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Die Agritechnica zeigt, dass auch die Landwirtschaft auf Digitalisierung setzt. Foto: magility

Agritechnica – Digitalisierung treibt Landwirtschaft an

Die Agritechnica steht in diesem Jahr unter dem Motto „Green Future – Smart Technology“ und setzt damit ganz klar Maßstäbe in der Technologie für die Landwirtschaft. Das Stichwort dabei ist nachhaltige Produktivitätssteigerung. Maßgeblich für diese Produktivitätssteigerung ist Konnektivität. Doch wie genau sieht die Vernetzung in der Landwirtschaft aus? Welche Benefits bringt sie und was erwartet uns zukünftig in dieser Branche?

Optimierung der landwirtschaftlichen Bearbeitungsprozesse

Die Landwirtschaft ist eine arbeitsintensive Branche, in der seit jeher Manpower gefragt ist. Umso interessanter ist das Versprechen der Vernetzung und Produktivitätssteigerung durch Konnektivität. Sozusagen die Smart Farm oder Farm 4.0. Über Apps werden dabei die Maschinen, Landmaschinen, Melkmaschinen oder Futterroboter überwacht und kontrolliert. Die Abläufe können bequem mobil gesteuert werden. Daraus ergeben sich Einsparung von Zeit, Arbeitskraft und Energie sowie schlussendlich auch die Minimierung der Kosten. So sieht die Zukunft in der Landwirtschaft zielführend aus.

Digitalisierung als Turbo

„Die Digitalisierung und Vernetzung der Landtechnik bringt einen großen Investitionsanreiz mit sich“ schätzt unser Experte Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die Branche ein. „Durch digitale Lösungen werden Prozesse effizienter und ökologische Ziele können leichter erreicht werden,“ so Müller. Die Kaufbereitschaft der Landwirte beruhe in erster Linie auf einem Effizienzversprechen der Industrie und ist damit technikgetrieben. Im Ergebnis trägt das digitale Vernetzungsangebot dazu bei, die betriebliche Profitabilität im besten Falle signifikant zu steigern.

Plattform zur Vernetzung in der Landwirtschaft

365FarmNet bei der Agritechnica

365FarmNet bei der Agritechnica

Landwirtschaftliche Prozesse sind sehr komplex. Eine große Anzahl an Prozessen müssen gesteuert und Nachweise erbracht werden. Dafür gibt es heute schon Agrarmanagementsoftware zur Unterstützung der Produktion und für das Tracking der Prozesse. Ein Beispiel ist 365FarmNet. Solche Lösungen helfen, die smarte Farm zu verwalten und den Überblick zu behalten. Durch gezielte Kontrolle und Tracking können zudem Optimierungspotenziale ermittelt werden. Lösungen wie diese bilden im Schwerpunkt interne Prozesse ab. Für die Überwachung der vernetzten Landmaschinen braucht es komplexere Anwendungen.

Keine Konnektivität ohne Cyber Security

Die Herausforderung, vor der die Konnektivität nach wie vor steht, ist die Sicherheit. Cyber Security ist auch in der Landwirtschaft von hoher Wichtigkeit. Die digitale Vernetzung von Prozessen bringt immer die Gefahr von Angriffen und externer Manipulation mit sich. Auch die Datensicherheit muss gewährt sein. Dementsprechend sind auch in der Landwirtschaft Cyber Security Lösungen gefragt.

Agritechnica 2019

Die Agritechnica ist die internationale Messe für Landtechnik. Sie hat eine führende Rolle als weltweiter Branchentreffpunkt. Die Messe finden alle zwei Jahre in Hannover statt. Sie bietet eine Plattform für mehr als 2.800 Aussteller und 450.000 Besuchern. Die kommende Messe ist die Agritechnica 2019.

Haben Sie Fragen rund um die Konnektivität in der Landwirtschaft und wollen Sie wissen, welche Sicherheitsvorkehrungen in der vernetzten Welt wichtig sind? Unsere Experten beraten Sie gerne.

 

Die Zukunft von Blockchin in der Automobilindustrie. Bild: CC0

Blockchain in der Automobilindustrie – Großes Potenzial oder heiße Luft?

Blockchain ist ein Begriff, der derzeit überall zu hören und zu lesen ist. Eine Technologie, die die Gesellschaft verändern wird, sagen die Enthusiasten. Nur ein kurzer Trend sagen die Skeptiker. Tatsächlich könnten mit der Technologie zukunftsweisende Anwendungen realisiert werden, die viel Potenzial für neue digitale Geschäftsmodelle schaffen. Doch wie funktioniert die Blockchain? Welche Potenziale bietet sie für die Automobilindustrie und wie ist der Status quo?

 

Die Blockchain – Digitales Kassenbuch

Die Blockchain ist die Technologie, die bislang vor allem bekannt ist als Basis für die Kryptowährung Bitcoin. Eine Art virtuelles Kassenbuch, eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die jede Transaktion festhält. Dieses Bild ist aber stark vereinfacht. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Blockchain ein kompliziertes Prinzip, das genauerer Betrachtung bedarf. Die Datensätze (Blocks) werden mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet. Jeder Block enthält eine Markierung des vorangegangenen Blocks, einen Zeitstempel und Transaktionsdaten. Da alle Transaktionen miteinander verkettet sind, werden Manipulationen ausgeschlossen, da sich diese erst im Rückblick bestätigen lassen und eine Fortführung einer Kette nur dann möglich ist, wenn sich in der Vergangenheit nichts widersprochen hat. Zum Beispiel, dass eine Transaktion doppelt ausgeführt wurde obwohl sie nur einmal zu tätigen ist. Ist die Blockchain also vollkommen betrugssicher? Sicher fehlt es noch an genügend Praxisbeispielen um das final zu unterschreiben. Die Blockchain bietet aber in jedem Fall eine enorme Transparenz. Eine Anonymität ist auch gewahrt, da sich die handelnden Personen nur gegenseitig zuordnen können auf Basis ihres sogenannten Wallets. Jedes Wallet besitzt eine Nummer, nur wer die Zuordnung der Nummer zur Person kennt, weiß wer sich dahinter verbirgt.

 

Sicherheit und Vertrauen im Netz

Was Blockchain bietet, ist eine Transparenz, die es so im Netz bislang nicht gab. Eine Kette, die alle Transaktionen festhält und damit auch Vertrauen schafft, wo bislang vor allem Unsicherheit war: im Netz. Blockchain schafft Vertrauen durch den Wegfall des Intermediärs, z.B. einer Bank. In der globalisierten Welt spielen Grenzen zwar keine große Rolle mehr, es gibt jedoch nach wie vor nationale Gesetze. Hier weckt die Technologie Hoffnung, diese Lücken von Sicherheit und Vertrauen zu schließen und damit viele Optionen von digitalen Dienstleistungen zu eröffnen, die gerade noch an genau diesem Aspekt scheitern würde. Zum Beispiel gibt es aktuell schon Dezentrale autonome Organisationen (DAO), welche losgelöst von nationalen Gesetzmäßigkeiten einzig in der Blockchain existieren und wirtschaften.  

 

Maschine bezahlt Maschine

Verträge, Verkäufe, Services, Produktion. Handel setzt Vertrauen voraus. Da das Internet weitestgehend anonym ist, weckt die Blockchain die Hoffnung, diese Anonymität aufzuheben. Transaktionen könnten dann, aufgrund des Vertrauens automatisch ablaufen. Zum Beispiel über sogenannte Smart Contracts. Ein aktuelles Beispiel dazu ist IOTA, eine Kryptowährung für Maschinen. Die Vision dahinter ist, dass Maschinen andere Maschinen bezahlen. Eine zentrale Idee im Internet der Dinge, die durch die Technologie möglich gemacht werden könnte. Im Internet of Things sind alle Maschinen und Gegenstände vernetzt, können also miteinander kommunizieren. Der nächste Schritt wäre natürlich, wenn sie sich gegebenenfalls direkt bezahlen könnten. Das klingt nicht besonders neu? Der Unterschied wäre, dass ich der Maschine nicht mehr Zugriff auf mein eigenes Konto gewähren muss sondern die Maschine eigenes Geld verwahrt und verwaltet. Das sind Ideen, denen wir nachgehen müssen, um herauszufinden, welches Potenzial die Blockchain für uns und die Industrie tatsächlich hat.

 

Anwendungsfelder in der Automobilindustrie – Wohin kann es gehen?

Die größte Herausforderung in Zusammenhang mit Smart Services und neuen digitalen Geschäftsmodellen ist die Sicherheit. Das vernetzte Automobil ist ausgestattet mit zahlreichen Apps und Anwendungen und verknüpft mit Dienstleistern und externen Partnern. Gleichzeitig ist auch die Lieferkette in der globalen Welt komplex und die Verfolgung von Gütern entlang der Wertschöpfungskette eine zunehmende Herausforderung. Somit gibt es zum einen das Anwendungsfeld direkt im Fahrzeug, als Abwicklung von Transaktionen und Services rund ums vernetzte Fahrzeug. Aber auch eine Blockchain um den Lifecycle eines Fahrzeugs zu überwachen. Die Kette schafft Transparenz und dokumentiert die Vorgänge. Die Geschäftsmodelle und Anwendungsgebiete sind weitreichend. Smarte Fahrtenbücher, Car-Sharing, Tracking von Lieferketten – es gibt so viele weitere Anwendungsfelder. In der Automobilindustrie ist die Technologie noch nicht überallhin durchgedrungen, wie eine Studie kürzlich herausgefunden hat. Das Potenzial wird dennoch erkannt und Möglichkeiten des Einsatzes ausgelotet.

 

Unsere Experten von magility beschäftigen sich sehr intensiv mit dem Thema Blockchain und digitalen Geschäftsmodelle. Erst kürzlich haben wir in Zusammenarbeit mit der VP Bank ein Event dazu veranstaltet. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck, wie magility in der Motorworld Böblingen gefeiert hat.

 

User Experience im vernetzten Fahrzeug – Darauf kommt es an

Die Vorteile smarter Fahrzeuge liegen auf der Hand. Über das Bordsystem ist das Fahrzeug mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen und Services verknüpft, die für ein verbessertes Fahrerlebnis und mehr Sicherheit sorgen. Damit diese Systeme genutzt werden können, wird permanent an einer hervorragenden User Experience für Fahrer und Mitfahrer gearbeitet. Denn davon hängt ab, ob sich ein System in Zukunft durchsetzt.

End-to-End User Experience

Die mehrstufige Onlineinteraktion des Fahrers mit Fahrzeug, Backend und Servicepartnern wird auch End-to-End User Experience genannt. Um ein konsistentes Nutzererlebnis zu gewähren, braucht es eine durchdachte und konsequente Systemarchitektur. Dazu braucht es eine intuitive und benutzerfreundliche Oberfläche, über die der Nutzer die Systeme leicht steuern kann.

Übersichtliche Interfaces

Bereits 30 Prozent der Autofahrer legen beim nächsten Autokauf Wert auf Connected Car Features, über 65 Prozent haben Interesse an Services für mehr Sicherheit. Der Markt für Smart Services im Auto wächst kontinuierlich. Der kritische Punkt ist aktuell die User Experience. Je komplexer die Anwendungen und die Prozesse im Hintergrund werden, desto übersichtlicher müssen die User Interfaces, also die Schnittstelle zwischen Mensch und Anwendungen, werden.

Größte Herausforderung: Integration externer Systeme

End-to-End User Experience bedeutet vor allem, dass die unterschiedlichsten Anwendungen reibungslos kommunizieren und der Kunde eine wesentliche Unterstützung spürt. Doch aktuell sieht die Situation noch so aus, dass die einzelne Experiences zwar hervorragend designt ist, die Integration externer Services aber nicht möglich ist. Konkret bedeutet das, dass etwa die Car Experience innerhalb des Fahrzeugs mittlerweile sehr weit entwickelt ist, will der Fahrer aber sein Smartphone,  Tablet, externe Navigation bzw. andere Applikationen mit ins Auto integrieren, stellt das eine große Hürde dar.

Das Ziel: End-to-End User Experience

Um das immer komplexer werdende Netzwerk von Anwendungen zu beherrschen und an den Nutzer anzupassen, muss etwa auf Cloud Technologie und Big Data zurückgegriffen werden. Letztlich hängt der technologische Fortschritt in diesem Punkt aber auch damit zusammen, ob dieser in Geschäftsmodelle umgewandelt werden kann.

Ohne User Experience kein Connected Car

Die User Experience ist ein kritischer und wesentlicher Faktor auf dem Weg zum vernetzten Fahrzeug. „Davon hängt ab, wie die Applikationen und Services in Zukunft von den Nutzern angenommen werden. Sie entscheidet über den Erfolg der Connected Cars“, betont Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH.

Sie wollen mehr zur End-to-End User Experience erfahren?

Gerne können Sie uns kontaktieren. Als Expertenteam der agilen Mobilität in Zeiten der Digitalisierung verfasst magility nach Ihren Bedarfen abgestimmte Trendstudien zu den Zukunftsthemen der Mobilität.

Auf dem Weg zur digitalen Mobilität: Disruptive Geschäftsmodelle. Grafik: Mercedes Benz

Disruptive Geschäftsmodelle – Wo sind die innovativsten Automärkte?

Wir sind dabei, digitale, auch disruptive Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln. Denn ohne die Wertschöpfungskette um digitale Services zu erweitern werden wir in Zukunft nicht auskommen. Doch wo stehen wir auf dem Weg zum „Mobilitätsdienstleister der Zukunft“? Der „Automotive-Disruption-Radar“ dokumentiert einen aktuellen Stand. Ganz vorne platziert: die Niederlande. Deutschland landet nur auf Platz fünf.

Neue Mobilitätskonzepte und innovative Geschäftsmodelle

Die zentralen Stichworte der Studie sind: Shared Mobility, Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität. Darüber hinaus die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Infrastrukturen, die digitale Innovationen möglich machen und befeuern. Wenn es um die Anwendung von Mobilitätskonzepten zu den genannten Kriterien geht landen die Niederlande im weltweiten Vergleich auf Platz eins. Die Studie bescheinigt den Niederländern in Sachen zukunftsweisender Mobilität vorbildlich aufgestellt zu sein.

Autonomes Fahren wichtiges Kriterium

In den Kategorien Kundeninteresse, Technologie und regulatorischen Vorgaben führen die asiatischen Staaten China, Singapur und Südkorea das Ranking an. Gerade in Singapur wurden bürokratische Hürden für das autonome Fahren gesenkt und Experimente mit selbstfahrenden Bussen und LKWs gestartet. Solche Experimente sind ein wichtiger Schritt für den Durchbruch von neunen Mobilitätskonzepten.

Regulationen sind der zentrale Punkt

Asiatische Länder zeigen sich tatsächlich sehr viel aufgeschlossener als europäische Länder, was E-Mobility und autonomes Fahren angeht. „Aber auch in Deutschland wird sehr viel für einen digitalen Wandel getan. Auch wenn in Deutschland die Änderungen der Rahmenbedingungen in kleineren Schritten erfolgen und sehr streng abgewägt werden heißt das nicht, dass in Deutschland nicht auf Hochtouren entwickelt wird“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH die Entwicklungen. „Allerdings kann der Kunde von deutschen Autobauern auch mit der Digitalisierung höchste Qualität erwarten und keine halbausgereiften Technologien“, so Müller weiter.

China auf dem Vormarsch, Deutschland braucht noch Zeit

Die Entwicklung hängt mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern zusammen. China, mit der geplanten Genehmigung von autonomen Automodellen und neuen Teststrecken, ist dabei auf dem Vormarsch.
Deutschland hingegen braucht noch etwas Zeit. Zwar hat die Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums nun die ersten Leitlinien für selbstfahrende Autos vorgestellt und für erste teilautonome Fahrzeuge kann es, ähnlich wie in anderen Ländern, Einzelgenehmigungen geben. Doch wie eine Typzulassung erfolgen könne, sei immer noch offen.
„Deutschland spielt auch was disruptive Geschäftsmodelle angeht in der ersten Liga, aber um Innovationen auf die Straße zu bringen müssen wir weiter an den Rahmenbedingungen feilen”, schätzt Müller die Lage ein. Nur so könne sich der Markt entsprechend weiterentwickeln.

Über die Studie

Der „Automotive-Disruption-Radar” wurde von der Strategieberatung Roland Berger veröffentlicht. Er soll Unternehmen der Automotive-Industrie dabei unterstützen, ihre Investitionsentscheidungen zu treffen und will regelmäßig „den Übergang der Automobilindustrie zum Mobilitätsdienstleister der Zukunft” dokumentieren.

 

Digitalisierung in der Automobilindustrie muss Fahrt aufnehmen. Foto: magility

Studie: Digitalisierung in der Automobilindustrie muss Fahrt aufnehmen

Die Gute Nachricht voraus. Mit großer Einigkeit sieht die Automobilindustrie digitale Technologien als entscheidend für den Verkaufserfolg der Zukunft. 82 Prozent sagen, dass es in den kommenden zehn Jahren immer wichtiger wird, dass das Smartphone mit dem Cockpit kompatibel ist. Ebenfalls bedeutungsvoll werden Fahrassistenzsysteme und Technologien für das autonome Fahren (je 80 Prozent) sein sowie neue smarte Dienste auf der Grundlage von vernetztem Fahren und Car-to-Car-Kommunikation (71 Prozent). „Der Stellenwert des Automobils wird sich in den nächsten Jahren ändern. Smarte Dienste stellen ein großes Potenzial dar und schaffen Mehrwerte für den Kunden“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH die digitalen Technologien.

Immer mehr Führungskräfte sehen Digitalisierung als Herausforderung

Auffällig ist, dass die Automobilindustrie die Digitalisierung immer mehr als Herausforderung sieht. Derzeit sagen 10 Prozent der Automobilzulieferer und -hersteller, dass sie die Digitalisierung eher als Risiko für das eigene Unternehmen sehen, 88 Prozent sehen sie hingegen als Chance. Vor zwei Jahren hatten gerade einmal drei Prozent der Unternehmen von einem Risiko gesprochen, 97 Prozent von einer Chance. Zugleich gibt jedes zweite Unternehmen an, bei der Digitalisierung eher zu den Nachzüglern zu gehören, 43 Prozent sehen sich als Pioniere.

Studie vom Branchenverband Bitkom

Diese Ergebnisse hat der Branchenverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage unter 177 Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen aus der Automobilindustrie herausgefunden. Befragt wurden Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern.

Einschätzungen von Unternehmen und Bevölkerung gehen auseinander. Grafik: Bitkom

Einschätzungen von Unternehmen und Bevölkerung gehen auseinander. Grafik: Bitkom

Umweltverträglichkeit rückt in den Fokus

Umwelteigenschaften wie Verbrauch (75 Prozent) und die Art des Antriebs (74 Prozent), zum Beispiel ob ein Elektromotor genutzt wird, werden in Zukunft nach Einschätzung der Befragten an Bedeutung gewinnen. Demgegenüber werden Automarke (23 Prozent) oder Motorleistung (17 Prozent) nur für Wenige wichtiger werden.

In 50 Jahren nur noch autonome Fahrzeuge

Autonome Fahrzeuge werden nach Meinung der Befragten Führungskräfte spätestens in 50 Jahren die Autos, wie wir sie kennen, verdrängt haben. 57 Prozent gehen davon aus, dass spätestens in 50 Jahren ausschließlich autonome Fahrzeuge zugelassen werden, jeder Neunte (11 Prozent) geht sogar davon aus, dass dies bereits in 30 Jahren der Fall sein wird.

„Die wichtigste Frage aktuell ist es, wie wir digitale Services und Geschäftsmodelle entwickeln können, die für den Kunden attraktiv sind und die digitale Entwicklung in den Automobilbranche voran bringen. Daran wird die nächsten Jahre auf Hochtouren gearbeitet. Auch in Kooperation mit anderen Unternehmen und Start-ups, die neue Ideen mitbringen“ hebt Dr. Michael Müller die Wichtigkeit vom smarten Automobil hervor.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Digitale Technologien werden künftig über Verkaufserfolge entscheiden
  • 80 Prozent sagen, Autohersteller werden Anbieter von Mobilitätsdiensten
  • Jedes zehnte Unternehmen sieht die Digitalisierung als Risiko
Deep Learning verspricht neue Durchbrüche beim autonomen Fahren. Foto: CC0

State of the Art: Deep Learning und autonomes Fahren

Im Sinne von Moor’s Law hat sich die Digitalisierung in den letzten Jahrzehnten unglaublich beschleunigt. Was zunächst wie eine schier endlose Aufgabe schien war aufgrund der exponentiellen Steigerung von Speicherkapazität und Prozessorleistungen schneller Realität als von Kritikern geahnt. Ein aktuelles Thema bei dem die Prognosen auseinandergehen ist die Künstliche Intelligenz und das Deep Learning. Sind wir bereits im Zeitalter der intelligenten Maschinen angekommen oder sind wir erst auf dem Weg dahin. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage des Perspektive. Deshalb lohnt es sich auf Praxisbeispiele zu schauen. Viele Unternehmen versuchen bereits jetzt ihre Daten zu nutzen und daraus Erkenntnisse und Geschäftsmodelle zu kreieren. Ein Start-up aus dem Bereich ist das Berliner KI-Unternehmens Merantix. Zusammen mit großen Unternehmen arbeitet das Unternehmen an großen KI-Projekten. Auch im Bereich Automotive.

 

Drei Gründe für den Durchbruch neuronaler Netzwerke

Als Hauptgründe für den Durchbruch von neuronalen Netzwerken gilt: die Verfügbarkeit großer Mengen an Trainingsdaten, leistungsfähige Computerinfrastruktur und Fortschritte in der Wissenschaft. Außerdem übertrifft Deep Learning nicht mehr nur in klassischen Methoden, sondern mittlerweile auch in der Klassifizierung von Bildern oder der Gesichtserkennung, was Maschinen bislang kaum möglich war. Daraus resultiert Potenzial für disruptive Geschäftsmodellen, die mithilfe von Deep Learning und Machine Intelligence reale Problem beheben.

KI-Pioniere aus Berlin

Merantix ist ein Forschungslabor und Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz. Das Berliner Unternehmen sucht zusammen mit mittelständischen und großen Unternehmen deren Potenziale, Daten zu nutzen um neue Geschäftsmodelle zu finden. Das Stichwort dabei lautet: Deep Learning. Laut Merantix basiert die Entwicklung der künstlichen Intelligenz in den letzten Jahren auf dem Erfolg des Deep Learnings*.

Diagnose vom Computer – Röntgenbilder

Konkret eruiert das KI-Start-up riesige Datensätze. Große Mengen an Trainingsdaten werden ausgewertet sodass die Maschine lernt auf bestimmte Auffälligkeiten zu achten. Ein konkretes Beispiel stammt aus dem Bereich Health Care. Merantix baut einen Service, unterstützt durch künstliche Intelligenz, der automatisch Röntgenbilder diagnostiziert. Um die Deep Learning Systeme zu trainieren werden Standardmarken aus Sprachprotokollen extrahiert. Im Ergebnis soll die KI-Diagnostik Effizienz und Qualität sicherstellen.

Deep Learning und autonomes Fahren

In Kooperation mit BOSCH arbeitet das Unternehmen an der Evaluierung und Verbesserung von Deep Learning Tools beim autonomen Fahren. Es werden neuronale Netze geschaffen und trainiert, die Objekte wie Ampeln, Verkehrszeichen und andere Fahrzeuge erkennen. Die Trainingsdaten stammen aus Sensordaten (in der Regel Bilder und Videos) von Fahrassistenzsystemen. Das System visualisiert die Charakteristik von geschulten neuronalen Netzwerken basierend auf aktueller Forschung.

Quo vadis: Deep Learning

Konkrete Beispiele aus dem Beriech zeigen, dass mit neuronalen Netzen und verfügbaren Trainingsdaten bereits praktischer Nutzen erzielt werden kann. „Für das autonome Fahren wird Deep Learning und Künstliche Intelligenz unerlässlich sein“, unterstreicht Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH die Aktualität des Themas.

 

*Deep Learning bezeichnet eine Klasse von Optimierungsmethoden künstlicher neuronaler Netze, die zahlreiche Zwischenlagen zwischen Eingabeschicht und Ausgabeschicht haben und dadurch eine umfangreiche innere Struktur aufweisen.

Cloud Computing: Digitale Innovation und Datenschutz

Bereits vor zehn Jahren sorgten Schlagzeilen wie „How Cloud Computing Is Changing the World“ für Aufsehen. Auch magility hat den Trend des Cloud Computings frühzeitig erkannt. Bereits 2013 prophezeite Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, dass Cloud Computing schon in wenigen Jahren Realität sein würde und behielt dabei Recht. Der spannende Punkt ist aber vor allem, dass er bereits vor einigen Jahre auf die außerordentliche Wichtigkeit von Datenschutz in Verbindung mit der Datenwolke hingewiesen hat. Heute ist Cloud Computing nicht mehr wegzudenken, während die Frage des Datenschutzes aktuell bleibt.

IT-Infrastruktur aus der Cloud

Was Cloudcomputing zusammengefasst bedeutet ist, dass Infrastruktur, Plattformen und Software nicht mehr lokal gespeichert werden, sondern über ein Rechnernetz zur Verfügung gestellt werden. Damit können die Services von verschiedenen Endgeräten erreicht werden, sind immer aktuell und brauchen keinen Speicherplatz – um nur einige der Vorteile zu nennen.

Cloud Computing 2017

Um mehr Speicherkapazitäten und Rechenleistung zur Verfügung zu haben oder neue Software-Anwendungen nutzen zu können, greifen laut Cloud-Monitor des Branchenverbands Bitkom (Stand 2015) bereits 44 Prozent der Unternehmen auf Cloud Services zurück. Weitere 24 Prozent denken über den Einsatz nach. Tendenz steigend. Gründe genug um sich auch weiterhin mit der Technologie auseinanderzusetzen.

Welche Cloud ist die richtige?

Die passende Lösung für ein Unternehmen ist von den individuellen Anforderungen abhängig. Hier ist immer Beratung notwendig um eine geeignete Lösung zu finden. Dies gilt auch für die Frage der Organisationsform, die sich grundlegend in Public, Private und Hybrid Cloud-Angebote gliedert. Da der Zugriff auf Cloud-Dienste online, also über das Internet, erfolgt, müssen außerdem Sicherheits- und Datenschutzstandards geprüft werden. Für deutsche Unternehmen ist es zum Beispiel ratsam die Daten auch in deutschen Rechenzentren zu speichern.

Datenschutz ist das große Thema

Die Daten sind nicht mehr auf dem eigenen Server gespeichert und somit hat das Unternehmen auch nicht mehr die alleinige Hoheit über die Daten. Deshalb gibt es nach wie vor Bedenken über die Datensicherheit. Diese Bedenken sind durchaus berechtigt, da Cloud Computing immer noch Schwachstellen hat, die immer wieder ausgenutzt werden. Die Cyber Security und der Schutz der Daten hat also aktuell höchste Priorität um den Komfort, den das Cloud Computing liefert auch weiterhin uneingeschränkt nutzen zu können.

Magility arbeitet eng mit führenden Experten im Cloud Computing zusammen. Kontaktieren Sie uns gerne und wir erarbeiten zusammen mit Ihnen die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Digitale Transformation in der Industrie. Trends und Entwicklungen. Foto: CC0

Die digitale Transformation der Industrie: Ein Überblick

Die digitale Transformation der Industrie und der Automobilindustrie bietet enorme Chancen und bringt gleichzeitig große Herausforderungen. Auf der einen Seite gibt es das vielversprechende Potenzial vernetzter, effizienterer Produktion und neuer Geschäftsmodelle auf der anderen Seite aber auch dramatische Risiken. Laut dem Bundesverband der deutschen Industrie e.V. könnte Europa bis 2025 einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen, aber auch einen Wertschöpfungsverlust von 605 Milliarden Euro erleiden. Um das Risiko zu minimieren braucht es deshalb weitsichtige Strategien für die digitale Transformation. Wir von magility beraten Sie gerne dazu.

Wo steht die deutsche Wirtschaft und wohin geht der Weg

Politik und Wirtschaft sind sich bereits einig, dass die fortschreitende Digitalisierung ein neues Zeitalter der Vernetzung, Autonomisierung, Flexibilität und vor allem Disruption bedeutet. Die Herausforderung die Unternehmen dadurch heute gegenübersteht ist die Transformation von Geschäftsmodellen und die Identifizierung neuer Wachstums- und Umsatzmöglichkeiten durch digitale Technologien. Die Relevanz ist längst erkannt doch aktuell sind viele Unternehmen in einer Phase der Unsicherheit und oft auch Orientierungslosigkeit. Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH und Experte für digitale Geschäftsmodelle sagt dazu: „Mit der Digitalisierung entwickelt sich die größte Revolution der Industriegeschichte in enormer Geschwindigkeit. Sie bedroht viele klassische Geschäftsmodelle und birgt unabsehbare Risiken. Es müssen deshalb so schnell wie möglich Weichen gestellt werden und ein ganzheitlicher Transformationsprozess begonnen werden.“ Die große Frage ist deshalb, wo deutsche Unternehmen aktuell stehen und wie sie sich im Einzelfall positionieren können.

Was fehlt ist eine umfassende Strategie

Die meisten deutschen Unternehmen haben die Chancen der Digitalisierung längst erkannt und erste Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Über 40 Prozent sehen bereits ein Umsatzwachstum durch Digitalisierung. Für die meisten Unternehmer überwiegen die positiven Möglichkeiten der Digitalisierung  – knapp 70 Prozent sehen Chancen für neue digitale Geschäftsmodelle, während 56 Prozent tendenziell den steigenden Wettbewerb fürchten. Was meistens fehlt ist eine langfristige und umfassende Digitalisierungsstrategie. Die größten Herausforderungen der digitalen Transformation sind die Weiter- und Ausbildung der Mitarbeitenden, rechtliche Rahmenbedingungen, ein hoher Investitionsbedarf sowie Sicherheits- und Datenschutzrisiken.

IT-basiertes Geschäft und disruptive Geschäftsmodelle

Grundlage für die Digitalisierung der Geschäftsmodelle ist ein IT-basiertes Geschäft, also die Unterstützung bestehender Geschäftsprozesse durch digitale Technologien, beispielsweise durch einen Onlineshop, einer digitalen Plattform zur internen Kommunikation oder auch cloudbasierte Lösungen für effiziente Arbeitsweise in Teams. Hier wären beispielsweise Microsoft 365 oder Google Apps genannt. Magility arbeitet eng mit Experten für digitale Arbeitsprozesse zusammen und berät Sie umfassend wie Sie Ihre Produktivität erheblich steigern können.

Nach Außen jedoch erwirken digitale Services oft kundenorientierte Produktinnovationen. Durch die Einbindung digitaler Technologien in die Schnittstellen zum Kunden, erhöht sich die Transparenz und eine direktere Kundeninteraktion wird möglich. Die nach innen gerichtete Digitalisierung in Prozessen der Produktion wird als Industrie 4.0 zusammengefasst. Es geht dabei um die weitreichende Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und damit Prozessinnovationen. Durch die digitale Transformation können interne Prozesse flexibler, dezentraler und effizienter gesteuert werden. Ist ein Geschäftsmodell komplett digital, sowohl nach innen als auch nach Außen, entstehen innovative, häufig disruptive Geschäftsmodelle, die sich durch eine signifikante Erweiterung der Kundenbasis, eine hohe Dienstleistungsorientierung, schnelle Messbarkeit und den Einsatz digitaler Technologien über die verschiedenen Stufen der Wertschöpfung hinweg auszeichnen.

Der Weg zur digitalen Transformation ist nicht immer offensichtlich. Doch wir bei Magility gehen ihn mit Ihnen gemeinsam.

 

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Mobility-as-a-service. Smarte Geschäftsmodelle für die Zukunft. Foto: magility

Mobility-as-a-Service: Smarte Geschäftsmodelle

Mobility-as-a-Service haben in der Tat oft smarte Geschäftsmodelle. Darunter versteht man den Trend Mobilität über Sharing, oder Teilen zu ermöglichen, statt Mobilität über Besitz zu regulieren. Angeboten werden Mobilitätslösungen die als Service verkauft werden. In Zukunft werden diese Services eine große Rolle spielen weshalb schon heute an innovativen Konzepten gefeilt werden muss.

Mobilität auf Abruf

Gerade im urbanen Raum wird der Besitz eines Autos zunehmend unattraktiv. Keine Parkplätze, Staus und damit verbundene hohe Kosten und wenig Komfort. Viel praktischer, flexibler, günstiger, effizienter und nachhaltiger ist es, wenn man ein Auto oder Fahrzeug dann nutzen kann wenn man es braucht und es einfach an dem Ort ausleiht an dem man sich gerade befindet. Um mit Mobility-as-a-Service Wertschöpfung zu erzeugen müssen deshalb digitale Geschäftsmodelle ausgearbeitet werden, die die Kundenwünsche aufgreifen und umsetzen.

Erste Schritte sind getan – Zahlen und Fakten

In den großen Städten gibt es bereits seit einigen Jahren Carsharing-Angebote. Oft sind sie aus Kooperationen zwischen Autobauern und Vermietungsanbietern entstanden. Und die Entwicklungsprognosen sind positiv. Auf etwa 15 Millionen potenzielle Kunden prognostiziert Frost & Sullivan den europäischen Markt 2020. Im Jahr 2017 liegt die Zahl der Nutzer in Deutschland bei rund 1,7 Millionen (Quelle: Bundesverband Carsharing). Der größte Anbieter ist Car2Go (Daimler) mit 640.000 Kunden, gefolgt von DriveNow (BMW) mit 600.000 Kunden und Flinkster mit 300.000 Kunden. Die Zahl der Carsharing-Stationen in Deutschland lag 2017 bei ca. 4.650.

Wachsender Markt

Die Zahlen zeigen das rasante Wachstum im Bereich Mobility-as-a-Service. Carsharing ist dabei nur einer von vielen Smart Services. Es können noch viel mehr digitale Angebote ausgebaut und geschaffen werden. Dank Smartphones und Apps sind die Vorteile vor allem hohe Flexibilität für den Kunden und maßgeschneiderte Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse.

Herausforderungen meistern – magility berät Sie gerne

Trotz ersten zukunftsweisenden Geschäftsmodellen liegt noch ein langer Weg vor der Automobilindustrie. Denn nach wie vor wird das Geld mit dem Verkauf von Autos verdient und die Smart Services sind noch Nischenprodukte. Aber: Die Zukunft ist Smart und braucht neue Mobilitätsdienstleistungen. Magility begleitet und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

Mobile Payments. Sind mobile Zahlungsmethoden relevant für die Automobilindustrie. Foto: CC0

Mobile Payments – Sind mobile Zahlungsmodelle für die Automobilbranche relevant?

Mobile Payments, also mobile Bezahlsysteme haben im Onlinehandel in den vergangenen Jahren extrem an Bedeutung gewonnen. Mit nur einem Klick lassen sich Rechnungen begleichen. Und auch wenn mobile Bezahlung in Deutschland noch auf Zurückhaltung und Bedenken stößt ist der Markt für mobile Bezahlung auf Wachstumskurs. Denn die Akzeptanz für Apps und smarte Alternativen steigt quer durch die Gesellschaft.

Welche Bedeutung haben mobile Payments für die Automobilindustrie?

Die Bedeutung ist zunächst peripher. Doch mit der Zunahme an digitalen Geschäftsmodellen steigt auch die Relevanz für sichere, mobile Bezahlsysteme. Gerade im Hinblick auf Carsharing und Smart Services sind mobile Payments hochinteressant und müssen weiterhin beobachtet werden. Zudem sind Zahlsysteme eng mit Sicherheit und Authentifizierung verknüpft. Die Vision in diesem Bereich geht hin zu einer Art digitalem Personalausweis, der die Sicherheit beim Geldtransfer und der Authentifizierung in der digitalen Welt gewährleisten soll. Dies ist ein wichtiger Schritt, auch für die Automobilindustrie, hin zu einer breiten Akzeptanz von Smart Services und dem Schutz vor Betrug im Internet.

Bislang wenige Lösungen im Bereich B2B

Mobile Lösungen zur Bezahlung zwischen Geschäftskunden ist ein weiterer Anknüpfungspunkt. Laut einer Studie von PwC mit dem Titel Mobile Payment in Deutschland 2020 eignen sich gerade Industrie- und Automobilersatzteile, Elektronikkomponenten und Baustoffe für den Einkauf über mobile Bezahlwege. In diesem Bereich wird in den kommenden Jahren noch viel Entwicklungspotenzial prognostiziert.

Keine gemeinsamen Standards

Das mobile bezahlen steht dennoch am Anfang. Ein Hinweis darauf ist beispielsweise, dass selbst der Onlineriese Amazon bislang auf das Konto des Kunden oder dessen Kreditkarte zugreift und noch kein mobiles Zahlungssystem zwischengeschaltet hat. Dennoch läuft die Entwicklung auf Hochtouren und immer wieder werden neue Modelle vorgestellt. Dennoch, gerade jenseits des Internets ist das Bezahlen per App bislang ein Nischenprodukt und nach wie vor sind oft keine signifikanten Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Kartenzahlung ersichtlich. Da bei den mobile Payments aber noch spannende Neuerungen zu erwarten sind wird magility weiter wachsam sein.

Kenia’s M-Pesa macht vor wie es geht

M-Pesa ist ein seit 2007 im kenianischen Markt bestehendes System für die Abwicklung von grundlegenden Funktionen des Geldtransfers ohne ein reguläres Bankkonto zu benötigen. Inzwischen ist der Service in vielen weiteren Ländern verfügbar. Nutzer können problemlos über ein simples Mobiltelefon Geldtransfers unternehmen. Mobile Bezahlsysteme sind andernorts längst üblich – bleibt abzuwarten in welcher Forum und wann ähnliche Modelle sich auch hierzulande durchsetzen!