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Rückblick CES 2020 – Die aktuellen Trends der Leitmesse

Die Consumer Electronics Show (CES 2020) in Las Vegas Januar diesen Jahres bereits zum 53. Mal statt. Auch in diesem Jahr gab es einige Trends, denen besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. In unserem vorigen Artikel haben wir bereits das wichtige Thema Cyber Security auf der CES beleuchtet. Hier zeigen wir die weiteren wichtigen Entwicklungen auf, die wir dieses Mal in Las Vegas beobachtet haben. 

 

Automobilindustrie setzt weiterhin auf die CES

Durch die weiterhin massiv zunehmende Digitalisierung des Automobils, bleibt die CES ein wichtiger Ort für Zulieferer und Hersteller aus der Automobilindustrie. In Las Vegas liegt der Fokus auf der Vorführung elektronischer Innovationen im Fahrzeug oder im Thema Connectivity. Valens Automotive gewann einen CES Innovation Honoree Award für sein In-Vehicle Connectivity Chipset. Magility unterstützt Valens Automotive in seiner B2B-Marktentwicklung. Spektakuläre Konzeptstudien gaben einen Ausblick auf die automobile Zukunft und neue spannende Kooperationen treiben die Verwendung des Internets im Fahrzeug voran.

Lamborghini integriert Amazon Services © magility GmbH

Lamborghini zum Beispiel stellt eine Integration von Amazon’s Sprachassistent Alexa in sein Modell Huracan vor. Der Service soll schon bald auf die gesamte Fahrzeugpalette ausgedehnt werden. Lamborghini Fahrer können damit per Spracherkennung alle Alexa Funktionen nutzen und auch Einstellungen im Fahrzeug vornehmen. Ein Sprachbefehl reicht aus, um z.B. Playlists oder Restaurantempfehlungen abzurufen, die Sitzheizung im Auto oder die Heizung im Haus zu aktivieren. Der Funktionsumfang ist groß, Amazon spricht von 80.000 unterschiedlichen Befehlen die möglich sein sollen. Da Lamborghini zu Volkswagen gehört, ist es nicht verwunderlich, dass diese Dienste bereits für weitere Fahrzeuge des Konzerns angekündigt sind, etwa für die Audi E-Tron Modelle. Amazon selbst hat außerdem seinen Einstieg ins Automobil-Retailgeschäft bekannt gegeben. Auf Amazon Vehicles können Fahrzeuge direkt konfiguriert werden. Im nächsten Schritt wird der Kunde entweder zur Herstellerseite weitergeleitet oder kann direkt über Amazon bestellen. Amazon Web Services bietet eine cloudbasierte Plattform für das Testen von autonomen Fahrsystemen.

 

Konzeptfahrzeuge – Mercedes und Audi zeigen die Zukunft

Audi punktet wie schon zuvor in Shanghai mit seiner Zukunftsstudie AI:ME. Das autonome Fahrzeug überzeugt trotz kompakter Bauweise mit einem luftigen Raumangebot mit Innenausstattung nach Art einer Lounge. AI:ME ist auf urbane Mobilitätsbedürfnisse ausgelegt und mit neuester Eye-Tracking Technologie ausgestattet. Fahrer können das Infotainment alleine mit ihren Augen bedienen. Im autonomen Fahrmodus zieht sich das Lenkrad zurück und wird zu einem kleinen Schreibtisch. Mercedes-Benz bietet mit der Vorstellung seines Konzeptfahrzeugs VISION AVTR eine Weltpremiere. VISION AVTR wurde zusammen mit Hollywood Regisseur David Cameron entwickelt und ist inspiriert durch seinen Blockbuster ‘Avatar’. Das Showcar soll die Themen Nachhaltigkeit und Luxus im Automobilbau zusammenführen. Das komplette Fahrzeug besteht fast vollständig aus recycelten Materialien und ist selbst wiederum recycelbar. Es steht für die Vision einer nachhaltigen Balance zwischen Mensch, Natur und Technologie. Durch die mit Leuchten durchzogenen Reifen und die über das Fahrzeugheck verteilten ‘Bionic Flaps’, ist die Zukunftsorientierung des Fahrzeugs auf den ersten Blick ersichtlich. Die Bionic Flaps wirken wie bewegliche Schuppen eines Reptils und können aktiv die Aerodynamik optimieren. Die Studie VISION AVTR soll lebendig wirken wie ein Organismus und unterstreicht dies durch ein neuartiges Human-Car-Interface das quasi durch ‘Handauflegen’ bedient wird.

 

CES 2020

Sony Vision S auf der CES 2020 in Las Vegas © magility GmbH

Sony stellt Elektroauto vor

Eine der größten Überraschungen der diesjährigen CES kommt von Sony: ein eigenes Elektroauto. Sony ist in Kooperation mit dem Zulieferer Magna allem Anschein nach ein solides Auto gelungen: der Sony Vision-S. Die Mittelklasse-Limousine sieht aus wie eine Mischung aus Tesla Model 3 und Porsche Taycan. Das Modell wirkt so seriennah, als würde es schon im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Selbstverständlich ist es ausgestattet mit Sony’s modernster Infotainment Technologie. Außerdem sind im Fahrzeug 33 LiDAR-, Ultraschall- und Kamerasensoren für das autonome Fahren verbaut. Sony würde sein Automotive Geschäft gerne ausbauen und weist daraufhin, dass seine CMOS-Kamerasensoren bereits bei Toyota und Lexus verwendet werden. Darin liegt laut Unternehmensangaben auch der Zweck des Projekts. Die Studie soll Automobilhersteller von der Sony Technik überzeugen. Trotz sehr positivem Feedback ist eine Produktion bisher nicht geplant.

 

Tropos Delivery Truck © magility GmbH

Bosch, Tropos und Toyota setzen auf Batterieantrieb

Der deutsche Zulieferer Bosch zeigt mit seiner Rolling Chassis Electric Mobility Platform, wie die unterschiedlichen Fahrzeugsysteme des Unternehmens zusammenwirken. Bosch stellt die komplette Technologie, auf der Automobilhersteller direkt ein eigenes Fahrzeug aufbauen können. Mit Tropos gibt es einen neuen OEM im Bereich Lowcost Nutzfahrzeuge. Die batteriebetriebenen Kleinlaster des US-Unternehmens sollen die Mobilität bei Last-Mile Anwendungen, in der Landwirtschaft, bei  innerstädtischen Lieferungen oder auf Produktionsgeländen verbessern. In Europa werden die E-Autos von der Automotive-Logistik Firma MOSOLF vertrieben, die auch Magility Kunde ist.

 

Toyota baut die Stadt der Zukunft

 

Toyota als echter Automobilhersteller wiederum widmet sich dem Städtebau. Am Fuße des japanischen Wahrzeichens Mount Fuji, soll ab 2021 auf 175 Hektar Fläche die ‘Toyota Woven City’ entstehen. In diesem ‘living laboratory’ wird das Zusammenleben von Stadtbewohnern mit autonomen Fahrzeugen, Robotern und stark vernetzten Gebäuden verwirklicht – natürlich nachhaltig und emissionsfrei. Der Vorteil: In einer von Grund auf neu gebauten Stadt können Verkehrswege und Häuser so konzipiert werden, dass die neuen Technologien wie im Internet-of-Things (IoT) perfekt integrierbar sind. Die Planer müssen keine Rücksicht nehmen auf historisch gewachsene Bedingungen. Dabei will Toyota nach seinem langjährigem Engagement auf dem Gebiet der Hybrid-Motoren auch erstmals auf rein batteriebetriebene Autos setzen, besonders in Verbindung mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle als Energielieferant. Wissenschaftler sollen das Projekt begleiten, um Lerneffekte für weitere Entwicklungen zu dokumentieren. Mit der Idee ist Toyota allerdings nicht alleine, sondern einfach im Trend. Auch Alphabet, die Dachgesellschaft von Google, plant eine eigene Smart City bei Toronto in Kanada.

 

Bell stellt Flugtaxen Drohne vor © magility GmbH

Drohnen, Flugtaxen und die Wasserstoff-Brennstoffzelle

Für Faszination auf der CES sorgte die Abteilung Drohnen. Die kleinen Fluggeräte werden intelligenter und durch Vernetzung autonomer. Wie bei den Fahrzeugen ist auch hier eine neue Generation von Sensoren mitentscheidend für die rasante Entwicklung. Sunflower Labs stellt eine Drohne vor, die unter anderem autonom Grundstücke überwachen kann und sich bei niedrigem Batterielevel selbstständig in einer wettergeschützten Ladestation auflädt. Für Schlagzeilen sorgen immer wieder Startups die sich großen Drohnen als Flugtaxi widmen, etwa Lilium aus Deutschland. Nachdem die großen Flugzeughersteller das Thema bisher eher mieden, kündigen Bell, Hyundai und Uber auf der CES 2020 eine Kooperation an. Zusammen wollen sie bis zum Jahr 2025 mit eigens entwickelten Fluggeräten ein Netzwerk für autonome Flugtaxen aufbauen. Eine kritische Stelle in der Technologie ist bisher noch die Energieversorgung der als emissionsarm geplanten Lufttaxen. Eine Brennstoffzelle könnte dieses Problem lösen. Die neue Drohne DS30 von Doosan wird von Wasserstoff angetrieben und vervierfacht damit die aktuell herkömmliche Flugdauer. Auch wir von Magility sehen in diesem Konzept viel Potenzial und bauen ein Kompetenzzentrum für die Wasserstoff-Brennstoffzelle-Technologie auf. 

Flugdrohnen als Alternative zu Taxis © magility GmbH

 

Digital Health und Wearables profitieren

Ein weiterer Bereich, der viel Aufmerksamkeit bekam, sind digitale Gesundheitslösungen, vor allem in Verbindung mit Wearables. Die smarten Armbänder und Uhren weisen mit jeder neuen Generation erweiterte Funktionsumfänge auf. Ihre Datenerhebungen und Messungen werden präziser, die Datenauswertung im Hintergrund umfangreicher. Mittels dazugehöriger Software wie Apps, können die Anwender selbst ihre Gesundheitsdaten auslesen oder ihrem Arzt zur Verfügung stellen. Ein Beispiel dafür ist HeartGuide der Firma Omron. Das Wearable in Form einer Armbanduhr erhebt mit Hilfe einer unauffällig eingebauten Innovation, einer Druckmaschette, exakte Daten zur Herzfunktion, z.B. den Blutdruck. Das Dario Blood Clucose Monitoring System wiederum vereinfacht das persönliche Diabetes-Management. Ein kleines all-in-one Gerät erlaubt verbunden mit einem Smartphone eine detaillierte Übersicht zu allen relevanten Werten eines Diabetikers. Im Falle einer gefährlichen Unterzuckerung wird ein Notsignal inklusive GPS-Standort an eine Notrufzentrale gesendet. Auch Wearables zur Verbesserung der Schlafqualität wie das DreamOn Band waren dieses Jahr groß im Trend. Ausdruck der steigenden Bedeutung von Health-Themen auf der CES war auch der gut besuchte internationale Digital Health Summit, der dieses Jahr zum 11. Mal im Rahmen der Messe stattfand.

 

Roboter und kleine Helfer des Alltags

In Zeiten zunehmender Automatisierung aller Arbeitsschritte, gibt es immer noch Tätigkeiten die weitgehend manuell von Personen erledigt werden. Dazu gehört die Umladung des Gepäcks von Fluggästen. Die Koffer werden nach der Gepäckannahme per Hand auf einen Gepäckwagen geladen, zum Flugzeug gefahren und dort wieder per Hand auf ein Förderband gelegt, das in den Laderaum führt. Anstatt diese Tätigkeit weiter zu automatisieren, sieht Delta Airlines in Kooperation mit Sarcos Robotics einen andere Lösung: Exoskelette sollen Arbeitern die Kraft und Ausdauer eines Roboters verleihen.

Exoskelette wie von Sarcos Robotics erleichtern klassische Umladearbeiten © magility GmbH

Ford geht zusammen mit Agility Robotics einen anderen Weg: Autonome, menschenähnliche Roboter sollen Tätigkeiten im Lager und bei der Auslieferung von Waren übernehmen. Andere Unternehmen wie Lovot oder Elephant Robotics setzen auf Roboter als Alternative zum Haustier. Eine der witzigsten Ideen hatte aber Samsung. Deren Roboter Ballie ist klein, rund und gelb wie ein Tennisball. Der digitale Freund unterstützt sein ‘Herrchen/Frauchen’ indem er ihm/ihr überall hin folgt und bei Bedarf Smart-Home Funktionen steuert. Auch Bosch zeigt eine praktische Innovation: In den Kühlschränken der Bosch Connected Home Serie, wird über eine kleine Kamera der Vorrat gescannt. Auf Grundlage dieser Informationen schlägt eine App mögliche Rezepte aus den vorhandenen Zutaten vor und während des Einkaufs kann der Besitzer nachsehen, welche Lebensmittel noch zu Hause vorhanden sind oder nachgekauft werden müssen.

Samsung bietet einen Kochroboter an © magility GmbH

 

 

CES 2020 – Abschließender Überblick

Auf der CES 2020 wurde eine herausfordernd hohe ANzahl von Innovationen aus zahlreichen Bereichen vorgestellt. Ausdruck der hohen Relevanz der Messe ist auch ein seltener Besuch von Apple. Das Unternehmen war zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder offiziell dort vertreten und pochte auf Datensicherheit für mehr Privatsphäre. Ganz wichtig zu erwähnen ist auch: Nach wie vor ist Künstliche Intelligenz (KI, engl.: AI) branchenübergreifend ein heißes Top-Thema, auch und gerade auf der CES. Denn die Digitalisierung und Autonomisierung produzieren exponentiell wachsende Datenmengen. Um das ganze Potenzial dieser Daten gewinnbringend und intelligent nutzen zu können, werden schon bald auf KI basierende Systeme erfolgsentscheidend sein. 

 

Wo sehen Sie aktuell die spannendsten Technologie Trends? Melden Sie sich gerne bei uns für einen fachlichen Austausch.

Impression aus Las Vegas Downtown © magility GmbH

Blick aus Las Vegas auf die Berge © magility GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingangshalle einer Messehalle der CES 2020 © magility GmbH

 

 

magility auf CES 2020_Cyber Security Trends

Cyber Security auf der CES 2020 in Las Vegas

Magility startete ins Jahr 2020 mit einem Besuch der jährlich stattfindenden bedeutenden Technologiemesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas. Über 4.500 Aussteller präsentierten dort ihre High-Tech Innovationen, die einen Ausblick auf die Technologie und Wirtschaft von morgen geben. Einen besonderen Stellenwert nahm dieses Jahr das Thema Cyber Security ein. 

 

Cyber Security für Automotive gewinnt weiterhin an Relevanz

In Zeiten zunehmender Vernetzung von Fahrzeugen sowie immer weiter fortschreitender Integration des autonomen Fahrens in den Straßenverkehr, wird die digitale Systemsicherheit immer relevanter. Die Automobilhersteller und deren Zulieferer wollen und müssen ihre Datenverbindungen so sicher wie möglich gestalten. Neue Technologien führen zu einer stark steigenden Komplexität der Datenverbindungen im Fahrzeug sowie der Kommunikation mit den Datenbanken der Systemanbieter. Die zunehmende Konnektivität erleichtert ortsunabhängig ausgeführte Angriffe über das Internet, mit dem Ziel Fahrzeuge, oder sogar ganze Flotten lahm zu legen, Daten zu stehlen oder erpresserische Aktivitäten durchzuführen. Diesen Gefahren muss durch ganzheitliche Cyber Security Maßnahmen entgegengewirkt werden (Security), damit die funktionale Sicherheit (Safety) nicht durch Cyber Angriffe gefährdet wird. 

 

Spannungsfeld zwischen Zulieferern und OEMs

Dadurch, dass sich Autos mehr und mehr zu fahrenden Computern entwickeln, steigen auch die Angriffsmöglichkeiten für Hacker. Diese Manipulationen von außen gilt es unbedingt zu verhindern, da sie auf sicherheitskritische Funktionen zugreifen und so immensen Schaden anrichten können. Daraus ergibt sich die Herausforderung für die Automobilhersteller (OEMs), zahlreiche von Zulieferern eingekaufte Komponenten in einer gemeinsamen, geschützten Sicherheitsarchitektur zu vereinen. Bei den Herstellern selbst liegt am Ende die Verantwortung gegenüber den Kunden. Denn die Käufer bzw. Nutzer von Fahrzeugen müssen auf die Sicherheit der Fahrzeuge ab Werk vertrauen können, da sie sich – anders als bei einem Computer – zuhause nicht einfach eine eigene Firewall installieren können.

 

Startups liefern OEMs die Sicherheitstechnologie

Auf der CES waren dieses Jahr auffällig viele Startups vertreten, die Automotive Cyber Security-Lösungen entwickeln und anbieten. Darunter war auch das mit mehreren Preisen ausgezeichnete Unternehmen GuardKnox, welches die Sicherheitsprinzipien von Kampfflugzeugen auf die Automobilindustrie übertragen hat. GuardKnox hat seine Cyber Security-Lösungen bereits zusammen mit Porsche und Daimler erfolgreich getestet. Auch Argus Cyber Security, ein führender Anbieter von Cyber Security-Lösungen für vernetzte Fahrzeuge und langjähriger magility-Kunde, demonstrierte seine umfassenden Sicherheitskonzepte in Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller NVIDIA. Weitreichende Lösungen für das digitalisierte Fahrzeug bieten auch die auf der CES vertretenen Startups C2A Security sowie Karamba Security, wobei sich letzteres neben dem Automotive Bereich auch Industrieanlagen widmet.

 

Große Namen entdecken einen neuen Markt

Neben aufstrebenden jungen Unternehmen wie Argus Cyber Security, das 2013 gegründet wurde, drängen mittlerweile auch große schon etablierte Unternehmen mit Automotive Cyber Security-Lösungen in den Markt. BlackBerry etwa hat auf der CES zusammen mit seinem 2019 akquirierten Tochterunternehmen Cylance, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Erweiterungen für sein Automotive Software-Angebot vorgestellt. Damit deckt Blackberry mittlerweile viele Sicherheitsbereiche für das vernetzte Fahrzeug ab: Vehicle SOC (Security Operation Center), Vehicle OTA (Over The Air)-Updates sowie präventive, hochautomatisierte Systemanalysen in Echtzeit. Auf der CES verkündete Blackberry auch eine aktuelle Kooperation mit Amazon Web Services (AWS). Die Zusammenarbeit mit dem Cloud-Anbieter hat laut Blackberry zum Ziel, die ‘Intelligent Connected Vehicle Platform’ ins Leben zu rufen. Über diese Plattform sollen Autohersteller ihre fahrzeugbezogenen Daten sicher verwalten und bei ihrer gesamten vernetzten Fahrzeugflotte Softwareupdates durchführen können.

 

Neue Regularien unterstützen die Entwicklung

Offizielle Regulierungen und Normen tragen ebenfalls maßgeblich zu einer nachhaltigen Fahrzeugsicherheit bei. Die Gesetzgeber und zuständigen Verbände stehen allerdings vor der großen Herausforderung, Technologien zu regulieren, die oft noch gar nicht auf dem Markt sind. Es gilt, Leitlinien zu entwickeln, die neuen Test-Schemata gerecht werden, welche sich aus der Komplexität des autonomen und vernetzten Fahrens ergeben. Notwendige Schritte sind bspw. von der UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) bereits in die Wege geleitet. Die Arbeitsgruppe WP.29 der UNECE hat ein 13-stufiges Prüfverfahren entwickelt, nach dem sich Anbieter von digitalen Lösungen für den Automobilbereich oder von Fahrassistenten für das Autonome Fahren international zertifizieren lassen können. Bei der ISO (International Organization for Standardization) sind derzeit die Normen ISO/AWI 24089 und ISO/AWI 21434 in Entwicklung. Diese werden im Jahr 2020 bzw. 2021 publiziert und dienen als Grundlage der Zertifikate für Software-Updates und Cyber Security von Fahrzeugen. Entwickler und Anbieter von digitalen Produkten für das Automobil sowie deren Kunden können sich dann auf dieselben Sicherheitsstandards berufen. Die verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen sollen die zukünftige Zusammenarbeit der Marktteilnehmer erleichtern und Innovationshemmnisse beseitigen. 

Insbesondere in der Mobilitäts- und Automobilindustrie steigen die Cyber-Risiken ständig weiter an. Ganzheitliche Cyber Security-Lösungen werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen. Auf der CES in Las Vegas konnte man die Relevanz der Thematik live erleben. Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit, auf dem DEKRA CYBER SECURITY Symposium, das am 19. und 20. März 2020 in Leipzig stattfindet, alle Aspekte von Cyber Security zu diskutieren und Ihre Erfahrungen mit hochkarätigen Experten aus verschiedenen Branchen auszutauschen.  Leser des magility Blogs erhalten mit dem Code „magility-Blog“ einen exklusiven Rabatt von 20%.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit unseren magility Cyber Security-Experten für einen fachlichen Austausch auf.

Nutrigenomik

Nutrigenomik – Genanalyse und Body Monitoring

Durch den Megatrend der Nutrigenomik, verändert sich die Definition der Gesundheit. Einerseits erlauben neue Methoden individualisierte Analysen der genetischen Ausstattung eines Menschen. Daraus können Rückschlüsse über bestimmte Krankheitswahrscheinlichkeiten im Lebensverlauf gezogen werden. Andererseits gibt es neue Erkenntnisse darüber, wie die Ernährung Gesundheitsrisiken stark verringern kann. Das Zusammenspiel dieser neuen Methoden und Erkenntnisse wird unter dem Begriff Nutrigenomik diskutiert.

Was steckt dahinter?

Jeder Mensch besitzt zehntausende Genome in jeder der Billionen Zellen, aus denen er besteht. Die Funktion der Genome besteht darin, den Bauplan und damit die Funktionalität unseres Körpers zu definieren. Leider sind eben diese wünschenswerten Funktionen nicht bei jedem Menschen dauerhaft gesichert. Vererbte Beeinträchtigungen sowie Umwelteinflüsse können genetische Prozesse verändern und nachteilige Mutationen entstehen lassen. Um diesen negativen Prozessen entgegenzuwirken, entwickeln Forscher interdisziplinär ernährungsbasierte Lösungen.

Welche Formen angewandter Nutrigenomik gibt es?

Mittlerweile bieten immer mehr Unternehmen die Analyse der eigenen genetischen Verfassung zu einem recht geringen Preis an – man spricht von einer Genomanalyse. Die Abgabe einer einfachen Speichelprobe genügt um nach wenigen Tagen Resultate zu erhalten, welche statistische Wahrscheinlichkeiten für Erbkrankheiten beinhalten. Gleichzeitig gibt es immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich der Auswirkung von aufgenommenen Nährstoffen auf bestimmter Krankheitsbilder. Man könnte den nicht offiziell definierten Begriff der Nutrigenomik wie folgt zusammenfassen: Die Einnahme teils innovativer Nahrungsergänzungsmittel bewirkt eine deutliche Senkung der Wahrscheinlichkeit bestimmte Krankheiten zu bekommen. Eine individuell angepasste Mischung von Nährstoffen kann deutlich messbar die Lebensdauer und Lebensqualität erhöhen. Doch auch für gesunde Menschen gibt es viele neue Anwendungsgebiete, etwa durch Brain-Boosting-Supplements, die bei Einnahme die Gehirnleistung, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden verbessern sollen.

Auf welchen Erkenntnissen basiert die Entwicklung?

Die Nutrigenomik ist ein noch recht junges Forschungsgebiet. Disziplinen wie Molekularbiologie, Genetik, Bioinformatik, Medizin und Ernährungswissenschaften werden kombiniert, um neue Lösungen zu entwickeln und bestehende in ihrer Wirksamkeit zu verbessern. Gleichzeitig erlauben neue Diagnoseverfahren eine genauere und vereinfachte Überwachung des menschlichen Körpers.

Die Überwachung des Körpers

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas stellten jüngst die Hersteller sogenannter Wearables ihre neuesten Entwicklungen vor. Apple etwa lässt seine neue Apple Watch ein Elektrokardiogramm erstellen, das Vorhofflimmern am Herzen erkennt und somit früh vor einem folgenschweren Schlaganfall warnen kann. Der Hersteller Withings tut es Apple gleich. Beide verbauen rote optische Pulssensoren, welche die Sauerstoffsättigung im Blut überwachen. Das kann etwa Bergsteigern dabei helfen in größerer Höhe ihre Gesundheit besser einzuschätzen. Die Produkte von Withings lassen sich jetzt sogar um eine Armmanschette erweitern, die durch ein digitales Stethoskop die Herzklappengesundheit messen kann. Es ist gegenwärtig schon bekannt, dass solche Geräte durch Bewegungssensoren auch die tägliche körperliche Bewegung sowie die Schlafgesundheit erfassen. Durch weiter entwickelte Verarbeitungsmöglichkeiten der erhobenen Daten, durch sogenannte Big Data Analysen, werden auch die Anwendungsmöglichkeiten stetig weiterentwickelt.

Die Erweiterung des Körpers

Ein weiterer Trend der diese Entwicklung verstärkt, ist das Biohacking. Aktive Mitglieder dieser Szene nennen sich selbst Grinder und haben zum Ziel, ihre körperlichen Fähigkeiten durch die Nutzung von Technologie zu erweitern. Hervorgehend aus der Biopunk-Bewegung setzen sich die Grinder kleine Magnete oder Mikrochips unter die Haut um etwa magnetische Felder wahrnehmen zu können, ihre Haustüre zu öffnen oder auch um bargeldlos zu bezahlen. Dabei messen die Grinder ihrem Do-It-Yourself Prinzip eine hohe Bedeutung zu. Vieles geschieht auf selbstexperimenteller Basis, wodurch sie sich von den großen Herstellern der technologischen Evolution abgrenzen wollen.

Was erwartet uns sonst noch?

Die Entwicklung der physischen und psychischen Verbesserung des Körpers findet also zeitgleich in mehreren Disziplinen statt. Massentaugliche Gentests ermöglichen es, Krankheiten vor ihrer Entstehung zu erkennen und diese vorbeugend ernährungsbasiert zu behandeln. Der steigende Funktionsumfang von Wearables produziert eine massiv wachsende Datenmenge, deren Auswertung teils durch künstliche Intelligenzen verbessert wird. Andererseits nähern sich besonders Technikbegeisterte mit digitalen Implantaten der Vision des Cyborgs an, dem Mischwesen aus Mensch und Maschine. Aufstrebende Hersteller von Brain-Computer-Interfaces (BCI) wie Synchromed, Neuralink, Thync oder Wearable Sensing leiten mit digitalen Stirnbändern, die Hirnströme messen, eine neue Generation von Wearables ein. Dadurch können jetzt schon psychische Defizite wie Konzentrationsstörungen oder Depressionen besser behandelt werden. Beschäftigte in kritischen Funktionen können zudem vor drohendem Sekundenschlaf gewarnt werden. Einzelne Unternehmen setzen BCI’s bereits testweise ein. Dadurch rückt auch die Vision vom unfallfreien Fahren näher, denn viele Unfälle die durch Gesundheitsprobleme des Fahrers verursacht werden, könnten mit der Integration dieser innovativen Technologie vermieden werden.

Wo lauern Gefahren?

Der zunehmende Datenaustausch zwischen Körper und Maschine verbindet die Angreifbarkeit des Computers durch Hacking direkt mit gesundheitlichen Gefahren. Eine Veränderung von Messdaten aus krimineller Intuition heraus, kann zu falschen medizinischen Handlungen und Eingriffen führen. Sind dann noch Implantate vorhanden, die den Körper mit gewissen Stoffen versorgen und Körperfunktionen direkt beeinflussen können, kann die Cyberkriminalität den digitalen Raum verlassen und hat direkten Zugriff auf den menschlichen Körper. Es fällt nicht schwer sich Szenarien vorzustellen, die dadurch entstehen können. Der Körper kann manipuliert, dauerhaft geschädigt sowie im schlimmsten Fall ausgeschalten werden. Es gilt also wachsam zu bleiben und bei aller Begeisterung über die neuen Technologien auch die Risiken zu beachten.

Interessieren sie sich für technische Innovationen und damit verbundene innovative

Geschäftsmodelle, kontaktieren Sie unsere Berater. Wir sind unter anderem auf innovative Geschäftsmodelle, Cyber-Security Themen und B2B Market Development spezialisiert und geben unser Wissen gerne an Sie weiter.

CES Las Vegas – Volocopter, MBUX und Künstliche Intelligenz

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zeigte letzte Woche die aktuellen Tech-Trends, auch für Mobilität und Automotive. Vieles was vor wenigen Jahren noch als Science Fiction abgetan wurde ist auf der CES 2018 real geworden. Magility war vor Ort, um sich über die neusten Trends, Visionen und Start-ups zu informieren.

Fliegende Taxis bei der CES

Mobilität der Zukunft ist eines der heißen Themen der CES 2018. Das fahrerlose Elektroauto ist natürlich ein Dauerbrenner. Aber in diesem Jahr wurde auch die fliegende Variante in Las Vegas vorgestellt. Zu den Stars der Messe zählt das badische Start-up Volocopter. Das Unternehmen baut ein fliegendes E-Taxi made in Karlsruhe. „Der Raum in den Städten wird immer knapper, in Zukunft wird daher auch der Luftraum mehr genutzt werden. Volocopter ist ein zukunftsweisendes Start-up in Sachen E-Mobility“, unterstreicht Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH die Innovationskraft des badischen Unternehmens.

Weltpremiere für Mercedes-Benz User Experience

Daimler feiert Weltpremiere auf der CES und stellt sein neues Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) vor. Das intuitive und lernfähige Betriebssystem geht ab 2018 in der A-Klasse in Serie.

Besonders ist hierbei die Lernfähigkeit dank künstlicher Intelligenz. MBUX ist individualisierbar und stellt sich auf den Nutzer ein. Es schafft so eine emotionale Verbindung zwischen Fahrzeug, Fahrer und Passagieren. Zugleich sind Updates „over the air“ möglich. Außerdem läutet es eine neue Ära bei der Mercedes me Connectivity ein. Die Navigationsdarstellung mit Augmented-Reality-Technologie sowie die intelligente Sprachsteuerung mit natürlichem Sprachverstehen sind weitere Neuheiten. Statt „hey Alexa“ fühlt sich das System mit „hey Mercedes“ angesprochen.

Künstliche Intelligenz und UX

Schaut man sich die Automobilhersteller insgesamt an, zeigt sich, dass in Zukunft viel getouched, geswiped und kommuniziert wird. Große Displays im Auto (siehe MBUX) lassen sich wie Smartphones bedienen und sprechen vor allem eine junge Zielgruppe an, die ans touchen und swipen längst gewöhnt ist. Künstliche Intelligenzen wie Amazons Alexa verbreiten sich stetig und eröffnen eine riesigen Markt für Anwendungen, die das Leben smarter und einfacher machen.

Brain Machine Inferfaces (BMI´s)

Auch Gehirn-Computer Schnittstellen (BMI´s)  erhielten auf der CES Einzug in die Welt des autonomen Fahrens. Nissan stellte auf der Messe ein ins Fahrzeug integriertes  brain-to-vehicle Interface vor. Das Interface erkennt durch einen Helm der drahtlos mit dem Fahrzeug verbunden ist Gehirnaktivitäten, die im Zusammenhang mit der Bewegungsaktivität des Fahrers stehen. Diese werden simultan an das Fahrzeug übertragen. Das Fahrzeug übersetzt und nutzt die Signale um das Fahrverhalten an die Erwartungen des Fahrzeughalters anzupassen, bevor dieser körperlich in Aktion tritt. Hierdurch wird personalisiertes autonomes Fahren möglich und das Fahrerlebnis noch smarter. Der Helm wird von der Startup Firma Bitbrain aus Spanien überwiegend von Neurologen weiterentwickelt.

Smart Future

Bei der CES in Las Vegas wurde die ganze Bandbreite an neuen Technologien vorgestellt. Smartphones, Smartwatch, Smart Home – das Angebot ist unermesslich und so verliert man sich schon mal in der Masse. „Für mich ist es immer wieder spannend zu sehen, wo wir gerade stehen und wo der Weg hinführt. Im Zuge der digitalen Transformation brauchen wir natürlich immer einen Überblick über Technologien und Visionen“, fasst Müller die CES zusammen. Und so hat sich der Weg nach Las Vegas auch in diesem Jahr gelohnt.

 

CES in Las Vegas – Argus einziger Aussteller zum Thema Automotive Cyber Security

Vom 6.-9. Januar 2015 fand in Las Vegas die International Consumer Electronics Show (CES) statt. Sie ist eine der größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik. Trends die auf der CES ausgestellt und vorgeführt werden gelten als Indikator dafür wohin sich die Unterhaltungselektronik im weiteren Jahresverlauf hinentwickeln wird.

Die Automotive Cyber Security Firma Argus nahm zusammen mit Magna International als Aussteller an der Messe teil. Die israelische Firma Argus Sec., Anbieter des hochinnovativen und einzigartigen Automotive Cyber Security Systems IPS (Intrusion Prevention System) verhindert das Hacking kritischer Fahrzeugkomponenten und gewährleistet dadurch langfristige Sicherheit von ganzen Fahrzeugflotten. Das System erzeugt Alarme und Berichte für die Fernüberwachung der Cyber Gesundheit von Fahrzeugen.

Dem begeisterten automotiven Fachpublikum stellte Argus am Simulator vor wie Car-Hacking heutzutage abläuft – und welche Gefahren damit für Autofahrende in Zukunft verbunden sind.

Magility ist exklusiver Vertriebspartner von Argus und Ansprechpartner für den gesamten europäischen Markt.

Weitere Informationen zu Argus sowie dem Intrusion Prevention System finden Sie hier – oder schicken Sie uns eine kurze Mail und wir lassen Ihnen weitere Informationen zukommen.