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Libra

Facebook Coin Libra – Was steckt hinter der Kryptowährung

Facebook ist immer noch das soziale Online-Netzwerk mit den weltweit meisten aktiven Nutzern. Das Wachstum des Unternehmens schien in der Vergangenheit grenzenlos zu sein. Aktuell wird der Druck der asiatischen Konkurrenz  jedoch größer. Deshalb sind die Köpfe des US-Unternehmens aus San Francisco aktuell dabei, die nächste Ausbaustufe von Facebook in die Wege zu leiten. Das Netzwerk erweitert kontinuierlich sein Angebot und damit seine Relevanz und Reichweite. Das Facebook-Universum soll zukünftig noch viele weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens online abbilden. Durch die neuen Geschäftsmodelle soll der Marktanteil von Facebook gesichert werden. Aktuell betritt Facebook mit der Einführung der Kryptowährung Libra den Finanzmarkt. 

Libra – eine eigene Währung für das Facebook Ökosystem

Die wohl aufsehenerregendste Ankündigung von Facebook ist die Einführung einer eigenen globalen Währung namens Libra für das Jahr 2020. Hierfür baut Facebook aktuell eine komplette Finanzinfrastruktur auf. Nach Unternehmensangaben von Facebook haben heute 1,7 Milliarden Menschen, 30% der Weltbevölkerung, keinen Zugang zu Bankdienstleistungen. Internationale Überweisungen würden 3-5 Tage und im Schnitt 7% Gebühr kosten. Hier will der Konzern ansetzen und Überweisungen weltweit so einfach und günstig gestalten, wie das versenden einer Whatsapp-Nachricht. Überweisungen, Sicherung von Guthaben oder Vergabe von Krediten, heute noch typische Bankgeschäfte, sollen bald schon sehr viel günstiger und schneller über die Facebook Plattform möglich sein.

Die Libra Association soll über die Währung wachen

Um den neuen Zahlungsverkehr zu organisieren und zu überwachen, hat Facebook die unabhängige und gemeinnützige Libra Association mit Sitz im schweizerischen Genf ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder können Unternehmen, Social Impact Partner (SIPs) oder akademische Institute sein. Um der Association beizutreten müssen die Bewerber an einem Auswahlverfahren von Facebook teilnehmen und Libra Währung in Höhe von 10 Millionen US$ kaufen. Jedes Mitglied wird Teil des Libra Association Rat, dem Verwaltungsorgan. Nach der aktuellen Aufbauphase will Facebook nach eigenen Angaben lediglich ein gleichberechtigtes Mitglied diesen Rats sein. Bisherige Mitglieder des Rats sind beispielsweise Vodafone, Mastercard, Uber, Paypal, Coinbase, Visa und Ebay. Um eine “angemessene Trennung zwischen sozialen und finanziellen Daten zu gewährleisten”, hat Facebook das Tochterunternehmen Calibra gegründet. Calibra hat die Aufgabe, Dienstleistungen im Libra Netzwerk aufzubauen und zu betreiben.

Blockchain-Technologie und Kryptowährung bilden die Basis

Die Facebook Währung Libra basiert auf der Blockchain-Technologie, einem dezentralisierten und beliebig erweiterbaren Netzwerk von Datensätzen. Die Regeln dieses Netzwerks sind für den konkreten Anwendungsfall Libra im sogenannten Libra Protocol festgelegt. Entscheidungen über die darin getätigten Transaktionen fällen die Mitglieder des Rats in ihrer Rolle als Validatoren. Das Libra Protocol ist wie das gesamte Libra Projekt in der Entwicklungsphase. Einige konkrete Angaben über die Funktionsweise sind aber bereits öffentlich einsehbar. Um das Design dieses Protokolls zu testen, arbeitet Facebook mit einem open-source Ansatz. Damit sollen alle möglichen Probleme frühzeitig erkannt und in der weiteren Entwicklung beseitigt werden. Die Zahlungseinheiten der Währung sind Tokens, eine Kryptowährung, die sich aus dem Protokoll ergibt. Diese Tokens heißen Libra Coins.

Reserve soll Volatilität minimieren und Werterhalt sichern

Im Gegensatz zu den heute größten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, ist für Libra eine Reserve aus Wertanlagen geplant. Diese Reserve soll sicherstellen, dass der Wert der Facebook Währung bei nur geringer Volatilität möglichst stabil bleibt. Damit soll das unverzichtbare Vertrauen geschaffen werden, welches die Nutzung einer Währung ermöglicht, sowie deren Ansehen bei den Marktteilnehmern bestimmt. Investoren können in ein separates Investment-Token investieren. Diese Beträge bilden die Reserve. Das Vermögen der Reserve soll durch die breitgefächerte Anlage in einem Warenkorb gesichert werden, der aus langfristigen Wertanlagen von niedriger Volatilität wie etwa Staatsanleihen besteht. Die Reserve erfüllt damit die selbe Aufgabe wie der Goldstandard bei einer traditionellen Währung. Darin liegt auch der große Unterschied zu Bitcoin, dessen Wert eine solche Basis nicht besitzt und dessen Wert dadurch viel virtueller erscheint. Außerdem hat Bitcoin kein Äquivalent zur Libra Association, dem mächtigen Gremium, welches wie eine Währungsbank über die Libra Coin wacht. Damit neue Libra Coins geschaffen werden, kann ein Käufer Währungen wie Euro oder Dollar in die Reserve einzahlen. Er erhält dann Libra Coins entsprechend dem aktuellen Libra Wechselkurs, zurück. Dadurch wächst die Reserve immer mehr an und soll gleichzeitig zur Verhinderung einer Libra Inflation oder Blase beitragen.

Next big thing oder next big fail?

Mit der Libra Coin hat Facebook ein hochkomplexes Vorhaben angestoßen. Das Ziel des Unternehmens ist die Implementierung einer globalen Währung. Angeblich besteht kein Interesse daran, bisherige Währungen zu ersetzen. Sollten aber immer mehr Menschen nur noch Libra nutzen, dann träte früher oder später genau dieses Szenario ein. Viele rechtliche und technische Details zur Facebook Währung sind noch nicht abschließend geklärt, aber Hundertschaften von Experten arbeiten intensiv an diesem Projekt. Noch ist der Zeitpunkt der Einführung des Währungssystem seitens Facebook nicht kommuniziert, aber schon die momentan zu beobachtenden Entwicklungen sind hochinteressant.

Widerstand gegen Facebook formiert sich bereits

Der US Kongress hat erst vor wenigen Wochen ein Schreiben an Facebook gerichtet. Darin verlangen hochrangige Vertreter des Finanzausschusses einen Stopp der Einführung von Libra. Die Abgeordneten fürchten die Entstehung eines unkontrollierbaren Finanzsystems im rechtsfreien Raum, welches umfangreiche finanzielle Schäden verursachen könnte. Sicherlich wünschen die Volksvertreter auch, dass die wichtige Währungspolitik ein Privileg von souveränen Staaten bleibt und nicht in die Macht eines Privatunternehmens wandert. Neben Politikern schlagen daher mittlerweile auch Verbraucherschutzverbände Alarm. Selbst der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz äußerte sich bereits mit kritischen Worten über Facebooks Währungspläne. Er kritisiert in seinen Äußerungen das Aufziehen einer neuen Dimension von Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Drogenhandel und Terrorismusfinanzierung. Für ihn wurde Facebook durch den Cambridge Analytica Skandal im Rahmen der letzten US-Präsidentschaftswahl zu einem zwielichtigen Player, dem man ein Projekt wie Libra niemals erlauben dürfe.

Wie stehen die Chancen für Facebook?

Trägt man die bisher zur Verfügung stehenden Informationen über Libra zusammen, ergibt sich ein zweideutiges Bild. Einerseits besteht der Finanzmarkt heutzutage aus vielen unterschiedlichen Rechts- und Währungsräumen, zwischen denen der Fluss von Geldströmen durch Gesetze und Vorschriften hoch reglementiert ist. Das sind eigentlich die besten Voraussetzungen für die Umsetzung einer disruptiven Geschäftsidee. Andererseits ist das Image von Facebook in der Bevölkerung und bei Behörden so schlecht wie noch nie. Ob es sich die politisch hoch vernetzten Verantwortlichen des Finanzsystems gefallen lassen werden, den Kern ihrer Industrie anzugreifen, bleibt fraglich. Ebenfalls fraglich bleibt, wie Facebooks Wettbewerber, etwa Google, Apple oder Amazon, auf die Währungspläne des sozialen Netzwerks reagieren und gegebenenfalls eigene Plattformen starten.

Der Libra Coin wird für spannende Diskussionen sorgen, sowohl politisch als auch gesellschaftlich.

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Immobilien

IoT in der Immobilien-Branche – Investitionsanreize für Internetgiganten

Die US-amerikanischen Internetgiganten verstärken ihr Engagement im Immobilien-Bereich. Nachdem Google im Jahr 2018 weltweit 9 Milliarden Dollar in Niederlassungen und Rechenzentren investiert hat, sind nach Unternehmensangaben für 2019 alleine in den USA 13 Milliarden Dollar für Investitionen in diesem Bereich eingeplant. Auch Amazon will die Digitalisierung von Haushalten vorantreiben.

Was sind die Hintergründe?

Die Google übergeordnete Holding Alphabet verfügt aktuell über mehr als 100 Milliarden Dollar an Barreserven. In der Vergangenheit hat Google immer wieder Firmenakquisitionen in Milliardenhöhe durchgeführt. Derzeit scheint allerdings eine andere Mittelverwendung geplant zu sein: Der Suchmaschinenkonzern investiert in neue Büroflächen und Rechenzentren, um das wichtige Kerngeschäft weiter auszubauen. Außerdem plant Google 2019 mehrere Zehntausend Mitarbeiter einzustellen, wodurch ein entsprechend großer Raumbedarf entsteht. 

Rasantes Wachstum erhöht Nachfrage für Immobilien

Der Unternehmenssitz von Google trägt den Namen ‘Googleplex’ und befindet sich in Mountain View, Kalifornien. In direkter Nachbarschaft hat Google nun für eine Milliarde Dollar einen benachbarten Business Park erworben. Der Expansion des Headquarters steht damit nichts mehr im Wege. Google kaufte bereits 2018 für 2,6 Milliarden Dollar das Gelände Chelsea Market in New York im Stadtteil Manhattan, einer der umfangreichsten Immobiliendeals des letzten Jahres in den USA. Der größte Standort des Unternehmens befindet sich in Zürich, auch dieser wird derzeit deutlich ausgebaut.

Investitionen gegen hausgemachte Wohnungsnot

Es gibt noch mehr Gründe, welche die Tech-Unternehmen anspornen, vermehrt in Immobilien zu investieren. Facebook, Google und Amazon versuchen, dasselbe hausgemachte Problem zu lösen. Mit dem rasanten Wachstum der Internetgiganten steigt auch der personelle Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern. Rund um die Unternehmenszentralen im kalifornischen San Francisco hat schon lange ein intensiver Preisanstieg sowie eine deutliche Gentrifizierung stattgefunden. Durch die hohe Nachfrage und die ebenso hohen Gehälter der Angestellten werden nicht nur Alteingesessene vertrieben, auch für die eigenen Mitarbeiter übersteigt der Bedarf längst den Bestand an verfügbarem Wohnraum.  Die Tech-Konzerne investieren mit steigender Tendenz in Wohnungen und Bauland, allen voran Google. Immer wieder aufkommende Proteste von der Bevölkerung gegen die Digitalkonzerne unterstreichen die Dringlichkeit dieser Investitionen. In Berlin etwa musste Google in 2018 Pläne für einen Start-Up Campus aufgeben, nachdem sich mehrere Bürgerinitiativen gegen dieses Vorhaben gebildet hatten, die sich schlussendlich durchsetzten.

Smart City vom Reißbrett – die Zukunft des Wohnens?

Google investiert sogar über den eigenen Bedarf hinaus. Im kanadischen Toronto plant das Unternehmen Sidewalk Labs, wie Google eine Tochter der Alphabet Holding, eine Smart City zu errichten. Vorgesehen ist ein ganzer Stadtteil, der mit den neuesten Technologien ausgestattet einen Ausblick auf die Zukunft des Städtebaus geben soll. Laut Sidewalk Labs soll die am Wasser gelegene Smart City nach Fertigstellung im Jahr 2040 44.000 Jobs generiert haben und dem Staat 4,3 Milliarden Kanadische Dollar (2,9 Milliarden Euro) an jährlichen Steuereinnahmen in die Kasse spülen. Der neue Stadtteil soll hochvernetzt gestaltet sein und sich u.a. durch eine innovative Verkehrsführung auszeichnen. Geplant ist außerdem die Einbindung selbstfahrender Autos schon bei der Stadtentwicklung. Auch soziale Themen werden mit einbezogen, so soll 40% des neuen Wohnraums unter dem aktuellen Marktpreisniveau angeboten werden.

Amazon’s Alexa – von Haus aus

Der Handelsriese Amazon investiert noch aus weiteren Gründen in Immobilien. Mit seiner Sprachsoftware Alexa und seinen zahlreichen Smart Home Anwendungen treibt die Firma das eigene Geschäft voran. Vor einigen Monaten gab der Handelsriese eine Zusammenarbeit mit Lennar bekannt, dem größten Immobilienunternehmen der USA. In von Lennar gebaute Häuser kann nun von Anfang an das komplette “Connected Home”-Angebot von Amazon integriert werden. Über Alexa sowie Mobile-Apps kann der Bewohner Licht, Musik, Rollläden und vieles mehr ansteuern. Das Haus lässt sich aus beliebiger Entfernung heraus online verriegeln und die Bilder der Videoüberwachung können über ein mobiles Gerät, wie etwa ein Smartphone oder Tablet, von jedem ans Netz angebundenem Ort der Welt aus angesehen werden. Auch der Kühlschrank ist vernetzt und bestellt zu Neige gehende Vorräte automatisch nach. Amazon spricht dabei von der Integrated Home Automation, der Verwirklichung des Internet-of-Things zuhause.

Fortschritt trotz Kritik

Nachdem die Internetgiganten die Onlinewelt fast oligarchisch erobert haben, können wir aktuell also auch ein intensiviertes Engagement im Immobilienmarkt beobachten. Die Chancen, die sich dabei ergeben, sind groß. Datenschützer wachen allerdings mit Argusaugen über dieser Entwicklung. Sie befürchten eine manipulative Überwachung und dadurch die massive Einschränkung der Privatsphäre. Die Konzerne werden sich davon sicherlich nicht aufhalten lassen. Es bleibt also wie immer auf dem Weg in eine digitalisierte Zukunft spannend, wohin die Entwicklung geht und wie das Ergebnis am Ende tatsächlich aussieht. 

Wo sehen Sie das Potenzial dieser Entwicklungen? Wir tauschen uns gerne mit Ihnen über aktuelle Trends und innovative Geschäftsmodelle aus und diskutieren sowohl die Chancen als auch die Risiken die sich daraus ergeben. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

 

ERP Systeme

Der ‘Next-Gen-Trend’ im Enterprise Ressource Planning (ERP)

Das softwarebasierte Enterprise Ressource Planning (ERP) hat sich weitgehend als ein Schlüsselfaktor für Unternehmenserfolg etabliert. Ziel eines ERP Systems ist die prozessorientierte Abbildung des Unternehmensgeschehens in Zahlen sowie ggf. idealerweise auch grafisch. In einem ERP werden dafür alle relevanten Ressourcen erfasst und die für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Zahlen und Daten aufbereitet, überwacht und lesbar dargestellt. Für jede Branche gibt es maßgeschneiderte Lösungen. Doch was heute für nahezu jedes Unternehmen zum Standard gehört, befindet sich aktuell in der Transformation zu seiner nächsten technologischen Evolutionsstufe. Wie immer gilt: Unternehmen, die früh auf maßgebliche Trends reagieren, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb.

Welche Vorteile bringt ein ERP-System mit sich?

Ein ERP-System visualisiert für die Anwender alle aktuellen, vergangenen und bei Nutzung der Planungsfunktionen auch zukünftigen Betriebsabläufe. Die Analyse dieser Daten vereinfacht die Zukunftsplanung sowie das Aufspüren von Schwachstellen im eigenen Unternehmen. Ziel ist dabei immer die Zusammenführung und Darstellung von Informationen, um eine Ausgangsbasis für unternehmerische Entscheidungen zu schaffen und den operativen Betrieb effizienter gestalten zu können. Aktuell zeichnen sich zahlreiche Trends ab, wie ERP-Systeme noch leistungsfähiger und intelligenter gemacht werden können. Die Branchenführer Oracle, SAP, Microsoft und viele weitere kleinere Anbieter beleben mit neuen Leistungsumfängen ihres Softwareangebots den Markt.

Usability, Mobility, Interface, Visualization

Benutzeroberflächen werden vereinfacht. Was die Anwender bereits privat von ihren Apps und Social Media Plattformen kennen, wird sich auch im professionellen Kontext verstärkt etablieren. Jede Information soll bestenfalls mit einem Fingertipp erreichbar sein und die Anwendungen so effizienter und benutzerfreundlicher werden. Durch das veränderte Nutzerverhalten, das sich durch die stetig steigende Verwendung von mobilen Geräten und den dadurch bedingten Anstieg der Bearbeitungsgeschwindigkeit ergibt, wird auch die Nutzung der ERP-Systeme mobiler. Die Darstellung der erfassten Informationen wird stetig verbessert und neue Visualisierungen von Daten sollen mehr Transparenz schaffen.

Umfassende Anbindung der Unternehmenssoftware

Idealerweise fließen alle Datenquellen eines Unternehmens in das übergeordnete ERP-System. Informationen von Kunden, Lieferanten sowie der eigenen Produktion werden dabei zusammengeführt um größtmögliche und stets aktuelle Transparenz zu gewährleisten. Am Ende etabliert sich ein ‘Industrial Data Space’, der alle Informationsflüsse der Wertschöpfungskette erfasst und abbildet. Um die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen erfolgreich umzusetzen, ist auch die Qualität der sogenannten Stamm- oder Bewegungsdaten von Bedeutung. Durch die stetig fortschreitende Integration des Internet-of-Things (IoT) werden diese Datenflüsse genauer und umfangreicher. Jedes genutzte Gerät, wie etwa Maschinen, Fuhrparkfahrzeuge oder Computer, ist mit dem übergeordneten ERP-System vernetzt und sendet an dieses in Echtzeit Daten über Nutzung, Fortschritt und Verbrauch. Dies ermöglicht eine Abbildung aller betrieblich relevanten Prozesse.

Sicherheit und die Cloud

Eine weitere Einflussgröße der aktuellen Entwicklung ist der Trend hin zu Cloud basierten Anwendungen. Im Netzwerk mit Partnern, Lieferanten und dem Handel können Geschäftsprozesse so integriert abgebildet werden. Über Cloud-Anwendungen wird es vereinfacht möglich, Mitarbeiter oder andere Akteure aus dem Netzwerk in den Informationsfluss einzubetten. Cloud basierte Systeme lassen sich besser und schneller skalieren bei gleichzeitig erhöhter Betriebssicherheit. Die fortschreitende Digitalisierung erhöht allerdings auch das Potenzial kritischer Hackerangriffe. Laut Medienberichten hat sich die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen im Jahr 2018 fast verdoppelt. Ein umfassend und professionell umgesetztes Cyber Security Konzept ist daher für jedes Unternehmen heute erfolgsentscheidend. Cyberangriffe gefährden beispielsweise durch Betriebsausfälle nicht nur Unternehmens selbst, auch die Sicherheit z.B. der Mitarbeiter ist gefährdet.

Neues Potenzial durch Künstliche Intelligenz

Eine Künstliche Intelligenz (KI) mit umfassenden menschenähnlichen Fähigkeiten existiert aktuell noch nicht. KI-Technologie kann aber heute bereits ein ERP-System sinvoll unterstützen. So können z.B. durch KI Muster in Nutzerdaten erkannt werden, welche dem menschlichen Auge verborgen blieben. Dadurch können neue Geschäftspotenziale aufgedeckt und das Tagesgeschäft effizienter gemanagt werden. KI kann auch eingesetzt werden um Prozesse in der Administration oder Buchhaltung zu automatisieren. Mitarbeiter bekommen dadurch mehr Zeit für komplexere Aufgaben, welche eine Software heute noch nicht erledigen kann.

Neue Geschäftsmodelle durch ERP-Systeme

Durch die Nutzung eines stark vernetzten ERP-Systems ergeben sich vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten des Status Quo im Unternehmen. Durch virtuelle Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern können Entwicklungszeiten verkürzt und der Verkaufserfolg von Produkten und Dienstleistungen im Markt erhöht werden. Kundenintegriertes Engineering ist hier das Stichwort. Ein leistungsfähiges ERP-System bildet die Basis für neue Geschäftsmodelle, die sich aus der umfassenden Digitalisierung der Gesellschaft ergeben. Die digitale Transformation zeigt sich nicht nur in Produkten mit höherem Individualisierungsgrad, sie basiert auch maßgeblich auf der Umsetzung innovativer Prozesse. Um mit dieser beschleunigten Entwicklung mithalten zu können, wird es für jedes Unternehmen unerlässlich sein, durch ein agiles ERP-System der nächsten Generation die Kontrolle über das Unternehmensgeschehen zu behalten und so den Geschäftserfolg auch in Zeiten der digitalen Transformation zu sichern.

Welche Erfahrungen machen Sie aktuell auf Ihrem Weg in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse? Unsere Experten freuen sich über einen fachlichen Austausch. Sprechen Sie uns von magility gerne an.

“Future Digital Business Networks – Innovationen im Zeitalter des IoT”

Wie reagiert ein Unternehmen auf aktuelle Innovationswellen und immer rasanter voranschreitende technologische Trends, um sich auch in Zukunft in einem dynamischen Marktumfeld mit schnellen Innovationszyklen erfolgreich zu positionieren?

Netzwerktreffen lokaler Führungskräfte

Führungskräfte lokaler mittelständischer Unternehmen trafen sich am Donnerstag, 4. April 2019 im futuristischen Ambiente der Carola Daimler Cars Eventlocation um genau dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen. Dort fand die vierte, von magility und der Führungsriege der VP Bank gemeinsam organisierte Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” statt. Diesmal stand das Thema “Innovationen im Zeitalter des Internet of Things” im Fokus. Durch den spannenden Abend führte, der aus TV- und Hörfunk bekannte Moderator, Andreas Groß.

Finanzwesen trifft auf Unternehmensberatung

Antony Lassanianos, CEO der VP Bank (Schweiz) AG, begrüßte die hochkarätigen Gäste aus Industrie und Wirtschaft. Im Anschluss bereicherten Dr. Michael Müller, CEO der magility GmbH, Jan Dietz, Partner der magility GmbH sowie Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank und Dr. Urs Monstein, CEO a.i. und COO der VP Bank Gruppe, mit Ihren Vorträgen zu hochaktuellen Themen den Abend.

Dr. Thomas Gitzel ordnete digitale Innovationen aus volkswirtschaftlicher Sicht ein und veranschaulichte den Zuhörern, unter seinem Vortragstitel “Investing in Chance”, wie durch die richtigen Anlagen von dem globalen Megatrend profitiert werden kann. Den Zuhörern gab er sein Credo “Ohne Innovation droht der Stillstand” mit auf den Weg.

High-Tech Innovationen – Trends 2019

Im Anschluss zeigte Dr. Michael Müller die Technologie Trends 2019 auf und veranschaulichte, wie diese neuen Technologien als Basis für innovative Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können. Artificial Intelligence, Big Data, DIY Biohacking, Quantum Computing, 5G und Robotik waren nur einige der Schlagworte, die er in seinem Beitrag erläuterte. IoT Investitionen werden sich laut Dr. Müller bis 2020 global auf circa 250 Milliarden Euro erhöhen. Elektrik und Elektronik sowie Cyber Security stehen dabei technologieübergreifend im Mittelpunkt. Jedes neue Gerät, das einem IoT Ecosystem hinzugefügt wird, schafft eine neue Angriffsfläche für Cyber-Attacken. Auch das Connected Car ist bereits heute ein essenzieller Teil des IoT. Für die Automobilbranche wird Software zum kritischen Erfolgsfaktor. Es gibt keine funktionale Sicherheit und keinen Datenschutz mehr ohne Cyber Security. Trotz riesiger Potentiale, die sich durch High-Tech-Innovationen ergeben, muss das Gesamtsystem mehrschichtig und nachhaltig geschützt werden. End-to-End Cyber-Security Lösungen müssen zum Fundament der neuen Technologien der Zukunft werden. Die Vertraulichkeit der Daten sowie der Schutz vor Cyber-Angriffen sind eine Grundvoraussetzung für die Massenakzeptanz von technologischen Neuerungen und High-Tech-Innovationen, so Müller.

Konnektivität – Die Basis technischer Innovationen im IoT Ecosystem

Die Konnektivität bildet die Grundvoraussetzung für technische Innovationen im IoT Ecosystem. Es wird immer wichtiger Produkte ineinandergreifen zu lassen. Die Produktzyklen sind kurz und auch die Prozesszyklen unterliegen heute einer ständigen Transformation. In Zukunft wird es durch die Möglichkeiten des IoT laut Müller nicht mehr nur einen Regelkreis geben der intern kommuniziert. Es wird viele Regelkreise geben, die miteinander vernetzt sind und die selbstständig untereinander kommunizieren. Es entstehen multiple Netzwerke von Echtzeitanwendungen, die ein Eigenleben entwickeln werden, also sich selbst verändernde Regelkreise in Echtzeit. Der Umgang mit diesen, sich selbst verändernden Netzwerken, wird die große Herausforderung für Unternehmen in der Zukunft, so Müller.

Digitale Geschäftsmodelle im IoT Umfeld

Jan Dietz ging anschließend näher auf die Anwendung der Technologietrends und Innovationen des IoT Umfelds ein. Er veranschaulichte, wie sich diese Trends auf Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle auswirken und wie sich Unternehmen bestenfalls den Herausforderungen in dieser disruptiven Zeit stellen. Digitale Geschäftsmodelle besitzen große Erfolgspotentiale, ganz vorne stehen Plattform-Ansätze wie sie beispielsweise Car-Sharing Anbieter wie car2Go, DriveNow oder Anbieter von multimodalen Mobilitätsdiensten wie moovel anwenden. Wachstumschancen ergeben sich für Unternehmen auch durch die Anwendung von KI, insbesondere von Machine Learning. Weiter stellte Jan Dietz Geschäftsmodelle aus dem Bereich digitalisierte Ökosysteme vor. Hierbei fielen Begriffe wie Blockchain und Digital Twin. Auch den Bereich DIY Biohacking betrachtete er kritisch und erläuterte, welche Geschäftsmodelle sich durch Biochips, Exoskelette und Smart Fabrics ergeben können. Selbstverständlich durften auch Anwendungsbeispiele die sich durch die Vernetzung ergeben nicht fehlen. So wird beispielsweise die Technologie der “Augmented Reality” schon in den verschiedensten Bereichen angewendet und auch durch Smart Homes und “IoT enabled Workplaces” ergeben sich interessante Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Nachdem dargestellt wurde, welche Möglichkeiten sich durch 5G und Quantencomputer in Zukunft ergeben, schloss Jan Dietz seinen Vortrag mit einer Einschätzung des Attraktivitätsgrades der vorgestellten Geschäftsmodelle bezüglich Investmentpotentialen – nicht ohne zu erwähnen, dass ein konsequentes Risiko- und Projektmanagement sowie ein professionelles Cyber Security Management die Basis des Erfolgspotentials bilden.

Future Banking – Innovationen und Digitalisierungstrends

Die Vortragsrunde schloss Dr. Urs Monstein. Er skizzierte das “Future Banking” und erlaubte den Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen der Bank, um aufzuzeigen, wie die VP Bank mit Innovationen und Digitalisierungstrends intern umgeht. Er ging dabei auch auf den Spagat zwischen Anpassungsfähigkeit und Standardisierung ein, den Banken bezüglich ihrer IT Strategie heute bewältigen müssen. Die VP Bank bedient sich aktuell schon verschiedenster State-of-the-art Lösungen und blickt den Veränderungen, die sich durch das IoT und den damit verbundenen Herausforderungen ergeben, positiv entgegen. High-Tech Lösungen und Innovationen sind wichtig und können auch den Banken und deren Kunden viele Prozesse erleichtern und vereinfachen. Im Mittelpunkt steht aber am Ende immer der Mensch. Deshalb ist es trotz neuer digitaler Angebote und Robo Advisors wichtig, den richtigen und zur eigenen Persönlichkeit passenden Vermögensverwalter an der Seite zu haben.

Podiumsdiskussion – Ein Blick hinter die Kulissen

Im Anschluss an die Vorträge folgte eine anregende Podiumsdiskussion mit Moderator Andreas Groß, in der die Inputs der Vorträge mit den Referenten und Veranstaltern vertieft diskutiert, sowie kritisch hinterfragt wurden. Andreas Groß sorgte mit seinen treffenden, teilweise auch mit Humor gespickten und stets herausfordernden Fragen für eine lockere Stimmung in der Podiumsrunde. So gaben die Referenten auch sehr persönlich gehaltene Stellungnahmen zu den diskutierten Themen des Abends ab. Damit regten sie die folgenden spannenden Netzwerkgespräche an, die sich beim anschließendem Flying Dinner zwischen Teilnehmern und Referenten ergaben.

Der kritische Erfolgsfaktor Mensch

Begleitend zur Veranstaltung „Future Digital Business Networks“ wurden Dr. Michael Müller und Jan Dietz von magility auf der Stuttgarter Börse zum Thema des Abends interviewt.

Wir danken unserem Partner VP Bank sowie unseren Gästen aus Wirtschaft und Industrie für ihr Kommen und ihren Input an diesem gelungenen und für alle Seiten inspirierenden Abend in der Carola Daimler Cars Eventlocation. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung der Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” Im Frühjahr 2020.

Wenn Sie in der Unternehmensleitung tätig sind und Interesse haben, an der Netzwerkveranstaltung „Future Digital Business Networks“ im nächsten Jahr teilzunehmen, kontaktieren Sie uns. Wir merken Sie gerne für die Einladungsrunde zu Future Digital Business Networks vor.

Sie möchten sich schon vorher über neueste Innovationen, Trends, deren Chance und Risiken und Geschäftsmodelle der Zukunft informieren? Dann sprechen Sie uns von magility gerne an!

Dr. Michael Müller, CEO der magility GmbH, bietet Zertifikatslehrgang zu Cyber Sicherheit im IoT an

Cyber Security im IoT – magility und SPIEGEL Akademie bieten Zertifikatslehrgang an

Sicher in die digitale Zukunft – Dr. Michael Müller, CEO von magility, bietet ab sofort in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfram Behm von der SRH Fernhochschule den Zertifikatslehrgang für “Cyber Security im Internet of Things” an der SPIEGEL Akademie an.

Das Internet of Things (IoT) hat unsere Gesellschaft in ein neues technologisches Zeitalter katapultiert. Wir arbeiten vernetzt, interagieren in Echtzeit über verschiedenste digitale Devices und versenden und empfangen täglich unzählige Daten, sowohl privat als auch beruflich. Mit zunehmender Vernetzung sowie der steigenden Implementierung von sich technologisch rasant entwickelnden Geräten entsteht eine immense Datenflut. Diese bringt auf der einen Seite nicht zu verkennende Vorteile mit sich, setzt uns aber auch neuen Risiken und datenschutzrechtlich kritischen Themen aus.

Vernetzung schreitet voran – IoT führend

Moderne Datenanalyse, künstliche Intelligenz, der neue Mobilfunkstandard 5G, das IoT, Quantencomputer sowie vernetzte Implantate revolutionieren die Art und Weise unseres Zusammenlebens und unseres Denkens. Wir entwickeln uns vom Individuum mit klarer physischer Grenze, die uns unser Körpers bisher vorgab, stetig mehr zum vernetzten Menschen. Ansatzweise werden wir schon eins mit den Technologien, die wir tagtäglich bedienen.

Sobald Geräte miteinander sowie mit dem Internet vernetzt sind, entsteht die Möglichkeit diese mit schädlicher Software zur Datenausspähung oder Lahmlegung zu infiltrieren. Der Umgang mit Antiviren-Programmen, die Achtsamkeit vor Trojanern und weiteren Cyber-Gefahren, gewinnt im Internet of Things eine völlig neue Dimension. Das Auto, das Haus, die Stadt – alles wird miteinander vernetzt. Alles wird Teil des IoT. Die Szenarien, die sich durch böswillige Manipulation hierbei ergeben können, kann sich jeder selbst ausmalen.

Global vernetztes IoT System anfällig für Cyber-Angriffe

Wenn der Datenaustausch nicht aktiv gesteuert und in Echtzeit kontrolliert sowie mit entsprechender Sicherheitssoftware ausgestattet wird, öffnen sich für Kriminelle, für Hacker, im schlimmsten Fall für Terroristen oder “interessierte” Staaten zahlreiche neue Angriffsmöglichkeiten. Eine bisher nicht vorstellbare Dimension der modernen Kriegsführung im global vernetzten IoT-Ökosystem wäre die Folge. Eingesteuert über Cyber-Angriffe auf vernetzte Geräte und Technologien.

Cyber Security wird für Unternehmen folglich zur erfolgskritischen Gesamtsystemfunktion. Unternehmen und ihre Zulieferer müssen umdenken und neue Partnerschaften sowie zielorienterte Arbeitsweisen zwischen allen Beteiligten im Produktentstehungsprozess etablieren, um ihre genutzten Geräte und Technologien abzusichern. Dazu gehört die Integration von Cyber Security Maßnahmen insbesondere für alle vernetzten Geräte. Nur funktionale Sicherheit ist nicht mehr ausreichend. Die Angriffssicherheit, die Abwehr von ungewollter und schädlicher Penetration von außen ist heute schon entscheidendes Merkmal für alle vernetzten Technologien mit stetig zunehmender Bedeutsamkeit.

IoT Risiken erkennen und minimieren – mit dem Zertifikatslehrgang der Spiegel Akademie

Der Zertifikatslehrgang “Cyber Security im Internet of Things” richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich Zukunftstechnologien, IoT, Fahrzeugtechnologien, Software oder Betriebswirtschaft.

Lehrgang IoT Cyber Sicherheit_SRH_SPIEGEL Akademie_magility

In Zusammenarbeit mit der renommierten SRH Fernhochschule erwartet die Teilnehmer an der SPIEGEL Akademie ein vielfältiges Programm von der Entwicklung des IoT und der Kryptographie über die Anwendungsfelder des IoT. Die einzelnen Elemente wie z.B. Sensoren oder eingebettete Systeme werden detailliert erläutert um anschließend Bedrohungs- und Risikoszenarien erkennen und einschätzen zu können. Der Lehrgang vermittelt zudem fundiertes Wissen zu heute schon eingesetzten sowie zukünftig wichtig werdenden Sicherheitsmaßnahmen und Schutzmechanismen für Technologien im IoT.

Teilnehmende sind nach dem Zertifikatslehrgang befähigt, Risiken und Bedrohungen im IoT sicher zu erkennen, zu analysieren sowie die komplexen Zusammenhänge von Cyber-Sicherheit und vernetzten Technologien zu erfassen. Sie können sich an zielführenden und professionellen Diskussionen über die ganzheitliche Entwicklung von vernetzten Systemen beteiligen und verstehen, warum Cyber Security und Privacy im Zusammenspiel mit der funktionalen Sicherheit im Gesamtsystem End-to-End der kritische Erfolgsfaktor aller technischen Neuheiten ist. Sie werden zum Spezialisten für Cyber Security und sind bestens gewappnet für die Zukunftsthemen die im Bereich Cyber Security die gesamte Industrie beschäftigen werden.

Dr. Michael W. Müller erklärt in diesem Video die Inhalte des Lehrgangs. Schauen Sie rein, wir freuen uns auf Sie!

 

Internet of Things Automotive: Die große Vernetzung

Bis 2022 sollen laut Prognosen 14 Milliarden Dinge im Internet miteinander vernetzt sein. Durch die Auswertung von Daten und Kommunikation untereinander können viele Prozesse in der Produktion, Vermarktung und im Alltag optimiert werden. Doch wie steht es um die technischen Standards des Internet of Things (IoT)?

Effizienz durch Vernetzung

Nach Dateiübertragung, Online-Handel und Social Media ist der nächste Schritt das Internet der Dinge (siehe Grafik). Milliarden von Geräten, Sensoren, Sicherheitskameras, Fahrzeuge und Produktionsmaschinen werden in naher Zukunft miteinander vernetzt sein. Das reicht von der Milch im Kühlschrank, die meldet, sie müsse verbraucht werden, bis zur Smart City. In dieser werden Daten in Echtzeit erhoben und analysiert, damit der Verkehr besser fließt, die Wasserversorgung effizienter wird und Ressourcen sparsamer genutzt werden. Während das Internet für die Informationsbeschaffung aktuell noch vom Menschen abhängt sollen in naher Zukunft auch die Dinge Informationen ins Netz speisen. Die Daten der physischen Welt werden zusammengetragen und damit ermöglicht, die Datenfülle der smarten Gegenstände und Sensoren zu verknüpfen und zu verarbeiten.

Impact des Internet of Things auf Automotive

„Derzeit stehen beim Internet der Dinge Produkte im Vordergrund die dem Konsumenten sehr nahe sind, wie etwa selbstfahrende Autos oder Smartphones. Größeres Potenzial bieten in Zukunft hingegen Business-to-Business-Anwendungen in der Industrie 4.0 sowie der digitalisierten Produktion und Logistik“ lautet die Einschätzung von Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH & Co. KG. „In Zukunft werden neue, datenbasierte Geschäftsmodelle eine immer größere Rolle spielen“. Schon heute nutzen 20 Prozent der Fahrer ihre Smartphones während der Fahrt (vor allem zur Navigation). Insgesamt birgt das IoT enormes Potential.

Internet der Dinge verspricht Wachstum

Laut einer Studie hat das IoT in Fabriken bis 2025 ein errechnetes Potenzial von 3,7 Billionen Dollar. 90 Prozent des gesamten Mehrwerts kämen dabei den Anwendern, also den Unternehmen die IoT nutzen, oder Verbrauchern zugute. Für den Bereich Fahrzeuge und Navigation bedeutet dies, dass durch bessere Überwachung von Verkehrsdaten, Logistikketten und dem Zustand von Verkehrsmitteln wie Autos, Zügen oder Flugzeugen, ein wirtschaftlicher Mehrwert von 1,5 Billionen Dollar geschaffen werden kann.

Handlungsfelder des Internet of Things

Um den wirtschaftlichen Vorteil voll auszuschöpfen gibt es vier Handlungsbereiche an denen aktiv gearbeitet werden muss. Zum einen die Technologie. Die Hardwarekosten für RFID-Chips und für Datenspeicher müssen weiter sinken. Gemeinsame Standards für bessere Verknüpfung müssen geschaffen werden. Zum anderen die Datensicherheit: Anbieter müssen Datenschutzbedenken der Nutzer ernst nehmen. Transparenz muss darüber bestehen, welche Daten erhoben werden und wie diese genutzt werden. Kritische Infrastrukturen wie Wasser- und Energieversorgung, die über das Internet vernetzt werden, müssen wirksam gegen Cyberangriffe geschützt werden. Im Bereich Organisation und Fähigkeiten können durch das IoT Entscheidungen auf Grundlage großer Datenmengen („Big Data“) getroffen werden. Vorhandene Daten sollten stärker genutzt und in datenbasierte Geschäftsmodelle umgesetzt werden. Zuletzt ist noch die Regulierung der Vernetzung zu nennen. Rechtliche Rahmenbedingungen etwa für autonomes Fahren müssen von Politik und Gesellschaft festgelegt werden um der Einführung nicht im Wege zu stehen. Wer einmal selbst die Entscheidung eines selbstfahrenden Fahrzeuges in brenzligen Verkehrssituationen testen will, dem sei dieses Experiment ans Herz gelegt, bei dem es keine einfache Antwort gibt.

Wir von magility arbeiten an der Zukunft! Bei Fragen und Anregungen können Sie sich hier jederzeit an unsere Experten wenden.