser Elektromobilität“ gibt die nationale Plattform Elektromobilität (NPE) Handlungsempfehlungen und prognostiziert den Durchbruch der Elektromobilität zwischen dem Jahr 2020 und 2030. Es wird darin auch darauf hingewiesen, dass bereits eine hohe Marktdynamik zu beobachten ist, insbesondere in Ländern mit guten Rahmenbedingungen.

Lohnt sich eine Elektroflotte schon heute?

Unternehmen wägen immer zwischen Nutzen und Risiko ab und entscheiden sich auch aktuell noch oft für einen Verbrennungsmotor, da das Risiko in ein Elektrofahrzeug zu investieren wohl noch zu hoch scheint. Dem ließe sich entgegenwirken, vor allem mit einer gut ausgebauten, flächendeckenden und öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Viele Unternehmen können bereits auf Use Cases für E-Fahrzeuge zurückgreifen. Diese zeigen, dass meist nur kurze Strecken zurückgelegt werden und das die E-Fahrzeuge hauptsächlich in Innenstädten genutzt werden. Der noch hohe Preis scheint nicht abzuschrecken, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Durch die Use-Cases wird sichtbar, dass Deutschland die gesteckten Ziele noch lange nicht erreicht hat. Dies wird auch durch die noch zu geringe Anzahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge in Deutschland bestätigt.

Um den Weg für den Einsatz von Elektromobilität in Unternehmensflotten zukunftsfähig zu machen, sollte in den nächsten Jahren folglich der Fokus auf der Verbesserung der Rahmenbedingungen liegen. Nur so wird es für Unternehmen attraktiver, die Flotte durch Elektrofahrzeuge zu erweitern.

Die digitalen Herausforderungen ändern sich. Profundes Wissen muss in Strukturen und Prozesse eingebunden werden. Wir bei Magility sind Experten für digitale Strategien, Geschäftsmodelle und neue Mobilitätskonzepte. Sprechen sie uns gerne darauf an!

Cyber Security im Flottenmanagement. Risiken der Vernetzung. Bild: CC0

Cyber Security im Flottenmanagement – Was ist zu tun?

Schon länger prophezeien Experten, dass in den kommenden Jahren Veränderungen anstehen, die gravierender sind als die der vergangenen 50 Jahre. Dazu zählen autonome Lkw, an deren Entwicklung Unternehmen wie Daimler auf Hochtouren arbeiten. Bereits in zehn Jahren sollen autonome Lkws zur Normalität auf unseren Straßen geworden sein. Die Kehrseite der Vernetzung ist parallel die Entstehung einer erheblichen Angriffsfläche für Cyber Attacken. Die Frage die sich stellt lautet also: Wie steht es um Cyber Security im Flottenmanagement?

Die Herausforderung der Vernetzung

Die Transportbranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zumal in der globalisierten Welt Produkte riesige Distanzen zurücklegen. Dahinter steckt eine komplexe Logistik, welche die Routen, Be- und Entladung sowie die Auslastung koordiniert. Konnektivitätstechnologien unterstützen bei Optimierung und Effizienzsteigerung. Konnektivität ist längst zum erfolgsentscheidenden Faktor im Wettbewerb von Fuhrparks geworden. Die erhobenen Daten helfen, die Auslastung effizienter zu steuern und ökonomischer zu arbeiten.

Ziele für Hacker

Mit der steigenden Anzahl vernetzter Fahrzeuge steigt auch das Interesse der Hacker, die Fahrzeugflotten aufgrund des gleichzeitig immer lukrativer werdende Ziel gerne ins Visier nehmen. Hacker verfolgen in erster Linie finanzielle Interessen. Der Kommunikationsstandard von Lkws, J1939, ermöglicht es Hackern zudem „Einheitsattacken“ zu entwickeln, die dann auf beliebig viele Flotten anwendbar wären. Dies gefährdet Waren im Wert von Billionen Euro und stellt für das Flottenmanagement ein enormes Risiko dar. Aktuell sind LKWs noch einfacher zu hacken als vernetzte Autos.

Cyber Security ist ein Thema mit höchster Priorität

„Konnektivität ist im Flottenmanagement ein großes Thema und etabliert sich immer weiter. Doch Unternehmen dürfen die Sicherheit nicht aus den Augen verlieren. Cyber Security hat höchste Priorität. Deshalb unterstützen wir Unternehmen dabei, Sicherheitskonzepte zu entwickeln“, unterstreicht Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die Wichtigkeit von Cyber Security im Flottenmanagement.

Sicherheit nachrüsten

Die Vorteile der Konnektivität liegen auf der Hand. Sie verspricht, in allen Bereichen Kosten zu senken. Das Potenzial liegt in den Telematik-Daten, die über das Internet durch den Telematics Gateway (TGU), übertragen werden. Kommuniziert der TGU auch mit der Außenwelt, bietet das eine Angriffsfläche für Cyber-Attacken im großen Stil. Dies stellt eine Gefahr für Trucker und Flottenbetreiber dar.

Sensible Daten müssen geschützt und das Risiko minimiert werden

Zunächst gilt es, veraltete Flotten nachzurüsten und dann die Integration von IT-Sicherheitskonzepten und Technologien in Zukunft schon in den Entwicklungszyklus von Lkw-Produktreihen einzubinden. Haben Sie Fragen zur IT-Sicherheit im Flottenmanagement? Wir von magility helfen Ihnen gerne weiter und beantworten Ihre Fragen.

Digitales Flottenmanagement und vernetzte LKWs bringen die Logistik voran. Bild: magility

Flottenmanagement – die Revolution in der Nutzfahrzeugbranche

Rio hat den Anspruch, in Zeiten von vernetzten LKWs, das Flottenmanagement zu revolutionieren. Die offene, herstellerunabhängige und cloudbasierte Plattform will das weltweite Transport- und Logistikökosystem einen großen Schritt voranbringen und den Güterverkehr insgesamt intelligenter, transparenter und ökologischer machen.

Vernetzung in allen Bereichen

Zunehmend müssen gängige Geschäftsmodelle hinterfragt und die Frage aufgeworfen werden, ob ein gegenwärtiges Geschäftsmodell auch noch in zehn Jahren den Unternehmenserfolg sichern kann. Wie können Branchen ihre Infrastruktur digitalisieren und in digitale Geschäftsmodelle überführen? In der Transportbranche ist diesbezüglich in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. Dass erhobene Daten in Zukunft wertvoller Rohstoff sein werden, ist mehr und mehr ins Bewusstsein gerückt. Ein Unternehmen, das diesen Wandel voranbringen möchte, ist Rio, eine Digitalmarke von Volkswagen Truck und Bus. 

Die Vision: Mehr Transparenz und Effizienz

Die Vision von Rio: Über einen digitalen Marktplatz wird das komplette Ökosystem von Transport und Logistik gebündelt. Vom Versender über Spedition und Transportunternehmen, Verlader, Disponent und Fahrer bis hin zum Empfänger. Der vernetzte LKW erhebt Daten, die auf der Plattform zusammengeführt werden.

Plattformen und Marktplätze

Digitale Plattformen haben sich in kürzester Zeit durchgesetzt, man denke an Amazon, Ebay oder Uber. Sie bringen Angebot und Kunden zusammen. Ihre Macht ziehen sie vor allem durch eine kritische Masse an Nutzern, durch die es unattraktiv wird, einen kleineren Anbieter zu nutzen. Um die kritische Masse zu erreichen, darf es wenig Hürden geben sich zu registrieren, etwa weil nur bestimmte Systeme unterstützt werden.

Rio macht den Anfang

Rio macht nun als unabhängige Plattform den Anfang in der Transport- und Logistikbranche. Ziel ist es herstellerunabhängig weltweit viele Nutzer zu gewinnen und durch immer neue Services an sich zu binden. Aktuell bietet Rio Kartenmaterial, eine Übersicht der Fahrzeugdaten, Einsatzanalysen sowie Zugang zum digitalen Marktplatz über den weitere branchenspezifische Services angeboten werden. Zusätzlich existiert ein Kommunikationsangebot welches dem Fahrer den Austausch mit der Zentrale ermöglicht. Die einzelnen Dienste sind keine neue Erfindung, neu dabei ist, dass sie über eine unabhängige cloud-basierte Plattform laufen und die Daten entsprechend gebündelt werden.

Der Vorteil von Flottenmanagement

In der Transportbranche werden bereits seit Jahrzehnten Daten gesammelt. Durch Telematik sowie strenge Auflagen wurden bereits verschiedenste Informationen erhoben und gespeichert. In den letzten Jahren ging es vor allem darum zu erkennen, wie diese Daten konsolidiert und monetarisiert werden können. Über die oben beschriebene Plattform wird das in Zukunft möglich sein. Es entsteht ein großer Datenpool, aus dem heraus Services und Dienstleistungen entstehen, welche die komplexe Logistik vereinfachen werden. Nicht nur der Industrie, den Fahrern und den Spediteuren, auch der Umwelt wird damit gedient, wenn beispielsweise LKW-Emissionen durch die Einsparung von überflüssigen Kilometern vermieden werden können. Am Ende soll mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort und natürlich auch Wirtschaftlichkeit stehen.  

Auch andere Anbieter in der Branche tüfteln in der Sache

Fleetboard von Daimler hat einen ähnlichen Ansatz fürs digitale Flottenmanagement, allerdings nicht herstellerunabhängig. Die Branchengröße Schmitz-Cargobull, hat kürzlich den Venture Builder Kubikx gegründet. Dieser fördert Innovation in der Logistik und hilft neuen Ideen zum Durchbruch.

Die digitalen Herausforderungen ändern sich. Profundes Wissen muss in Strukturen und Prozesse eingebunden werden. Wir bei Magility sind Experten für digitale Strategien und Geschäftsmodelle. Sprechen sie uns gerne darauf an!