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Digitalisierung in der Automobilindustrie muss Fahrt aufnehmen. Foto: magility

Studie: Digitalisierung in der Automobilindustrie muss Fahrt aufnehmen

Die Gute Nachricht voraus. Mit großer Einigkeit sieht die Automobilindustrie digitale Technologien als entscheidend für den Verkaufserfolg der Zukunft. 82 Prozent sagen, dass es in den kommenden zehn Jahren immer wichtiger wird, dass das Smartphone mit dem Cockpit kompatibel ist. Ebenfalls bedeutungsvoll werden Fahrassistenzsysteme und Technologien für das autonome Fahren (je 80 Prozent) sein sowie neue smarte Dienste auf der Grundlage von vernetztem Fahren und Car-to-Car-Kommunikation (71 Prozent). „Der Stellenwert des Automobils wird sich in den nächsten Jahren ändern. Smarte Dienste stellen ein großes Potenzial dar und schaffen Mehrwerte für den Kunden“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH die digitalen Technologien.

Immer mehr Führungskräfte sehen Digitalisierung als Herausforderung

Auffällig ist, dass die Automobilindustrie die Digitalisierung immer mehr als Herausforderung sieht. Derzeit sagen 10 Prozent der Automobilzulieferer und -hersteller, dass sie die Digitalisierung eher als Risiko für das eigene Unternehmen sehen, 88 Prozent sehen sie hingegen als Chance. Vor zwei Jahren hatten gerade einmal drei Prozent der Unternehmen von einem Risiko gesprochen, 97 Prozent von einer Chance. Zugleich gibt jedes zweite Unternehmen an, bei der Digitalisierung eher zu den Nachzüglern zu gehören, 43 Prozent sehen sich als Pioniere.

Studie vom Branchenverband Bitkom

Diese Ergebnisse hat der Branchenverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage unter 177 Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen aus der Automobilindustrie herausgefunden. Befragt wurden Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern.

Einschätzungen von Unternehmen und Bevölkerung gehen auseinander. Grafik: Bitkom

Einschätzungen von Unternehmen und Bevölkerung gehen auseinander. Grafik: Bitkom

Umweltverträglichkeit rückt in den Fokus

Umwelteigenschaften wie Verbrauch (75 Prozent) und die Art des Antriebs (74 Prozent), zum Beispiel ob ein Elektromotor genutzt wird, werden in Zukunft nach Einschätzung der Befragten an Bedeutung gewinnen. Demgegenüber werden Automarke (23 Prozent) oder Motorleistung (17 Prozent) nur für Wenige wichtiger werden.

In 50 Jahren nur noch autonome Fahrzeuge

Autonome Fahrzeuge werden nach Meinung der Befragten Führungskräfte spätestens in 50 Jahren die Autos, wie wir sie kennen, verdrängt haben. 57 Prozent gehen davon aus, dass spätestens in 50 Jahren ausschließlich autonome Fahrzeuge zugelassen werden, jeder Neunte (11 Prozent) geht sogar davon aus, dass dies bereits in 30 Jahren der Fall sein wird.

„Die wichtigste Frage aktuell ist es, wie wir digitale Services und Geschäftsmodelle entwickeln können, die für den Kunden attraktiv sind und die digitale Entwicklung in den Automobilbranche voran bringen. Daran wird die nächsten Jahre auf Hochtouren gearbeitet. Auch in Kooperation mit anderen Unternehmen und Start-ups, die neue Ideen mitbringen“ hebt Dr. Michael Müller die Wichtigkeit vom smarten Automobil hervor.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Digitale Technologien werden künftig über Verkaufserfolge entscheiden
  • 80 Prozent sagen, Autohersteller werden Anbieter von Mobilitätsdiensten
  • Jedes zehnte Unternehmen sieht die Digitalisierung als Risiko
magility beim TDI 2017. Foto: magility

Magility beim Tag der Deutschen Industrie/ TDI 2017

Auch in diesem Jahr war magility beim Tag der Deutschen Industrie (TDI) in Berlin. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien gaben in diesem Rahmen spannende Impulse zu den aktuellen Themen vor allem im Zuge von digitaler Transformation und dem Wandel durch politische Entwicklungen. Beim Get-to­ge­ther kamen die wichtigsten Größen der deutschen Industrie ins Gespräch. Einige Eindrücke vom TDI 2017.

Eindrücklich war für Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, etwa der Vortrag des Kommunikationsexperten Vincent Harris von Harris Media, der die medialen Auftritte von Merkel und Trump vergleicht. Er macht auf die enorme Kraft medialer Botschaften in Zeiten des Internets aufmerksam. Mit ausreichend Geld und Kommunikationskanälen könne jede erdenkliche Message in den Köpfen verankert werden. Die Mechanismen die dabei in Gang gesetzt werden beschrieb Harris in seinem Vortag. Je öfter man eine Botschaft wiederhole, egal ob negativ oder positiv, je mehr manifestiert sie sich in den Köpfen und wird immer mehr zur Realität. So können sich auch immer wieder Fake-News durchsetzen wie es sich in letzter Zeit immer wieder in den USA beobachten ließ. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit den Bundestagswahlen im Herbst und den vergangen Wahlen in den USA interessant.

Das Resümee aus dem Vortrag ist, das Kommunikation ein wesentlicher Faktor ist, gerade in Zeiten der Digitalisierung. Für Unternehmen im Prozess der Transformation in der Digitalisierung bedeutet dies vor allem professionelles Kommunikationsmanagement. Auch in Sachen Kommunikation stehen wir von magility als Experten mit Rat und Tat zur Seite!

Dr. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), ging auf den weltweiten, rasanten Wandel ein. Dynamik und Unsicherheit würden größer – ob durch die digitale Transformation oder durch politische Entwicklungen in den USA und Großbritannien. „Die deutsche Industrie kann Wandel“, attestierte der BDI-Präsident in seiner Rede auf dem TDI 2017. Einen Stillstand oder die Verwaltung des Status quo könne sich der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht leisten.

Der TDI vereint aktuelle Innenpolitik und internationale Perspektiven, unternehmerische Praxis und ökonomische Analysen, inspirierende Impulse und anregendes Netzwerken. Er ist der wichtigste wirtschaftspolitische Kongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Wir von magility danken dem Bundesverbandes der Deutschen Industrie für die spannenden Themen und den bereichernden Austausch und freuen und schon aufs nächste Jahr.

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Die Industrie kan von Start-ups profitieren. Bild: Creative Commons

Wie die Industrie von Start-ups lernen kann

Neue digitale Geschäftsmodelle und damit weitere oder andere Möglichkeiten der Wertschöpfung sind für die Industrie in Zukunft unabdingbar. Dafür müssen permanent neue Ideen entwickelt und Möglichkeiten aufgetan werden. Da die klassischen Strukturen von Unternehmen meist nicht zulassen in hoher Geschwindigkeit Innovationen zu generieren setzen Unternehmen auf Start-ups. Doch bei der Zusammenarbeit oder bei Übernahmen kommt es häufig zu Schwierigkeiten.

Digitale Transformation

Die digitale Transformation gilt als die gegenwärtig größte Herausforderung der kommenden Jahre. Um den Wandel nicht zu verschlafen, finanzieren und kooperieren Unternehmen immer öfter mit neu gegründeten Unternehmen und schauen vor allem auf deren Schnelligkeit, Innovationskraft und Flexibilität.

Investition in die Zukunft

Was die Start-ups vermeintlich attraktiv macht ist Agilität, Schnelligkeit, Effizienz und die Nähe zum Kunden. Um dem näher zu kommen investieren viele Konzernen in die Newcomer. Sie bieten Räume, Technik und Mentoren um die Entwicklung der Start-ups zu beschleunigen. Dabei ist noch nicht ganz genau klar, was die Konzerne genau von den jungen Unternehmen wollen. Die Zusammenarbeit findet dabei auf unterschiedliche Weise statt. Manche Unternehmen gründen Accelerators, wie etwa die Startup Autobahn, zur Förderung, Konzerne können Kunden der Start-ups werden oder aber die Etablierten investieren über Corporate Capital Venture Fond in Gründungen. Inwiefern sich die Investitionen dabei mittel- bis langfristig auszahlen ist meist nicht absehbar.

Unterschiedliche Ansätze

Was als Austausch von Herangehensweisen gedacht ist führt in der Realität oft zu Schwierigkeiten. Denn in vielen Bereichen ist die Arbeitsweise sehr gegensätzlich. In Konzernen gibt es viel Bürokratie, lange Verträge, viel Absicherung. Start-ups konzentrieren sich vor allem auf ihr Produkt, dass sie schnellstmöglich groß machen möchten. So gestaltet sich eine Zusammenarbeit oft als schwierig. Dennoch setzen große Unternehmen immer mehr auf die Kleinen und deren Potenzial. Es ist kein Zufall, dass die großen deutschen Konzerne mittlerweile regelmäßig Delegationen ins Silicon Valley schicken und schwärmerisch zurückkommen.

Das Beste aus beiden Welten

Viele Unternehmen, gerade in Krisenzeiten, strukturieren sich nach dem Vorbild von Start-ups um. Dabei geht es oft darum Arbeitsplätze umzugestalten, Hierarchien flacher und Teams agiler zu machen. Die Ideen helfen dabei, bestehende Muster zu überdenken. Doch für Konzerne gelten auch andere Regeln als für Start-ups. Denn zwar sind Start-ups innovativ, schnell und agil. Die Kehrseite ist aber eine hohe Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter, hohe Fluktuation, unausgereifte Produkte und ein hohes Risiko zu scheitern. All das können und wollen sich sich große Konzerne nicht leisten.

Fluch und Segen

Was für die Konzerne so attraktiv ist wird vielen Start-ups zum Verhängnis. Nur ungefähr zehn Prozent der Neugründungen können sich am Markt halten. Viele überleben die Wachstumsphase nicht, da sie nicht in der Lage sind Strukturen zu etablieren.

Dennoch ist es für Konzerne sicher sinnvoll auch weiterhin mit Start-ups zu kooperieren und zu lernen, aber auch Wissen weiterzugeben. Denn viele visionäre Ideen kommen von den jungen Wilden und können mit Hilfe von dem Know-how der Konzerne realisiert werden.

Luft nach oben

Statistisch gesehen ist für die Möglichkeit durch Beteiligungen an Start-ups Innovationen zu fördern noch Luft nach oben. Bislang haben 11 Prozent der befragten Führungskräfte von Industrieunternehmen 2014 angegeben Anteile an Start-ups zu halten um Neuerungen zu generieren.

 

Glossar

Accelerator: Eine Institution, die Start-ups in einem bestimmten Zeitraum durch Coaching zu einer schnellen Entwicklung verhilft.

Inkubator: Einrichtungen, die Unternehmen auf den Weg der Existenzgründung bringen und sie dabei unterstützen.

Hub: Raum um Unternehmen und Start-ups zu vernetzen.

 

Künstliche Intelligenz. Das Auto denkt mit. Foto: creative commons

Künstliche Intelligenz – Das Auto denkt mit

Wie beeinflusst die Künstliche Intelligenz (KI) die Mobilität von morgen? Eine große Frage die derzeit immer wieder im Zusammenhang mit der E-Mobilität und autonomem Fahren aufkommt. Zunächst sind autonom denkende Machinen eine Vision und der Weg dahin noch weit. Algorithmen, die Intelligenz simulieren gibt es aber schon heute. Fragen die rund um das Thema Künstliche Intelligenz vor allem in Verbindung mit autonomem Fahren aufkommen sind daher: Nutzen wir bereits Konzepte der KI? Wie intelligent werden die Fahrzeuge der Zukunft? Und vor allem: Was bedeutet das für den Menschen?

Vision von der Mobilität der Zukunft

Die Vision der Künstlichen Intelligenz ist, dass Mensch und Maschine miteinander interagieren. Das Fahrzeug wäre in diesem Fall ein Computer oder eine Schaltzentrale, die dazu fähig ist Daten zu sammeln, diese zu verknüpfen und damit in der Lage zu sein dazuzulernen. Perspektivisch könnte das Fahrzeug in Gefahrensituationen selbständige Entscheidungen treffen, etwa welchem Hindernis ausgewichen werden soll. Der Weg dahin ist aber noch lang. Erst einmal geht es darum ein kognitives Fahrzeug zu entwickeln, dass als Schaltzentrale fungiert und die Verkehrslage verschiedener Mobilitätsträger analysiert.

Status Quo – Aus Daten individuelle Services generieren

Aktuell bedeutet Künstliche Intelligenz im Bereich Automobil und e-mobility, dass durch Kameras, Sensoren und den verbundenen Recheneinheiten Daten und Informationen gesammelt werden, die den Fahrer unterstützen. So übernimmt die Künstliche Intelligenz nicht das Steuer, schaltet sich aber ein, sollte der Mensch etwa in der Dunkelheit einen Radfahrer übersehen. Das Fahrzeug erkennt die Gefahr mithilfe vieler technischer Details, die sofort ausgewertet werden und dem Fahrer eine Warnung zukommen lässt. Denkbar ist auch, dass das Auto automatisch abbremst wenn es eine Gefahr wahrnimmt, der Fahrer selbst aber nicht reagiert.

Nächste Schritte

Der nächste Schritt ist es, Services zu entwickeln, die dem Fahrer mehr Komfort bieten. Etwa für angenehme Temperatur zu sorgen, die passende Musik zu spielen, den Fahrer bei langen Fahrten an Pausen zu erinnern oder zu unterhalten. Das Fahrzeug soll das Verhalten des Fahrers analysieren, seine Bedürfnisse deuten und direkt die passenden Services liefern. Das kognitive Fahrzeug würde einen selbstbestimmten Zugang zu einer individualisierten Künstlichen Intelligenz ermöglichen, die den Menschen unterstützt, ihn unterhält und ihn sogar intellektuell herausfordern könnte.

Hohe Umsatzerwartungen beim Thema Künstliche Intelligenz

Die Technik auf diesem Gebiet entwickelt sich rasant. Auch wenn es bis zur Interaktion zwischen Mensch und autonomem Fahrzeugen noch dauern wird. Ein großer Markt ist die Künstliche Intelligenz in jedem Fall. Das Statistikportal Statista prognostiziert beim Umsatz mit Unternehmensanwendungen im Bereich künstliche Intelligenz in Europa einen Anstieg von ungefähr 93 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 auf 7.867 US-Dollar im Jahr 2025.

Bundestag schafft Rechtsklarheit für automatisiertes Fahren. Foto: wikipedia, comenius11

Automatisiertes Fahren: Bundestag schafft Rechtsklarheit für automatisierte Systeme

Der Bundestag hat 2016 einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der beinhaltet, dass Fahrassistenzsysteme rechtlich sicher genutzt werden können und damit Automatisiertes Fahren abgesichert ist. Voraussetzung ist aber, dass auch beim automatisierten Fahren die Hände des Fahrers am Lenkrad sind und dieser damit jederzeit in das Fahrgeschehen eingreifen kann.

Gesetz soll Rechtssicherheit schaffen

In diesem Jahr hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt um die  Rechtssicherheit hinsichtlich bereits im Verkehr befindlicher Assistenz- beziehungsweise automatisierter Systeme herzustellen und die weitere Entwicklung automatisierter Fahrsysteme zu unterstützen.

Das Gesetz sieht aber grundlegend vor, dass jedes Fahrzeug, das sich in Bewegung befindet, einen Fahrer haben müsse.

Weitere Änderungen sehen vor, dass Systeme, welche die Führung eines Fahrzeugs beeinflussen, als zulässig erachtet werden, wenn diese den einschlägigen technischen Regelungen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nation für Europa entsprechen würden oder die Systeme so gestaltet seien, dass sie durch den Fahrer übersteuerbar oder abschaltbar seien.

Ethikkommission klärt Fragen zum automatisierten Fahren

Am 30. September 2016 hat zudem die Ethikkommission für das automatisierte Fahren in Berlin ihre Arbeit aufgenommen, welche die Entwicklung des automatisierten Fahrens mit Fahrassistenzsystemen künftig begleiten wird.

Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sei Deutschland das erste Land, das eine Ethikkommission für das automatisierte Fahren einsetze. Die Automatisierung sei die größte Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Autos. Sie werde den Verkehr sicherer, effizienter und umweltschonender machen. Die Politik müsse aber Antworten geben auf die ethischen Fragen, die mit dem Innovationssprung verbunden seien.

Eine Frage, die sich im Zusammenhang mit automatisiertem Fahren immer wieder stellt ist, ob und wenn ja welche Verkehrsteilnehmer ein von einem Fahrassistenzsystem gesteuertes Auto konkret gefährdet.
Wie entscheidet also der Computer welches „Opfer“ er im Falle eines unvermeidbaren Unfalls in Kauf nimmt? Zwei Grundsätze dabei sind, dass immer zuerst Menschen geschützt werden müssen und es außerdem keine Unterscheidung von Verkehrsteilnehmern geben darf, etwa nach Alter oder Größe. „Klare rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen sind ein essenzieller Schritt hin zum sicheren automatisierten Fahren“ betont Dr. Michael Müller, Geschäftsführer von Magility GmbH & Co. KG. „Auch die Umsetzung der Sicherheit des Computersystems im Auto hängt eng mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammen“ so Müller. Werden verlässliche Rechtsgrundlagen für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge geschaffen so haben auch Fahrzeughersteller klare Anreize ihre Autos mit entsprechender Sicherheitssoftware auszustatten.

Für die mobile Zukunft rüsten

Perspektivisch sollen in Zukunft Fahrassistenzsysteme die komplette Steuerung eines Fahrzeugs übernehmen. Doch bis dahin müssen grundsätzliche Fragen geklärt werden, etwa ob es soweit gehen kann, dass Menschen nicht mehr eingreifen können.  Es bleiben aber zunächst die Fragen, wie die automatisierten Systeme in Unfallsituationen reagieren und wie man mit der Vernetzung von Daten umgehe.

Themen die auch magility umtreiben. Denn die Zukunft der Mobilität ist unsere tägliche Herausforderung

Wer erhält den Schlüssel zum vernetzten Auto? – Sicherheitsaspekte beim Fahren der Zukunft

von Christiane Schulzki-Haddouti

Kryptografische Lösungen bestimmen, wer den Schlüssel für das vernetzte Auto in der Hand haben wird. Automobil-Hersteller und Staat ringen derzeit darum, wie diese Lösungen aussehen sollen. Die Interessen der Fahrzeughalter spielen dabei jedoch offenbar kaum eine Rolle.

Die europäische Datenschutzreform verlangt im Interesse der Bürger, Autobesitzer und Fahrer „Privacy by Design“. Die aktuelle Diskussion um Sicherheitskonzepte für das „vernetzte Auto“ weist aber in eine andere Richtung. Solche Fahrzeuge erzeugen stündlich zwischen 20 und 24 Gigabyte Daten, sagt Gabriel Seiberth von der Unternehmensberatung Accenture. Die Automobilbranche sei daher auf der Suche nach Geschäftsmodellen, „damit die Daten nicht einfach anfallen und wieder verpuffen“. In zehn Jahren sollen solche Geschäftsmodelle Umsätze in Milliardenhöhe generieren.

Ein aktueller Fall aus Baden-Württemberg zeigt jedoch, dass dies an den Datenschutzsorgen der Kunden scheitern könnte. Ingo Scherzberg und seine Frau hatten im Verkaufsgespräch die Übertragung von Ortsdaten aus ihrem Auto strikt abgelehnt. Erst nach der Auftragsbestätigung wurde Scherzberg bei der Lektüre der Broschüre „Ihr Weg zu Mercedes connect me“ klar, dass das Kommunikationsmodul, über das die Ortsdaten übertragen werden, nicht ausgebaut werden würde.

„Ganz aus“ war es bei ihm, als er in den Unterlagen zur Informationssicherheit von eCall auch noch Hinweise auf mögliche Hackerangriffe entdeckte. Den Versicherungen von Daimler, es würden gegen seinen Willen keine Daten übertragen, konnte er keinen Glauben schenken: „Der Staat hat die Speicherung von Telefondaten durchgesetzt und das Bankgeheimnis ausgehebelt, zweifellos wird er auch die Herausgabe der Ortsdaten fordern.“ Nachdem Scherzberg heftig protestierte, löste Daimler den Kaufvertrag auf.

Zwiespalt

Die Hersteller zeigen sich hin- und hergerissen. Einerseits betont etwa Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, dass das Auto nicht zur „Datenkrake“ werden dürfe, andererseits machen die Hersteller in ihrem Datenschutz-Positionspapier einen weiten Bogen um das Prinzip der Datensparsamkeit. Hierarchische Sicherheitsarchitekturen für den Datenaustausch zwischen Autos (Car-to-Car) sowie zwischen Autos und Infrastruktur (Car-to-X) sorgen überdies nicht unbedingt für Vertrauen.

 

Lesen Sie den ganzen Artikel hier: http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-21-Wer-erhaelt-den-Schluessel-zum-vernetzten-Auto-2815254.html

Vernetztes und automatisiertes Fahren – Kamingespräch e-mobil BW

Dr. Michael W. Müller, Geschäftsführer der magility GmbH & Co. KG nahm vergangene Woche am Kamingespräch des Württembergischen Automobilclub 1899 e.V. in Stuttgart teil. Der Abend in gemütlicher Atmosphäre stand unter dem Motto „AUTOMATISIERT & VERNETZT – Lassen wir fahren oder lenken wir noch?“.

40 ausgewählte Teilnehmende hauptsächlich aus der Automobilindustrie und angrenzenden Branchen diskutierten lebhaft über die großen Herausforderungen zum vernetzten und automatisierten Fahren insbesondere mit Blick auf die Chancen und Risiken für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg mit den Podiumsgästen Franz Logen (Geschäftsführer der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden Württemberg e-mobil BW), Volker Stauch (Präsident des Württembergischen Automobilclubs 1899 e.V.), Prof. Dr. Neijla Paspour (Leiterin des Instituts für Elektrische Energiewandlung der Universität Stuttgart) sowie Bernd Ostmann (Chefredakteur und Herausgeber von Auto Motor und Sport). Der Standort Baden-Württemberg nimmt eine Vorreiterrolle beim automatisierten und vernetzten Fahren ein – denn wichtige und innovative OEM sind hier ansässig.

Kamingespräch e-mobil BW in Stuttgart

Zudem drängen neue Marktteilnehmer im Zuge der Vernetzung und Autonomisierung von Fahrzeugen ins Feld: Google will u.a. mit ZF und Bosch kooperieren umd eine Flotte selbstfahrender Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Auf der vor Kurzem stattgefundenen CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas – wir berichteten – präsentierte Daimler den ersten autonom fahrenden Prototypen F015.

Doch der Weg hin zum autonomen Fahren wird nicht mit einem großen Schritt erfolgen, darin waren sich die Gesprächsteilnehmenden einig. Fahrerassistenzssysteme die schon heute aus modernen Fahrzeugen kaum wegzudenken sind wie das automatisierte Parken, automatisches Abstandhalten und Fahren auf der Autobahn, insbesondere bei Stau sind der Beginn hin zur hochkomplexen Herausforderung des autonomen Fahrens in der Stadt. Dabei spielen nicht nur technische Schwierigkeiten eine Rolle sondern es gilt auch rechtliche Hürden zu überwinden.

Für die in Baden-Württemberg ansässige Automobilindustrie verändert sich der Markt drastisch – denn zunehmend beginnt der harte Wettbewerb mit der IT-Industrie sowie ein internationales Wettrennen zwischen Europa, Amerika und Asien. Dabei kommt insbesondere die Verbindung zwischen Fahrzeugvernetzung, Elektromobilität und automatisiertem Fahren zu Trage.

Die Teilnehmenden des Kaminabends waren sich einig dass zuviel Euphorie zum Thema auch schädlich sein kann, da sie zu hohe Erwartungen weckt wie dies bereits bei Diskussionen um die Elektromobilität geschehen ist. Daher ist es wichtig das Thema intensiv zu diskutieren aber gleichzeitig Luft zu lassen damit ganz nüchtern an den Dingen gearbeitet werden kann.

Weitere Informationen zum Kamingespräch sowie Bilder des Abends finden Sie hier.

Empfehlenswert ist auch dieses kurze Video: ein Interview mit Fr. Prof. Dr.-Ing. Neijla Parspour der Universität Stuttgart zum Thema Automatisiertes Fahren und die Kernkompetenz des Standortes Deutschland.

CES in Las Vegas – Argus einziger Aussteller zum Thema Automotive Cyber Security

Vom 6.-9. Januar 2015 fand in Las Vegas die International Consumer Electronics Show (CES) statt. Sie ist eine der größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik. Trends die auf der CES ausgestellt und vorgeführt werden gelten als Indikator dafür wohin sich die Unterhaltungselektronik im weiteren Jahresverlauf hinentwickeln wird.

Die Automotive Cyber Security Firma Argus nahm zusammen mit Magna International als Aussteller an der Messe teil. Die israelische Firma Argus Sec., Anbieter des hochinnovativen und einzigartigen Automotive Cyber Security Systems IPS (Intrusion Prevention System) verhindert das Hacking kritischer Fahrzeugkomponenten und gewährleistet dadurch langfristige Sicherheit von ganzen Fahrzeugflotten. Das System erzeugt Alarme und Berichte für die Fernüberwachung der Cyber Gesundheit von Fahrzeugen.

Dem begeisterten automotiven Fachpublikum stellte Argus am Simulator vor wie Car-Hacking heutzutage abläuft – und welche Gefahren damit für Autofahrende in Zukunft verbunden sind.

Magility ist exklusiver Vertriebspartner von Argus und Ansprechpartner für den gesamten europäischen Markt.

Weitere Informationen zu Argus sowie dem Intrusion Prevention System finden Sie hier – oder schicken Sie uns eine kurze Mail und wir lassen Ihnen weitere Informationen zukommen.

 

Gastbeitrag: wie agil muss das HR der Zukunft sein?

 

Dr. Michael W. Müller, Geschäftsführender Partner der Magility GmbH & Co. KG verfasste einen aktuellen Gastbeitrag im gerade neu erschienenen Buch “HR 2020 – Personalmanagement der Zukunft”. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse zu zukünftigen Herausforderungen des HR verdeutlichen die Autoren Prof. Dr. Benedikt Hackl und Fabiola Gerpott die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens im deutschen Personalwesen, damit sich dieses wieder auf die wesentlichen Parameter guter Personalarbeit konzentrieren kann.

Dr. Michael W. Müller ist seit 2014 geschäftsführender Partner der Magility GmbH & Co.  KG. Er  ist promovierter Ingenieur und hat in München, Hannover und Wien studiert. Dr.  Müller war 10  Jahre lang in der Pkw-Entwicklung von Mercedes-Benz tätig, arbeitete 4  Jahre in der Daimler-  Zentrale im Bereich Executive Management Development und  führte  12 Jahre lang die  Mercedes-  Benz Technology als Geschäftsführer. Seit 1978  beschäftigt er  sich mit den Themen  Führung, Mensch und Organisation. Seine  Schwerpunkte sind hierbei  die Gestaltung neuer,  agiler und internationaler  Geschäftsmodelle, Kompetenz-    Management, Knowledge-Management, innovative  Produkt- und Prozesstechnologien, agile  Entwicklungs- und Produktionsprozesse sowie  Transformationsmanagement. Er unterrichtet an mehreren Hochschulen und ist Mitglied in Gremien verschiedener Verbände.

Dr. Müller befasst sich in diesem Beitrag im Schwerpunkt mit der Frage welche Maßnahmen Produktentwickler für das HR Management ergreifen müssen damit das HRM nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll. Zudem beleuchtete er die Aufgaben und Rollen des HR der Zukunft.

Demnach ist HR heute häufig noch nicht Teil der zentralen Unternehmensstrategie. Um jedoch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können muss das HR agil werden, denn motivierte und entsprechend geeignete Mitarbeitende werden zunehmend immer knapper. Der HR-Bereich soll die organisatorischen und prozessualen Rahmenbedingungen für optimales Personalmanagement schaffen. Dabei muss er sich an neue Rahmenbedingungen flexibel anpassen und entsprechend der Marktdynamik zügig und agil reagieren. Hochagile Firmen der Economy 5.0 wie z.B. Google haben heute schon die zunehmende integrative Rolle des HR erkannt. Denn dieser ist Verantwortungsträger für die nachhaltige Gestaltung von Unternehmensveränderungen durch ganzheitliche Kompetenztransformation. Dazu muss das HR Change-Initiativen und Projekte beherrschen, die Organisation und Abläufe optimieren, Führung gestalten und Mitarbeitende befähigen.

Das Aufgabenfeld des HR Managements in 2020 wird im Schwerpunkt folgende Themen beinhalten: Entwicklung und Implementierung von agilen Business Models, Gestaltung und Einführung von auf Menschen fokussierte Führungs- und Steuerungssysteme, Innovationsmanagement für Treibertechnologien, Steuerung von betrieblichen und unternehmensübergreifenden Kompetenz-Portfolios, strategische internationale Personalentwicklung, Management der Organisaitons- und Prozessentwicklung sowie Steuerung des Transformations-Managements. Somit wird der HR Bereich zentraler Teil des Managements und das Personalmanagement eine zentrale Schlüsselaufgabe des gesamten Top-Management Teams.

So verändert sich der HR-Bereich zunehmend zu einer der zentralen Schnittstellen im Unternehmen mit Aufgaben von elementarer Brisanz für das Top-Management.

 

Das Buch ist hier erhältlich.

Wenn Sie Interesse am ganzen Gastbeitrag haben schicken Sie uns eine kurze Email. Wir freuen uns!

 

Agiles Unternehmen: passt unser unternehmerisches Mindset?

Agile Unternehmen haben gegenüber ihren Wettbewerbern große Vorteile: sie sind nicht nur dem Wettbewerb einen Schritt voraus hinsichtlich Innovationskraft und Umsetzungstatkraft – sie können außerdem auf die sich stets verändernden Rahmenbedingungen im Markt zügig und flexibel reagieren. Fast jedes Unternehmen wünscht sich, von sich behaupten zu können ein agiles Unternehmen zu sein.

Um dem Ziel, Agilität in die eigenen Unternehmensprozesse zu integrieren näher zu kommen soll zuallererst das Bewusstsein für ein agiles Mindset im Unternehmen etabliert werden. Ein agiles Mindset drückt sich in fast allen Bereichen der herrschenden Unternehmenskultur aus. Auf Zusammenarbeitsebene bedeutet dies kooperativ im Team zu arbeiten, aus Best Practices und schlechten Erfahrungen nachhaltig zu lernen und mehrwertiges Wissensmanagement zu betreiben, Proaktivität des Einzelnen gezielt wertzuschätzen und zu fördern, bereichsübergreifend und interdisziplinär vernetzt zu denken und zu arbeiten sowie Prozesse und Vorgehensweisen transparent darzustellen. Wichtig dabei ist, stets das Ganze, nicht nur die Summe seiner Teile im Blick zu behalten. Agiles Denken entspricht dem systemischen Denken.

Die meisten Unternehmen haben auch heute noch ein enormes Potenzial ihr Geschäftsergebnis deutlich zu verbessern durch die Steigerung der eigenen unternehmerischen Agilität. Agilität im Unternehmen ist heute DIE Schlüsselkompetenz um  die stets komplexer werdenden Rahmenbedingungen im Markt bewusst und zielgerichtet steuern zu können. Um den Wandel vom Ist-Zustand zu einem agilen Soll-Zustand erfolgreich begehen zu können benötigen Unternehmen professionelles Veränderungsmanagement mit der Integration aller beteiligten internen sowie externen Stakeholder.

Hierfür ist eine Kombination von Ansätzen aus Strategie-, Technologie-, Prozess- und Projektberatung notwendig. Der Ablauf zur Integration von Agilität in Unternehmen ist dabei immer ähnlich:

  1. Ist Analyse, evtl. nur als „Quick Check“
  2. Zielformulierung und Erstellung einer „Road Map“
  3. Implementierung und Change Management

Dabei zählt für Unternehmen nicht die Brillianz eines theoretisch ausgeklügelten Konzeptes sondern vielmehr die praktische Umsetzung des geplanten Soll-Zustandes und die Adaption und Veränderung von bestehenden Prozessen und Strukturen. Es kommt darauf an, den Weg hin zum innovativen Unternehmen bereits agil zu gestalten damit  realistische und strategisch wertvolle Erfolge im angestrebten Geschäftsmodell realisiert werden können.