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Connected Cars bilden einen Milliardenmarkt. Zahlen, Fakten und Statistiken. Foto: CC0

Connected Cars – Zahlen, Fakten und Statistiken

Schon in wenigen Jahren werden Fahrzeuge, die durch eine konstante Verbindung zum Internet miteinander vernetzt sind, sogenannte Connected Cars, unsere Straßen dominieren. Bereits heute werden mit steigender Tendenz mobile Services im Fahrzeug genutzt. Dies erfordert die Herausgabe von privaten Nutzerdaten, auf welchen neue Geschäftsmodelle basieren. Sie werden auch als das “Gold der Zukunft” betitelt. Aber wo stehen die Connected Cars im Jahr 2018 und wohin führen uns die nächsten Jahre? Magility hat Zahlen, Fakten und Statistiken zusammenfassend aufbereitet.

Umsätze mit vernetzten Autos

Bis zum Jahr 2020 werden die weltweiten Umsätze mit den Connected-Car-Technologien auf über 131 Mrd. Euro geschätzt. 2015 war es ein Viertel dessen, das Wachstumspotential ist also enorm. Eine Folge der Connected-Car-Technologien sind neuartige digitale Geschäftspotenziale. Der Umsatz dieser, wird in der Automobilindustrie bis zum Jahr 2020 weltweit auf 14 Mrd. Euro prognostiziert. Diese Hochrechnungen veranschaulichen die Signifikanz und Tragweite der Connected-Car-Technologien.

Die innovativsten Automobilhersteller im Bereich Connected Cars

Besonders in Märkten mit sehr hohem Wettbewerb, wie der Automobilindustrie, müssen sich Anbieter durch Innovationen behaupten. Das Center of Automotive Management hat einen Index ermittelt, der die innovativsten Automobilhersteller klassifiziert. Besonders innovativ im Bereich Connected-Drive gilt demnach die die VW Gruppe, gefolgt von der Daimler AG und dem US-Automobilhersteller Tesla. Deutschland steht mit einem Indexwert von 95 Prozent (Innovationsstärke von Automobilherstellern im Bereich Connected Cars) im Jahr 2016 auf Platz eins der fortschrittlichsten Länder für vernetztes Fahren, noch vor den USA (61 Prozent) und Japan (65 Prozent). Jedoch haben die USA (+14%) und Japan (+33%) von 2015 zu 2016 stark an Innovationsstärke dazugewonnen. Aus diesen Zusammenhängen ergeben sich die Ziele der Deutschen Automobilindustrie, gegebene Stärken zu nutzen und auszubauen sowie eine langfristige Strategie zur Verbesserung der Technologie bei Connected Cars zu verfolgen.

So stehen die Kunden der vernetzten Technologie gegenüber

Die Implementierung der Technologien steht im direkten Zusammenhang mit der Bereitschaft der Zielgruppe, diese auch zu nutzen. 36 Prozent, der im vergangenen Jahr befragten Personen zwischen 18 und 29 Jahren, nutzen bereits Connected-Car Technologien oder planen diese zukünftig zu nutzen. Auf komplette Ablehnung stößt das vernetzte Fahren in dieser Gruppe bei 12 Prozent der Befragten. Die Umfrage zeigt, dass jüngere Pkw-Fahrer den neuen Technologien wesentlich aufgeschlossener gegenüber stehen. Junge Käufer sind an einem Auto mit Internetzugang durchaus interessiert. In einer weltweiten Befragung zum Thema Smart Car, wird das Thema von den deutschen Kunden allerdings noch überwiegend skeptisch betrachtet. Während in China 90 Prozent ein Google- oder Apple-Auto fahren würden, sind es in Deutschland nur 33 Prozent.

Welchen Fortschritt erhoffen sich Autofahrer vom vernetzten Fahren?

Diese drei Punkte sind den Deutschen laut einer Umfrage des ADACs beim Thema Connected Car am Wichtigsten.

  1. Real-Time-Verkehrsinformationen und Routenempfehlungen auf Basis des aktuellen Fahrzeugstandorts (65 Prozent)
  1. Im Pannenfall eine direkte Verbindung zum Pannendienst bzw. Werkstatt mit Übermittlung der Standort- und Fahrzeugdaten (63 Prozent)
  1. Staufolge- bzw. Autoassistent (z.B. selbstständiges Abbremsen und Anfahren des Fahrzeugs sowie Geschwindigkeitsregelung) (57 Prozent)

Der praktische Nutzen steht im Vordergrund

Für die Deutschen steht also vor allem der praktische Nutzen im Vordergrund. Auf dem letzten Platz befindet sich der Zugriff auf Online(cloud)dienste zum Thema Musik, Video oder Spiele (18 Prozent). Unterhaltung spielt folglich nur eine kleine Rolle.

Diese These wird ebenfalls von einer weiteren Studie gestützt, die den erhofften Hauptnutzen von Connected Cars ermittelt. 62 Prozent sehen den Nutzen in gesteigerter Fahrsicherheit durch automatische Gefahrenfrühwarnsysteme und einer besserer Navigation (je 62 Prozent). Geringerer Nutzen wird in der verbesserten Multimediaunterhaltung im Auto gesehen.

Diese Kriterien soll ein vernetztes Auto erfüllen

Hier führt die Sicherheit, gefolgt von finanziellen Einsparungen und Optimierung der Fahrzeit. Allerdings zeigt eine Befragung von 2017 auch, dass das Connected Car für viele noch Zukunftsmusik ist und die Vernetzung nur bei wenigen eine ausschlaggebende Rolle für den nächsten Autokauf spielt.

Wie viel sind Kunden bereit, für Smart Services im Auto auszugeben?

Es stellt sich die Frage, wie viel den Konsumenten der Komfort wert ist. Befragte zwischen 18 – 30 Jahren wären bereit, durchschnittlich 55 Euro monatlich ausgeben, über dreißigjährige nur 29 Euro.

Cyber Security bei der Nutzung von Connected-Car-Services

Hier herrscht Unentschlossenheit. 26 Prozent der Befragten hält die Dienste für sicher oder sehr sicher, 27 Prozent für unsicher. Die Befürchtung, dass Daten an Dritte weitergegeben  oder weiterverkauft werden ist hierbei vorherrschend. Um die Bedenken der Kunden zu minimieren, gilt es folglich zu beweisen, das die Datensicherheit gewährleistet wird.

Die Zukunft des Automobils

Aus den Studien und Befragungen lassen sich klare Schlüsse ziehen. Der Markt für vernetzte Technologien befindet sich weiter in der Wachstumsphase. Deutsche Automobilhersteller arbeiten an marktreifen Technologien, um den Markt mit digitalen Geschäftsmodellen und Connected Cars zu bedienen. Vor allem jüngere Autofahrer stehen der Technologie aufgeschlossen gegenüber, bleiben aber betreffend der Sicherheitsaspekte skeptisch. Daraus ergibt sich dennoch eine positive Ausgangslage für die Vernetzung auf der Straße oder gar die Automotive Revolution.

Quelle: Statista

Automotive Revolution - Große Veränderungen in den kommenden Jahren. Bild: CC0

Automotive Revolution – Was erwartet uns bis 2030?

Die Internetrevolution der 2000er lieferte die Vorlage für enorme Entwicklungen in vielen Bereichen. Nennen wir es “Automotive Revolution”, was derzeit in der Automobilindustrie passiert. Disruptive, technologiegetriebene Trends bringen teilweise ungeahnte Veränderungen mit sich. Künstliche Intelligenz, Assistenzsysteme und Vernetzung sind der Schlüssel zum neuen Mobilitätszeitalter. Doch was erwartet uns im kommenden Jahrzehnt? Hier ein Ausblick von magility zur Automotive Revolution.

Neue Technologien, Nachhaltigkeit und mehr Mobilität

Volkswirtschaften entwickeln sich aktuell rasant. Das hängt mit neuen Technologien, einem gestiegenen Nachhaltigkeitsbewusstsein, neuen Märkten in Schwellenländern und veränderten Präferenzen von Verbrauchern zusammen. Die Digitalisierung ist in unserer Zeit somit kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel zu Effizienz, Nachhaltigkeit und Entwicklung. Viele Veränderungen haben wir bereits in unseren Alltag integriert und die meisten davon sind nicht mehr wegzudenken. Die Automotive Revolution beschreibt die Summe an Innovationen und technologischen Neuheiten, die die Branche auf den Kopf stellen werden.

Mobilitätsrevolution – Das Auto wird neu erfunden

„Elon Musk hat gezeigt, dass man Mobilität in Zukunft anders denken muss. Davon lässt sich auch die deutsche Autoindustrie inspirieren und hat in den letzten Jahren unzählige Projekte angestoßen“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die aktuelle Lage. „Wenn wir es schaffen, die solide Qualität mit neuesten Technologien zu verbinden, können wir in Zukunft neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen, die unseren Alltag maßgeblich verändern“.

Veränderungen auf verschiedenen Ebenen

Die Veränderungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. In Zukunft werden sich Märkte und Einnahmequellen verlagern. Mobilität, Connectivity-Services und Feature-Upgrades schaffen neue Geschäftsmodelle. Außerdem wird sich das Mobilitätsverhalten verändern. Bis 2030 wird voraussichtlich eines von zehn Autos über Carsharing geteilt werden. Außerdem könnten, sofern Lösungen für die regulatorischen Probleme gefunden werden, bis 2030 bereits eine erhebliche Anzahl autonomer Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sein.

Automotive Revolution – Wie muss die Automobilindustrie reagieren?

Mit erheblicher Flexibilität. Die Weichen für die Zukunft sind längst gestellt. Elektromobilität, Vernetzung, schnellere Internetverbindung und Smart Services sind Mosaiksteine, die zusammen die Automotive Revolution ausmachen. Natürlich erfordert die Etablierung viel Agilität und Flexibilität, denn technologischer Fortschritt bedeutet auch das Ende mancher altbewährter Geschäftsmodelle.

Wie sieht die Branche 2030 aus?

Niemand weiß, ob die Prognosen eintreten werden. Sicher ist, dass viele Geschäftsmodelle, die wir heute noch für unverzichtbar halten, 2030 so nicht mehr existieren werden. Zunehmende Konzentration in Ballungsräumen, steigende Bevölkerungszahlen und ein immer größeres Bedürfnis nach Mobilität, führen zwangsläufig zu massiven Veränderungen. Disruptive Geschäftsmodelle, geteilte Fahrzeuge und eine effizientere Verkehrsgestaltung sind im kommenden Jahrzehnt unumgänglich.

 

Magility begleitet sie gerne bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Geschäftsmodelle. Wir verbinden agile Unternehmensentwicklung mit technologischen Innovationen, organisationsübergreifendem Kompetenzmanagement und internationaler Markterschließung.

Experimente mit Kryptowährungen. Die Automobilindustrie investiert in Blockchain & co. Foto: ZF

Kryptowährungen in der Automobilindustrie – Beispiele, die den Weg weisen

Kryptowährungen werden hoch gehandelt. Wer vor ein paar Jahren investiert hat, kann sein Vermögen mittlerweile beträchtlich vermehrt haben. Für große Rendite ist es aber allmählich zu spät. Allerdings ist es noch nicht zu spät, die Technologie zu nutzen. Für die Zahlung im Internet of Things etwa oder zur Authentifizierung beim vernetzten Fahren. Wir haben fünf Beispiele zusammengetragen, welche aufzeigen, dass viele aus der Automotive-Branche auf virtuelle Währungen wie Bitcoin, IOTA oder Ethereum setzen.

1. ZF entwickelt eWallet

Auch deutsche Automobilunternehmen investieren in Kryptowährungen. Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen etwa, hat zusammen mit der UBS-Bank und IBM die Entwicklung am Car eWallet begonnen. Geplant ist eine technologische Transaktionsplattform, die eine vollständige End-to-End-Integration von Mobilitätsdiensten, Fahrzeugen und Infrastruktur ermöglichen soll. Das Auto wird zur eigenständigen Geschäftseinheit, um Dienste wie Parken oder Laden automatisch zu bezahlen. Das digitale Portemonnaie soll künftig dazu dienen, Services und Dienstleistungen rund um das vernetzte Auto nutzen und abrechnen zu können. Ein Einsatzszenario des Car eWallet könnte beispielsweise sein, die Bezahlung von Parkgebühren oder vom induktiven Ladestrom automatisiert vorzunehmen, während das Elektroauto an einer Ampel hält.

2. Volkswagen kooperiert mit IOTA

Volkswagen kooperiert mit dem Berliner Krypto-Startup IOTA. Die Wolfsburger möchten die dezentrale Technologie, das sogenannte Tangle-System, für die geplanten Connected Cars nutzen. „Kryptowährungen werden in der vernetzten Welt von Fahrzeugen und Objekten eine Rolle spielen, deshalb werden jetzt schon Signale gesendet“ kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, den Trend. „Dennoch dürfen wir nicht übersehen, dass Kryptowährungen auch Sicherheitslücken und Anfälligkeiten für Diebstahl aufweisen. Es besteht noch großer Bedarf diese Währungen in größerem Umfang auf Cyber-Sicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren“, so Müller weiter. Ende letzten Jahres hat auch Bosch eine größere Summe in die Kryptowährung IOTA investiert und damit signalisiert, dass das Unternehmen an virtuelle Währungen glaubt.

3. Daimler experimentiert mit Blockchain

Auch Daimler experimentiert mit Kryptowährungen, wenn auch noch nicht gezielt für Einsatzmöglichkeiten beim Connected Car. Die Daimler AG und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben erstmals gemeinsam die Blockchain-Technologie eingesetzt, um eine Finanztransaktion darzustellen. Parallel zum regulatorisch erforderlichen Prozess haben der Automobilhersteller und das Finanzinstitut die innovative Technologie damit für Kapitalmarkt-Prozesse erfolgreich getestet. Daimler hat dazu bekannt gegeben: “Wir wollen als führender Automobilhersteller aktiver Teil der weltweiten Blockchain-Community werden und branchenübergreifende Blockchain-Standards mitgestalten“, kommentiert Kurt Schäfer, Leiter von Daimler Treasury. Daimler geht es aktuell vor allem darum, Potenziale für neue Geschäftsmodelle mit Kryptowährungen zu entwickeln.

Kein großer Anklang in Deutschland

Ende letzten Jahres ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, dass Blockchain kein weit verbreitetes Thema unter den Vorständen und Geschäftsführern von Unternehmen der deutschen Automobilindustrie mit über 20 Mitarbeitern ist. Gerade ein Drittel der Führungskräfte haben von der Technologie gehört, weitaus weniger als bei Themen wie 3D-Druck (92 Prozent) oder Internet of Things (73 Prozent). Die Unternehmen, die sich bereits mit Kryptowährungen befassen, sehen die größten Möglichkeiten zur Anwendung in der Logistik und Warenwirtschaft (62 Prozent), in der Produktion (61 Prozent) sowie in der Forschung und Entwicklung (50 Prozent).

Auch wir von magility haben uns eingehend mit Kryptowährungen befasst. Wenden Sie sich gerne an unsere Experten, wenn Sie weitere Informationen brauchen oder die Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen bezüglich Kryptowährungen ausloten wollen.

Die 5GAA entwickelt und erprobt das Connected Car interdisziplinär.

5GAA treibt 5G-Technologie voran – Warum Zusammenschlüsse so wichtig sind

In der Vielfalt der Technologie ist nicht immer klar, wo wir aktuell stehen und was bislang noch Vision ist, denn meistens sind die Übergänge fließend. Das Thema Connected Car wird seit vielen Jahrzehnten erforscht und vorangetrieben. Verschiedene Unternehmen arbeiten konstant an einzelnen Technologien, Tools und Gadgets. Damit aber das Projekt im Ganzen angetrieben werden kann, bedarf es größerer Allianzen in der Branche. Ein gutes Beispiel dafür ist die 5G Automotive Association (5GAA). Telekommunikations- und Automobilkonzerne haben sich zusammengeschlossen, um Meilensteine in diesem Bereich zu setzen. Erklärtes Ziel ist es, vernetztes Fahren und smarte Verkehrslösungen voranzutreiben. Seit fast zwei Jahren wird dieses Ziel nun aktiv verfolgt und erste Ergebnisse sind bereits sichtbar.

Vernetztes Fahren mit Hilfe von 5G

Das Ziel einiger Automobil- und IT-Unternehmen, wie Audi, BMW, Daimler, Ericsson, Huawei, Intel, Nokia und Qualcomm ist es, Kommunikationslösungen, die das vernetzte Fahren voranbringen, zu entwickeln, zu testen und zu fördern. Dazu gehören Anstrengungen zur Lösung wichtiger technischer und regulatorischer Probleme sowie die Integration von Fahrzeugplattformen mit fortschrittlichen Mobilfunk-, Netzwerk- und Computerlösungen.

C-V2X-Technologie ist ab 2020 serienmäßig erhältlich

Neben der nächsten Generation der Mobilfunktechnologie 5G, ist die C-V2X Technologie ein wichtiger Schritt hin zum Connected Car. Bislang werden äußerst erfolgreich zelluläre Kommunikationstechnologien (V2N – Vehicle-to-Network), auch bezeichnet als das Internet of Vehicles, in Fahrzeuge integriert. Im nächsten Schritt soll die C-V2X-Technologie nicht mehr nur Fahrzeuge untereinander, sondern auch andere Netzwerke, wie Smart Homes und Smart Cities, vernetzen. Es wird auch von einer Vernetzung zweiten Grades gesprochen. “Wichtig ist es, die Vernetzung auf einer höheren Ebene geplant voranzutreiben. Dabei helfen Zusammenschlüsse zwischen einflussreichen Unternehmen enorm“, unterstreicht Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die Wichtigkeit von Allianzen wie der 5GAA.

5GAA als mächtiger Zusammenschluss für Forschung und Entwicklung

Kein Fortschritt ohne Entwicklung und Erprobung. Gegenwärtig betreiben die Automobilhersteller der 5GAA mehr als 20 Millionen Connected Cars, die eine Verbindung zu Mobilfunknetzen (V2N) herstellen können. Diese V2N-Verbindung wird für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen wie Telematik, Infotainment, Verkehrsoptimierung sowie für Sicherheitsanwendungen benötigt. Potenzielle Anwendungsfelder sind unter anderem die Erkennung stillstehender Fahrzeuge, Warnungen vor Ereignissen wie Stau, Baustellen oder Unwetterwarnungen sowie allgemeine Informationen zur Verkehrsinfrastruktur.

Vernetzung in der Automobilindustrie

Das Connected Car ist ein ambitioniertes Projekt der deutschen Automobilindustrie. Regelmäßig muss sich die Branche mit den internationalen Technologie-Trendsettern, wie den USA messen lassen. 

Biometrische Authentifizierung - Was bringt das für die Automotive-Branche? Bild: CC0

Biometrische Authentifizierung – Wie bringen sie uns in der Automobilindustrie weiter?

Biometrische Authentifizierungsverfahren versprechen mehr Sicherheit als Zahlenkombinationen, PINs oder Passwörter. Anhand biologischer Merkmale können wir in Zukunft zweifelsfrei unsere persönlichen Daten schützen, Autos starten oder unsere Identität beweisen. Computer werden die Merkmale eindeutig und zuverlässig entschlüsseln können. Welche Vorteile entstehen durch die biometrische Authentifizierung für die Automobilindustrie und welche Risiken birgt die neue Technologie?

Was bedeutet Biometrie

Anhand von biologischen Charakteristika, wie Fingerabdruck, Augeniris oder Stimme können schon heute Benutzer identifiziert werden. Ein Scanner liest die biologischen Merkmale aus und wandelt sie in digitale Information um, so dass ein Computer sie entschlüsseln und verifizieren kann. Biometrie ist also die digitale Auswertung von biometrischen Merkmalen zur eindeutigen Identifizierung einer Person.

Was hat das mit Fahrzeugen zu tun?

Die biometrische Authentifizierung wird bereits an verschiedenen Stellen angewendet. Am Flughafen oder um Smartphones und Computer zu entsperren. Jedes Premium-Smartphone hat mittlerweile einen Fingerabdrucksensor, der es ermöglicht das Telefon anhand des Fingerabdrucks zu entsperren. Doch wo wird das Verfahren der biometrischen Authentifizierung noch angewendet?

Fahrzeug startet durch den Fingerabdruck

Vor einigen Jahren nutzte die Filmindustrie es noch als perfektes Science Fiction Szenario, durch Fingerabdrücke und Gesichtscans Türen zu öffnen, hinter denen geheime Treffen stattfanden. Die Anwendung ist weniger spektakulär, dafür aber höchst nützlich und naheliegend. Im Connected Car zum Beispiel, spielt die biometrische Authentifizierung eine stetig wachsende Rolle. Autos können mittels Irisscanner gestartet und der Carsharing-Wagen durch einen Fingerabdruckscan ausgeliehen werden. Biometrische Authentifizierung ersetzt an dieser Stelle den Schlüssel. Das kann im Alltag nützlich sein, da kein physischer Schlüssel mehr mitgenommen oder übergeben werden muss. Eine große Rolle werden die Verfahren aber vor Allem für Künstliche Intelligenzen spielen, wie die von Amazon, Apple oder Mercedes. Etwa dadurch, dass sie nur auf eine individuelle Stimme reagieren oder sich nur von ausgewählten Nutzern bedienen lassen. Momentan funktionieren die meisten Stimmerkennungs-Systeme, die auf dem Massenmarkt vertrieben werden, zwar schon recht gut, allerdings erkennen sie noch nicht wer spricht. Diese Tatsache ist eine beträchtliche Sicherheitslücke. Erst durch ein biometrisches Authentifizierungsverfahren können die Potenziale der digitalen Assistenten richtig genutzt werden.

Bequemes Verfahren aber heikel bezüglich des Datenschutz

Aktuell ist das Verfahren vor allem bequem. Unter dem Aspekt der Cyber Security, bei sicherheitskritischen Anwendungen, allerdings noch nicht zu empfehlen. Biometrische Daten gehören zu den personenbezogenen Daten. Die Erhebung und Speicherung muss also den strengen Datenschutzrichtlinien entsprechen.

Fazit: Die Technologie muss reifen

„Die Technologie wird sich vor allem durchsetzen, wenn sie sich durch bessere Sicherheit beweisen kann, als die bekannten Verfahren sie derzeit bieten“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH die biometrische Authentifizierung. Solange werden wir noch mit PINs, Passwörtern und Schlüsseln arbeiten. Das ist aber nur noch eine Frage der Zeit. Durch Firmen wie beispielsweise VocalZoom wird sich das schon bald ändern. Die HMC-Sensoren von VocalZoom ermöglichen die Verwendung von Sprache als Authentifizierungsfaktor für eine wachsende Palette von personalisierten Online- und mobilen Finanz-, Gesundheits-, Hausautomations- und anderen sicheren Cloud-basierten Diensten.

 

In Zukunft kommunizieren Fahrzeuge untereinander und mit der Umwelt. Foto: magility

Internet of Vehicles – Kommunizierende Fahrzeuge, 5G und Big Data

Das Internet of Vehicles (IoV) integriert 3 Netzwerke in eines. Es umfasst das Netzwerk innerhalb des Fahrzeugs, zwischen den einzelnen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeug und unserer bereits vernetzten Umgebung. Mit der nächsten schnelleren Internetverbindung 5G, wird es möglich sein, stetig mehr Verbindungen zwischen Objekten herzustellen und noch mehr Dienste anzubieten, die unseren Alltag einfacher machen. Doch wie konkret ist diese Vision bereits? Wie weit entfernt sind wir vom Internet of Vehicles?

Was bedeutet Internet of Vehicles?

Das Internet of Vehicels (IoV) beschreibt die Gesamtheit der Vernetzung eines Fahrzeugs. Diese Gesamtheit beinhaltet die Vernetzung innerhalb des Fahrzeugs, von Fahrzeug zu Fahrzeug, sowie die direkte Verknüpfung vom Fahrzeug mit anderen Smart Services, wie Apps auf unserem Smartphone oder aber dem Smart Home. So wird ein enges Netzwerk geschaffen, das unsere Alltagsgegenstände miteinander verbindet und untereinander kommunizieren lässt. Voraussetzung ist eine konstante und schnelle Internetverbindung, die Datenaustausch in Echtzeit ermöglicht. Das ist die Basis vieler kommenden Service-Trends.

Persönlicher Komfort

Beim Nutzen unterscheiden sich zwei Ebenen. Zum einen erhöht sich der Komfort des Einzelnen. So bekommen wir etwa eine Erinnerung, wenn auf unserer Strecke Stau ist und wir früher starten müssen, um einen Termin pünktlich zu erreichen. Wir werden auf der schnellsten Route zum Ziel geleitet. Nichts Neues denken Sie? Natürlich haben wir bereits eine gute Navigation. Durch Big Data wird die Navigation aber noch berechenbarer. Zudem werden sich Künstliche Intelligenz (AI) und Sprachsteuerung in den nächsten Jahren deutlich weiterentwickeln und die Kommunikation des Fahrers mit dem Fahrzeug laufend einfacher machen und somit die User Experience erhöhen.

Kollektiver Nutzen – Entlastung des urbanen Verkehrs

Die zweite Ebene, die durch das Internet of Vehicles beeinflusst wird, ist größer. Sie betrifft die wachsende Urbanisierung, überlastete Verkehrsnetze und hohe Abgaswerte in Ballungszentren. Zusammengefasst ist das übergeordnete Ziel, den Verkehrsfluss zu fördern, die Auslastung von Fahrzeugen zu erhöhen und mehr Sicherheit zu gewährleisten. Hier werden die vernetzten Vehicles zum Teil der Smart City und in ein noch größeres Netz an Daten integriert.

Internet of Vehicles. Dank Kommunikation und Big Data zu mehr Effizienz und Sicherheit. Foto: CC0

Internet of Vehicles. Dank Kommunikation und Big Data zu mehr Effizienz und Sicherheit. Foto: CCO

Big Data und IoV

Das Internet of Vehicles wird durch unzählig installierte Sensoren und Kameras ermöglicht, welche eine immense Menge an Daten sammeln, die genutzt werden um Stau präzise vorherzusagen, vor Gefahren zu warnen, uvm. IoV sammelt Big Data, Big Data ermöglicht IoV. Das eine bedingt das Andere.

Was hat 5G damit zu tun?

Mit 5G ergeben sich neue Möglichkeiten insbesondere im Bereich der Mobile Services. Das 5G Netz verspricht eine noch bessere und schnellere Internetverbindung und ermöglicht damit die Implementierung von noch mehr Services. Wie immer gehen die Dinge Schritt für Schritt. Technologien werden entwickelt und die digitale Transformation vorangetrieben.

Im Zuge des Internet of Vehicles entwickeln sich neue Geschäftsfelder. Die digitalen Herausforderungen ändern sich. Profundes Wissen muss in Strukturen und Prozesse eingebunden werden. Wir bei Magility sind Experten für digitale Geschäftsmodelle und Strategien. Magility ist ihr Partner bei allen Fragestellung zum IoV, Big Data, 5G, Connected Car.

Big Data ermöglicht neue Geschäftsmodelle und mehr Mobilität. Foto: Unsplash

Big Data – Wie verändern Daten die Mobilität?

Big Data ist ein Sammelbegriff für Datenmengen, die groß, komplex, schnelllebig und wenig strukturiert sind. Wir hinterlassen und generieren laufend solche unstrukturierten Daten im Netz. Genau diese Big Data sind die treibende Kraft der digitalen Transformation, sofern man sie zu nutzen und einzusetzen weiß. Insbesondere vernetzte Fahrzeuge erzeugen permanent eine Flut an digitalen Informationen. Weiß man diese Informationen intelligent zu nutzen, entstehen daraus datengetriebene Services und Geschäftsmodelle, die unser Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren unausweichlich prägen und verändern werden.

Datenspuren im Netz

Wir hinterlassen heute schon eine große Menge digitaler Spuren im Netz. Über Smartphones und Navigationsgeräte geben wir Auskunft über unsere Standorte, die Länge unserer Aufenthalte, unser eigenes Bewegungsverhalten, unsere Verabredungen, unserer Kontakte uvm.. Datenbasierte Verkehrsplanung, vernetztes Fahren, Konnektivität von Flotten, gerade in der Logistik ist die Erhebung von Daten nichts Neues. Über Telematik werden bereits seit Jahrzehnten Verkehrs- und Flottendaten gesammelt. Allerdings bislang ohne damit gezielt Business Value zu generieren.

Digitale Transformation lässt Logistikbranche umdenken

Um Big Data zu nutzen, braucht es neue Lösungen. Diese kommen oft auch aus der Branche selber. Zum Beispiel von Schmitz Cargobull. Der bekannte Hersteller für Auflieger hat erkannt, wie wertvoll die von den Transportern generierten Daten sind und digitalisiert nun das Transportwesen. Das Ziel ist, Fleet Management sowie Transport- und Logistikprozesse zu digitalisieren. Digitale Lösungen zum Steuern und Überwachen globaler Lieferketten werden immer bedeutender aber auch stetig komplexer. Fahrzeuge, Fracht und Infrastruktur interagieren enger vernetzt. Umfassendes Datenmanagement und künstliche Intelligenz erhöhen die Auslastung der Ladekapazitäten. Deshalb hat Schmitz Cargobull das Start-up KUBIKx gegründet, dass dem Unternehmen die Zukunft weisen soll. Denn während der Bau von Fahrzeugen immer mehr nach Fernost abwandert, braucht der Industriestandort Deutschland vor allem Innovation.

Datengetriebene Geschäftsmodelle

Auf Geschäftsebene gilt es vor allem, aus den Daten einen Business Value zu generieren. Dazu braucht es Experten, die die Daten analysieren und nutzbar machen. Zudem gilt es Big-Data-Technologien auszubauen und die Ergebnisse der Analysen mehr in den Geschäftsprozessen zu verankern. „Daten sind ein wertvoller Rohstoff in unserer Zeit. Diesen Rohstoff zu nutzen, darin liegt die Herausforderung in den nächsten Jahren“, so Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH über das Zukunftspotenzial von großen Datenmengen.

Mit Big Data zur digitalen Transformation

Sie interessieren sich für digitale Geschäftsmodelle? Nehmen Sie gerne Kontakt zu unseren Experten auf. Diese beraten sie gerne.

User Experience im vernetzten Fahrzeug – Darauf kommt es an

Die Vorteile smarter Fahrzeuge liegen auf der Hand. Über das Bordsystem ist das Fahrzeug mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen und Services verknüpft, die für ein verbessertes Fahrerlebnis und mehr Sicherheit sorgen. Damit diese Systeme genutzt werden können, wird permanent an einer hervorragenden User Experience für Fahrer und Mitfahrer gearbeitet. Denn davon hängt ab, ob sich ein System in Zukunft durchsetzt.

End-to-End User Experience

Die mehrstufige Onlineinteraktion des Fahrers mit Fahrzeug, Backend und Servicepartnern wird auch End-to-End User Experience genannt. Um ein konsistentes Nutzererlebnis zu gewähren, braucht es eine durchdachte und konsequente Systemarchitektur. Dazu braucht es eine intuitive und benutzerfreundliche Oberfläche, über die der Nutzer die Systeme leicht steuern kann.

Übersichtliche Interfaces

Bereits 30 Prozent der Autofahrer legen beim nächsten Autokauf Wert auf Connected Car Features, über 65 Prozent haben Interesse an Services für mehr Sicherheit. Der Markt für Smart Services im Auto wächst kontinuierlich. Der kritische Punkt ist aktuell die User Experience. Je komplexer die Anwendungen und die Prozesse im Hintergrund werden, desto übersichtlicher müssen die User Interfaces, also die Schnittstelle zwischen Mensch und Anwendungen, werden.

Größte Herausforderung: Integration externer Systeme

End-to-End User Experience bedeutet vor allem, dass die unterschiedlichsten Anwendungen reibungslos kommunizieren und der Kunde eine wesentliche Unterstützung spürt. Doch aktuell sieht die Situation noch so aus, dass die einzelne Experiences zwar hervorragend designt ist, die Integration externer Services aber nicht möglich ist. Konkret bedeutet das, dass etwa die Car Experience innerhalb des Fahrzeugs mittlerweile sehr weit entwickelt ist, will der Fahrer aber sein Smartphone,  Tablet, externe Navigation bzw. andere Applikationen mit ins Auto integrieren, stellt das eine große Hürde dar.

Das Ziel: End-to-End User Experience

Um das immer komplexer werdende Netzwerk von Anwendungen zu beherrschen und an den Nutzer anzupassen, muss etwa auf Cloud Technologie und Big Data zurückgegriffen werden. Letztlich hängt der technologische Fortschritt in diesem Punkt aber auch damit zusammen, ob dieser in Geschäftsmodelle umgewandelt werden kann.

Ohne User Experience kein Connected Car

Die User Experience ist ein kritischer und wesentlicher Faktor auf dem Weg zum vernetzten Fahrzeug. „Davon hängt ab, wie die Applikationen und Services in Zukunft von den Nutzern angenommen werden. Sie entscheidet über den Erfolg der Connected Cars“, betont Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH.

Sie wollen mehr zur End-to-End User Experience erfahren?

Gerne können Sie uns kontaktieren. Als Expertenteam der agilen Mobilität in Zeiten der Digitalisierung verfasst magility nach Ihren Bedarfen abgestimmte Trendstudien zu den Zukunftsthemen der Mobilität.

Cyber Security im vernetzten Auto: wie schützen wir unsere mobile Sicherheit?

Zwar sind neueste Technologien, die Verwendung von IT und Errungenschaften des Internet of Things (IoT) zuallererst in modernen Automobilen vorhanden. Jedoch werden hier die Grundprinzipien eines sicheren Einsatzes von IT-Systemen bisher viel zu selten umgesetzt.

Bei den meisten vernetzten Autos klaffen gravierende IT-Sicherheitslücken – Virenschutzprogramme oder Programme zur Sicherheitsüberwachung sind Fehlanzeige. Moderne Fahrzeuge sind heute stark vernetzt und bieten durch verschiedenste Sensoren und Zugänge, wie bspw. Bluetooth, WiFi oder LTE, vielfältige Möglichkeiten das Innensystem eines Autos bösartigen Hackerangriffen zu unterwerfen. Mehr als 100 ECUs (Electronic Control Units) befinden sich in einem Fahrzeug das derzeit produziert wird. Auf ECUs sind Millionen Zeilen an Software-Codes hinterlegt, damit diese über die unterschiedlichen Sensoren ihre Aufgaben erfüllen können. Fahrzeuge müssen daher mindestens genauso gut geschützt werden wie die IT in einem Unternehmen.

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Bild: Connected Cars sind mit einer Vielzahl an Devices verbunden 

 

Das moderne Fahrzeug funktioniert wie ein kleines Rechenzentrum. Allerdings fehlen hier heute noch fast alle Sicherheitsvorkehrungen. Es gibt weder standardisierte Vorgehensweisen für automatisierte Software Updates noch gibt es Patches um regelmäßig wiederkehrende Sicherheitslücken schließen zu können. Außerdem mangelt es an Mechanismen welche potenzielle Hackerangriffe erkennen und verhindern können. Dies kann weitreichende Folgen nach sich ziehen und riesige, sehr kostenintensive Rückholaktionen für die Fahrzeughersteller nach sich ziehen. Das Vertrauen der Fahrzeugnutzer in die Sicherheit des Autos steht außerdem auf dem Spiel.

Fahrzeughersteller müssen jetzt handeln

 

Um weitreichende Folgen zu vermeiden müssen OEMs nun zügig handeln. Die digitale Fahrzeugsicherheit muss zur ersten Priorität für Autohersteller werden.

Zwar ist absolute Sicherheit nur schwer zu erreichen – gute Sicherheit im Fahrzeug jedoch machbar. Dafür müssen OEMs jedoch rechzeitig, spätestens jetzt, beginnen die richtigen Schritte zu unternehmen. Die Komplexität der Anforderungen dabei ist sehr hoch. Ganze Sicherheitskonzepte müssen entwickelt werden die sowohl das einzelne Bauteil als auch die Integration verschiedener Komponenten beinhalten. Diese ganzheitliche Sicherheitsthematik über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges ist für viele Automobilbauer noch unbekanntes Gebiet.

 

Observation von Kommunikationsströmen

 

Heutige Cyberangriffe, sei es auf Fahrzeuge oder auf IT-Systeme in Unternehmen, haben eine hohe Komplexität und sind minimal invasiv. Sie nutzen übliche Kommunikationswege sodass ein bösartiger Angriff nicht direkt auffällt.

Die zentrale Herausforderung ist, normale und anormale Kommunikationsströme voneinander zu unterscheiden und so Manipulationen und Angriffen auf die Spur zu kommen. Dafür braucht es noch gemeinsame Regeln der Kommunikation für fahrzeugübergreifenden Datenverkehr, Austausch mit anderen IT-Systemen sowie der Infrastruktur und anderen Kontaktpunkten im Internet of Things (IoT).

Argus Cyber Security entwickelte als Pionier ein Sicherheitssystem für Connected Cars.  Das “intrusion prevention system” (IPS) identifiziert Schwachstellen auf dem CAN Bus (Controller Area Network Bus) in modernen Fahrzeugen. Dazu verwendet es eine komplexe Rules Engine um erwünschten Datenverkehr zu definieren und Datenverkehr auf dem CAN Bus der nicht mit der Regelarchitektur übereinstimmt zu blockieren. Die Rules Engine verwendet eine firmeneigene Deep Packet Inspection (DPI) Technik um nicht nur das Ziel einer Nachricht zu identifizieren sondern ebenso die individuellen Bits und Bytes welche den Inhalt einer Nachricht und deren Kontext bestimmen, aufzudecken. Die DPI Rules Engine ist ein cloudbasiertes System welches OEMs Updates und Möglichkeiten der Berichterstattung von Fahrzeugen aus der Ferne ermöglicht.

Bild: Benutzeroberfläche (Dashboard) von Argus Cyber Security, Tracking von Angriffen virtuell durch cloudbasierte Technologie

 

Das cloudbasierte System besteht aus einer Plattform (Dashboard) mit erweiterten Funktionalitäten zu Updates und Berichterstattung vom Fahrzeug aus. Diese Berichterstattung ermöglicht OEMs ihren Fuhrpark nach unvorhergesehenem anormalen Datenverkehr hin zu untersuchen, z.B. hinsichtlich Timing und Standort von möglichen Cyber Attacken. Falls es sich tatsächlich um eine Cyber Attacke handelt kann unverzüglich ein Update oder ein Patch drahtlos an alle betroffenen Fahrzeuge gesendet werden. Damit gehören kostenintensive und massenhafte Recalls von Fahrzeugen der Vergangenheit an. Diese cloudbasierte Funktionalität von Argus ist einzigartig im Markt.

Zusätzlich zu fein programmierten und hochsensiblen Intrusion Prevention Systemen braucht es auf Seiten der Fahrzeughersteller immernoch sehr gut ausgebildete Expertenteams welche Sicherheitsvorfälle entsprechend bewerten können und daraus Handlungsmaßnahmen ableiten können. Argus Cyber Security liefert auch diese Ressource.

Sicherheit ganzheitlich denken

 

Mit der Verschlüsselung von Kommunikationsdaten in Kombination mit ausgeklügelter Überwachung zur Erkennung von Hackerangriffen kann das vernetzte Fahrzeug wirksam vor Cyber Angriffen geschützt werden. Dazu müssen Fahrzeughersteller jedoch schon im ersten Entwicklungsprozess eines Fahrzeugs das Thema Sicherheit miteinbeziehen. Argus Cyber Security bietet sinnvolle Lösungskonzepte zum Schutz des IT Systems im Auto auf allen Prozessebenen.