Elektromobilität 2017 – Zahlen, Fakten und Prognosen

Derzeit gilt in der Automotiblbranche vor allem eines: die E-Mobilität schnell voranzutreiben und zu fördern. Um die Lage und die Entwicklung besser einschätzen zu können haben wir einige Fakten, Statistiken und Prognosen zusammengetragen um den Status Quo des Elektromobilität aufzuzeigen.

Absatz von Elektroautos

Der größte Markt für Batterieelektro- und Plug-in-Hybrid-Automobile ist China. Hier wurden im Jahr 2016 über eine halbe Million Fahrzeuge verkauft, gefolgt von den USA (157.181 Fahrzeuge) und Norwegen. Deutschland landet auf Platz sechs mit rund 25.000 verkauften Fahrzeugen. Bei den Neuzulassungen machte der Anteil von Elektroautos in Deutschland im Jahr 2015 gerade einmal 0,7 Prozent aus.

Ladeinfrastruktur

Die Zahl der Ladestationen weltweit lag 2014 bei einer Million die Prognose für 2010 lautet 12,7 Millionen. In Deutschland gibt es aktuell rund 6.700 Ladestationen und über 19.700 Anschlüsse, wobei die Zahl der Ladestationen eher langsam wächst. Laut Prognose soll es 2020 150.000 Ladestationen für Elektroautos in Deutschland geben. Die Zahl basiert auf einer Schätzung der Europäischen Kommission. Die meisten Ladestationen in Deutschland stehen in Nordrhein-Westfahlen (1.603) gefolgt von Baden-Württemberg (1.494) und Bayern (1.080). Die Stadt mit den meisten öffentlichen Ladestationen ist Berlin gefolgt von Stuttgart. Bezahlt wird in den meisten Fällen mit einer RFID-Karte (65 Prozent) oder einer Smartphone-App (43 Prozent).

 

Nutzer von Elektroautos

46 Prozent der Fahrer von Elektroautos verfügen über ein mittleres Nettoeinkommen zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Fast 40 Prozent der Nutzer leben in einem Haushalt mit zwei Personen, zusammengerechnet 50 Prozent leben in einem Haushalt mit drei oder mehr Personen. Der Großteil der privaten Nutzer von E-Fahrzeugen lebt in Kleinstädten.

Forschung und Prognose

Die Reichweite der Elektroautos steigt stetig. 2015 lag sie bei ungefähr 240 Kilometer pro Ladung. Diese soll bis 2020 aber auf mindestens 400 Kilometer erhöht werden. Gleichzeitig sollen Lithium-Ionen-Batterien günstiger werden. Liegt der Preis in diesem Jahr noch bei ungefähr 289 Euro pro Kilowattstunde soll er bis 2020 auf nur noch 108 Euro pro Kilowattstunde reduziert werden. Laut Prognosen für 2030 wird der größte Teil der Neuzulassungen auf Hybridantriebe fallen (28 Prozent) gefolgt von Benzin-Motoren (25 Prozent).

Stetige Entwicklung bei der Elektromobilität

Die E-Mobilität entwickelt sich stetig. Daher ändern sich auch Zahlen und Fakten in rasantem Tempo. Dennoch ist es immer wieder spannend einen Blick darauf zu werfen, auch um Trends und Potenziale zu erkennen.

Wir sind bei der aktuellen Entwicklung dabei und schreiben gerne eine Trendstudie für Sie! Kontaktieren Sie uns direkt!

Quelle: Statista

Dongles bergen ein Risiko und müssen geschützt werden Foto: Creative Commonce

Dongles – Sichere Fahrt bis zum Aftermarket

Fahrzeuge, ob kommerziell oder privat genutzt, werden zunehmend vernetzter. Die Konnektivität bietet ein enormes Potenzial hinsichtlich Produktivität, Komfort und Sicherheit, birgt jedoch auch reale Risiken. Der Automotive Aftermarket bietet durch Dongles die Möglichkeit Dongles nachzurüsten und so das Auto nach dem Kauf zu vernetzen. Diese sollten jedoch mit Sicherheitslösungen geschützt werden.

Dongles bieten Smart Services

Bis 2020 werden alleine in der EU geschätzte 100 Millionen Fahrzeuge durch nachgerüstete Lösungen vernetzt sein und zwar über die sogenannten Dongles. Diese bieten nachträglich die Möglichkeit Services zu nutzen, die das Leben einfacherer und sicherer machen. Doch mehrere Praxisbeispiele zeigen, dass es die Dongles-Schnittstelle Hackern ermöglicht das Fahrzeug anzugreifen.

Schwachstellen für Angriffe

Immer wieder gelingt es Angreifern über die Dongle-Schnittstelle ins Fahrzeugnetzwerk einzudringen. Zuletzt wurde etwa der Bosch Drivelog Connector angegriffen. Über Bluetooth gelang es den Forschern die Kontrolle über das Fahrzeug zu ergreifen.

Sicherheitsrisiko Dongle

Dongles werden immer häufiger als Sicherheitsrisiko identifiziert. Gerade bei OBD II Dongles ist das problematisch, da sie mit sicherheitskritischen Funktionen verbunden sind. In Zusammenhang mit Dongles ist es deshalb unerlässlich Sicherheitslösungen zu entwickeln, die zum einen die daraus gewonnen Daten schützt und insbesondere die Sicherheit des Fahrers gewährleistet.

Cybersecurity als ganzheitliche Unternehmensverantwortung muss in den Fokus rücken

Die Konnektivität von Fahrzeugen entwickelt sich aktuell sehr schnell. Um die Risiken zu beherrschen und Sicherheit zu gewähren muss nun mit Cybersecurity-Lösungen, auch im Aftermarket, nachgezogen werden“, kommentiert Experte Dr. Michael Müller, Gesellschaftender Geschäftsführer der magility GmbH die gegenwärtige Lage. „Die Aufgabe der nächsten Jahre ist es, an der Integration von funktionaler Sicherheit und Cybersecurity zu arbeiten und dies in allen Unternehmensprozessen zu verankern. Nur so können die Herausforderungen als Folge von Vernetzung einigermaßen bewältigt werden“.

Fragen zum Thema Cyber Security beantwortet unser Experte Dr. Michael Müller gerne für Sie. Kontaktieren Sie uns

Smart Services sind die Zukunft in der Industrie. Foto: Creative Commonce

Smart Services – Datengetriebene Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie

Der digitale Wandel verändert die Wertschöpfungskette in der Industrie, auch in der Automobilindustrie, rasant. Daten werden zum erfolgskritischen Wirtschaftsgut. Datengetrieben Geschäftsmodelle wie digitale Plattformen und Smart Services sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und den Standort nachhaltig.

Exponentiell wachsender Datenstrom

Der globale Datenstrom wächst exponentiell und bildet die Grundlage für Smart Services. Generiert werden die Daten im Internet der Dinge. Hier werden Daten, Dienste und Infrastruktur vernetzt. Zusätzlich werden Daten über mobile Endgeräte und Maschinen eingespeist. Big Data wird dann mithilfe des maschinellen Lernens zu Smart Data. Daraus entstehen über physische Produkte hinaus smarte, datenbasierte Dienste.

„Die zunehmende Konnektivität und Vernetzung im Internet ermöglicht es uns schon heute und noch vermehrt zukünftig, innovative digitale Geschäftsmodelle für Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln und diese online anzubieten. Insbesondere die sog. Metaplattformen zur intermodalen Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger werden immer mehr gefragt sein“, lautet die Einschätzung der aktuellen magility Trendstudie.

Vision der Smart Service Welt

Das Bild der Zukunft in der Produktion: In der Smart Factory sind Maschinen an digitale Plattformen angeschlossen. So können Produkte und Dienstleistungen über Marktplätze direkt angeboten und eingekauft werden. „Datenkollektion und ihre sinnvolle Auswertung sowie Nutzung sind zweifellos der erfolgskritische Faktor. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen daher Smart Service-Geschäftsmodelle entwickelt und etabliert werden. “ Kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführender Gesellschafter der magility GmbH das Thema.

Produktivitätssteigerung in der Wertschöpfungskette

Die Virtualisierung der Wertschöpfungskette ermöglicht Produktivitätssteigerungen, höhere Transparenz über die Prozesse und ein lückenloses Sicherheitsmanagement. Die Smart Services basieren auf Plattformen, sozusagen digitale Ökosysteme. Diese ermöglichen die vom Unternehmen generierten und gesammelten Daten zu digitalen Dienstleistungen zu formen über die zukünftig neue Gewinne generiert werden können.

„Die Mobilitätsdienstleistungen der klassischen Industrien werden sukzessive ergänzt durch digitale Mobility Services, die auch das private Umfeld mit einbeziehen und dadurch die Geschäftsmöglichkeiten massiv erweitern“ Quelle: Trendstudie von magility

Status Quo

Inwieweit Smart Services in das klassische Geschäftsmodell integriert werden können schwankt von Industrie zu Industrie. Eine Studie der Digitalisierungsberatung Accenture bestätigte, dass die digitale Transformation in der Industrie überwiegend noch am Anfang steht. Wobei die Automobilindustrie der Vorreiter ist und bislang in der Digitalisierung am weitesten vorangeschritten ist. Konzerne arbeiten bereits an zahlreichen Pilotprojekten und Strategien, währen der Mittelstand noch zögerlicher an die digitale Transformation heran geht.

Best Practice: Der gemeinsame Kartendienst Here

Ein Praxisbeispiel für ein digitales Ökosystem ist der Kartendienst Here. Daimler, BMW und Audi haben im Jahr 2015 den Kartendienst Here gekauft und können ihre Fahrzeuge nun mit hochpräzisen Karten ausstatten. Viel mehr geht es aber darum große Datenmengen zu generieren aus denen sich Smart Services und datengetrieben Dienste entwickeln lassen. Der Kartendienst könnte zu einem Paradebeispiel für ein digitales Ökosystem werden. Ausschlaggebend für den Erfolg ist aber die Zahl der Partner. Nur so kann eine kritische Masse an Daten generiert werden.

Mehr zum Thema lesen sie in der magility Trendstudie Innovative digitale Geschäftsmodelle für multimodale Mobilität. Zum lesen bitte hier klicken

 

Mit 3D-Karten das autonome Fahren voranbringen. Bild: Screenshot

Mit 3D-Karten das autonome Fahren voranbringen

Können 3D-Karten der besseren Orientierung von selbstfahrenden Autos dienen? Die Vision vom autonomen Fahren wird immer konkreter. Die Kapazität bei der Datenverarbeitung steigt stetig und ermöglicht immer komplexere Algorithmen und Auswertungen. Dennoch gibt es noch immer Herausforderungen die nicht gelöst sind. Zum Beispiel, wie das autonome Fahrzeug seine Umgebung so detailliert wie möglich wahrnehmen kann. Aktuell kursiert ein Video im Netz, in dem ein Künstler ein Fahrzeug mit Hilfe eines aufgemalten Kreises einsperrt.

Großes Potenzial in 3D-Karten

Um solche Fehler anzugehen, können Echtzeit 3D-Karten die Lösung sein. Kartendaten dienen als Informationsquelle über die Sensoren und Kameras am Auto hinaus. Das Auto kann so wesentlich mehr „sehen“. Das Einbeziehen von Daten aus 3D Karten steuert das Fahrzeug schneller und  sicherer ans Ziel. 3D-Karten sind die Grundlage von Mobilität, denn durch die Vermessung der Welt ist eine einfachere, digitale Navigation erst möglich. Hier werden nun alle für eine reibungslose Fahrt notwendige Daten, wie Staumeldungen, Gefahren und Wettermeldungen, zusammengeführt.

3D Daten verbessern das autonome Fahren

Das Potenzial liegt vor allem in der Erhöhung der Sicherheit. Hier können Autos etwa auf Gefahrenstellen reagieren, die die Karte aufgrund von statistisch erhöhter Wahrscheinlichkeit markiert. Viele solcher Szenarien sind möglich. Aber auch in der Erweiterung von Annehmlichkeiten (es können zusätzliche Services auf Basis der Informationen geschaffen werden) bieten Daten viele Möglichkeiten. Denkbar ist vor allem ein Assistent, der sich Gewohnheiten merkt und optimale Routen berechnet. Dieser kann beispielsweise bereits mit dem Kalender verknüpft sein und fährt direkt nach der Arbeit zum Sportkurs.

Nutzen in beide Richtungen

Der Nutzen geht nicht nur in eine Richtung. 3D-Karten liefern wichtige Daten für das autonome Fahren aber natürlich werden auch Informationen zurückgespielt. Die Informationen, die Fahrzeuge permanent erfassen führen auch zu einem permanenten Update des Kartenmaterials. Am Ende handelt es sich um ein intelligentes Netzwerk, dass aus möglichst vielen Quellen Daten speist, auswertet und verschiedenen Services ermöglicht auf die Daten zuzugreifen.

Mehr Effizienz

Die smarte Verknüpfung von autonomem Fahrzeug und 3D-Karte wird auch die Effizienz steigern. Durch die Karten, die in Echtzeit aktualisiert werden, weiß das vollständig autonome Auto wann die Straßen leer sind und kann diese Zeiten nutzen um etwa für Transporte oder Botenfahrten zur Verfügung zu stehen. Mit den technischen Möglichkeiten und der immer weiteren Vernetzung wird die Mobilität smarter und wachsen auch die Ideen. Magility freut sich darauf.

Lesen Sie auch unsere aktuellen Neuigkeiten: Magility wird Partner von DEKRA. Alles was Sie dazu wissen müssen finden Sie hier

DEKRA beteiligt sich an Magility

Expertenorganisation setzt auf Digitalisierung

  • Übernahme von 25,1 Prozent der Gesellschaftsanteile
  • Strategische Partnerschaft von Magility und DEKRA
  • Kernkompetenz bei Entwicklung und Implementierung digitaler Geschäfte

Die Expertenorganisation DEKRA hat sich mit 25,1 Prozent an Magility beteiligt. Seit 1. Mai ist Magility ein Partner von DEKRA und wird künftig im Firmenlogo den Zusatz „a DEKRA Partner“ verwenden. Das Unternehmen mit Sitz in Kirchheim unter Teck bei Stuttgart ist eine internationale technologieorientierte Strategieberatung für Unternehmen aus den Mobilitätsindustrien. Eine Kernkompetenz liegt in der Entwicklung und Implementierung digitaler Geschäftsmodelle.

 

Funktionale Sicherheit und Cybersicherheit sind zentrale Herausforderungen im Internet der Dinge. Magility begleitet Kunden dabei, die Produkt- und Unternehmenssicherheit ihrer Technologien zu verbessern. Darüber hinaus steht die Weiterentwicklung der organisationalen und prozessualen Kompetenzen des Kunden im Fokus. Die Digitalisierungsspezialisten bringen ihre Expertise projektbezogen auch in die DEKRA Welt bei der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und Sicherheit im Zuge der Digitalisierung von Produkten und Abläufen ein. Außerdem geht es vornehmlich um die gemeinsame Erschließung der Kundenfelder Automobilindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbau.

 

 

Über Magility

Die Magility GmbH mit Sitz im Großraum Stuttgart ist eine internationale technologieorientierte Strategieberatung für Unternehmen aus den Mobilitätsindustrien. Magility verfügt über Jahrzehnte industrieller Führungs- und Expertenerfahrung. Speziell in den Mobilitätsindustrien hat das Beraternetzwerk mit Geschäftsführer Dr. Michael W. Müller umfassende Branchen- und Produktkenntnisse entlang der Wertschöpfungskette.

 

Über DEKRA

Seit mehr als 90 Jahren arbeitet DEKRA für die Sicherheit: Aus dem 1925 in Berlin gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein e.V. ist eine der weltweit führenden Expertenorganisationen geworden. Die DEKRA SE ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des DEKRA e.V. und steuert das operative Geschäft des Konzerns. Im Jahr 2016 hat DEKRA einen Umsatz von voraussichtlich rund 2,9 Milliarden Euro erzielt. Mehr als 38.000 Mitarbeiter sind in über 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten im Einsatz. Mit qualifizierten und unabhängigen Expertendienstleistungen arbeiten sie für die Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause. Das Portfolio reicht von Fahrzeugprüfungen und Gutachten über Schadenregulierung, Industrie- und Bauprüfung, Sicherheitsberatung sowie die Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Systemen bis zu Schulungsangeboten und Zeitarbeit. Die Vision bis zum 100. Geburtstag im Jahr 2025 lautet: DEKRA wird der globale Partner für eine sichere Welt.

https://www.dekra.net/de/dekra-beteiligt-sich-an-magility/

Ihr Kontakt für weitere Informationen:

Datum:                        Stuttgart, 04.05.2017

Kontakt:                      Hanna Müller

Telefon direkt:           07021.866 8992

Email:                          hanna.mueller@magility.com