Das magility Team wünscht fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2020! © magility GmbH

Fröhliche Weihnachten – wünscht das magility Team!

Gemäß unserer bestehenden Tradition haben wir heute unsere Ugly Christmas Sweater ausgepackt und beim Jahresausklang auf das bald endende Geschäftsjahr 2019 zurückgeblickt.

Wir bedanken uns bei all unseren Kunden und Partnern für die vertrauensvolle und inspirierende Zusammenarbeit in 2019 und wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit! Ins neue Jahr 2020 blicken wir schon mit vollem Elan und Tatendrang, um mit Ihnen gemeinsam die anstehenden Herausforderungen beim Finden und Implementieren der nächsten Technologieinnovationen, der strategischen Ausrichtung Ihres Unternehmens und der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle zu meistern.

Es grüßt herzlich das gesamte magility Team

 

 

 

Social Intranet

Social Intranet und der Digital Workplace

Die rasante Entwicklung von sozialen Online-Plattformen wirkt sich auch auf die Anforderungen an Intranet-Lösungen für Unternehmen aus. Eine moderne Form der Plattformen in diesem Bereich sind sogenannte Social Intranets. Dabei werden die Vorteile eines Intranets mit denen eines Social-Networks in einer Software kombiniert. Neben Anwendungen für Enterprise Resource Planning (ERP) und Customer Relationship Management Systeme (CRM) wird das Social Intranet zur dritten wichtigen Software-Säule in Unternehmen. Die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen macht vor dem Arbeitsplatz nicht halt. Neue Kommunikationskanäle und Plattformen führen schrittweise zum Digital Workplace. 

Welche Vorteile bietet ein Social Intranet?

Ein Social Intranet hat viele Ähnlichkeiten mit einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder LinkedIn. Der größte Unterschied ist die Geschlossenheit nach außen. Denn alle in einem Intranet gespeicherten Informationen sind ausschließlich für die Mitarbeiter eines Unternehmens bestimmt. Charakteristisch für ein Social Intranet ist, dass jeder Mitarbeiter ein persönliches Profil hat. Dieses Profil ist eingebettet in eine Organigramm-Struktur. Alle Mitglieder der Organisation können die hierarchische Struktur des Unternehmens und die Zuständigkeiten einer Person einsehen. So kann für jedes Anliegen schnell der richtige Ansprechpartner recherchiert und kontaktiert werden. Je größer eine Organisation, desto wichtiger werden einfache Wege um internes Wissen zu transferieren, Informationen auszutauschen und Komplexität vor allem im Bereich der Recherche zu reduzieren. Charakteristisch für ein Social Intranet ist auch eine integrierte Chat- oder Videofunktion, über die sich Mitarbeiter weltweit in Echtzeit effizient austauschen können. Dies soll zu einer Verringerung der Email-Flut führen, durch die viele Mitarbeiter in ihrem Workflow gestört werden. Weiter ist es möglich in einem Social Intranet virtuellen Gruppen beizutreten, in denen sich aufgaben- und projektabhängig Mitarbeiter global zusammenschließen und austauschen können. Auch dabei bestehen die Vorteile in der raschen und geordneten sowie ortsunabhängigen Kommunikation.

Social Intranet erhöht Produktivität und Übersicht

Ein Social Intranet bietet einen gemeinsamen Datenraum, auch Project Space genannt, in dem Wissen und Informationen aller Art geteilt werden können. Je nach Projekt können das Pläne, Bilder, Aufgaben, Prozesse, Datenbanken für Knowledge Management oder Tutorials sein. Ein benutzerfreundlich gestalteter gemeinsamer Datenraum trägt stark zu einer Reduzierung der Komplexität bei, die entsteht, wenn Teams aus unterschiedlichen Standorten z.B. für ein gemeinsames Projekt synchronisiert werden müssen. Jeder Mitarbeiter kann jederzeit alle benötigten Informationen schnell online abrufen, sinnvollerweise auch von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Wenn alle für die beruflichen Aufgaben eines Mitarbeiters notwendigen Informationen durch einen Internetzugang verfügbar sind, spricht man auch von einem Digital Workspace. Theoretisch wird dadurch das physische Zusammenkommen eines Teams in einem Büro überflüssig, zumindest aus Sicht des Informationsaustausches. Mitarbeiter in der Produktion oder im Außendienst profitieren von diesen Vorteilen in gleichem Maße. Auch die Integration von Freelancern ist durch eine dynamische Steuerung von Zugriffsrechten möglich.

Unternehmenskultur und Arbeitsleistung

Zusätzlich kann das Social Intranet um viele weitere Funktionen erweitert werden, z.B. die Arbeitszeiterfassung. Loggt sich ein Mitarbeiter in das System ein, ist er präsent und für die anderen Teammitglieder verfügbar. Loggt er sich aus, dann ist für Kollegen und den Arbeitgeber klar ersichtlich abwesend. Das verringert Redundanzen, weil ein separates System zur Arbeitszeiterfassung überflüssig wird. Das Social Intranet kann auch zur Stärkung der Unternehmenskultur beitragen, denn im gemeinsamen Datenraum können sogenannte Erfolgsstories firmenweit geteilt werden. So können Kollegen auch ortsunabhängig voneinander lernen und zu besseren Leistungen motiviert werden. Dadurch ergeben sich auch gezieltere Möglichkeiten für den Einsatz von E-Learning Angeboten, die in der gesamten Organisation kontinuierliche Lerneffekte schaffen können.

Social Intranet – Akzeptanz und Kritik 

Der nachhaltige Erfolg der Einführung eines Social Intranets im Unternehmen wird maßgeblich von der Akzeptanz des neuen Systems durch die Mitarbeiter beeinflusst. Dabei spielt das Design und die Benutzerfreundlichkeit (usability) des Systems eine große Rolle. Wer privat die Nutzung von Messenger Diensten wie Whatsapp und Netzwerken wie Facebook gewohnt ist, tut sich schwer, im Beruf Kompromisse beim Intranet einzugehen. Damit motivierter gearbeitet werden kann, sollte ein unternehmensinternes Netzwerk in seiner Funktionsweise stets den neuesten technischen Möglichkeiten entsprechen und stetig weiterentwickelt werden. Software Anbieter haben das erkannt und bieten regelmäßig aktualisierte Lösungen im Corporate Design an. Durch neue Arbeitsformen wie Homeoffice und durch die Internationalisierung von Projektteams, gewinnen internetgestützte Kollaborationsplattformen vermehrt an Bedeutung. 

Laut Umfragen in Unternehmen gibt es allerdings vielfach die Befürchtung, dass durch den vermehrten Einsatz von digitalen Technologien im Arbeitsalltag der zwischenmenschliche Human Touch verloren geht. Das sollten Manager bei der Einführung eines Social Intranets beachten und dafür sorgen, dass die Software nicht kontraproduktiv zur Unternehmenskultur arbeitet und wichtige Face-to-Face Kontakte möglich bleiben. 

Wachsender Markt und Künstliche Intelligenz

Im Kern geht es beim Social Intranet also um “communication und collaboration features”. Der Markt für Social Software am Arbeitsplatz soll sich laut Gartner von 2,7 Milliarden Euro in 2018 auf 4,8 Milliarden Euro in 2023 fast verdoppeln. Unterschiedliche Ansätze und Hintergründe der Marktteilnehmer führen zu einem großen heterogenen Angebot von Leistungen in diesem Bereich. Als führend wird oft das Unternehmen Slack mit seiner gleichnamigen Software genannt. Auch Google und Microsoft ergänzen ihre Cloud-Services verstärkt um Kollaborationstools. Cisco erweitert seine Kollaborationssoftware Webex um Künstliche Intelligenz und hat dafür das Start-Up Voicea aufgekauft. Das 2016 im Silicon Valley gegründete Voicea hat einen intelligenten Enterprise Voice Assistant (EVA) entwickelt, der Meetings, Telefonaten und Chats zugeschaltet werden kann. EVA fertigt unter anderem automatisch Transkripte oder Notizen an und teilt sie mit dem Team. Das Cisco Marketing verspricht dadurch einen Produktivitätsgewinn von 6 Stunden pro Woche und Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund darf angenommen werden, dass noch viele spannende Innovationen in diesem Bereich zu erwarten sind.

Wie ist ihr Unternehmen in diesem Bereich aufgestellt? Kontaktieren Sie gerne unsere magility Experten für einen fachlichen und beidseitig inspirierenden Austausch. 

startups

Mobilitätsorientierte Geschäftsmodelle von Startups in Afrika

Der digitale Wandel bietet immense Chancen zur Verbesserung der Mobilität in Afrika. Der südliche Nachbarkontinent von Europa hat nach Schätzungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung mit etwa 2,5% pro Jahr noch bis über das Jahr 2100 hinaus das weltweit höchste Bevölkerungswachstum. Auch Afrikas Städte sind die im weltweiten Vergleich am schnellsten wachsenden. Daraus entstehen neue Mobilitätsanforderungen sowie neue Aufgaben für die Verkehrsplanung und das Verkehrsmanagement. Diese Entwicklung schafft großes Potenzial für Startups und neue Geschäftsmodellen wie Mobility as a Service (MaaS).

Bekannte Player treffen auf afrikanische Startups

Die etablierten Mobilitätsdienstleister MyTaxi und Uber sind bereits in einigen afrikanischen Ländern vertreten. Es entwickeln sich aber auch rasant einheimische Startups mit innovativen Ideen. Die Mobilitätsplattform Generation.e aus Südafrika hat sich zum Ziel gesetzt, eine vernetzte und nachhaltige Gesellschaft zu fördern. Anfang Oktober organisierte Generation.e die Messe Smarter Mobility Africa (SMA) mit rund 100 Ausstellern in Pretoria. Der größte Sponsor des Events war BMW. Der deutsche Autohersteller will von den vielen Ideen einer gut ausgebildeten jungen Generation vor Ort profitieren und sich an den vielen Chancen in Afrika beteiligen. Auf der SMA präsentierten sich südafrikanische Startups wie der E-Scooter-Hersteller Ewizz, der E-Ladestationen-Betreiber GridCars oder der Fahrradtaxi-Pioneer Mellowcabs. Ebenfalls vertreten waren zahlreiche NGOs (Non-Governmental Organizations) mit dem Anspruch, Umweltbelange zu vertreten sowie Beratungen, aber auch große etablierte Unternehmen wie Shell, Deloitte, Jaguar Land Rover oder Toyota. Auch der Zuliefer Bosch organisierte in Kooperation mit der Founders Factory einen afrikanischen Mobility Start-up Demo Day, der kürzlich in der ersten Novemberwoche 2019 stattfand.

Das digitale Afrika – konzentriert in der Silicon Savannah

An der afrikanischen Ostküste entsteht in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gerade die Silicon Savannah. In Anlehnung an das kalifornische Silicon Valley sind dort die innovativsten Mobility Startups konzentriert. Der Accelerator Transformative Urban Mobility (TUMI) hat zur Zeit acht Startups unter Vertrag, welche sich zum Ziel gesetzt haben, das kenianische Verkehrswesen in das digitale Zeitalter zu transferieren. Im Juni diesen Jahres veranstaltete TUMI den Urban Mobility Summit in Nairobi, Hauptsponsor war dabei Uber. Das teilnehmende Startup An Nisa Taxi bietet einen Fahrservice von Frauen für Frauen an. Das junge Unternehmen will dem Sicherheitsbedürfnis weiblicher Fahrgäste entgegen kommen und gleichzeitig die Berufschancen für Frauen in einer männlich dominierten Branche verbessern. My Ride Africa bietet eine Bewertungsplattform für öffentliche Verkehrsmittel an. In Kenia wird der Nahverkehr hauptsächlich von privat betriebenen Minibussen abgedeckt, sogenannten Matatus. Fahrgäste können mit der “My Ride Africa App” einzelne Minibusse bewerten. So erhalten die Kunden ein Kriterium für die Auswahl der zuverlässigsten Fahrzeuge. Die Plattform will dadurch einen Beitrag zur Verbesserung der mangelhaften Verkehrssicherheit leisten und die Transportqualität mittelfristig erhöhen. Eine ebenso große Rolle wie die Minibusse spielen in Kenia die Motorradtaxen. Das Startup RideSafe bietet einen Health Service auf Blockchain Basis für diese Fortbewegungsmittel an. Motorradchauffeure können sich von RideSafe Fertigkeiten in Erster Hilfe zertifizieren lassen. Bei einem Unfall zeigt die RideSafe App die am nächsten gelegene medizinische Versorgungsstelle an. Mit einem Klick können die Verletzten dort angekündigt werden, so dass umgehend Vorbereitungen für deren Einlieferung und medizinische Versorgung getroffen werden können.

Auch Logistics ist Teil von Mobility

Neben der Personenbeförderung gewinnen auch innovative Lösungen für den Transport von Waren an Relevanz. In der kongolesischen 12-Millionen-Einwohner-Metropole Kinshasa expandiert zur Zeit das Food Delivery Startup CongoEats. In der App des 2017 gegründeten Unternehmens können Restaurants ihre Gerichte anhand von Bildmaterial präsentieren. Kunden können über die App Lieferungen anfordern, Tische reservieren und ihr Essen online bezahlen. Über das zweite Projekt der jungen Firma, eCongo können, ähnlich wie bei Amazon, Produkte von mehreren Händlern bestellt werden. Wieviel Potenzial noch in weiteren Entwicklungen steckt, zeigen die Zahlen: bei beiden Projekten sind die monatlichen Bestellungen noch dreistellig. Das ebenfalls 2017 gegründete nigerianische Logistik Startup Kobo360 dagegen hat jüngst 30 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt und ist auch für DHL tätig. Über eine App werden LKW-Fahrer und Unternehmen vernetzt und so Angebot und Nachfrage effizient zusammen gebracht. Der Konkurrent Lori Systems geht ähnlich vor. Beide haben die Ambition, die Warenlieferkette in Afrika digital und disruptiv zu revolutionieren.

Sicherheit, Vernetzung und Mobilität gehören in Afrika zusammen

Weil sich die Bedingungen in Afrika stark von denen in beispielsweise Europa unterscheiden, gibt es dort auch viele Geschäftsmöglichkeiten, die mit relativ geringer Komplexität auskommen. So bietet das Startup CladLight Sicherheitswesten für Motorradfahrer an, die über LEDs gut sichtbar anzeigen wenn gebremst oder geblinkt wird. Eigentlich auch eine gute Idee für westliche Märkte. Neue Mobilitätsansätze verbessern auch die medizinische Versorgung. Das US-Startup Zipline hat einen Drohnenlieferdienst für Medizinbedarfe entwickelt. In Ruanda und Ghana werden so bereits täglich auf Abruf Arzneien schnell und sicher geliefert, auch in entlegene Gebiete. Die Drohne wirft ihre Ladung per Fallschirm ab. Langwierige und umständliche Fahrten über schlecht ausgebaute Straßen entfallen und Hindernisse wie Berge und Flüsse können so einfach überflogen werden. Ein weiteres Startup namens BRCK bringt das W-Lan in Verkehrsbusse, Restaurants, Schulen und Dörfer, damit so viele Menschen wie möglich kostengünstig Zugang zu den modernen IT-Standards bekommen. Allgemein lässt sich feststellen: Mobilität ist in Afrika für den Aufbau von Märkten, den Zugang zu Jobs und Ausbildung sowie für die Verbesserung der medizinischen Versorgung ein Schlüsselfaktor. Die Möglichkeiten für neue Geschäftstätigkeiten in Afrika sind zur Zeit so divers wie der Kontinent an sich. Wer tagesaktuell den Entwicklungen der afrikanischen Startup-Szene folgen möchte, kann dies zum Beispiel auf disrupt-africa.com oder https://techcrunch.com/tag/africa/ tun.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Mobilität und Digitalisierung in Afrika gesammelt? Melden Sie sich gerne bei Ihren magility-Beratern für einen Austausch.