Smart Mobility - wohin geht die Reise der Mobilität? Bild: CC0

Smart Mobility – wohin geht die Reise der Mobilität?

Smart Mobility oder auch ‘intelligente Mobilität’ ist ein Schlüsselelement der Stadt der Zukunft, der sogenannten Smart City. Smart City steht für das Konzept einer modernen Stadt, in der die Nutzung technologischen Fortschritts es ermöglicht sowohl stadtinterne Prozesse innerhalb der Verwaltung und Stadtplanung sowie Prozesse bei der Nutzung der Infrastruktur sowie dem Ressourceneinsatz zu koppeln und zu verknüpfen – auch im Hinblick auf das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger miteinandern.  

 

Was ist Smart Mobility?

Unter dem Begriff Smart Mobility – der intelligenten Mobilität – wird die zunehmende Vernetzung von Verkehrsmitteln, Fahrzeugen, Parkplätzen, Straßen, Ampeln, Verkehrsschilder sowie Apps und weiteren Elementen der Smart City verstanden. Durch die steigende Zahl vernetzter Fahrzeuge (car2x)  können weitere Informationen gesammelt und weiterverarbeitet werden. Smart Mobility versteht sich als Zukunftskonzept für die Fortbewegung der Bürger in den modernen Städten der Zukunft.

Deutschland zeigt sich zunehmend bereit in die smarte Mobilität einzusteigen. Klassische Autofahrer können sich schon heute bei attraktiven Bedingungen vorstellen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Genauso können sich Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel auch die Nutzung eines intelligenten Autos vorstellen wenn es attraktive und smarte Mobilität bietet.

 

Autonome Fahrzeuge verändern alles

Autonome Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt von zukunftsweisenden Konzepten intelligenter Mobilität. Sie eröffnen neue Dimensionen im Bereich individuelle Mobilität und schaffen gleichzeitig Raum für neuartige Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor. Beim Autonomen Fahren wird der Fahrer zum Beifahrer oder gar zum Passagier. Folglich erhält er wertvolle zusätzliche Zeit während seiner Fortbewegung, die er anderweitig nutzen kann. Eine Basis für die zuverlässige Manövrierung autonomer Fahrzeuge innerhalb der Smart Mobility, ggf. in einer Smart City, wird zukünftig ein belastbares Mobilfunknetz, idealerweise mit 5G Standard.

 

Reisen mal anders – Raum für neue Geschäftsmodelle

Reisende können in Zukunft ihre Reisezeit für vielfältige Zwecke nutzen. Hier bietet die Smart Mobility zahlreiche Chancen für Dienstleister ihre Angebote in smarte Mobilitätsplattformen zu integrieren. Im Bereich Unterhaltung, Bildung und E-Commerce bieten sich schon heute eine Vielzahl an Angebotsmöglichkeiten. Eine Verschiebung von Kräfteverhältnissen im Mobilitätsmarkt ist die Folge. Der Autobauer Daimler ist mit der App “moovel” zumindest bezüglich intelligenter, multimodaler Reiseplanung bereits gut aufgestellt. Neben der individuellen Reiseplanung können zusätzliche Services in eine Mobility as a Service Plattform zusätzlich integriert werden. Die Nutzung der generierten Daten aus der Smart Mobility bieten große Chancen für individuell maßgeschneiderte Angebote für reisende Kunden.

 

Automobilbranche muss sich neu erfinden

Durch die weitere Entwicklung unter dem Schlagwort ‘CASE’ (Connectivity, Autonomous Driving, Shared & Services, Electric Drive) verändert sich die Automobilbranche massiv. Neue Player drängen auf den Markt und verändern die Marktposition der etablierten Hersteller signifikant. Smart Mobility ist mehr als nur eine Weiterentwicklung von Verkaugsmodellen. Smart Mobility fordert Hersteller und Zulieferer heraus, cloudbasierte Geschäftsmodelle zu generieren, die auf Basis von leistungsstarken Plattformen intelligente sowie sichere Mobilität gewähren können.

 

Geschäftsmodelle, Strategien und Transformation

Die Transformation der Fortbewegung durch Smart Mobility erfordert immer wieder professionelle Unterstützung von erfahrenen Experten im Mobilitätsmarkt. Etablierte Unternehmen sind aktuell oft noch unsicher was die Smart Mobility letztendlich für ihr eigenes Geschäftsmodell bedeutet.

Strategieentwurf, Geschäftsmodell Optimierung sowie die Begleitung der Unternehmenstransformation – von der Mobilität heute zur Smart Mobility von morgen – das sind die Kernelemente unserer Arbeit bei magility.

Wir sind ihr Partner für die smarte Mobilität der Zukunft.

MaaS - die Revolution der Mobilität Bild: CC0

Die Revolution der Mobilität – MaaS oder was?

 

Ein eigenes Fahrzeug zu besitzen und damit individuell mobil zu sein, war bisher der Inbegriff für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Individuelle Mobilität definierte sich lange über ein eigenes Fahrzeug, das immer verfügbar vor der eigenen Haustüre bereit stand. Die Zeiten in denen praktische und komfortable Mobilität nur übers eigene Fahrzeug vor der Tür definiert wurden, ändern sich derzeit langsam aber kontinuierlich. Und mit ihr ändert sich das Nutzungsverhalten von Fahrzeugen. Die neue Unabhängigkeit und Freiheit heißt heute MaaS – ‘Mobility as a Service’. Das bedeutet Mobilität dann gezielt online buchen, wenn man sie braucht. Über eine zentrale Plattform werden verschiedene Fahrzeugnutzungen angeboten, Nutzer können individuell wählen welches Gefährt für die gewünschte Strecke das jeweils beste ist.

 

Finnland legt das Tempo vor

 

Finnlands Hauptstadt Helsinki will seine Bürger herausfordern. Schon bis zum Jahr 2025 soll es für keinen Bewohner der Stadt mehr attraktiv sein, ein eigenes Auto zu besitzen. Stattdessen setzt das skandinavische Land auf Mobility as a Service (MaaS). Eine herausfordernde Idee – kann man sich doch hierzulande, gerade außerhalb der Großstädte, ein bequemes Leben ohne eigenes Gefährt kaum ausmalen. Seit 2016 nutzen die Finnländer die App “Whim”, welche ähnlich der in Deutschland verwendeten App “moovel” bestmögliche Transportmöglichkeiten für den Nutzer vorschlägt über mehrere verschiedene Verkehrsmittel hinweg. Ob Zug, Taxi, Bus, Carsharing- oder Bikesharing-Angebote, die App findet das für den Nutzer schnellste, kostengünstigste und bequemste Fortbewegungsmittel.

 

Zentrale Plattform für Buchungen

 

MaaS Plattformen basieren im Grunde auf einer digitalen Plattform, die Reisen von Beginn bis Ende (end-to-end) mithilfe von Reiseplanung, Buchungen, elektronischen Fahrkarten und Zahlungsmöglichkeiten über alle Transportmittel hinweg, ob privat oder öffentlich, möglich macht.

 

Mobilität als Dienstleistung, kurz MaaS (Mobility as a Service) bringt uns ein Stück näher zur Nutzerzentrierten Mobilitäts-Erfahrung. Heute sind wir im Zeitalter der ständigen Verfügbarkeit von Information angekommen. Im digitalen Zeitalter ist kaum mehr ein Fahrzeug nicht verbunden mit einer Informationsquelle, sei es das Internet, die Vermietungsplattform oder das eigene Smartphone, das uns zuverlässig zum Ziel manövriert. Um mobil zu sein braucht es durch MaaS heute nur noch ein Smartphone und eine Internetverbindung.

 

Städte sind Vorreiter

 

Die sich in allen Großstädten zuspitzende Parkplatzsituation, sowie die Belastung der Umwelt durch Abgase und Zeitverluste durch permanente Verkehrsstaus, verschärfen die Notwendigkeit neue Lösungen für die individuelle Mobilität zu finden. Städte wollen effiziente Lösungen, die schnell umsetzbar sind. Denn neue Infrastruktur bereitzustellen ist langsam und kostspielig. Heute brauchen wir Lösungen, die mit der bereits bestehenden Infrastruktur angegangen werden können.

Herausforderungen auf dem Land

 

In urbanen Ballungszentren lässt sich schon heute MaaS relativ reibungslos umsetzen. Hier sind verschiedenste Anbieter von Taxis über E-Scooter bis hin zu Fahrrädern und Rollern präsent und im Stadtgebiet meist so verteilt, dass sie von jedem Standort in der Stadt zeitnah und problemlos erreicht werden können. Auf dem Land kann es schon schwieriger werden. Nichtsdestotrotz würde auch auf dem Land eine zentrale Plattform für Buchungen über verschiedene Verkehrsmittel hinweg als Angebot von Städten oder Landkreisen deutliche Reiseerleichterungen mit sich bringen. Dazu müssen sich jedoch festgefahrene Strukturen bei Verkehrsbetrieben verändern.  In Baden-Württemberg gibt es zumindest mal die Informations App ‘bwegt’, die Informationen zu Bussen und Bahnen regionenübergreifend anbietet.

 

Wandel in der Mobilität

 

Zentrale Plattformen über die alle Verkehrsmittel gebucht werden können, sind heute noch nicht weit verbreitet. Finnland bietet als bisher einziger Staat über die App “Whim” die Möglichkeit, Mobilität so einfach wie noch nie zu erleben. Wer in Finnland ankommt, muss keine Fahrpläne checken. Whim schlägt Routen nach unterschiedlichsten Kriterien vor, wie beispielsweise die gesündeste, die umweltfreundlichste, die schnellste oder eine die an möglichst vielen Sehenswürdigkeiten vorbei geht.

 

MaaS verändert die Art, wie wir reisen und im Alltag mobil sind massiv. Mit dieser Veränderung verschieben sich auch die Machtverhältnisse im Mobilitätssektor. Anbieter von Dienstleistungen wie beispielsweise Bereitstellung einer zentralen MaaS Plattform mit Ticketsystem werden immer wichtiger als Mittler zwischen Hersteller und Endnutzer. Magility begleitet Unternehmen im Wandel der Mobilität mit Strategieausrichtung, Geschäftsmodell Design und Marktetablierung durch Innovation und Technologie. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie!