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ERP Systeme

Der ‘Next-Gen-Trend’ im Enterprise Ressource Planning (ERP)

Das softwarebasierte Enterprise Ressource Planning (ERP) hat sich weitgehend als ein Schlüsselfaktor für Unternehmenserfolg etabliert. Ziel eines ERP Systems ist die prozessorientierte Abbildung des Unternehmensgeschehens in Zahlen sowie ggf. idealerweise auch grafisch. In einem ERP werden dafür alle relevanten Ressourcen erfasst und die für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Zahlen und Daten aufbereitet, überwacht und lesbar dargestellt. Für jede Branche gibt es maßgeschneiderte Lösungen. Doch was heute für nahezu jedes Unternehmen zum Standard gehört, befindet sich aktuell in der Transformation zu seiner nächsten technologischen Evolutionsstufe. Wie immer gilt: Unternehmen, die früh auf maßgebliche Trends reagieren, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb.

Welche Vorteile bringt ein ERP-System mit sich?

Ein ERP-System visualisiert für die Anwender alle aktuellen, vergangenen und bei Nutzung der Planungsfunktionen auch zukünftigen Betriebsabläufe. Die Analyse dieser Daten vereinfacht die Zukunftsplanung sowie das Aufspüren von Schwachstellen im eigenen Unternehmen. Ziel ist dabei immer die Zusammenführung und Darstellung von Informationen, um eine Ausgangsbasis für unternehmerische Entscheidungen zu schaffen und den operativen Betrieb effizienter gestalten zu können. Aktuell zeichnen sich zahlreiche Trends ab, wie ERP-Systeme noch leistungsfähiger und intelligenter gemacht werden können. Die Branchenführer Oracle, SAP, Microsoft und viele weitere kleinere Anbieter beleben mit neuen Leistungsumfängen ihres Softwareangebots den Markt.

Usability, Mobility, Interface, Visualization

Benutzeroberflächen werden vereinfacht. Was die Anwender bereits privat von ihren Apps und Social Media Plattformen kennen, wird sich auch im professionellen Kontext verstärkt etablieren. Jede Information soll bestenfalls mit einem Fingertipp erreichbar sein und die Anwendungen so effizienter und benutzerfreundlicher werden. Durch das veränderte Nutzerverhalten, das sich durch die stetig steigende Verwendung von mobilen Geräten und den dadurch bedingten Anstieg der Bearbeitungsgeschwindigkeit ergibt, wird auch die Nutzung der ERP-Systeme mobiler. Die Darstellung der erfassten Informationen wird stetig verbessert und neue Visualisierungen von Daten sollen mehr Transparenz schaffen.

Umfassende Anbindung der Unternehmenssoftware

Idealerweise fließen alle Datenquellen eines Unternehmens in das übergeordnete ERP-System. Informationen von Kunden, Lieferanten sowie der eigenen Produktion werden dabei zusammengeführt um größtmögliche und stets aktuelle Transparenz zu gewährleisten. Am Ende etabliert sich ein ‘Industrial Data Space’, der alle Informationsflüsse der Wertschöpfungskette erfasst und abbildet. Um die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen erfolgreich umzusetzen, ist auch die Qualität der sogenannten Stamm- oder Bewegungsdaten von Bedeutung. Durch die stetig fortschreitende Integration des Internet-of-Things (IoT) werden diese Datenflüsse genauer und umfangreicher. Jedes genutzte Gerät, wie etwa Maschinen, Fuhrparkfahrzeuge oder Computer, ist mit dem übergeordneten ERP-System vernetzt und sendet an dieses in Echtzeit Daten über Nutzung, Fortschritt und Verbrauch. Dies ermöglicht eine Abbildung aller betrieblich relevanten Prozesse.

Sicherheit und die Cloud

Eine weitere Einflussgröße der aktuellen Entwicklung ist der Trend hin zu Cloud basierten Anwendungen. Im Netzwerk mit Partnern, Lieferanten und dem Handel können Geschäftsprozesse so integriert abgebildet werden. Über Cloud-Anwendungen wird es vereinfacht möglich, Mitarbeiter oder andere Akteure aus dem Netzwerk in den Informationsfluss einzubetten. Cloud basierte Systeme lassen sich besser und schneller skalieren bei gleichzeitig erhöhter Betriebssicherheit. Die fortschreitende Digitalisierung erhöht allerdings auch das Potenzial kritischer Hackerangriffe. Laut Medienberichten hat sich die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen im Jahr 2018 fast verdoppelt. Ein umfassend und professionell umgesetztes Cyber Security Konzept ist daher für jedes Unternehmen heute erfolgsentscheidend. Cyberangriffe gefährden beispielsweise durch Betriebsausfälle nicht nur Unternehmens selbst, auch die Sicherheit z.B. der Mitarbeiter ist gefährdet.

Neues Potenzial durch Künstliche Intelligenz

Eine Künstliche Intelligenz (KI) mit umfassenden menschenähnlichen Fähigkeiten existiert aktuell noch nicht. KI-Technologie kann aber heute bereits ein ERP-System sinvoll unterstützen. So können z.B. durch KI Muster in Nutzerdaten erkannt werden, welche dem menschlichen Auge verborgen blieben. Dadurch können neue Geschäftspotenziale aufgedeckt und das Tagesgeschäft effizienter gemanagt werden. KI kann auch eingesetzt werden um Prozesse in der Administration oder Buchhaltung zu automatisieren. Mitarbeiter bekommen dadurch mehr Zeit für komplexere Aufgaben, welche eine Software heute noch nicht erledigen kann.

Neue Geschäftsmodelle durch ERP-Systeme

Durch die Nutzung eines stark vernetzten ERP-Systems ergeben sich vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten des Status Quo im Unternehmen. Durch virtuelle Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern können Entwicklungszeiten verkürzt und der Verkaufserfolg von Produkten und Dienstleistungen im Markt erhöht werden. Kundenintegriertes Engineering ist hier das Stichwort. Ein leistungsfähiges ERP-System bildet die Basis für neue Geschäftsmodelle, die sich aus der umfassenden Digitalisierung der Gesellschaft ergeben. Die digitale Transformation zeigt sich nicht nur in Produkten mit höherem Individualisierungsgrad, sie basiert auch maßgeblich auf der Umsetzung innovativer Prozesse. Um mit dieser beschleunigten Entwicklung mithalten zu können, wird es für jedes Unternehmen unerlässlich sein, durch ein agiles ERP-System der nächsten Generation die Kontrolle über das Unternehmensgeschehen zu behalten und so den Geschäftserfolg auch in Zeiten der digitalen Transformation zu sichern.

Welche Erfahrungen machen Sie aktuell auf Ihrem Weg in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse? Unsere Experten freuen sich über einen fachlichen Austausch. Sprechen Sie uns von magility gerne an.

Digitale Geschäftsmodelle. Bestehende Geschäftsmodelle transformieren oder Start-ups integrieren? Bild: magility

Digitale Geschäftsmodelle – integrieren oder transformieren?

Das Problem bei digitalen Geschäftsmodellen ist vor allem, dass es noch keine Schablonen gibt, die man immer wieder anwenden kann. Während man in der Automobilindustrie über Jahrzehnte verlässliche Vorlagen für Geschäftsmodelle hatte, müssen diese im digitalen Bereich erst entwickelt werden. Ob sie funktionieren, lässt sich erst im Laufe der Zeit feststellen. Das Dilemma momentan: Es muss sofort gehandelt werden um Weichen für die Zukunft zu stellen. Wie erfolgreich und gewinnbringend die neuen digitalen Geschäftsmodelle sind wird sich aber erst in ein paar Jahren zeigen.

Inspiration aus dem Silicon Valley

Im Silicon Valley gibt es sie bereits unzählige Konzepte für erfolgreiche Unternehmen. Digital versteht sich. Doch die Industrie muss mit ganz anderen Anforderungen umgehen. Denn das solide Kerngeschäft lässt sich nicht einfach umkrempeln. Die Risiken sind viel zu hoch und nicht abschätzbar. Die tägliche Herausforderung ist es also, das Kerngeschäft durch digitale Geschäftsmodelle und Services zu erweitern.

Mehr Services für Kunden

Etablierte Konzerne kaufen Start-ups und kleinere Unternehmen auf und erschließen damit neue Märkte. Prominente Beispiele dafür sind Uber, der Echtzeit-Kartendienst Here und viele andere. Gleichzeitig ändern sich die Kundenbedürfnisse. Der moderne Verbraucher ist mobil, vernetzt und anspruchsvoll. Neben den Erwartungen an das Produkt wird auch ein guter, immer verfügbarer Service erwartet. Das Eigentum an einem Produkt wird hingegen zur Nebensache. So verändert sich die Wertschöpfung: Die Produkte eines Unternehmens werden immer mehr durch mobile Services und das Internet ergänzt. Darüber hinaus etablieren sich auch völlig neue Geschäftsmodelle, die vollkommen auf den digitalen Technologien basieren.

Digitale Geschäftsmodelle integrieren oder transformieren?

Nur selten lassen sich neue, innovative Geschäftsmodelle flexibel und einfach auf das traditionelle Geschäft übertragen. Entsprechend hoch ist der Druck, auch bestehende und etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen, anzupassen und in neue Modelle einzuarbeiten. Um den digitalen Wandel nicht zu verschlafen müssen digitale Technologien in Unternehmen integriert werden um zu vermeiden, abgehängt zu werden. Die Frage die aber bleibt: Sollen Start-ups gekauft und integriert werden oder müssen bestehende Strukturen transformiert werden?