Die Agritechnica zeigt, dass auch die Landwirtschaft auf Digitalisierung setzt. Foto: magility

Agritechnica – Digitalisierung treibt Landwirtschaft an

Die Agritechnica steht in diesem Jahr unter dem Motto „Green Future – Smart Technology“ und setzt damit ganz klar Maßstäbe in der Technologie für die Landwirtschaft. Das Stichwort dabei ist nachhaltige Produktivitätssteigerung. Maßgeblich für diese Produktivitätssteigerung ist Konnektivität. Doch wie genau sieht die Vernetzung in der Landwirtschaft aus? Welche Benefits bringt sie und was erwartet uns zukünftig in dieser Branche?

Optimierung der landwirtschaftlichen Bearbeitungsprozesse

Die Landwirtschaft ist eine arbeitsintensive Branche, in der seit jeher Manpower gefragt ist. Umso interessanter ist das Versprechen der Vernetzung und Produktivitätssteigerung durch Konnektivität. Sozusagen die Smart Farm oder Farm 4.0. Über Apps werden dabei die Maschinen, Landmaschinen, Melkmaschinen oder Futterroboter überwacht und kontrolliert. Die Abläufe können bequem mobil gesteuert werden. Daraus ergeben sich Einsparung von Zeit, Arbeitskraft und Energie sowie schlussendlich auch die Minimierung der Kosten. So sieht die Zukunft in der Landwirtschaft zielführend aus.

Digitalisierung als Turbo

„Die Digitalisierung und Vernetzung der Landtechnik bringt einen großen Investitionsanreiz mit sich“ schätzt unser Experte Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die Branche ein. „Durch digitale Lösungen werden Prozesse effizienter und ökologische Ziele können leichter erreicht werden,“ so Müller. Die Kaufbereitschaft der Landwirte beruhe in erster Linie auf einem Effizienzversprechen der Industrie und ist damit technikgetrieben. Im Ergebnis trägt das digitale Vernetzungsangebot dazu bei, die betriebliche Profitabilität im besten Falle signifikant zu steigern.

Plattform zur Vernetzung in der Landwirtschaft

365FarmNet bei der Agritechnica

365FarmNet bei der Agritechnica

Landwirtschaftliche Prozesse sind sehr komplex. Eine große Anzahl an Prozessen müssen gesteuert und Nachweise erbracht werden. Dafür gibt es heute schon Agrarmanagementsoftware zur Unterstützung der Produktion und für das Tracking der Prozesse. Ein Beispiel ist 365FarmNet. Solche Lösungen helfen, die smarte Farm zu verwalten und den Überblick zu behalten. Durch gezielte Kontrolle und Tracking können zudem Optimierungspotenziale ermittelt werden. Lösungen wie diese bilden im Schwerpunkt interne Prozesse ab. Für die Überwachung der vernetzten Landmaschinen braucht es komplexere Anwendungen.

Keine Konnektivität ohne Cyber Security

Die Herausforderung, vor der die Konnektivität nach wie vor steht, ist die Sicherheit. Cyber Security ist auch in der Landwirtschaft von hoher Wichtigkeit. Die digitale Vernetzung von Prozessen bringt immer die Gefahr von Angriffen und externer Manipulation mit sich. Auch die Datensicherheit muss gewährt sein. Dementsprechend sind auch in der Landwirtschaft Cyber Security Lösungen gefragt.

Agritechnica 2019

Die Agritechnica ist die internationale Messe für Landtechnik. Sie hat eine führende Rolle als weltweiter Branchentreffpunkt. Die Messe finden alle zwei Jahre in Hannover statt. Sie bietet eine Plattform für mehr als 2.800 Aussteller und 450.000 Besuchern. Die kommende Messe ist die Agritechnica 2019.

Haben Sie Fragen rund um die Konnektivität in der Landwirtschaft und wollen Sie wissen, welche Sicherheitsvorkehrungen in der vernetzten Welt wichtig sind? Unsere Experten beraten Sie gerne.

 

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Die Zukunft von Blockchin in der Automobilindustrie. Bild: CC0

Blockchain in der Automobilindustrie – Großes Potenzial oder heiße Luft?

Blockchain ist ein Begriff, der derzeit überall zu hören und zu lesen ist. Eine Technologie, die die Gesellschaft verändern wird, sagen die Enthusiasten. Nur ein kurzer Trend sagen die Skeptiker. Tatsächlich könnten mit der Technologie zukunftsweisende Anwendungen realisiert werden, die viel Potenzial für neue digitale Geschäftsmodelle schaffen. Doch wie funktioniert die Blockchain? Welche Potenziale bietet sie für die Automobilindustrie und wie ist der Status quo?

 

Die Blockchain – Digitales Kassenbuch

Die Blockchain ist die Technologie, die bislang vor allem bekannt ist als Basis für die Kryptowährung Bitcoin. Eine Art virtuelles Kassenbuch, eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die jede Transaktion festhält. Dieses Bild ist aber stark vereinfacht. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Blockchain ein kompliziertes Prinzip, das genauerer Betrachtung bedarf. Die Datensätze (Blocks) werden mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet. Jeder Block enthält eine Markierung des vorangegangenen Blocks, einen Zeitstempel und Transaktionsdaten. Da alle Transaktionen miteinander verkettet sind, werden Manipulationen ausgeschlossen, da sich diese erst im Rückblick bestätigen lassen und eine Fortführung einer Kette nur dann möglich ist, wenn sich in der Vergangenheit nichts widersprochen hat. Zum Beispiel, dass eine Transaktion doppelt ausgeführt wurde obwohl sie nur einmal zu tätigen ist. Ist die Blockchain also vollkommen betrugssicher? Sicher fehlt es noch an genügend Praxisbeispielen um das final zu unterschreiben. Die Blockchain bietet aber in jedem Fall eine enorme Transparenz. Eine Anonymität ist auch gewahrt, da sich die handelnden Personen nur gegenseitig zuordnen können auf Basis ihres sogenannten Wallets. Jedes Wallet besitzt eine Nummer, nur wer die Zuordnung der Nummer zur Person kennt, weiß wer sich dahinter verbirgt.

 

Sicherheit und Vertrauen im Netz

Was Blockchain bietet, ist eine Transparenz, die es so im Netz bislang nicht gab. Eine Kette, die alle Transaktionen festhält und damit auch Vertrauen schafft, wo bislang vor allem Unsicherheit war: im Netz. Blockchain schafft Vertrauen durch den Wegfall des Intermediärs, z.B. einer Bank. In der globalisierten Welt spielen Grenzen zwar keine große Rolle mehr, es gibt jedoch nach wie vor nationale Gesetze. Hier weckt die Technologie Hoffnung, diese Lücken von Sicherheit und Vertrauen zu schließen und damit viele Optionen von digitalen Dienstleistungen zu eröffnen, die gerade noch an genau diesem Aspekt scheitern würde. Zum Beispiel gibt es aktuell schon Dezentrale autonome Organisationen (DAO), welche losgelöst von nationalen Gesetzmäßigkeiten einzig in der Blockchain existieren und wirtschaften.  

 

Maschine bezahlt Maschine

Verträge, Verkäufe, Services, Produktion. Handel setzt Vertrauen voraus. Da das Internet weitestgehend anonym ist, weckt die Blockchain die Hoffnung, diese Anonymität aufzuheben. Transaktionen könnten dann, aufgrund des Vertrauens automatisch ablaufen. Zum Beispiel über sogenannte Smart Contracts. Ein aktuelles Beispiel dazu ist IOTA, eine Kryptowährung für Maschinen. Die Vision dahinter ist, dass Maschinen andere Maschinen bezahlen. Eine zentrale Idee im Internet der Dinge, die durch die Technologie möglich gemacht werden könnte. Im Internet of Things sind alle Maschinen und Gegenstände vernetzt, können also miteinander kommunizieren. Der nächste Schritt wäre natürlich, wenn sie sich gegebenenfalls direkt bezahlen könnten. Das klingt nicht besonders neu? Der Unterschied wäre, dass ich der Maschine nicht mehr Zugriff auf mein eigenes Konto gewähren muss sondern die Maschine eigenes Geld verwahrt und verwaltet. Das sind Ideen, denen wir nachgehen müssen, um herauszufinden, welches Potenzial die Blockchain für uns und die Industrie tatsächlich hat.

 

Anwendungsfelder in der Automobilindustrie – Wohin kann es gehen?

Die größte Herausforderung in Zusammenhang mit Smart Services und neuen digitalen Geschäftsmodellen ist die Sicherheit. Das vernetzte Automobil ist ausgestattet mit zahlreichen Apps und Anwendungen und verknüpft mit Dienstleistern und externen Partnern. Gleichzeitig ist auch die Lieferkette in der globalen Welt komplex und die Verfolgung von Gütern entlang der Wertschöpfungskette eine zunehmende Herausforderung. Somit gibt es zum einen das Anwendungsfeld direkt im Fahrzeug, als Abwicklung von Transaktionen und Services rund ums vernetzte Fahrzeug. Aber auch eine Blockchain um den Lifecycle eines Fahrzeugs zu überwachen. Die Kette schafft Transparenz und dokumentiert die Vorgänge. Die Geschäftsmodelle und Anwendungsgebiete sind weitreichend. Smarte Fahrtenbücher, Car-Sharing, Tracking von Lieferketten – es gibt so viele weitere Anwendungsfelder. In der Automobilindustrie ist die Technologie noch nicht überallhin durchgedrungen, wie eine Studie kürzlich herausgefunden hat. Das Potenzial wird dennoch erkannt und Möglichkeiten des Einsatzes ausgelotet.

 

Unsere Experten von magility beschäftigen sich sehr intensiv mit dem Thema Blockchain und digitalen Geschäftsmodelle. Erst kürzlich haben wir in Zusammenarbeit mit der VP Bank ein Event dazu veranstaltet. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck, wie magility in der Motorworld Böblingen gefeiert hat.