Technologiemonitoring und Benchmarking ist unerlässlich in der digitalen Welt. Foto: CC0

Technologiemonitoring – Immer einen Schritt voraus

Um in Zeiten der Digitalisierung Schritt zu halten ist es für Unternehmen unerlässlich geworden ein umfangreiches Technologiemonitoring zu betreiben. Der digitale Wandel hat die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Technologien enorm beschleunigt. Im globalen Wettbewerb sind innovative Technologien und eine stetige Weiterentwicklung notwendig. Eine detaillierte Markbeobachtung und Benchmarking, um neue Technologien früh zu erkennen, bilden die Grundlage um Wettbewerbsvorteile zu schaffen und diese zu bewahren.

Immer einen Schritt voraus

Der Markt wird zunehmend segmentierter, Grenzen von Industrien verschwimmen, der Markt ist global. Innovationen kommen nicht mehr nur aus den Forschungszentren und Industrien sondern gerade Start-ups reagieren sehr schnell auf Trends und Herausforderungen. Da neue und wegweisende Technologien an den unterschiedlichsten Stellen auftauchen können, steigt die Relevanz von Technologiemonitoring extrem. Es geht dabei vor allem darum, über Weiterentwicklungen, Neuheiten aber auch völlig neuer Technologien informiert zu sein.

Steigende Komplexität und diverse Märkte

Die technologische Komplexität von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen nimmt immer weiter zu. Oft liegt der Fokus mittlerweile auf der Integration der Technologien. „Nicht mehr die technologische Kompetenz selbst ist der kritische Erfolgsfaktor sondern insbesondere die Auswahl der besten Technologien“ fasst Dr. Michael Müller den Kern zusammen. Der Erfolg hängt davon ab, neue, erfolgsversprechende Technologien besonders früh zu identifizieren und sie ins eigene Portfolio zu integrieren.

Beobachtung, Benchmarking und Analyse

Um fundierte Entscheidungen zur Auswahl der Technologie und eine gezielte Strategie gewährleisten zu können muss jedes Unternehmen eine Vielzahl an Informationen sammeln und aufbereiten. Der Markt muss flächendeckend und langfristig beobachtet werden. So können gravierende Neuerungen schnell aufgenommen und neue Trends schon frühzeitig erkannt werden. Ein umfangreiches Benchmarking gehört heute zu jeder Unternehmensstrategie.

Dynamik und Kooperation

Ein Blick über den Tellerrand hat aber auch noch zusätzlichen Nutzen. Wer den Markt und die Konkurrenz im Blick behält kann generell dazulernen. Im rasanten Wandel den wir aktuell erleben begegnen wir immer wieder komplett neuen Herausforderungen. Um diese zu lösen helfen immer wieder Best-Practice-Beispiele oder aber Kooperationen mit Experten.

magility bietet umfassendes Technologiemonitoring durch unsere Experten. Haben Sie Fragen dazu? Wir beraten Sie gerne!

Auf dem Weg zur digitalen Mobilität: Disruptive Geschäftsmodelle. Grafik: Mercedes Benz

Disruptive Geschäftsmodelle – Wo sind die innovativsten Automärkte?

Wir sind dabei, digitale, auch disruptive Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln. Denn ohne die Wertschöpfungskette um digitale Services zu erweitern werden wir in Zukunft nicht auskommen. Doch wo stehen wir auf dem Weg zum „Mobilitätsdienstleister der Zukunft“? Der „Automotive-Disruption-Radar“ dokumentiert einen aktuellen Stand. Ganz vorne platziert: die Niederlande. Deutschland landet nur auf Platz fünf.

Neue Mobilitätskonzepte und innovative Geschäftsmodelle

Die zentralen Stichworte der Studie sind: Shared Mobility, Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität. Darüber hinaus die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Infrastrukturen, die digitale Innovationen möglich machen und befeuern. Wenn es um die Anwendung von Mobilitätskonzepten zu den genannten Kriterien geht landen die Niederlande im weltweiten Vergleich auf Platz eins. Die Studie bescheinigt den Niederländern in Sachen zukunftsweisender Mobilität vorbildlich aufgestellt zu sein.

Autonomes Fahren wichtiges Kriterium

In den Kategorien Kundeninteresse, Technologie und regulatorischen Vorgaben führen die asiatischen Staaten China, Singapur und Südkorea das Ranking an. Gerade in Singapur wurden bürokratische Hürden für das autonome Fahren gesenkt und Experimente mit selbstfahrenden Bussen und LKWs gestartet. Solche Experimente sind ein wichtiger Schritt für den Durchbruch von neunen Mobilitätskonzepten.

Regulationen sind der zentrale Punkt

Asiatische Länder zeigen sich tatsächlich sehr viel aufgeschlossener als europäische Länder, was E-Mobility und autonomes Fahren angeht. „Aber auch in Deutschland wird sehr viel für einen digitalen Wandel getan. Auch wenn in Deutschland die Änderungen der Rahmenbedingungen in kleineren Schritten erfolgen und sehr streng abgewägt werden heißt das nicht, dass in Deutschland nicht auf Hochtouren entwickelt wird“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH die Entwicklungen. „Allerdings kann der Kunde von deutschen Autobauern auch mit der Digitalisierung höchste Qualität erwarten und keine halbausgereiften Technologien“, so Müller weiter.

China auf dem Vormarsch, Deutschland braucht noch Zeit

Die Entwicklung hängt mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern zusammen. China, mit der geplanten Genehmigung von autonomen Automodellen und neuen Teststrecken, ist dabei auf dem Vormarsch.
Deutschland hingegen braucht noch etwas Zeit. Zwar hat die Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums nun die ersten Leitlinien für selbstfahrende Autos vorgestellt und für erste teilautonome Fahrzeuge kann es, ähnlich wie in anderen Ländern, Einzelgenehmigungen geben. Doch wie eine Typzulassung erfolgen könne, sei immer noch offen.
„Deutschland spielt auch was disruptive Geschäftsmodelle angeht in der ersten Liga, aber um Innovationen auf die Straße zu bringen müssen wir weiter an den Rahmenbedingungen feilen”, schätzt Müller die Lage ein. Nur so könne sich der Markt entsprechend weiterentwickeln.

Über die Studie

Der „Automotive-Disruption-Radar” wurde von der Strategieberatung Roland Berger veröffentlicht. Er soll Unternehmen der Automotive-Industrie dabei unterstützen, ihre Investitionsentscheidungen zu treffen und will regelmäßig „den Übergang der Automobilindustrie zum Mobilitätsdienstleister der Zukunft” dokumentieren.