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IREN

Das IREN East African Tech Centre verhilft Startups zum Erfolg

Das Startup-Ökosystem in Afrika entwickelt sich Stück für Stück zu einem Innovationstreiber in einem riesigen Wachstumsmarkt. Neben Hotspots in Südafrika, Nigeria und Ägypten, finden besonders in Ostafrika mit dem Fokus Kenia interessante Entwicklungen statt. 2018 wurden in Kenia 348 Millionen US-$ in Startups investiert, das ist afrikanischer Spitzenwert und entspricht einer Erhöhung von 136% im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen IREN mit Sitz in Nairobi fungiert dort als Think Tank zur Förderung der lokalen Startup-Kultur. Es betreibt eigene Accelerator Programme zur Unterstützung der Geschäftsentwicklung ausgewählter Startups. Ein weiteres Geschäftsmodell von IREN ist die Entwicklung von eigenen Apps für Smartphones. IREN ist neuerdings auch Kooperationspartner von magility.

Differenzierte Ansätze und großes Potenzial 

IREN fokussiert sich auf Verbesserungspotentiale in den afrikanischen Wertschöpfungsketten und schafft mit innovativen Ansätzen funktionierende Prozesse. Daraus ergeben sich viele unterschiedliche Geschäftsmodelle, die den Investitionsstandort Afrika stärken sowie durch die Schaffung von Jobs und die damit einhergehenden Chancen zur Selbstständigkeit das tägliche Leben der lokalen Bevölkerung erleichtern. Hierzu ist IREN neben seiner Funktion als Think Tank auch als Startup-Inkubator und Unternehmensberatung tätig. Um die eigenen unternehmerischen Ziele und eine nachhaltig positive Entwicklung der Gesellschaft (Social Impact) zu erreichen, hat IREN in den letzten Jahren durch aktive Kooperationen ein großes Netzwerk aufgebaut. Neben 23 meist afrikanischen Universitäten zählen dazu KPMG East Africa, USAID (United States Agency for International Development), die Friedrich Naumann Stiftung und die Toyota Academy.  

Mobile Lösungen für Wachstumsmärkte

Nach Angaben von IREN haben 90% aller Kenianer ein Mobil- oder Smartphone und etwa 75% ein mobiles Bankkonto. Der mit 32,6% größte Anteil an Investitionen in afrikanische Startups fließt in junge FinTech Unternehmen. 30% des gesamten Investitionsvolumens von 348 Millionen US-$ entfallen auf Startups im Bereich Unternehmenssoftware, und 17% wird in innovative Lösungen im Off-Grid Bereich investiert. IREN setzt auf mobile digitale Lösungen und hat dafür die App Growthpad entwickelt. Growthpad fungiert als Plattform zur Vermittlung von Dienstleistungen und Handelsgütern. Auf einem digitalen Marktplatz werden Angebot und Nachfrage in sechs ostafrikanischen Ländern übersichtlich kanalisiert. Dadurch wird eine Infrastruktur für geschäftliche Transaktionen aufgebaut, die gerade in den ländlichen Gegenden Afrikas oft noch nicht vorhanden ist. Für Konsumenten erhöht sich dadurch signifikant das Angebot an Waren und Dienstleistungen. Für die Anbieter vergrößert sich die Reichweite zu potentiellen Kunden, die bisher noch nicht an Marktstrukturen angeschlossen waren. IREN verdient dabei an einer kleinen vom Nutzer der Plattform zu zahlenden Transaktionsgebühr. Auf diese Weise entstehen durch Skaleneffekte gewinnbringende Umsätze, und zusätzlich wird das tägliche Leben von tausenden Nutzern materiell verbessert.

Das IREN East Africa Enterprise, Tech and Innovation Centre

Die Growthpad App verhilft IREN zur Ausweitung des eigenen Geschäftsmodells und hat für junge Gründer eine Vorbildfunktion. IREN engagiert sich intensiv für den Ausbau einer Gründerkultur und schafft aktuell die hierfür notwendige Infrastruktur, um die Entwicklung von dutzenden Startups zu fördern. Dafür errichtet IREN aktuell das East Africa Enterprise, Tech and Innovation Centre (ETIC) im kenianischen Kisumu. Auf acht Hektar Fläche entsteht für 30 Millionen Euro ein komplett neuer Komplex, der Startups zur Verfügung stehen wird. Im ETIC betreuen erfahrene Experten Gründer. Sie sollen Zugang zu räumlicher Infrastruktur wie Co-Working-Spaces mit schnellem Internet und auch zu technischer Infrastruktur für den Bau von Prototypen bekommen. Ziel ist es, dass die Gründer Innovationen entwickeln und Geschäftsmodelle testen können. Außerdem  sollen sie von den Experten bei der Suche nach Investoren sowie dem Markteintritt begleitet werden. Auf dem campusartigen Gelände sollen neben Inkubator- und Accelerator-Programmen auch Workshops für Schüler und Studenten stattfinden. Durch eine enge Verzahnung mit staatlichen Strukturen und internationalen Förderern wird so eine noch höhere Reichweite und Akzeptanz dieser Gründerkultur als in der Vergangenheit angestrebt.

Vielfältigkeit und Partnerprogramme zur richtigen Zeit

Nach 17 Jahren Vorbereitungszeit haben sich dieses Jahr 54 von 55 afrikanischen Ländern zur größten Freihandelszone der Welt zusammengeschlossen: der AfCFTA. 1,2 Milliarden Menschen profitieren zukünftig von einem gemeinsamen rechtlichen Rahmen für den intrakontinentalen Handel. Experten erwarten dadurch einen Anstieg des innerafrikanischen Handelsvolumens um 60% bis 2022. Von diesem Wachstum möchte auch IREN mit seinem ETIC profitieren. Internationale Programme für Startups sowie von IREN veranstaltete Messen für Gründer und Technologieanbieter sollen die Attraktivität des Business-Standorts Kenia erhöhen. Kooperationen mit anderen Tech Hubs, internationalen Organisationen und Wirtschaftsministerien verschiedener Staaten tragen dazu bei, ein Innovation Centre mit großem Output zu realisieren. Erfolgreiche digitale Produkte stärken das afrikanische Startup-Ökosystem, schaffen nachhaltige Jobs für den hochqualifizierten Nachwuchs, der aus den Universitäten strömt, und sollen das Leben von vielen Millionen Menschen verbessern.

Haben Sie sich bereits Gedanken zu digitalen Geschäftsmodellen in Afrika gemacht oder sind interessiert an einer Kooperation mit dem East Africa Enterprise, Tech and Innovation Centre? Melden Sie sich gerne bei magility, um weitere Informationen zu erhalten. 

 

Digital Health

Digital Health – Neue Marktchancen durch innovative Geschäftsmodelle

Durch rasante Entwicklungen im Bereich Digital Health, ergeben sich neue Geschäftsmodelle in der Gesundheitsbranche. Regulatorische Hindernisse werden Stück für Stück abgebaut, Anbieter von Telemedizin und Online-Apotheken gewinnen stetig an Relevanz. Mobile Gesundheitslösungen (mHealth) wie Apps auf Smartphones verstärken den digitalen Gesundheitstrend. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft von Krankenkassen, die Kosten von neuen Online-Gesundheitsservices  zu übernehmen.

Eine starke Branche trifft auf neue Marktteilnehmer

Nach Aussage der Unternehmensberatung Arthur D. Little bieten neue digitale Möglichkeiten der Healthcare Branche eine historische Chance, ihre Geschäftsmodelle zu aktualisieren. Der derzeit ständig zunehmende Eintritt von Online- und Tech-Unternehmen in den riesigen Gesundheitsmarkt mit einer Bruttowertschöpfung von ca. 370 Milliarden Euro alleine in Deutschland (2018), bietet großes Potenzial diesen von Grund auf zu verändern. Die Empfänger von Gesundheitsleistungen erwarten zunehmend von Ärzten und Krankenkassen einfache und benutzerfreundliche Prozesse. Anträge und Genehmigungen von Behandlungen sowie die Kommunikation zwischen Patienten und Leistungserbringern können durch neu designte Onlineangebote effizienter gestaltet werden. Das Ausfüllen von Formularen, lange Wartezeiten und die Komplexität von Behandlungsangeboten könnten bald der Vergangenheit angehören. Der Healthcare Branche steht ein Wandel bevor, wie er zur Zeit durch Fintech-Scale-Ups in der Bankenbranche stattfindet. Auch für KMU ergeben sich neue Chancen zur Erweiterung und Modernisierung ihrer Geschäftsfelder. 

Digital Health durch Wearables und Apps 

Die etablierten Pharmazeutik- und MedTech-Unternehmen verfügen durch neue Technologien und Forschungsergebnisse über ein nie dagewesenes Wissen und Wearables sowie Apps schaffen neue direkte Zugänge zu Patienten bzw. Endkunden. Durch diese neuen Geräte und Anwendungen ergeben sich Chancen für neue Angebote, etwa Serviceleistungen zu präventiver Behandlung oder Monitoring von Risikogruppen und strukturierte Daten gewinnen für die moderne Gesundheitsversorgung an Relevanz. Über Wearables wie Smartwatches und Apps auf ihren Smartphones können Patienten die Datenaufzeichnung selbst vornehmen. In einem aktuellen Report empfiehlt die Unternehmensberatung Deloitte den Unternehmen aus der MedTech-Branche, gezielt im Bereich Daten-Monitoring aktiv zu werden. Unternehmen aus der Medizintechnik setzen bereits seit Jahren verstärkt auf Software, Datenauswertung und künstliche Intelligenz. Experten gehen davon aus, dass die von medizinischer Hardware erhobenen Daten in Zukunft wertvoller sein werden, als die Hardware selbst. Deloitte empfiehlt den Herstellern von Medizintechnik intensiver mit Herstellern von Wearables zusammen zu arbeiten. Dadurch könnte die medizinische Leistungsfähigkeit der Wearables steigen und den Herstellern aus dem Medizinbereich eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Auch für die Wissenschaft ergibt diese Entwicklung Vorteile, denn Daten für klinische Studien können dadurch ebenfalls leichter gewonnen und zusammengeführt werden.

Weniger Regulierung, Krankenkassen steigen ein

Der Gesetzgeber hat die Chancen und Herausforderungen von Digital Health erkannt und einige Maßnahmen eingeleitet, damit Patienten maximal profitieren können. Dazu gehört die Stärkung der Rechtssicherheit von Online-Sprechstunden, die Kostenerstattung von Gesundheits-Apps und eine zentralisierte Zusammenführung von Patientendaten. Bald soll das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) in Kraft treten, in dem vieles bezüglich Digital Health geregelt wird: etwa die Sicherung des Datenschutzes sowie die Verpflichtung für Apotheken und Krankenhäuser sich an die neue Telematikinfrastruktur anzuschließen. Nach der für 2021 angekündigten Einführung der zentralisierten Digitalen Patientenakte sollen schon bald E-Rezepte erhältlich sein, die z.B. auch nach einer Videosprechstunde ausgestellt werden dürfen. Der Patient kann seine Medizin dann von einer Online-Apotheke ordern. Das DVG eröffnet auch die Möglichkeit auf Kosten der Krankenkassen mobile Health Apps zu verschreiben. Dadurch ergibts sich für die Hersteller dieser Apps eine sicherere Kalkulationsgrundlage. Health-Apps können in Deutschland dann direkt zugelassen werden. Für die Zulassung müssen die Betreiber jedoch innerhalb eines Jahres die Wirksamkeit nachweisen, um ihre Listung im Erstattungskatalog der Kassen zu erhalten. Die legislativen Maßnahmen der Bundesregierung führen zu einer rechtlichen Gleichstellung von Telemedizin mit Behandlungen vor Ort in Praxen oder Krankenhäusern.

Unterschiedliche Ansätze führen zu Geschäftsmodellen

Betrachtet man die Lösungen und Angebote einiger Startups, wird schnell klar wie vielfältig Innovationen sein können, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben. Das Berliner Startup Kinderheldin bietet einen Beratungsservice rund um Schwangerschaft, Geburt und Kind an. Ein Team aus Hebammen ist für die NutzerInnen der Kinderheldin-App rund um die Uhr per Chat oder Telefon erreichbar und berät bei Komplikationen, auftretenden Beschwerden oder Krankheiten. Die Kosten für die App übernehmen die Krankenkassen. Ebenso aus Berlin stammt die Plattform Fernarzt. Über die Website des Unternehmens können Online-Verschreibungen von Medikamenten zur Behandlung von 26 verschiedenen Krankheiten angefordert werden. Ärzte prüfen die Anfragen und nach deren Freigabe liefert eine Online-Apotheke die Medikamente aus. Praktisch ist die Entwicklung des Karlsruher Startups heat_it. Das junge Unternehmen macht jedes Smartphone zum Mittel gegen Insektenstiche. Ein kleiner Stecker, der in jedes Smartphone passt, wird per App-Steuerung erwärmt. Wird der Stecker auf einen Stich gedrückt, zerstört Hitze das Gift des Insekts und die betroffene Person soll nach Angaben von heat_it in kürzester Zeit beschwerdefrei sein. Neolexon aus München hilft mit seinen Apps Menschen mit logopädischen Problemen. Kinder mit Artikulationsstörungen oder Schlaganfallpatienten können mit diesen Angeboten ihre Aussprache trainieren. Das Abo kostet 15-25€ pro Monat und viele Krankenkassen erstatteten bereits die Kosten. Einen regelrechten Boom erfahren Apps wie Moodpath, die sich auf psychische Gesundheit fokussieren. Auch betriebliche Prozesse in Krankenhäusern können durch Digital Health effizienter werden: Das Startup Cliniserve bietet mobile Lösungen für den Klinik- oder Pflegealltag an. Bereits zehn Krankenhäuser nutzen die Cliniserve-Software, die Wege und damit Zeit für das Personal einspart. Die Prozesse werden verschlankt und übersichtlicher und den Ärzten und Pflegern bleibt deutlich mehr Zeit für die Patienten. 

Die Entwicklung von Digital Health hat gerade erst begonnen

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Smartphones mit ihren Tracking-Möglichkeiten und digitale Kommunikationskanäle das Thema Medizin deutlich erweitern, zum Wohle der Patienten. Angebote von App-Entwicklern werden vermehrt in die bestehenden Strukturen des Gesundheitssystems integriert. Wer jetzt Bestehendes mit Neuem verknüpft, kann an einer spannenden Entwicklung des großen Markts für Gesundheit teilhaben und innovative Geschäftsmodelle erfolgversprechend umsetzen.

 

Wo sehen Sie große Chancen in der Digitalisierung der Medizin? Melden Sie sich gerne bei unseren magility Experten für einen fachlichen Austausch.

 

ERP Systeme

Der ‘Next-Gen-Trend’ im Enterprise Ressource Planning (ERP)

Das softwarebasierte Enterprise Ressource Planning (ERP) hat sich weitgehend als ein Schlüsselfaktor für Unternehmenserfolg etabliert. Ziel eines ERP Systems ist die prozessorientierte Abbildung des Unternehmensgeschehens in Zahlen sowie ggf. idealerweise auch grafisch. In einem ERP werden dafür alle relevanten Ressourcen erfasst und die für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Zahlen und Daten aufbereitet, überwacht und lesbar dargestellt. Für jede Branche gibt es maßgeschneiderte Lösungen. Doch was heute für nahezu jedes Unternehmen zum Standard gehört, befindet sich aktuell in der Transformation zu seiner nächsten technologischen Evolutionsstufe. Wie immer gilt: Unternehmen, die früh auf maßgebliche Trends reagieren, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb.

Welche Vorteile bringt ein ERP-System mit sich?

Ein ERP-System visualisiert für die Anwender alle aktuellen, vergangenen und bei Nutzung der Planungsfunktionen auch zukünftigen Betriebsabläufe. Die Analyse dieser Daten vereinfacht die Zukunftsplanung sowie das Aufspüren von Schwachstellen im eigenen Unternehmen. Ziel ist dabei immer die Zusammenführung und Darstellung von Informationen, um eine Ausgangsbasis für unternehmerische Entscheidungen zu schaffen und den operativen Betrieb effizienter gestalten zu können. Aktuell zeichnen sich zahlreiche Trends ab, wie ERP-Systeme noch leistungsfähiger und intelligenter gemacht werden können. Die Branchenführer Oracle, SAP, Microsoft und viele weitere kleinere Anbieter beleben mit neuen Leistungsumfängen ihres Softwareangebots den Markt.

Usability, Mobility, Interface, Visualization

Benutzeroberflächen werden vereinfacht. Was die Anwender bereits privat von ihren Apps und Social Media Plattformen kennen, wird sich auch im professionellen Kontext verstärkt etablieren. Jede Information soll bestenfalls mit einem Fingertipp erreichbar sein und die Anwendungen so effizienter und benutzerfreundlicher werden. Durch das veränderte Nutzerverhalten, das sich durch die stetig steigende Verwendung von mobilen Geräten und den dadurch bedingten Anstieg der Bearbeitungsgeschwindigkeit ergibt, wird auch die Nutzung der ERP-Systeme mobiler. Die Darstellung der erfassten Informationen wird stetig verbessert und neue Visualisierungen von Daten sollen mehr Transparenz schaffen.

Umfassende Anbindung der Unternehmenssoftware

Idealerweise fließen alle Datenquellen eines Unternehmens in das übergeordnete ERP-System. Informationen von Kunden, Lieferanten sowie der eigenen Produktion werden dabei zusammengeführt um größtmögliche und stets aktuelle Transparenz zu gewährleisten. Am Ende etabliert sich ein ‘Industrial Data Space’, der alle Informationsflüsse der Wertschöpfungskette erfasst und abbildet. Um die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen erfolgreich umzusetzen, ist auch die Qualität der sogenannten Stamm- oder Bewegungsdaten von Bedeutung. Durch die stetig fortschreitende Integration des Internet-of-Things (IoT) werden diese Datenflüsse genauer und umfangreicher. Jedes genutzte Gerät, wie etwa Maschinen, Fuhrparkfahrzeuge oder Computer, ist mit dem übergeordneten ERP-System vernetzt und sendet an dieses in Echtzeit Daten über Nutzung, Fortschritt und Verbrauch. Dies ermöglicht eine Abbildung aller betrieblich relevanten Prozesse.

Sicherheit und die Cloud

Eine weitere Einflussgröße der aktuellen Entwicklung ist der Trend hin zu Cloud basierten Anwendungen. Im Netzwerk mit Partnern, Lieferanten und dem Handel können Geschäftsprozesse so integriert abgebildet werden. Über Cloud-Anwendungen wird es vereinfacht möglich, Mitarbeiter oder andere Akteure aus dem Netzwerk in den Informationsfluss einzubetten. Cloud basierte Systeme lassen sich besser und schneller skalieren bei gleichzeitig erhöhter Betriebssicherheit. Die fortschreitende Digitalisierung erhöht allerdings auch das Potenzial kritischer Hackerangriffe. Laut Medienberichten hat sich die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen im Jahr 2018 fast verdoppelt. Ein umfassend und professionell umgesetztes Cyber Security Konzept ist daher für jedes Unternehmen heute erfolgsentscheidend. Cyberangriffe gefährden beispielsweise durch Betriebsausfälle nicht nur Unternehmens selbst, auch die Sicherheit z.B. der Mitarbeiter ist gefährdet.

Neues Potenzial durch Künstliche Intelligenz

Eine Künstliche Intelligenz (KI) mit umfassenden menschenähnlichen Fähigkeiten existiert aktuell noch nicht. KI-Technologie kann aber heute bereits ein ERP-System sinvoll unterstützen. So können z.B. durch KI Muster in Nutzerdaten erkannt werden, welche dem menschlichen Auge verborgen blieben. Dadurch können neue Geschäftspotenziale aufgedeckt und das Tagesgeschäft effizienter gemanagt werden. KI kann auch eingesetzt werden um Prozesse in der Administration oder Buchhaltung zu automatisieren. Mitarbeiter bekommen dadurch mehr Zeit für komplexere Aufgaben, welche eine Software heute noch nicht erledigen kann.

Neue Geschäftsmodelle durch ERP-Systeme

Durch die Nutzung eines stark vernetzten ERP-Systems ergeben sich vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten des Status Quo im Unternehmen. Durch virtuelle Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern können Entwicklungszeiten verkürzt und der Verkaufserfolg von Produkten und Dienstleistungen im Markt erhöht werden. Kundenintegriertes Engineering ist hier das Stichwort. Ein leistungsfähiges ERP-System bildet die Basis für neue Geschäftsmodelle, die sich aus der umfassenden Digitalisierung der Gesellschaft ergeben. Die digitale Transformation zeigt sich nicht nur in Produkten mit höherem Individualisierungsgrad, sie basiert auch maßgeblich auf der Umsetzung innovativer Prozesse. Um mit dieser beschleunigten Entwicklung mithalten zu können, wird es für jedes Unternehmen unerlässlich sein, durch ein agiles ERP-System der nächsten Generation die Kontrolle über das Unternehmensgeschehen zu behalten und so den Geschäftserfolg auch in Zeiten der digitalen Transformation zu sichern.

Welche Erfahrungen machen Sie aktuell auf Ihrem Weg in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse? Unsere Experten freuen sich über einen fachlichen Austausch. Sprechen Sie uns von magility gerne an.

Digitale Geschäftsmodelle. Bestehende Geschäftsmodelle transformieren oder Start-ups integrieren? Bild: magility

Digitale Geschäftsmodelle – integrieren oder transformieren?

Das Problem bei digitalen Geschäftsmodellen ist vor allem, dass es noch keine Schablonen gibt, die man immer wieder anwenden kann. Während man in der Automobilindustrie über Jahrzehnte verlässliche Vorlagen für Geschäftsmodelle hatte, müssen diese im digitalen Bereich erst entwickelt werden. Ob sie funktionieren, lässt sich erst im Laufe der Zeit feststellen. Das Dilemma momentan: Es muss sofort gehandelt werden um Weichen für die Zukunft zu stellen. Wie erfolgreich und gewinnbringend die neuen digitalen Geschäftsmodelle sind wird sich aber erst in ein paar Jahren zeigen.

Inspiration aus dem Silicon Valley

Im Silicon Valley gibt es sie bereits unzählige Konzepte für erfolgreiche Unternehmen. Digital versteht sich. Doch die Industrie muss mit ganz anderen Anforderungen umgehen. Denn das solide Kerngeschäft lässt sich nicht einfach umkrempeln. Die Risiken sind viel zu hoch und nicht abschätzbar. Die tägliche Herausforderung ist es also, das Kerngeschäft durch digitale Geschäftsmodelle und Services zu erweitern.

Mehr Services für Kunden

Etablierte Konzerne kaufen Start-ups und kleinere Unternehmen auf und erschließen damit neue Märkte. Prominente Beispiele dafür sind Uber, der Echtzeit-Kartendienst Here und viele andere. Gleichzeitig ändern sich die Kundenbedürfnisse. Der moderne Verbraucher ist mobil, vernetzt und anspruchsvoll. Neben den Erwartungen an das Produkt wird auch ein guter, immer verfügbarer Service erwartet. Das Eigentum an einem Produkt wird hingegen zur Nebensache. So verändert sich die Wertschöpfung: Die Produkte eines Unternehmens werden immer mehr durch mobile Services und das Internet ergänzt. Darüber hinaus etablieren sich auch völlig neue Geschäftsmodelle, die vollkommen auf den digitalen Technologien basieren.

Digitale Geschäftsmodelle integrieren oder transformieren?

Nur selten lassen sich neue, innovative Geschäftsmodelle flexibel und einfach auf das traditionelle Geschäft übertragen. Entsprechend hoch ist der Druck, auch bestehende und etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen, anzupassen und in neue Modelle einzuarbeiten. Um den digitalen Wandel nicht zu verschlafen müssen digitale Technologien in Unternehmen integriert werden um zu vermeiden, abgehängt zu werden. Die Frage die aber bleibt: Sollen Start-ups gekauft und integriert werden oder müssen bestehende Strukturen transformiert werden?