Smart Services sind die Zukunft in der Industrie. Foto: Creative Commonce

Smart Services – Datengetriebene Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie

Der digitale Wandel verändert die Wertschöpfungskette in der Industrie, auch in der Automobilindustrie, rasant. Daten werden zum erfolgskritischen Wirtschaftsgut. Datengetrieben Geschäftsmodelle wie digitale Plattformen und Smart Services sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und den Standort nachhaltig.

Exponentiell wachsender Datenstrom

Der globale Datenstrom wächst exponentiell und bildet die Grundlage für Smart Services. Generiert werden die Daten im Internet der Dinge. Hier werden Daten, Dienste und Infrastruktur vernetzt. Zusätzlich werden Daten über mobile Endgeräte und Maschinen eingespeist. Big Data wird dann mithilfe des maschinellen Lernens zu Smart Data. Daraus entstehen über physische Produkte hinaus smarte, datenbasierte Dienste.

„Die zunehmende Konnektivität und Vernetzung im Internet ermöglicht es uns schon heute und noch vermehrt zukünftig, innovative digitale Geschäftsmodelle für Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln und diese online anzubieten. Insbesondere die sog. Metaplattformen zur intermodalen Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger werden immer mehr gefragt sein“, lautet die Einschätzung der aktuellen magility Trendstudie.

Vision der Smart Service Welt

Das Bild der Zukunft in der Produktion: In der Smart Factory sind Maschinen an digitale Plattformen angeschlossen. So können Produkte und Dienstleistungen über Marktplätze direkt angeboten und eingekauft werden. „Datenkollektion und ihre sinnvolle Auswertung sowie Nutzung sind zweifellos der erfolgskritische Faktor. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen daher Smart Service-Geschäftsmodelle entwickelt und etabliert werden. “ Kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführender Gesellschafter der magility GmbH das Thema.

Produktivitätssteigerung in der Wertschöpfungskette

Die Virtualisierung der Wertschöpfungskette ermöglicht Produktivitätssteigerungen, höhere Transparenz über die Prozesse und ein lückenloses Sicherheitsmanagement. Die Smart Services basieren auf Plattformen, sozusagen digitale Ökosysteme. Diese ermöglichen die vom Unternehmen generierten und gesammelten Daten zu digitalen Dienstleistungen zu formen über die zukünftig neue Gewinne generiert werden können.

„Die Mobilitätsdienstleistungen der klassischen Industrien werden sukzessive ergänzt durch digitale Mobility Services, die auch das private Umfeld mit einbeziehen und dadurch die Geschäftsmöglichkeiten massiv erweitern“ Quelle: Trendstudie von magility

Status Quo

Inwieweit Smart Services in das klassische Geschäftsmodell integriert werden können schwankt von Industrie zu Industrie. Eine Studie der Digitalisierungsberatung Accenture bestätigte, dass die digitale Transformation in der Industrie überwiegend noch am Anfang steht. Wobei die Automobilindustrie der Vorreiter ist und bislang in der Digitalisierung am weitesten vorangeschritten ist. Konzerne arbeiten bereits an zahlreichen Pilotprojekten und Strategien, währen der Mittelstand noch zögerlicher an die digitale Transformation heran geht.

Best Practice: Der gemeinsame Kartendienst Here

Ein Praxisbeispiel für ein digitales Ökosystem ist der Kartendienst Here. Daimler, BMW und Audi haben im Jahr 2015 den Kartendienst Here gekauft und können ihre Fahrzeuge nun mit hochpräzisen Karten ausstatten. Viel mehr geht es aber darum große Datenmengen zu generieren aus denen sich Smart Services und datengetrieben Dienste entwickeln lassen. Der Kartendienst könnte zu einem Paradebeispiel für ein digitales Ökosystem werden. Ausschlaggebend für den Erfolg ist aber die Zahl der Partner. Nur so kann eine kritische Masse an Daten generiert werden.

Mehr zum Thema lesen sie in der magility Trendstudie Innovative digitale Geschäftsmodelle für multimodale Mobilität. Zum lesen bitte hier klicken