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Automotive Revolution - Große Veränderungen in den kommenden Jahren. Bild: CC0

Automotive Revolution – Was erwartet uns bis 2030?

Die Internetrevolution der 2000er lieferte die Vorlage für enorme Entwicklungen in vielen Bereichen. Nennen wir es “Automotive Revolution”, was derzeit in der Automobilindustrie passiert. Disruptive, technologiegetriebene Trends bringen teilweise ungeahnte Veränderungen mit sich. Künstliche Intelligenz, Assistenzsysteme und Vernetzung sind der Schlüssel zum neuen Mobilitätszeitalter. Doch was erwartet uns im kommenden Jahrzehnt? Hier ein Ausblick von magility zur Automotive Revolution.

Neue Technologien, Nachhaltigkeit und mehr Mobilität

Volkswirtschaften entwickeln sich aktuell rasant. Das hängt mit neuen Technologien, einem gestiegenen Nachhaltigkeitsbewusstsein, neuen Märkten in Schwellenländern und veränderten Präferenzen von Verbrauchern zusammen. Die Digitalisierung ist in unserer Zeit somit kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel zu Effizienz, Nachhaltigkeit und Entwicklung. Viele Veränderungen haben wir bereits in unseren Alltag integriert und die meisten davon sind nicht mehr wegzudenken. Die Automotive Revolution beschreibt die Summe an Innovationen und technologischen Neuheiten, die die Branche auf den Kopf stellen werden.

Mobilitätsrevolution – Das Auto wird neu erfunden

„Elon Musk hat gezeigt, dass man Mobilität in Zukunft anders denken muss. Davon lässt sich auch die deutsche Autoindustrie inspirieren und hat in den letzten Jahren unzählige Projekte angestoßen“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die aktuelle Lage. „Wenn wir es schaffen, die solide Qualität mit neuesten Technologien zu verbinden, können wir in Zukunft neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen, die unseren Alltag maßgeblich verändern“.

Veränderungen auf verschiedenen Ebenen

Die Veränderungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. In Zukunft werden sich Märkte und Einnahmequellen verlagern. Mobilität, Connectivity-Services und Feature-Upgrades schaffen neue Geschäftsmodelle. Außerdem wird sich das Mobilitätsverhalten verändern. Bis 2030 wird voraussichtlich eines von zehn Autos über Carsharing geteilt werden. Außerdem könnten, sofern Lösungen für die regulatorischen Probleme gefunden werden, bis 2030 bereits eine erhebliche Anzahl autonomer Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sein.

Automotive Revolution – Wie muss die Automobilindustrie reagieren?

Mit erheblicher Flexibilität. Die Weichen für die Zukunft sind längst gestellt. Elektromobilität, Vernetzung, schnellere Internetverbindung und Smart Services sind Mosaiksteine, die zusammen die Automotive Revolution ausmachen. Natürlich erfordert die Etablierung viel Agilität und Flexibilität, denn technologischer Fortschritt bedeutet auch das Ende mancher altbewährter Geschäftsmodelle.

Wie sieht die Branche 2030 aus?

Niemand weiß, ob die Prognosen eintreten werden. Sicher ist, dass viele Geschäftsmodelle, die wir heute noch für unverzichtbar halten, 2030 so nicht mehr existieren werden. Zunehmende Konzentration in Ballungsräumen, steigende Bevölkerungszahlen und ein immer größeres Bedürfnis nach Mobilität, führen zwangsläufig zu massiven Veränderungen. Disruptive Geschäftsmodelle, geteilte Fahrzeuge und eine effizientere Verkehrsgestaltung sind im kommenden Jahrzehnt unumgänglich.

 

Magility begleitet sie gerne bei der Weiterentwicklung ihrer digitalen Geschäftsmodelle. Wir verbinden agile Unternehmensentwicklung mit technologischen Innovationen, organisationsübergreifendem Kompetenzmanagement und internationaler Markterschließung.

Elektrobatterien im Zeitalter des Connected Driving

Elektrik und Elektronik (E/E) sind und bleiben in der Automobilindustrie die wesentlichen Treiber für Innovationen im Fahrzeug aber auch für neue digitale Geschäftsmodelle. Bei einem global wachsenden Produktionsvolumen wird sich der weltweite Bestand auf ca. 1,4 Mrd. Fahrzeuge erhöhen. Bis 2025 werden auch ca. 90% aller Neuwagen vernetzungsfähig sein. Safety, Security und Privacy werden zukünftig in ihrer Bedeutung ebenfalls zunehmend erfolgskritisch. Auch die Antriebsformen werden komplexer: Verbrennungsmotoren, Hybrid- und Elektroantriebe, synthetische Kraftstoffe sowie Brennstoffzellen werden den Markt nachhaltig verändern.

Wie sicher sind Lithium-Ionen-Batterien?

Im Zuge der stetigen Weiterentwicklung von Elektromobilität sowie des vernetzten und autonomen Fahrens, rücken Elektroantriebsbatterien immer mehr in den Fokus. Wir von magility haben uns schon in der Vergangenheit intensiv mit den neuen Technologien auseinandergesetzt und in den Trendstudien „magility Automotive Elektrik/Elektronik“ sowie „Elektromobilität und Energiespeicher“ die wichtigsten Entwicklungen und Trends aufbereitet. Die Lithium-Ionen-Technologie hat viele Vorteile, birgt aber auch Gefahren. In den Medien liest man häufig über Probleme mit gerade diesen Akkus. Seien es brennende, ja gar explodierende Akkus von Handys, E-Autos, die in Flammen aufgehen oder auch E-Bike-Batterien, die ganze Häuser in Brand setzen – die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Die aentron GmbH mit Sitz in Gilching bei München ist einer der führenden Anbieter von Lithium-Ionen-Akkus. Die Lithium-Ionen-Batterien von aentron werden in Deutschland entwickelt und produziert. Sie werden sowohl für industrielle als auch private Anwendungen verwendet. Einsatzbereiche sind E-Mobility (Kühlfahrzeuge etc.), E-Industrie (z.B. fahrerlose Transportsysteme), E-Maritime (vom Fahrgastschiff bis zum privaten Elektromotorboot) und ON/OFF Grid (von Heimspeichersystemen und industrieller unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) bis hin zu mobilen Solargeneratoren). Die Systeme sind so konzipiert, dass sie anspruchsvollsten Bedingungen sowohl an Land als auch auf See standhalten.

Wir wollen aufklären, warum die Lithium-Ionen-Technologie bei Energiespeichern unverzichtbar ist und wie Gefahrenquellen schon im Herstellungsprozess minimiert werden können. Hierzu haben wir Dr. John De Roche befragt. Er ist Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter von aentron Energy Solutions und ein ausgewiesener Experte in Sachen funktionale Sicherheit. Seit seiner Doktorarbeit über Lithium-Ionen-Salze und -Elektrolyte setzt er sich intensiv mit dem Thema Lithium-Ionen-Energiespeicher und Sicherheit auseinander.

Herr De Roche, warum führt kein Weg an Lithium-Ionen-Batterien vorbei? Welche Gefahren birgt diese Technik?

Bild John De Roche: Rechte: aentron GmbH, Photograph: Kpaou Kondodji

John De Roche (JDR): Lithium-Ionen-Batterien sind absolute Marktführer bei wiederaufladbaren Batterien. Im Bereich Heimspeichersysteme beispielsweise haben sie Bleibatterien schon zu über 90% ersetzt. Die Vorteile von Lithium-Ionen-Zellen liegen auf der Hand: Sie sind hinsichtlich Anzahl der Ladezyklen, Energiedichte und Selbstentladungsrate ihren Konkurrenten weit überlegen. Hinzu kommt, dass sie praktisch wartungsfrei und unschlagbar kompakt sind.

Auf der anderen Seite kann bei Über- und Tiefentladen von den Zellen eine Gefahr ausgehen, die im schlimmsten Fall zu einem Feuer führt. Heftige Stöße, starke Vibrationen und Spritzwasser können Akkus ebenso beschädigen wie zu heiße oder zu kalte Umgebungstemperaturen. In weiterer Folge können diese Beschädigungen zu Kurzschlüssen in der Batterie führen, die ihrerseits möglicherweise Brände verursachen. Grundsätzlich hängen die Gefahrenquellen auch von der Art der Nutzung ab. Bei sporadischer Nutzung, wie besonders im Bereich der E-Mobility, kommen andere Aspekte zum Tragen als bei Dauerbetrieb, wie er bei Heimspeichersystemen oder Handys vorherrscht.

Die meisten Li-Ionen-Batterie-Ausfälle und Brände werden durch Probleme mit dem Überladungsschutz verursacht. Wie kommt es dazu und wie kann dem vorgebeugt werden?

JDR: Auslöser für diese Probleme sehe ich bei Fehlern oder falsch gesetzten Schwerpunkten im Entwicklungsprozess. Hinzu kommen schlecht arbeitende Batteriemanagementsysteme (BMS) oder überhaupt ihr gänzliches Fehlen. Ganz allgemein sind für die Sicherheit von Batterien vier Bereiche ausschlaggebend:

  • Funktionale Sicherheit
  • Elektronische Sicherheit
  • Mechanische Sicherheit
  • Chemische Sicherheit

Meines Erachtens legen viele Batteriehersteller den Schwerpunkt zu sehr auf die elektronische Sicherheit und vernachlässigen die anderen Punkte. Es sollte mit einem umfassenden Sicherheitskonzept gearbeitet werden, das alle Bereiche gleichrangig berücksichtigt.
aentron Batterien sind zum Beispiel standardmäßig mit elektronischen Batteriemanagementsystemen ausgestattet, die streng nach der Norm IEC 61508 entwickelt werden. Durch die akribische Anwendung dieses Industriestandards wird sichergestellt, dass die Batteriemanagementeinheit zuverlässig arbeitet und in einen definierten sicheren Zustand eintritt, wenn z. B. Überladung erkannt wird.

Wie sieht es mit den Temperaturen aus?

JDR: Essenziell ist ein ausgeklügeltes Thermomanagement, das Gefahrenquellen gar nicht erst entstehen lässt. Die von aentron verwendeten Zellen haben beispielsweise einen sehr niedrigen inneren Widerstand und erlauben sehr hohe Ströme mit nur geringer Wärmeentwicklung. Dennoch werden, um die Ausbreitung von Wärme und Feuer von Zelle zu Zelle zu verhindern, die Zellen mit genau berechneten Sicherheitsabstand in neuartigen Zellhaltern montiert. Diese wurden wiederum im Vorfeld nach der gängigen Norm UL 94 überprüft und mit V-0 klassifiziert. Zwischen den Zellen ist eine Wärmeableitfolie angebracht, mit deren Hilfe die Wärme über das Gehäuse abgeleitet wird. Die verwendeten Aluminiumgehäuse ermöglichen eine besonders schnelle Ableitung der inneren Wärme nach außen und sind zusätzlich durch druckfeste Kapselung gegen interne Explosionen geschützt. Der gesamte Batterieblock wird kontinuierlich von drei Temperatursensoren überwacht.

Gefahren, die durch hohe Umgebungstemperaturen entstehen können, werden durch den optionalen Einbau einer aktiven Luftkühlung (für die Verwendung der Batterien in heißen Klimazonen) oder aber einer internen Heizung für Temperaturbereiche unter 0 °C minimiert.

Mechanische Beschädigungen sind nicht selten, kann dies zu Kurzschlüssen in den Zellen führen?

JDR: Batterien können vor mechanischen Beschädigungen, die durch heftige Stöße, Vibrationen oder Spritzwasser/Überflutung entstehen, auf mehreren Ebenen geschützt werden. Bei aentron sind die Batterien einerseits vibrations- und schockbeständig bis 50 g. Dropsafe Handgriffe bieten zusätzliche Sicherheit. Andererseits sind alle Stromanschlüsse und Kommunikationsstecker abschließbar und dadurch ebenso wie das Aluminiumgehäuse staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Im Gehäuse befindet sich eine Isolationsschicht bis 1000 V DC.

Wie sieht es mit der Cyber-Security von Lithium-Ionen-Akkus aus? Können Sie aentron Batterien bedenkenlos für Anwendungen des vernetzten Fahrens empfehlen?

JDR: Prinzipiell können Lithium-Ionen-Batterien, die sich je nach Kundenwunsch auch über Apps kontrollieren und steuern lassen, gehackt werden. Die Gefahr versuchen wir bei aentron für unsere Batterien mit der Verschlüsselung des internen Batterienetzwerks zu minimieren. Darüber hinaus ist unsere Software prioritär. aentron-Batterien sind momentan bei zwei Projekten im Bereich des autonomen Fahrens erfolgreich im Einsatz.  

magility bedankt sich für das interessante Interview.

Bei Fragen oder bei Interesse an den Trendstudien „magility Automotive Elektrik/Elektronik“ oder „Elektromobilität und Energiespeicher“ kontaktieren sie uns gerne. Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter. In der Trendstudie zum Markt Automotive E/E beantwortet magility folgende Fragen:

  • Welche Rahmenbedingungen (Weltwirtschaft, Automobilindustrie, Technologietrends) werden die weitere Automotive E/E Marktentwicklung beeinflussen?
  • Wie entwickelt sich der Automotive E/E Markt entlang der Wertschöpfungskette (Internet, OEM, Tier, EDL, Software Firmen, Semiconductor Hersteller)?
  • Welche regionalen Trends und Prognosen ergeben sich bzgl. Marktwachstum und eingesetzter Technologien für den Automotive E/E Markt?
  • Welche neuen Player (Internetfirmen, Softwarefirmen, Energieerzeuger etc.) betreten die Automotive E/E Szene und wie wird das Automobil zukünftig zu einem “Mobile-Device”?
  • Wie werden die neuen digitalen Geschäftsmodelle (Mobilitätsmanagement, Fahrzeugmanagement, Entertainment, Home-Integration, Wellbeing, E-Commerce etc.) wachsen?

 

 

Elektro-LKW: Daimler bringt Fuso eCanter auf die Straße. Foto: Daimler

Elektro-LKW von Daimler – Connectivity trifft eMobility

Daimler bringt derzeit die ersten Elektro-LKW auf die Straße. Der Fuso eCanter ist die dritte Generation von elektrisch angetriebenen leichten LKWs. Durch E-Mobilität entsteht, vor allem in den Metropolen, die durch den von Verbrennungsmotoren verursachten Smog besonders leiden, Hoffnung auf saubere Städte. Modelle wie der Fuso eCanter dienen als Vorläufer auch für größere E-LKW.

Daimler liefert erste Leicht-LKWs mit Elektromotor an Kunden aus

Die ersten Leicht-LKWs aus Serienproduktion wurden im Dezember offiziell an Kunden in Europa übergeben. Diese werden zunächst vor allem für die Logistik im innerstädtischen Bereich eingesetzt. Daimler Trucks ist insbesondere in Asien mit seiner Marke Fuso bekannt  und verzeichnete in der Sparte 2016 einen Umsatz von sechs Milliarden Euro.

Wenig Emission und weniger Betriebskosten

Die LKWs werden mit sechs Batterien betrieben. Die derzeitige Reichweite liegt bei rund 100 Kilometer bei maximaler Geschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde. Sie sollen im Einsatz nicht nur leise und ohne CO2-Emission fahren, sondern auch die Betriebskosten deutlich senken. Die Produktionskosten seien jedoch im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor deutlich höher. Einen Preis nannte Daimler zunächst nicht. Die ersten Kunden leasen die Fahrzeuge zu einer festen Rate in nicht nach Außen kommunizierter Höhe.

Daimler entwickelt weitere Elektro-LKW

Der Fuso eCanter ist aber nicht der einzige Elektro-LKW, den Daimler entwickelt. Der Mercedes-Benz Elektro-Lkw ist eine Vision von einem Dreiachser mit 26 Tonnen, der lokal abgasfrei und leise fährt und in Nutzlast und Performance einem Lkw mit Verbrennungsmotor ebenbürtig ist. Elektrischer Antrieb, Vernetzung, smarte Anzeige- und Bedientechnik, Telematik und eine weitgehend autarke Stromversorgung sollen bald Maßstäbe im vollelektrischen Fahren im schweren Verteilerverkehr setzen. „Die ersten E-LKW werden auf den Straßen erprobt und liefern wichtige Erkenntnisse für zukünftige Modelle. Aber natürlich hängt die Serienreife auch mit leistungsfähigen Batterien zusammen. Das ist die Herausforderung der nächsten Jahre“, so Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH.

Der schwere E-LKW lässt noch etwas auf sich warten

Doch während der kleine E-Transporter bald serienreif ist, wird der schwere E-Lastwagen erst zu Anfang des kommenden Jahrzehnts in Serie gehen. Doch eines ist klar: Der LKW von morgen ist ein vernetztes Gesamtsystem, in dem Reichweiten und Ladungsmanagement, Fahrzeuginformationen und Umgebungsdaten konsequent miteinander verknüpft werden. Beim zukunftsweisenden Telematikdienst FleetBoard for Urban Distribution werden Telematik und Steuerung des Antriebsstrangs miteinander vernetzt. Damit wird der urbane Verkehr und die Logistik maßgeblich verändert.

E-Mobilität. Daimler hat Tesla den Kampf angesagt. Foto: magility

E-Mobilität: Mercedes wird zum größten Konkurrenten von Tesla

Tesla hat einen unvergleichbaren Aufstieg vom Underdog zum Pioneer hingelegt. Aber die kommenden fünf Jahre könnten zur größten Herausforderung für das US-Unternehmen werden. Denn Autobauer rund um die Welt warnen sich zur Aufholjagd in Sachen Elektromobilität.

Daimler investiert Milliarden in Elektromobilität

Allen voran Daimler – die Stuttgarter planen ihre Autoflotte nun bis 2020 zu elektrifizieren und investieren dafür 11 Milliarden Euro. Dies bedeutet vor allem die Aufholjagd zum Vorreiter und Kontrahenten Tesla.
Doch zu Tesla aufzuschließen ist keine leichte Aufgabe. Das Unternehmen genießt eine Markenloyalität vergleichbar mit Apple. Das Unternehmen um CEO Elon Musk hat mit Innovationen wie Over-the-Air Updates der Industrie gezeigt, was Innovation bedeutet und traditionelle Distributionswege infrage gestellt.

Daimler muss sich neu erfinden

Tesla schwächelt vor allem in der Produktion, immer wieder ist von Engpässen die Rede. Daimler hingegen macht keinen Hehl daraus, den Angriff auf die Elektroauto-Pioniere zu wagen. Aus Stuttgart hörte man bereits im September, dass sie eine Milliarde in ein Werk in den USA investieren, um einen elektrischen SUV zu bauen, der 2020 auf den Markt gehen soll.
Darüber hinaus will Daimler weitere 10 Milliarden in die nächste Generation von Elektrofahrzeugen investieren.

Die angekündigte Verbannung von Dieselfahrzeugen befeuert die Entwicklung

Allerdings geht es wohl nicht alleine darum, Tesla einzuholen. Chinas Ankündigung, Diesel- und Verbrennungsmotoren zu verbannen zu wollen, ist ein zentraler Grund, denn China ist der größte Absatzmarkt für Autos in der Welt.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot

Der Wettstreit von Daimler mit Tesla könnte aber auch darin begründet sein, dass Daimler erkannt hat, dass sie ihre Kunden davon überzeugen kann, dass sie technologisch Schritt halten. Etwas das Tesla bereits geschafft hat. Alleine deshalb, kann der schwäbische Autobauer die Amerikaner nicht ignorieren. Gleichzeitig ist der Kern von Mercedes der Verbrennungsmotor. Noch immer gilt ein Mercedes mehr als schnelle Maschine auf der Autobahn als ein Hightech-Fahrzeug und Pioneer der E-Mobilität.

Vor allem in China wird investiert

In Sachen E-Mobilität gilt es vor allem den chinesischen Markt zu erobern. Tesla arbeitet deshalb an einem soliden Fundament und baut ein Werk in Shanghai, das 2020 mit der Produktion beginnt.
Daimler hat bereits ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer BAIC. Gemeinsam kündigten sie im Juli eine Investition über 750 Millionen Euro in die Produktion von Elektrofahrzeugen an. Von Unternehmensseite hieß es, China wird der wichtigste Markt für E-Mobility.

Weitere Herausforderungen

Natürlich bleiben einige Herausforderungen trotz hoher Investitionen bestehen. Die Marke Tesla steht für Hightech, Innovation und Zukunft. Dahin muss Daimler noch kommen. Außerdem hängt der Durchbruch auch eng mit der Ladeinfrastruktur zusammen. Tesla ist hier bereits einen Schritt weiter und arbeitet an einer Solarinfrastruktur. Es bleiben viele Fragen, die noch beantwortet werden müssen.

Magility untersucht fortlaufend in Trendstudien aktuelle Entwicklungen innerhalb der Mobilitätsindustrien und steht Ihnen als Partner zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne – wir freuen uns auf Sie!

Elektromobilität 2017 – Zahlen, Fakten und Prognosen

Derzeit gilt in der Automotiblbranche vor allem eines: die E-Mobilität schnell voranzutreiben und zu fördern. Um die Lage und die Entwicklung besser einschätzen zu können haben wir einige Fakten, Statistiken und Prognosen zusammengetragen um den Status Quo des Elektromobilität aufzuzeigen.

Absatz von Elektroautos

Der größte Markt für Batterieelektro- und Plug-in-Hybrid-Automobile ist China. Hier wurden im Jahr 2016 über eine halbe Million Fahrzeuge verkauft, gefolgt von den USA (157.181 Fahrzeuge) und Norwegen. Deutschland landet auf Platz sechs mit rund 25.000 verkauften Fahrzeugen. Bei den Neuzulassungen machte der Anteil von Elektroautos in Deutschland im Jahr 2015 gerade einmal 0,7 Prozent aus.

Ladeinfrastruktur

Die Zahl der Ladestationen weltweit lag 2014 bei einer Million die Prognose für 2010 lautet 12,7 Millionen. In Deutschland gibt es aktuell rund 6.700 Ladestationen und über 19.700 Anschlüsse, wobei die Zahl der Ladestationen eher langsam wächst. Laut Prognose soll es 2020 150.000 Ladestationen für Elektroautos in Deutschland geben. Die Zahl basiert auf einer Schätzung der Europäischen Kommission. Die meisten Ladestationen in Deutschland stehen in Nordrhein-Westfahlen (1.603) gefolgt von Baden-Württemberg (1.494) und Bayern (1.080). Die Stadt mit den meisten öffentlichen Ladestationen ist Berlin gefolgt von Stuttgart. Bezahlt wird in den meisten Fällen mit einer RFID-Karte (65 Prozent) oder einer Smartphone-App (43 Prozent).

 

Nutzer von Elektroautos

46 Prozent der Fahrer von Elektroautos verfügen über ein mittleres Nettoeinkommen zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Fast 40 Prozent der Nutzer leben in einem Haushalt mit zwei Personen, zusammengerechnet 50 Prozent leben in einem Haushalt mit drei oder mehr Personen. Der Großteil der privaten Nutzer von E-Fahrzeugen lebt in Kleinstädten.

Forschung und Prognose

Die Reichweite der Elektroautos steigt stetig. 2015 lag sie bei ungefähr 240 Kilometer pro Ladung. Diese soll bis 2020 aber auf mindestens 400 Kilometer erhöht werden. Gleichzeitig sollen Lithium-Ionen-Batterien günstiger werden. Liegt der Preis in diesem Jahr noch bei ungefähr 289 Euro pro Kilowattstunde soll er bis 2020 auf nur noch 108 Euro pro Kilowattstunde reduziert werden. Laut Prognosen für 2030 wird der größte Teil der Neuzulassungen auf Hybridantriebe fallen (28 Prozent) gefolgt von Benzin-Motoren (25 Prozent).

Stetige Entwicklung bei der Elektromobilität

Die E-Mobilität entwickelt sich stetig. Daher ändern sich auch Zahlen und Fakten in rasantem Tempo. Dennoch ist es immer wieder spannend einen Blick darauf zu werfen, auch um Trends und Potenziale zu erkennen.

Wir sind bei der aktuellen Entwicklung dabei und schreiben gerne eine Trendstudie für Sie! Kontaktieren Sie uns direkt!

Quelle: Statista

Künstliche Intelligenz. Das Auto denkt mit. Foto: creative commons

Künstliche Intelligenz – Das Auto denkt mit

Wie beeinflusst die Künstliche Intelligenz (KI) die Mobilität von morgen? Eine große Frage die derzeit immer wieder im Zusammenhang mit der E-Mobilität und autonomem Fahren aufkommt. Zunächst sind autonom denkende Machinen eine Vision und der Weg dahin noch weit. Algorithmen, die Intelligenz simulieren gibt es aber schon heute. Fragen die rund um das Thema Künstliche Intelligenz vor allem in Verbindung mit autonomem Fahren aufkommen sind daher: Nutzen wir bereits Konzepte der KI? Wie intelligent werden die Fahrzeuge der Zukunft? Und vor allem: Was bedeutet das für den Menschen?

Vision von der Mobilität der Zukunft

Die Vision der Künstlichen Intelligenz ist, dass Mensch und Maschine miteinander interagieren. Das Fahrzeug wäre in diesem Fall ein Computer oder eine Schaltzentrale, die dazu fähig ist Daten zu sammeln, diese zu verknüpfen und damit in der Lage zu sein dazuzulernen. Perspektivisch könnte das Fahrzeug in Gefahrensituationen selbständige Entscheidungen treffen, etwa welchem Hindernis ausgewichen werden soll. Der Weg dahin ist aber noch lang. Erst einmal geht es darum ein kognitives Fahrzeug zu entwickeln, dass als Schaltzentrale fungiert und die Verkehrslage verschiedener Mobilitätsträger analysiert.

Status Quo – Aus Daten individuelle Services generieren

Aktuell bedeutet Künstliche Intelligenz im Bereich Automobil und e-mobility, dass durch Kameras, Sensoren und den verbundenen Recheneinheiten Daten und Informationen gesammelt werden, die den Fahrer unterstützen. So übernimmt die Künstliche Intelligenz nicht das Steuer, schaltet sich aber ein, sollte der Mensch etwa in der Dunkelheit einen Radfahrer übersehen. Das Fahrzeug erkennt die Gefahr mithilfe vieler technischer Details, die sofort ausgewertet werden und dem Fahrer eine Warnung zukommen lässt. Denkbar ist auch, dass das Auto automatisch abbremst wenn es eine Gefahr wahrnimmt, der Fahrer selbst aber nicht reagiert.

Nächste Schritte

Der nächste Schritt ist es, Services zu entwickeln, die dem Fahrer mehr Komfort bieten. Etwa für angenehme Temperatur zu sorgen, die passende Musik zu spielen, den Fahrer bei langen Fahrten an Pausen zu erinnern oder zu unterhalten. Das Fahrzeug soll das Verhalten des Fahrers analysieren, seine Bedürfnisse deuten und direkt die passenden Services liefern. Das kognitive Fahrzeug würde einen selbstbestimmten Zugang zu einer individualisierten Künstlichen Intelligenz ermöglichen, die den Menschen unterstützt, ihn unterhält und ihn sogar intellektuell herausfordern könnte.

Hohe Umsatzerwartungen beim Thema Künstliche Intelligenz

Die Technik auf diesem Gebiet entwickelt sich rasant. Auch wenn es bis zur Interaktion zwischen Mensch und autonomem Fahrzeugen noch dauern wird. Ein großer Markt ist die Künstliche Intelligenz in jedem Fall. Das Statistikportal Statista prognostiziert beim Umsatz mit Unternehmensanwendungen im Bereich künstliche Intelligenz in Europa einen Anstieg von ungefähr 93 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 auf 7.867 US-Dollar im Jahr 2025.

Ladeinfrastruktur in Deutschland. Foto: magility

Ladeinfrastruktur für Elektroautos – Wie flächendeckend ist der Ausbau in Deutschland?

In Zukunft sollen Elektroautos unsere Straßen dominieren. Leise und ohne Abgase zu produzieren werden sie über die Straßen gleiten. Da die Batterien aktuell aber eine noch eine sehr begrenzte Reichweite haben ist der Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur genauso wichtig, wie die Weiterentwicklung der Elektroautos selbst. Doch aktuell läuft der Ausbau der Infrastruktur noch schleppend.

Rahmenbedingungen und Anreize der Bundesregierung

Die Bundesregierung möchte die Entwicklung auf dem Markt für Elektromobilität beschleunigen und investiert eine Milliarde Euro mit einem Maßnahmenpaket. Das Paket umfasst vor allem die Kaufprämie für Elektroautos. Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur stellt die Regierung weit weniger zur Verfügung. 300 Millionen Euro insgesamt – davon 200 Millionen Euro für die Schnelllade-Infrastruktur und 100 Millionen Euro für die Normalladeinfrastruktur. Das Problem dabei ist, dass es ohne eine flächendeckende Versorgung mit Schnellladestationen weiterhin unattraktiv bleibt ein Elektroauto anzuschaffen. Denn um lange Strecken zu bewältigen ist ein enges Netz an Ladeinfrastruktur zwingend notwendig.

Zahl der Ladestationen und Anschlüsse in Deutschland

Laut den Zahlen von ChargeMap liegt die Zahl der Anschlüsse in Deutschland im Oktober 2016 bei über 16.000, die Zahl der Ladestationen liegt bei weit über 5000. Monatlich kommen neue Stationen und Anschlüsse dazu. Nur ein Bruchteil davon sind Schnellladestationen, die in weniger als einer Stunde 80 Prozent des Akkus aufladen können.

Ladeinfrastruktur in Deutschland - Zahl der Ladestationen. Quelle: ChargeMap

Ladeinfrastruktur in Deutschland – Zahl der Ladestationen. Quelle: ChargeMap

Die Zahl pro einer Million Einwohnern liegt laut aktuellen Erhebungen der „BDEW-Erhebung Elektromobilität“ in fast allen Bundesländern bei 60 und mehr. Nur in den neuen Bundesländern und im Saarland liegt die Zahl deutlich darunter. Baden-Württemberg liegt bei der Zahl der zugänglichen Ladeinfrastruktur mit derzeit 1.182 Ladepunkten auf Platz zwei nach Nordrhein-Westfalen und vor Bayern. Im Vergleich dazu: aktuell sind knapp über 25.000 reine Elektroautos in Deutschland zugelassen. Gemessen am Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, ist das noch sehr gering.

Verteilung der Ladegeschwindigkeit der Ladestationen. Quelle: ChargeMap

Verteilung der Ladegeschwindigkeit der Ladestationen. Quelle: ChargeMap

Kein Spitzenreiter im europäischen Vergleich

Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland, was die Versorgung mit Tankstellen für Elektroautos angeht, hinterher. Norwegen hat 14 Mal weniger Einwohner als Deutschland, aber mehr elektrische Ladesäulen. Die Fläche der Niederlande beträgt nur 12 Prozent von der Fläche Deutschlands, es stehen aber rund viermal so vielen Ladesäulen zur Verfügung. Auch in Frankreich und Großbritannien gibt es doppelt so viele Ladestationen für E-Autofahrer wie bei uns.

Flächendeckende Versorgung als Voraussetzung

Ein flächendeckendes Netz, vor allem auch entlang der Autobahn ist mittelfristig die Voraussetzung um den Wandel zu mehr E-Mobilität anzukurbeln. Noch läuft es aber schleppend. Ein Grund: eine normale Ladestation kostet heute rund 10.000 Euro, ein Schnelllader mit Gleichstrom mehr als das Dreifache. Geld über den Stromverkauf ist damit mittelfristig nicht zu verdienen. Gleichzeitig lassen Autobauer verlauten, dass die Qualität der Akkus in den nächsten Jahren stark zunehmen wird und wir es dann mit einem Überangebot an Ladeinfrastruktur zu tun haben werden.

Was E-Mobilität und Elektroautos betrifft, gibt es aktuell große Fortschritte. Mittelfristig muss aber noch mehr die Zuständigkeit geklärt werden. Wer ist verantwortlich für den Ausbau der Infrastruktur? Wer muss an welcher Stelle investieren? Wie kann der Wandel zum elektrischen Fahren gelingen?

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Mercedes-Benz beim Autosalon 2016. Copyright: Daimler AG

Autosalon 2016 – Paris Motor Show steht unter Strom

Beim Autosalon 2016 in Paris steht die E-Mobilität im Fokus. Daimler und andere Hersteller präsentieren pünktlich zur diesjährigen Automesse Elektroautos und entsprechende Prototypen. Am Elektroauto und am autonomen Fahren führt kein Weg vorbei. Zusätzlich geht der Trend zur intelligenten Vernetzung

Daimler zeigt Smart und EQ beim Autosalon

Unter dem Schlagwort „CASE“ präsentiert Daimler seine neunen Elektroautos. Das Motto lautet: Connected (Vernetzung), Automotive (autonomes Fahren), Shared (flexible Nutzungsmodelle) und Electric (elektrische Antriebe).

Mercedes-Benz EQ beim Autosalon 2016. Copyright: Daimler AG

Copyright: Daimler AG

Präsentiert wird beim Autosalon 2016 der neue elektrische Smart. Dieser ist bereits serienreif und soll 2017 auf den Markt kommen. Mit einer Reichweite von 160 Kilometern ist der Smart bereit durch die Stadt zu fahren. Die Ladezeit wurde auf 45 Minuten verkürzt sofern an einer speziellen Ladestation getankt wird.

Noch Zukunftsmusik hingegen ist die EQ Studie aus dem Hause Daimler mit Jürgen Schenk als Chefentwickler. Vollvernetzt, autonom und emissionsfrei, so wird der Mercedes der Zukunft auf der Paris Motor Show 2016 präsentiert. Dank leistungsstarkem Akku soll er auf eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern kommen. Die EQ Reihe soll mittelfristig die Modellpalette erweitern und sich als Submarke für Elektroautos etablieren.

Die Zukunft liegt in der digitalen Innovation

Trotz dem Fokus auf Elektroautos beim Autosalon 2016 und etlichen Studien zur Zukunft des Automobils sind auch noch in diesem Jahr rund 90 Prozent aller ausgestellten Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor.

„Die Automobilbranche ist im Wandel“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer von Magility GmbH & Co. KG. den Autosalon 2016. „Die Potenziale der Zukunft liegen in der digitalen Innovation. Wir von magility arbeiten deshalb täglich an der Digitalisierung und Agilisierung von Geschäftsmodellen um der E-Mobilität den Weg zu ebnen. Denn mit der E-Mobilität und Vernetzung geht ein Wandel einher, der weit über das Produkt hinausgeht“.

Wir von magility sind schon gespannt auf die neuen Modelle und werden sowohl deren Entwicklung weiter verfolgen als auch den Wandel innerhalb der Automobilindustrie aktiv begleiten – hin zu einem digitalen und vernetzten Zeitalter.