Digitale Transformation in der Industrie. Trends und Entwicklungen. Foto: CC0

Die digitale Transformation der Industrie: Ein Überblick

Die digitale Transformation der Industrie und der Automobilindustrie bietet enorme Chancen und bringt gleichzeitig große Herausforderungen. Auf der einen Seite gibt es das vielversprechende Potenzial vernetzter, effizienterer Produktion und neuer Geschäftsmodelle auf der anderen Seite aber auch dramatische Risiken. Laut dem Bundesverband der deutschen Industrie e.V. könnte Europa bis 2025 einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen, aber auch einen Wertschöpfungsverlust von 605 Milliarden Euro erleiden. Um das Risiko zu minimieren braucht es deshalb weitsichtige Strategien für die digitale Transformation. Wir von magility beraten Sie gerne dazu.

Wo steht die deutsche Wirtschaft und wohin geht der Weg

Politik und Wirtschaft sind sich bereits einig, dass die fortschreitende Digitalisierung ein neues Zeitalter der Vernetzung, Autonomisierung, Flexibilität und vor allem Disruption bedeutet. Die Herausforderung die Unternehmen dadurch heute gegenübersteht ist die Transformation von Geschäftsmodellen und die Identifizierung neuer Wachstums- und Umsatzmöglichkeiten durch digitale Technologien. Die Relevanz ist längst erkannt doch aktuell sind viele Unternehmen in einer Phase der Unsicherheit und oft auch Orientierungslosigkeit. Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH und Experte für digitale Geschäftsmodelle sagt dazu: „Mit der Digitalisierung entwickelt sich die größte Revolution der Industriegeschichte in enormer Geschwindigkeit. Sie bedroht viele klassische Geschäftsmodelle und birgt unabsehbare Risiken. Es müssen deshalb so schnell wie möglich Weichen gestellt werden und ein ganzheitlicher Transformationsprozess begonnen werden.“ Die große Frage ist deshalb, wo deutsche Unternehmen aktuell stehen und wie sie sich im Einzelfall positionieren können.

Was fehlt ist eine umfassende Strategie

Die meisten deutschen Unternehmen haben die Chancen der Digitalisierung längst erkannt und erste Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Über 40 Prozent sehen bereits ein Umsatzwachstum durch Digitalisierung. Für die meisten Unternehmer überwiegen die positiven Möglichkeiten der Digitalisierung  – knapp 70 Prozent sehen Chancen für neue digitale Geschäftsmodelle, während 56 Prozent tendenziell den steigenden Wettbewerb fürchten. Was meistens fehlt ist eine langfristige und umfassende Digitalisierungsstrategie. Die größten Herausforderungen der digitalen Transformation sind die Weiter- und Ausbildung der Mitarbeitenden, rechtliche Rahmenbedingungen, ein hoher Investitionsbedarf sowie Sicherheits- und Datenschutzrisiken.

IT-basiertes Geschäft und disruptive Geschäftsmodelle

Grundlage für die Digitalisierung der Geschäftsmodelle ist ein IT-basiertes Geschäft, also die Unterstützung bestehender Geschäftsprozesse durch digitale Technologien, beispielsweise durch einen Onlineshop, einer digitalen Plattform zur internen Kommunikation oder auch cloudbasierte Lösungen für effiziente Arbeitsweise in Teams. Hier wären beispielsweise Microsoft 365 oder Google Apps genannt. Magility arbeitet eng mit Experten für digitale Arbeitsprozesse zusammen und berät Sie umfassend wie Sie Ihre Produktivität erheblich steigern können.

Nach Außen jedoch erwirken digitale Services oft kundenorientierte Produktinnovationen. Durch die Einbindung digitaler Technologien in die Schnittstellen zum Kunden, erhöht sich die Transparenz und eine direktere Kundeninteraktion wird möglich. Die nach innen gerichtete Digitalisierung in Prozessen der Produktion wird als Industrie 4.0 zusammengefasst. Es geht dabei um die weitreichende Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und damit Prozessinnovationen. Durch die digitale Transformation können interne Prozesse flexibler, dezentraler und effizienter gesteuert werden. Ist ein Geschäftsmodell komplett digital, sowohl nach innen als auch nach Außen, entstehen innovative, häufig disruptive Geschäftsmodelle, die sich durch eine signifikante Erweiterung der Kundenbasis, eine hohe Dienstleistungsorientierung, schnelle Messbarkeit und den Einsatz digitaler Technologien über die verschiedenen Stufen der Wertschöpfung hinweg auszeichnen.

Der Weg zur digitalen Transformation ist nicht immer offensichtlich. Doch wir bei Magility gehen ihn mit Ihnen gemeinsam.

 

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Mobility-as-a-service. Smarte Geschäftsmodelle für die Zukunft. Foto: magility

Mobility-as-a-Service: Smarte Geschäftsmodelle

Mobility-as-a-Service haben in der Tat oft smarte Geschäftsmodelle. Darunter versteht man den Trend Mobilität über Sharing, oder Teilen zu ermöglichen, statt Mobilität über Besitz zu regulieren. Angeboten werden Mobilitätslösungen die als Service verkauft werden. In Zukunft werden diese Services eine große Rolle spielen weshalb schon heute an innovativen Konzepten gefeilt werden muss.

Mobilität auf Abruf

Gerade im urbanen Raum wird der Besitz eines Autos zunehmend unattraktiv. Keine Parkplätze, Staus und damit verbundene hohe Kosten und wenig Komfort. Viel praktischer, flexibler, günstiger, effizienter und nachhaltiger ist es, wenn man ein Auto oder Fahrzeug dann nutzen kann wenn man es braucht und es einfach an dem Ort ausleiht an dem man sich gerade befindet. Um mit Mobility-as-a-Service Wertschöpfung zu erzeugen müssen deshalb digitale Geschäftsmodelle ausgearbeitet werden, die die Kundenwünsche aufgreifen und umsetzen.

Erste Schritte sind getan – Zahlen und Fakten

In den großen Städten gibt es bereits seit einigen Jahren Carsharing-Angebote. Oft sind sie aus Kooperationen zwischen Autobauern und Vermietungsanbietern entstanden. Und die Entwicklungsprognosen sind positiv. Auf etwa 15 Millionen potenzielle Kunden prognostiziert Frost & Sullivan den europäischen Markt 2020. Im Jahr 2017 liegt die Zahl der Nutzer in Deutschland bei rund 1,7 Millionen (Quelle: Bundesverband Carsharing). Der größte Anbieter ist Car2Go (Daimler) mit 640.000 Kunden, gefolgt von DriveNow (BMW) mit 600.000 Kunden und Flinkster mit 300.000 Kunden. Die Zahl der Carsharing-Stationen in Deutschland lag 2017 bei ca. 4.650.

Wachsender Markt

Die Zahlen zeigen das rasante Wachstum im Bereich Mobility-as-a-Service. Carsharing ist dabei nur einer von vielen Smart Services. Es können noch viel mehr digitale Angebote ausgebaut und geschaffen werden. Dank Smartphones und Apps sind die Vorteile vor allem hohe Flexibilität für den Kunden und maßgeschneiderte Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse.

Herausforderungen meistern – magility berät Sie gerne

Trotz ersten zukunftsweisenden Geschäftsmodellen liegt noch ein langer Weg vor der Automobilindustrie. Denn nach wie vor wird das Geld mit dem Verkauf von Autos verdient und die Smart Services sind noch Nischenprodukte. Aber: Die Zukunft ist Smart und braucht neue Mobilitätsdienstleistungen. Magility begleitet und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

3D-Druck. Transformation in der Industrie: Foto: CC0

3D-Druck – Bereit für die Massenfertigung?

Was einst als Rapid Prototyping begann ist in vielen Bereichen bereits Rapid Manufacturing geworden. Und mit Autoteilen, Zahnersatz und Prothesen werden in Deutschland bereits hohe Umsätze erzielt. Doch wie ist der Stand der Dinge beim dreidimensionalen Drucken?

Von Prototypen zu High-Tech-Teilen

Begonnen hat der 3D-Druck vor allem mit Prototypen. Die Einzelanfertigung und daran dann Änderungen daran vorzunehmen ist im Produktionsprozess sehr aufwendig. Dank des dreidimensionalen Druckverfahrens allerdings wird die Anfertigung von Einzelteilen enorm vereinfacht. Langwieriger Werkzeugbau ist dadurch passé. Vor allem was individuelle, passgenaue Teile, wie Hörimplantate oder Zahnprothesen betrifft bietet der 3D Druck ein hohes Potenzial. Und die Zahlen sprechen auch dafür. Auf eine Milliarde Euro beziffert Ernst & Young den Umsatz mit 3D-Druck bereits.

Uninteressant für den Massenmarkt?

Kritiker weißen immer wieder darauf hin, dass 3D-Drucker zu langsam und zu teuer sind um große Stückzahlen zu produzieren. Sie gehen davon aus, dass der 3D-Drucker die Massenproduktion nicht revolutionieren wird. Dieser Einwand wird aber zunehmend hinfällig, da sich die Drucktechnik weiterentwickelt und auch die Materialien immer vielfältiger werden.

Transformation braucht Zeit

Es gibt mittlerweile gute Beispiele bei denen der 3D Druck in die Massenfertigung integriert wurde. Aber wie frühere industrielle Neuerungen zeigen braucht eine Transformation immer Zeit. Dennoch: Die Automatisierung schreitet voran und neben der Robotik ist auch der 3D-Druck Teil dieser Entwicklung. Globale Lieferketten brauchen die zusätzliche Technik um Produkte auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden. Das Drucken von Teilen bietet dafür die nötige Flexibilität.

Das Verfahren

Beim 3D-Druck werden Kunststoff-, Keramik- oder Metallpulver mit Hilfe von Lasern verschmolzen und dann Schicht für Schicht aufgetragen. Das Verfahren ermöglicht neue, leichte Strukturen, die mit herkömmlichen Techniken gar nicht möglich wären. Zudem werden neuartige Materialien und Legierungen speziell für den 3D-Druck entwickelt. „Dank der Technologie können Unternehmen mit kleinen Stückzahlen kostengünstige Prototypen herstellen und mit neuen, innovativen Materialien arbeiten“, fasst Geschäftsführer Dr. Michael Müller von der magility GmbH die Potenziale zusammen. Möchten auch Sie wissen, wie Sie den 3D-Druck in Ihrem Unternehmen so einsetzen können, dass Sie dadurch hohe Kosten einsparen und ihre Agilität in Prozessen vergrößern? Kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne!