Fördermittel – Bloß keine Zuschüsse verschenken

Ob Digitalisierung der Geschäftsprozesse, Markterschließungen in Entwicklungs- und Schwellenländern, Innovationen, energetische Optimierungen, eInfrastruktur oder Fortbildungsmaßnahmen – es gibt kaum einen Bereich, für den es keine Fördermittel gibt. Doch die Automobilindustrie macht davon aktuell zu wenig Gebrauch.

Stellt man den deutschen Automobilzulieferern die Frage nach Ihrem Fördermittelmanagement, so erhält man in der Praxis in vielen Fällen die folgenden Aussagen:

  • „Öffentliche Darlehen machen wir über unsere Hausbank“
  • „Unser Forschungsbereich nutzt bereits ZIM“
  • „Wir sind zu groß, wir nutzen daher keine Fördermittel“

Dabei gibt es Fördermittel nicht ausschließlich in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen, sondern sie können durch zinsverbilligte Darlehen mit Haftungsfreistellungen, Landes- und Bundesbürgschaften, Steuerbegünstigungen oder -befreiungen und öffentlichem Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt werden. Selbst die Exportkreditversicherung in Form der Hermesdeckungen gehört dazu.

 

Mehr als 50% der öffentlichen Mittel werden nicht abgerufen

Rund 160 Mrd. EUR (Kieler Subventionsbegriff) stehen jedes Jahr z.B. für die

  • Öffentliche (Teil-)Finanzierung von Gütern, die marktfähig sind (private Güter) – u.a. mittelständische Unternehmen und Konzerne
  • Öffentliche Finanzierung von Gütern, bei denen kein Preis erhoben werden kann oder dies zu teuer kommt – u.a. Forschung, Hochschulausbildung
  • Direkte und indirekte Preissubventionen

zur Verfügung – und viele Mrd. EUR gehen davon Jahr für Jahr ungenutzt zurück. Genaue Zahlen werden hier nicht veröffentlicht, verschiedene Studien beschreiben hier je nach Subventionsbegriff knapp über 50%.

Warum werden keine Fördermittel beantragt?

Wenn man schon einmal versucht hat auf der Website www.foerderdatenbank.de“ des BMWI ein passendes Fördermittel zu finden, dann wird man sehr leicht verstehen können, wo die Gründe liegen:

  • Die Komplexität der Förderung schreckt ab, die Zeit ist nicht dafür da
  • Die Fördermittel passen scheinbar nicht zu den Vorhaben
  • Die Anforderungen sind nicht erfüllbar
  • Es dauert zu lange bis die Fördermittel bewilligt werden
  • Fehlende Kenntnis über einen geeigneten Berater

In der Tat ergibt eine Suche nach „Industrie 4.0“ über 80 unterschiedliche Treffer, und oft stehen hinter jedem einzelnen Programm bis zu 100 Seiten juristisch formulierter Richtlinientext und selbst wenn man den verstanden hat, dann müssen die wichtigen Formulierungen in der Projektbeschreibung getroffen werden. Und zu guter Letzt wartet der Gralshüter Zuwendungsgeber dann noch mit seinem inoffiziellen Benutzerhandbuch darauf Missstände in der Antragstellung aufzuzeigen und Vorhaben abzulehnen.

 

Mit professionellem Fördermittelmanagement lohnt sich ein Engagement

Zunächst einmal ist im Unternehmen ein Fördermittelverantwortlicher festzulegen. Das ist auch schon deshalb wichtig, da alle Unterlagen zu förderrelevanten Vorgängen (u.a. auch subventionierte Grundstücke, öffentliche Darlehen, Gesellschafterwechsel) gesammelt und abgelegt werden müssen. Förderberater sichten diese Historie und nutzen diese für korrekte Antragstellungen um Überschneidungen zu vermeiden.

Über diese Zentralisierung werden sämtliche fördermöglichen Vorhaben zunächst gesammelt und verteilt:

  • Vorhaben, die zwar förderrelevant wären, aber der Aufwand in keinem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zum Förderergebnis steht.
  • Vorhaben, die möglicherweise von eigenen Mitarbeitern gelöst werden können
  • Vorhaben, die mit Hilfe von Beratern gelöst werden

Professionelle Beratungen gehen nach folgendem Schema vor:

  • Durchführung eines Förderpotenzialworkshops zur Identifikation von geeigneten Vorhaben
  • Prüfung der identifizierten Vorhaben nach Förderwahrscheinlichkeit
  • Beantragung nur von hoch förderwahrscheinlichen Vorhaben, die in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis liegen.
  • Effiziente Durchführung der Beantragung durch Konzentration auf die erfolgskritischen Merkmale und einen straffen und auf wenige Abfragezeitpunkte konzentrierten Ablaufplan.

Das Projekt wird trotz allem für den Berater zwischen 30 und 70 Tagen Aufwand bedeuten und sollte aber für den Antragsteller nicht mehr als 4 bis 6 Tage Unterstützung auslösen.

Im Markt gibt es unterschiedliche Vergütungsmodelle, nur mit einer wesentlichen Erfolgskomponente können Sie sicherstellen, dass nicht die Beratung sondern der Erfolg im Vordergrund steht und in der Vergangenheit an Erfolgskritischen Merkmalen der einzelnen Förderprogramme gearbeitet wurde. Allerdings arbeiten die professionellen Beratungen auch mit Anzahlungen auf diese Erfolgshonorare. Kosten für die Fördermittelberatung in aller Regel ca. 12,5% vom nicht rückzahlbaren Zuschuss.

 

Welche Themen stellen sich im Wesentlichen in der Automobilindustrie?

In einem Förderpotenzialworkshop nehmen in aller Regel Vertreter aus den Bereichen Finanzen, Logistik, Produktion und Personal teil. Hier werden dann Vorhaben oft Vorhaben identifiziert, die wie folgt beschrieben werden können:

  • Produktinnovationen, Prozessinnovationen, Dienstleistungsinnovationen, Patentierung, Markterschließung
  • IT-Migrationen, Neuanschaffungen, Effizienzgewinne durch IT
  • Logistik: Innovative Logistiklösungen, Optimierungen von Verkehrswegen, (Teil-)Umstellung auf Bahn/ Bahnanschlüsse, eTrucks, eInfrastruktur, energetische Sanierung von Gebäuden
  • Investitionen in strukturschwachen Regionen im In- und Ausland, Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern (z.B. China)
  • Produktion: Investition in energieeffizientere Anlagen und Maschinen, elektronische Akte von Maschinen (z.B. vorausschauende Instandhaltung, Entlastung von Facharbeitskräften), Digitalisierung der Ablauforganisation
  • Personal: Prüfung des „Fortbildungskatalogs“, Unternehmensberatungsleistungen, MINT-Aktivitäten

 

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