Cyber Security Management schützt Unternehmen ganzheitlich

Unternehmen treibt heute mehr denn je zuvor die Frage, wie sie ihre Gesamtorganisation zuverlässig gegen Cyber Angriffe absichern können. Zu schützen gilt es vor allen Dingen in Datenbanken gespeichertes Fachwissen sowie private Daten der Mitarbeitenden, Lieferanten und Kunden. Im Fokus steht jedoch die Sicherstellung von ganzheitlich sicheren Produkten, die am Ende auf den Markt kommen. Cyber Security Themen rücken immer mehr in den Fokus. 

Wachsende Zahl von Cyber Einfallstoren

Durch die stetig anwachsende Digitalisierung und durch zunehmende Internet of Things (IoT) Anwendungen steigt die Anzahl der Schwachstellen in Unternehmen, die von böswilligen Angreifern ausspioniert und zur Bedrohung durch Cyber-Angriffe werden können. In der klassischen IT fallen darunter beispielsweise die Cloud, Server, Netzwerke, das drahtlose Internet, einzelne Computer und Laptops sowie mobile Endgeräte und deren Software Applikationen. Angriffsvektoren, also Einfallstore um ins Innere des Unternehmens vorzudringen, sind jedoch nicht nur in der ‘klassischen’ IT zu finden. Unternehmen sind heutzutage auch über ihre IoT Infrastruktur angreifbar. Sei es über vernetzte Gebäudetechnik, über ungeschützte Datenbusse, über Anlagen, Maschinen und Einrichtungen sowie über Steuerungen bspw. von Produktionsanlagen. Durch zusätzliche vernetzte Technologien, die zukünftig im Rahmen von Industrie 4.0 sowie bei der Verbindung mit Smart Cities eingesetzt werden sollen, entstehen weitere Einfallstore. Das Risiko für Unternehmen zum Ziel für Cyber-Angriffe zu werden, steigt dadurch massiv an.  

Produkte und Services müssen auch sicher sein

Heute sind Unternehmen nicht mehr sicher aufgestellt, wenn sie nur ihre klassische IT und ihre Infrastruktur schützen. Das Beispiel der Automobilindustrie zeigt deutlich, dass schon seit Jahren der Fokus auf eine ganzheitliche Sicherheit der Endprodukte (hier Fahrzeuge) gelegt werden muss.

Konnektivität, die Fähigkeit mit dem Internet verbunden zu sein, erweitert das Fahrzeug-Gesamtsystem heute beträchtlich. Das Fahrzeug selbst hört nicht mehr an der Karosserie auf. Stattdessen ist es untrennbar verbunden mit einem Backend, mit Content- und Service Partnern und hat Schnittstellen zu Ladestationen, Diagnosegeräten sowie  mobilen Endgeräten. Außerdem überträgt Funk wichtige Informationen aus dem Fahrzeug ins Backend und diese wiederum auf mobile Endgeräte. All diese Schnittstellen müssen abgesichert werden um Cyber-Bedrohungen zu minimieren. Alle Schnittstellen bilden zusammen Einfallstore für Cyber-Angriffe, um auf sicherheitskritische Funktionen im Einzelfahrzeug oder in ganzen Flotten Einfluss zu nehmen. Im zweiten Schritt kann dann wiederum das Unternehmen selbst Angriffsopfer von Cyber-Bedrohungen werden. Sowohl über vernetzte Produkte als auch über die Unternehmens-IT oder die Infrastruktur können Angreifer an sicherheitskritische Daten gelangen und sie für ihre Zwecke manipulieren und so dem Unternehmen und Fahrzeuginsassen sowie im weiteren Verlauf auch anderen Verkehrsteilnehmern mitunter massiv schaden.

Cyber Security Management System macht Sicherheit greifbar

Unternehmen können die Gefahr von Cyber Angriffen auf Fahrzeugflotten handhabbar machen sofern sie ein ganzheitliches Cyber Security Management System implementieren. In diesem System, ähnlich wie einem Qualitätsmanagement System, sind alle Unternehmensbereiche abgebildet, werden aufeinander abgestimmt und ganzheitlich auf Cyber Security ausgerichtet. Cyber Security wird zu einer neuen interdisziplinären Systemfunktion des Unternehmens. Aktuell arbeiten die Automobilunternehmen daran, wie sie ganzheitliche Cyber Security in ihre Prozesse und Produkte langfristig über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs integrieren können und Cyberrisiken somit handhabbar machen.

Magility hat mit langjähriger Expertenerfahrung ein Cyber Security Management System für die Automobilindustrie entwickelt. Das Cyber Security Management System umfasst alle Lieferantenbeziehungen entlang der Hardware- und Software-Wertschöpfungskette, lebt entlang des gesamten Produktlebenszyklus von Fahrzeugen und umfasst das gesamte End-to-End Gesamtfahrzeugsystem. Durch die Implementierung des holistischen magility Cyber Security Management System Regelkreises werden Cyber Security Risiken sowohl in der klassischen IT als auch im Bezug auf Fahrzeug-Produktmerkmale zunehmend beherrschbar..

Schwachstellen im Überblick haben

Magility ist u.a. zertifizierter Reseller von Cyber Security Schutz Software, z.B.  von ‘Blueliv’ Software. Blueliv ist ein spanisches Unternehmen mit sehr hoher Reputation u.a. bei Gartner (Cool Vendor). Die „Targeted Cyber Threat Intelligence Plattform und der „Threat Data Feed adressieren eine umfassende Palette von Cyber-Bedrohungen. Blueliv identifiziert Cyber-Bedrohungen und hilft damit, diese schnell und umfassend abzuwehren. Weltweit hat Blueliv über 100 Kunden, u.a. die Allianz Group, Banco Santander, Telefonica, um nur einige zu nennen.

Blueliv kann durch Analysen über ihre Cyber Plattformen aufzeigen, welche Handlungsfelder hinsichtlich der Sicherheit unternehmensintern adressiert werden müssen und analysiert gleichzeitig was außerhalb des Unternehmens im Cyber Security-Bereich auffällt. Die Internet Sicherheit, insbesondere die Angriffssicherheit wird dadurch ganzheitlich ergänzt. Unternehmen können die webbasierte Plattform lizenzieren und haben so alle Schnittstellen nach außen im Echtzeit-Überblick. Durch den non-intrusiven Charakter ist keine Installation in der unternehmenseigenen IT nötig, was die Plattform unkompliziert einsetzbar macht.

Sind Ihre vertraulichen Daten sicher?

Wie ist Ihr Unternehmen in Bezug auf Cyber Risiken abgesichert? Gerne gibt magility Ihnen eine Demo zur Schwachstellenanalyse mittels der Blueliv Threat Intelligence Plattform. Blueliv hat kürzlich auch einen interessanten Report zum Diebstahl von vertraulichen Informationen durch Cyber Angreifer veröffentlicht. Kontaktieren Sie uns, wir senden Ihnen den Report gerne zu. Unsere Experten beraten Sie auch gerne ausführlich zu Details und zur Implementierung des produktbezogenen Cyber Security Management Systems. Schicken Sie eine kurze Mail oder rufen Sie direkt an. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Flottenmanagement und Elektromobilität ist ein großes Thema.

Elektromobilität in der Unternehmensflotte – Zukunftsfähig und nachhaltig

Seit einiger Zeit wird der umfassende Einsatz von E-Fahrzeugen in Unternehmensflotten diskutiert. Die Nachfrage nach E-Autos und kleinen Lkws mit Elektroantrieb im Flottenmanagement steigt stetig an. Im Spannungsfeld von Umweltschutz und Kostenreduktion müssen die Unternehmen jetzt handeln und sich neuen Technologien gegenüber offen zeigen. Wie weit sind die Unternehmen bei der Integration von E-Fahrzeugen in Fahrzeugflotten heute schon? Wie schlägt sich der Einsatz von E-Fahrzeugen in Unternehmensflotten wirtschaftlich nieder und welches noch ungenutzte Potenzial bergen E-Fahrzeuge im Flottenmanagement? Wir von magility haben Antworten auf diese Fragen für Sie zusammengefasst.

Anzahl von Elektroautos auf deutschen Straßen

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) waren in Deutschland Anfang 2018 über 98.000 Elektroautos auf den deutschen Straßen unterwegs. Davon wurden rund 42.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 und Frühjahr 2018 zugelassen. Laut Bundesregierung sollen bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen sein. Da die Zahl von Elektrofahrzeugen innerhalb von weniger als zwei Jahren um ein vielfaches ansteigen soll, besteht aktuell massiver Handlungsbedarf. Hinzu kommt, dass alternative Antriebstechnologien, in Zeiten von diskutierten und vollzogenen Dieselfahrverboten, in deutschen Innenstädten immer wichtiger werden. Auch beim Flottenmanagement spielt der elektronische Antrieb eine immer größere Rolle.

Quelle: Statista

Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland bis 2018. Quelle: Statista

 

Die E-Flotte der Zukunft

Die von der Bundesregierung bereits 2011 formulierten Ziele zum Ausbaus von Elektromobilität sind, die Abhängigkeit Deutschlands von Ölimporten und den Verbrauch fossiler Ressourcen zu reduzieren, Emissionen sowohl global als auch lokal zu minimieren und ein multimodales Mobilitätsverhalten zu fördern. Diese Ziele wurden noch lange nicht erreicht. Das Nutzerverhalten und die Kaufkraft bezüglich Elektroautos zeigt, dass Unternehmen und private Fahrzeugnutzer, auch im Jahr 2018, Elektromobilitäts-Technologien noch skeptisch gegenüber stehen. Ein immer wiederkehrendes Thema, über das wir bereits berichtet haben, ist auch die Ladeinfrastruktur, die noch nicht zufriedenstellend ausgebaut ist.

Flottenmanagement als Stellschraube für mehr Elektromobilität

Ein Drittel der jährlichen Neuzulassungen kommen von Unternehmen, hier zeigt sich die Bedeutsamkeit gewerblicher Flotten. Auch als Marktsegment für Elektromobilität sind sie interessant. Gerade im Bereich Logistik und Lieferdienste wurden kleine E-Lkw als Lösung für Metropolen und Innenstädte gefunden, wo hohes Verkehrsaufkommen und Luftverschmutzung anhaltend zu Problemen führen. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen wird im Flottenmanagement zu einer gern und immer öfter eingesetzten Alternative zu herkömmlichen diesel- und benzinbetriebenen Fahrzeugen.

Der Durchbruch in den nächsten Jahren

Elektromobilität ist Bestandteil einer globalen Mobilitätswende. Im „Wegweiser Elektromobilität“ gibt die nationale Plattform Elektromobilität (NPE) Handlungsempfehlungen und prognostiziert den Durchbruch der Elektromobilität zwischen dem Jahr 2020 und 2030. Es wird darin auch darauf hingewiesen, dass bereits eine hohe Marktdynamik zu beobachten ist, insbesondere in Ländern mit guten Rahmenbedingungen.

Lohnt sich eine Elektroflotte schon heute?

Unternehmen wägen immer zwischen Nutzen und Risiko ab und entscheiden sich auch aktuell noch oft für einen Verbrennungsmotor, da das Risiko in ein Elektrofahrzeug zu investieren wohl noch zu hoch scheint. Dem ließe sich entgegenwirken, vor allem mit einer gut ausgebauten, flächendeckenden und öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Viele Unternehmen können bereits auf Use Cases für E-Fahrzeuge zurückgreifen. Diese zeigen, dass meist nur kurze Strecken zurückgelegt werden und das die E-Fahrzeuge hauptsächlich in Innenstädten genutzt werden. Der noch hohe Preis scheint nicht abzuschrecken, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Durch die Use-Cases wird sichtbar, dass Deutschland die gesteckten Ziele noch lange nicht erreicht hat. Dies wird auch durch die noch zu geringe Anzahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge in Deutschland bestätigt.

Um den Weg für den Einsatz von Elektromobilität in Unternehmensflotten zukunftsfähig zu machen, sollte in den nächsten Jahren folglich der Fokus auf der Verbesserung der Rahmenbedingungen liegen. Nur so wird es für Unternehmen attraktiver, die Flotte durch Elektrofahrzeuge zu erweitern.

Die digitalen Herausforderungen ändern sich. Profundes Wissen muss in Strukturen und Prozesse eingebunden werden. Wir bei Magility sind Experten für digitale Strategien, Geschäftsmodelle und neue Mobilitätskonzepte. Sprechen sie uns gerne darauf an!

Diese Ladestation könnte bald Vergangenheit sein. Drahtloses Aufladen ist ein weiterer Schritt der Elektromobilität. Foto: CC0

Drahtloses Aufladen von Elektroautos – Qualcomm zeigt, wie das aussehen kann

In Zukunft sollen Elektroautos ohne Ladekabelverbindung komfortabler und schneller durch drahtloses Aufladen „getankt“ werden. Die neuen iPhone-Generationen können dies heute schon kabellos bzw. drahtlos. Diesen Komfort soll es nun bald auch für Elektroautos geben. Wir von magility haben einige Fakten und Informationen über den aktuellen Stand der neuen Technologie in diesem Bereich zusammengetragen und uns genauer angeschaut, wie das E-Auto geladen werden soll, wenn es nicht direkt mit einer Steckdose verbunden ist.

Qualcomm liefert die erste Technologie

Qualcomm, ein Anbieter für Mobilfunktechnologie aus Kalifornien, demonstrierte bereits in Tests, dass drahtloses Aufladen von Elektroautos heute schon möglich ist. Durch die Demonstration der neuen Ladetechnik gibt das Technologieunternehmen eine zukunftsweisende Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen des Ladeprozesses: umständliches Aufladen, lange Ladezeiten und geringe Reichweite. Das Unternehmen entwickelte in der Vergangenheit bereits Technologien für die drahtlose Kommunikation. Das kabellose Aufladen ist nun ein zusätzliches Produkt im Portfolio.

Vom stationären, drahtlosen Laden zum direkten, induktiven Laden

Die Wireless-Electric-Vehicle-Charging Technologie (WEVC), „Halo“ genannt, ist eine Plattform, die Elektro- und Hybridautos mit 3,7 bis 22 Kilowatt induktiv auflädt. Der Hersteller vergleicht die Technologie auf seiner Homepage mit dem Laden einer elektrischen Zahnbürste, nur mit mehr Power und einem komplexeren Design. Die Technologie kann in jeden Parkplatz integriert werden. Die größere Vision des Herstellers „Halo“ ist jedoch,  in Straßen zu integrieren und so die Elektroautos während der Fahrt aufzuladen. Beim WEVC wird in der Fahrbahn ein hochfrequentes Magnetfeld mit 85 Kilohertz erzeugt, das in einer unter dem Fahrzeug angebrachten Spule eine Spannung erzeugt. Die Effizienz bei der stationären Variante beträgt derzeit 90 Prozent.

Drahtloses Aufladen – Wird die Technologie bereits eingesetzt?

Das dynamische Laden auf der Straße ist bisher nur auf Teststrecken möglich. In Versailles hat Qualcomm 56 Spulenmodule in eine 100 Meter lange Fahrbahn integriert. Fährt ein Auto über diese Teststrecke, werden 20 kW Leistung übertragen. Das Laden funktioniert mit einer Abweichung von der genauen Strecke um bis zu zehn Zentimeter, hintereinander fahrende Autos brauchen einen Abstand von 50 Metern. Hersteller wie BMW oder Daimler experimentieren mit der stationären Technologie des induktiven Ladens und haben entsprechende Technik im Fahrzeug eingebaut. So können Fahrzeuge bald auf markeneigenen Platten des Herstellers induktiv geladen werden.

Technologie ist extrem teuer

Die Technologie ist vielversprechend aber noch extrem teuer. Eine flächendeckende Integration der induktiven Technologie ins Straßenverkehrsnetz würde Milliarden kosten. Genaue Angaben zu den aktuellen Kosten macht Qualcomm nicht. Schätzungen belaufen sich aber auf 8.000 Euro pro Element von zwei Metern.

Die Vorteile von induktivem Laden liegen auf der Hand

Die Reichweite von Elektroautos würde mit dem dynamischen Laden steigen. Gleichzeitig könnten LKW etwa vor einer Steigung die Batterien aufladen und bei der Abfahrt, durch die Rückgewinnung von Bremsenergie, Strom zurückspeisen. Die Technologie ist sehr attraktiv im Zusammenhang mit dem elektrischen Fahren und wird deshalb von vielen Automobilherstellern erforscht. Zeitgleich sind Experten der Meinung, dass die Technologie in naher Zukunft nicht in Straßen verbaut werden wird. Denn ein eingebauter Ladestreifen für drahtloses Aufladen müsste extrem stark frequentiert werden, damit sich die Ladeinfrastruktur lohnt.

Sie möchten mehr wissen, über die smarte Mobilität der Zukunft? Kontaktieren Sie uns gerne!

magility im Mercedes-Benz Museum – Experten sprechen über smarte Strategien für die Zukunft

Am Donnerstag, den 14.06.2018 fand die dritte, von magility und der Führungsriege der VP Bank gemeinsam organisierte, Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” im Mercedes Benz Museum statt. Diesmal stand das Thema “Smarte Strategien für eine konnektive Zukunft” im Mittelpunkt.

Nach einer Begrüßung auf der schönen Dachterrasse des Mercedes-Benz Museums, die allen Anwesenden bei wunderbarstem Wetter einen atemberaubenden Blick in die Landschaft über die Weinberge bis hin zum Württemberg ermöglichte, eröffnete Antony Lassanianos, CEO der VP Bank (Schweiz) AG, den Abend und begrüßte die rund 80 Gäste aus Wirtschaft und Industrie.

Im Anschluss hielten Dr. Michael Müller, CEO der magility GmbH, Jan Dietz, Partner der magility GmbH sowie Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, Vorträge zu hochaktuellen Themen wie “die Entwicklung des Aktienmarkts”, “Digitale Geschäftsmodelle”, “Disruptionen in der Automobilindustrie” und “Mobilität der Zukunft”.  Auch smarte Strategien, mögliche Zukunftsszenarien und deren potentielle Auswirkung auf die Wirtschaft und die Automobil- und Mobilitätsindustrie wurden von den Referenten aufgezeigt.  

Smarte Strategien für eine konnektive Zukunft

Zu Beginn warf Dr. Thomas Gitzel von der VP Bank mit den Zuhörern einen Blick auf die politische Weltkarte und nahm alle Anwesenden mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Danach skizzierte er, wie Wachstum den Weg für eine restriktivere Geldpolitik ebnet, gab exklusive Einblicke in die Konjunktur von Deutschland, veranschaulichte die aktuelle Entwicklung des Aktienmarkts und erläuterte warum die Notenbanken gerade jetzt eine vorsichtige Strategie umsetzen sollten. 

Digitale Geschäftsmodelle

Im Anschluss ging Dr. Müller in seinem Vortrag, nach einer kurzen Vorstellung des magility Portfolios, auf den Wandel der Automobilindustrie – vom Fahrzeugbauer zum Mobilitätsanbieter – ein. Nach einem kurzen Rückblick auf die “Berg- und Talfahrt” des Bitcoins, einer digitalen Währung die auf der Blockchain-Technologie basiert, fasste er die aktuellen Trends und Entwicklungen der Automobilindustrie zusammen, beschrieb welche Rolle zukunftsorientierte Investitionen in StartUps beim Kampf um die Marktführerschaft spielen, gab einen Ausblick auf die Geschäftspotenziale, die durch Konnektivität und das Internet of Things in der Automobilindustrie entstehen und leitete damit zu Jan Dietz über.

Disruptive Mobilitätskonzepte

Jan Dietz gewährte den Zuhörern in seinem Vortrag  einen Blick in die mögliche Zukunft der Mobilität. Er stellte aktuelle digitale Geschäftsmodelle vor und veranschaulichte durch Beispiele wie die “Moovel (Meta-) App” u.A., wie durch einen Kulturwandel, bei dem wechselnde persönliche Präferenzen der Nutzer auf Mobilitätsangebote treffen, neue erfolgversprechende Mobilitätskonzepte entstehen. Außerdem zeigte er auf, welche Erwartungen an Mobilitäts-Disruptionen gestellt werden und wie das Smartphone zum zentralen Element der Mobilität der Zukunft wird. Weiter erläuterte er die Blockchain-Technologie und stellte darauf aufbauende Geschäftsmodelle wie Slock.it (E-Wallet und Sharing Network) und LaZooz (Social Ride Sharing) vor. Zum Ende seines Vortrages warf er einen Blick in die Zukunft der Mobilitätsbranche.

Future Digital Business Networks

Es folgte eine angeregte Diskussion aller Anwesenden zu den Themen des Abends. Anschließend fanden sich die Gäste zum Flying Dinner mit gemeinsamem Networking ein. Wir danken allen Gästen aus Wirtschaft und Industrie für ihr Kommen und unserem Partner VP Bank für diesen gelungenen Abend im Stuttgarter Mercedes-Benz Museum. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der exklusiven Netzwerkveranstaltung “Future Digital Business Networks” Im Frühjahr 2019.

Bei Interesse schicken wir Ihnen die Präsentationen gerne zu. Kontaktieren Sie uns bitte hierzu über info@magility.com

Biometrische Wearables – Fluch oder Segen?

Quantified Self – oder die totale Vermessung?

Im Jahr 2012 machte erstmals die “Quantified Self” Bewegung in Deutschland die Runde. Darunter versteht man die gesundheitliche Optimierung des eigenen Körpers durch Datenerhebung. Doch nicht nur der eigene Körper wird vermessen – letztlich geht es darum, alle Erlebnisse des alltäglichen Lebens digital aufzuzeichnen. Sogenannte vernetzte Wearables machen dies möglich. Wearables, das sind kleine Sensoren, die Bewegung, Blutdruck, Herzschlag, Körpertemperatur, Schwitzverhalten aber auch Umgebungsgeräusche aufzeichnen und digital speichern. Das eigene Leben wird für die Ewigkeit in digitale Tafeln gemeißelt. Genannt wird dieses digitale Protokollieren der verschiedensten Aspekte des Lebens auch “Lifelogging”. Ist Lifelogging attraktiv und welchen Mehrwert bringt es uns?

Zunächst stellen wir fest, dass die meisten Anhänger der digitalen Selbstvermessung Technikbegeisterte mit Hang zur Datenliebe sind. Durch die eigene Vermessung scheint irrationales und paradoxes Verhalten der Vergangenheit anzugehören, der Mensch wird Objekt der radikalen Selbstoptimierung und scheinbar endlich berechenbar. Das klingt erst einmal verlockend, doch sind vernetzte Wearables tatsächlich langfristig attraktiv?

Smarte technologische Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nachhaltige Verbesserungen bringen und den Menschen durch Übung oder Aktivität sowie durch echte Interaktion herausfordern, entweder im Zusammenspiel Mensch zu Mensch oder Mensch zu Maschine. Jede Technologie bringt große Veränderungen mit sich. Bei vernetzten Wearables ist genau zu prüfen ob tatsächlich eine intelligente Verbesserung des Lebens erreicht wird.

Diskriminierung durch Daten

Jede Technologie verändert eine Gesellschaft. Die Sammlung von Gesundheitsdaten hat auch Folgen für die “Nicht-Nutzer” der Technologie. Durch die Verarbeitung von Daten durch Wearables eröffnet sich eine neue Dimension der Diskriminierung. An der Hochschule Furtwangen forscht Dr. Stefan Selke zu diesen Themen. Er kritisiert, dass “Daten aus Menschen (diskriminierbare) umrisslose `numerische Objekte`” machen. Solange man Lifelogging als persönliches Hobby betreibt, scheint es unproblematisch. Doch das ändert sich sobald alle Schlecht-Vermessenen und Unangepassten im realen Leben aussortiert werden. Als Beispiel seien hier Raucher oder Übergewichtige zu benennen, die im Gesundheitssystem benachteiligt werden.

Fahrzeugversicherungen setzen schon länger Sensorsysteme ein, die Daten zu Fahrverhalten erfassen. Zielführend ist dabei, konformes Autofahren zu vermessen, in der Folge zu optimieren und letztlich mit geringeren Versicherungsbeiträgen zu prämieren.

Vergessen kann man vergessen

Durch die digitale Aufzeichnung des gesamten Lebens wird eine Art Tagebuch der Nutzer erstellt. Endet das in der totalen Überwachung oder geht es nur um reine Selbstoptimierung? Selke betrachtet es nüchtern, Die Hauptmotive des Lifeloggings seien Kontrollwille, Verbesserung, Kosteneinsparung und Sicherheitserwägungen. Das schon seit dem Jahr 2001 bestehende Forschungsprojekt MyLifeBits von Microsoft versucht eine Software zu entwickeln, durch die erhobenen Lebensdaten strukturiert und so für den Einzelnen verfügbar gemacht werden. MyLifeBits hat sich das Ziel gesetzt, sowohl bewusste als auch unbewusste Daten zu sammeln, die man im Laufe seines Lebens generiert. Dies reicht von Sinneswahrnehmungen wie Sehen und Hören über die CO2-Konzentration in der Atemluft bis zu Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Jegliche Sensorik wird dabei mit einbezogen.

Einsatz von Wearables in der Automobilindustrie

Der Einsatz von biometrischen Wearables beim Autofahren wird sich innerhalb des nächsten Jahrzehnts voraussichtlich vervielfachen. Schon heute nutzt bereits ein Drittel der “neuen Autofahrenden” Technologien zur Erfassung von Körperdaten wie beispielsweise Fingerabdruckerkennung, Iris-, Sprach- und Gestenerkennung, Herzschlag-, Gehirnwellen- und Augenlidüberwachung sowie Stress- oder Pulserkennung – um nur einige zu nennen. Cloud-basierte Systeme, die zum automobilen Ökosystem hinzustoßen, ermöglichen die Verknüpfung von Körperdaten und Fahrerlebnis. Dadurch verbessert sich insbesondere die Sicherheit, aber auch das Fahrerlebnis wird so individuell wie noch nie. Gleichzeitig entstehen daraus neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise “device as a service” oder “health as a service”.

Das nun zu Valeo gehörende Unternehmen Gesticon unterstreicht den zunehmenden Einsatz von Wearables in das automobile Erlebnis. Gesticon entwickelt Software zur 3D Erkennung von Gesten und übersetzt diese in Computerbefehle.

Wem gehören die Daten

Brauchen wir heutzutage in Anbetracht einer derartigen Datenfülle noch Privatsphäre im Umgang mit Daten? Oder bringt uns die blinde Verfügbarmachung eigener Daten womöglich drastische Vorteile durch smarte Technologien?

Wohl kaum – Datenschutz ist elementares Thema bei der Durchsetzung von wirklich smarten Technologien. Smart sind sie allerdings nur dann, wenn sie für die Menschen echten Mehrwert generieren und sichergestellt ist, dass Nutzer durch “Life-Data” nicht angreifbar werden. Jedoch sind Wearables, die mit dem Internet verbunden sind, angreifbar – Hacker könnten Datenprofile manipulieren und so das digitale Spiegelbild verzerren. Wenn dies dann praktische Implikationen im Alltag des echten Menschen auslöst und dieser echte Mensch dadurch rational diskriminiert wird entsteht daraus ein reales Problem.

Sicherheit, insbesondere die unserer Daten, ist daher das entscheidende Merkmal für den Erfolg von Technologien bei Wearables, im Internet of Things und in der “Connected World”.

magility entwickelt die passenden digitalen Geschäftsmodelle dazu. Es bleibt also wie immer spannend!