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Virtual und Augmented Reality in der Automobilindustrie_magility

Virtual Reality – zunehmende Bedrohung aus der Cloud?

Spätestens seit der Einführung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert gibt es Skepsis beim Aufkommen technischer Neuerungen. So klar die Vorteile innovativer Technologien meist auf der Hand liegen, so groß sind auch teilweise die Befürchtungen, die mit der Verbreitung von Neuem und Unbekanntem einhergehen. Auch die aktuellen Entwicklungen im Bereich Virtual- und Augmented Reality sind davon nicht ausgenommen.

 

Augmented Reality vs. Virtual Reality

 

Mit dem Begriff Augmented Reality (AR) wird eine durch Computer erweiterte Realität beschrieben. Die Kamera eines Computer zeichnet die Realität auf, analysiert sie in Echtzeit, reichert sie mit zusätzlichen Daten an und gibt diese erweiterte Realität auf einem Display wieder. Dieses Prinzip ist bereits bekannt durch die Spiele-App Pokémon Go. Im Gegensatz zur AR wird die Virtual Reality (VR) komplett im Computer erschaffen. Will ein Nutzer daran teilhaben, so muss er sich über ein elektronisches Gerät, beispielsweise eine VR Brille oder einen Computer, in die virtuelle Realität einwählen.

 

Die virtuelle Welt Second Life ist eine der ersten Anwendungen von VR. Aber auch manche Videospiele wie World of Warcraft oder Grand Theft Auto erreichen inzwischen mit großem wirtschaftlichen Erfolg eine programmierte Komplexität, die der Realität nahe kommt. Anwendungen, die AR und VR vermischen werden auch Mixed Reality genannt.

 

Gefahren bei digitalen Realitäten

 

Nicht umsonst widmete sich die Mainzer Kunsthalle mit einer großen Ausstellung im Jahr 2018 diesem Thema und überschrieb die Schau mit einem vielsagenden Titel: Virtual Insanity.

Je mehr der virtuelle Raum sich an die echte Realität anpasst, wenn die Geschehnisse der Realität mehr und mehr in die virtuelle Realität übertragen werden, dann wandern auch die bekannten Probleme des Alltags in den Cyberspace: Mobbing, Belästigung, Stalking und die Auslebung anderer illegaler und unmoralischer Handlungen.

 

Wenn es zudem möglich wird, im digitalen Raum mit dem eigenen Avatar rechtsverbindliche Geschäfte abzuschließen, dieser Avatar dann gehackt oder kopiert wird, dann ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten für illegale Aktivitäten. Auch Geldwäsche ist ein Thema das sich in diesem Kontext zunehmend etabliert und in den Fokus von Behörden gerät.

 

Virtual Reality in der Automobilindustrie

 

In den Entwicklungsabteilungen der Automobilindustrie gehört die Anwendung von VR in einigen Bereichen bereits zum Standard. In einem VR-Studio lassen sich Bauteile digital dreidimensional betrachten und vor der eigentlichen Produktion testweise zusammensetzen. Diese Räume werden CAVE genannt (Cave Automatic Virtual Environment) und erlauben einen realitätsnahen Blick auf virtuelle Bauteile. Auch die Kunden profitieren von dieser Entwicklung. So bietet etwa Audi einen dreidimensionalen Konfigurator an, durch den sich ein individualisiertes Wunschfahrzeug schon vor der eigentlichen Produktion anschauen und bewundern lässt.  

 

Bald schon könnten Geräte ähnlich dem Google Glass in unterschiedlichsten Berufsanwendungen zum Standard gehören. Dabei trägt ein Polizist, Arzt oder ein Teilnehmer eines Meetings in einem Büro eine Brille, die ihm zusätzliche Informationen direkt in sein Sichtfeld einblendet. Dadurch können komplizierte Situationen vereinfacht, beschleunigt und effizienter gestaltet werden.

 

Virtual Reality auch bei der Verteidigung im EInsatz

 

Auch im militärischen Bereich sind Virtual Reality und Augmented Reality bereits bei modernen Armeen und Luftwaffen im Einsatz. Weitere potenzielle Anwendungsmöglichkeiten sind zahlreich, sie reichen über Zusatzinformationen im Einzelhandel bis hin zum virtuellen Einbau von Möbeln in das eigenen Zuhause. Grundsätzlich sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Die dahinterstehenden erfolgreichen Geschäftsmodelle bestätigen die positive Entwicklung der Technologie.

 

Steigendes Marktvolumen für Virtual Reality Anwendungen

 

Die M&A Beratung Hampleton Partners erwartet für den globalen Markt von VR-Anwendungen für das Jahr 2022 ein Volumen von 17,8 Mrd. $.  Zum Vergleich: 2016 betrug die Marktgröße noch 2 Mrd. $. Nach einem Marktvolumen von 4 Mrd. $ im Jahr 2016, wird für den AR-Markt bereits im Jahr 2020 ein Anwachsen auf 161 Mrd. $ erwartet. Hohe Prognosen, die in aller Klarheit verdeutlichen, wohin die Reise geht.

 

Google und Microsoft sind von Anfang an und bis heute Treiber dieser Entwicklung. Auch zahlreiche Start-Ups wie Magic Leap und Vuforia aus den USA oder INDE aus Großbritannien mischen mit. Analysten nehmen an, dass europäische Unternehmen sogar bis 2020 die Marktführerschaft im Bereich Virtual Reality übernehmen werden. Von einem Anwachsen des Produktionswertes um 13-34 Mrd. € ist die Rede und bis zu 480.000 Arbeitsplätze könnten auf dem europäischen Kontinent dafür geschaffen werden. Die Einführung schnellerer mobiler Internetverbindungen wie 5G werden diesen Trend zudem noch beschleunigen.

 

Erweiterte Angriffsfläche für digitale Hacker

 

Bei zunehmender Digitalisierung des Straßenverkehrs ist das größte Risiko ein digitaler Hackerangriff. Jedoch verringert sich auch das Risiko von menschlichem Fehlverhalten stark durch die Unterstützung von digitaler Technik. Wird dieses System allerdings von Kriminellen, Terroristen und anderen Akteuren mit kriminellen Absichten beeinflusst, können durch Störsignale und digitale Falschinformationen schlimme Unfälle oder sogar der Zusammenbruch des Automobilverkehrs die Folge sein. Dabei müssen nicht einmal einzelne Fahrzeuge attackiert werden, ein einzelner Angriff über die Cloud kann genügen um ganze Flotten lahmzulegen.

 

Auch Virtual Reality Anwendungen müssen ganzheitlich und von Anfang an digital sicher (cyber secure) gedacht werden und die Security muss im gesamten End-to-End System integriert sein. Zunehmende Vernetzung ermöglicht weitere Einfallstore für Hacker Angriffe und böswillige Manipulationen. Mit jeder technologischen Entwicklung wächst diese Herausforderung beträchtlich weiter an. Magility berät Sie gerne bei der Umsetzung Ihrer individuellen Lösungen zum sicheren Einsatz virtueller Realitäten in Ihrem Geschäft.

 

Allseits sichere Fahrt in die Zukunft wünscht Ihnen das Team von Magility!

Digitale Gefahren - Ursachen und Risiken. Bild: CC0

Digitale Gefahren und Cybersecurity: Ein Überblick

Digitale Gefahren und Cyberattacken sind die derzeitigen Dämonen der Wirtschaft. Das liegt vor allem daran, dass Unternehmen nicht hinreichend geschützt und vorbereitet sind. Das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung lässt sich derzeit nur schätzen. Welche Ursachen Cyberattacken und Angriffe haben und welche Risiken die Lücken in der IT-Sicherheit bergen, zeigen wir im Überblick.

Datenverlust – Angriffe und Nachlässigkeit

Die Ursachen, die zu Datenverlusten führen sind vielfältig. Nicht alle sind auf Angriffe von Außen, wie zum Beispiel Cyberangriffe zurückzuführen. Auch andere Schäden können zum Verlust wichtiger und sensibler Daten führen. Mangelhafte oder vergessene Backups, Softwareausfälle, Hardwaredefekte, Hitze- oder Wasserschäden sind ein Risiko. Manchmal werden Daten aber auch versehentlich gelöscht. Das sind digitale Gefahren die zu vermeiden sind. Zur Prävention eigenen sich regelmäßige Backups aller wichtigen Daten.

Hacking – Sicherheitslücken öffnen Tür und Tor

Eine der digitalen Gefahren sind Hacker. Sie suchen gezielt Sicherheitslücken in der IT von Unternehmen aus, um diese anzugreifen oder zu manipulieren. Durch Hackerangriffe gelangen Cyberkriminelle in das interne Netzwerk von Unternehmen und treiben dort ihr Unwesen. Im letzten Jahr häuften sich die Fälle in denen große Unternehmen und Konzerne angegriffen wurden.

Malware – Schadsoftware kapert Daten

Viren, Würmer und Trojaner sind ein weiteres Sicherheitsrisiko. Die sogenannte Schadsoftware hat sich zu einer weltweiten kriminellen Industrie entwickelt, die darauf aufbaut, Profit aus erbeuteten persönlichen Daten zu schlagen. Ein Virus infiziert Programme und führt bei ihrem Start bestimmte Aktionen aus. Ein Wurm ist ein Virus, der sich von alleine auf andere Computer verschickt. Trojaner tarnen sich als harmlose Programme und entfalten erst dann ihre Wirkung, wenn der ahnungslose Nutzer sie ausgeführt hat. Inzwischen werden nicht nur Computer angegriffen, sondern auch Smartphones, die bislang noch kaum geschützt sind. In Connected Cars würde Malware riesigen Schaden anrichten können.

Erpressung – Lösegeld um Daten zu retten

Digitale Erpresserschreiben drohen Unternehmen mit Angriffen sofern sie nicht bereit sind ein Lösegeld zu bezahlen. Betroffen sind vor allem Finanzdienstleister, Versicherungen oder Online-Service-Anbieter aber auch andere Unternehmen die sensible Daten verwalten. Gedroht wird damit, Internetseiten oder Firmenrechner lahmzulegen oder ins Netzwerk einzudringen und sensible Daten zu veröffentlichen.

Betrug – Gängige Praxis im Netz

Betrug ist weit verbreitet im Internet. Vor allem bargeldlose Zahlungssysteme sind häufige Angriffsziele von Internetbetrügern. Geschädigt werden mit den manipulierten Konto- und Kreditkartendaten vor allem Finanzdienstleister und Onlinehändler. Die Möglichkeiten von Betrügereien und Manipulation sind leider sehr vielfältig. Gefälschte Rechnungen, Spam und manipulierte Eingabemasken können ebenfalls zu Verlusten führen.

Um sich vor den Gefahren langfristig zu schützen müssen präventive Maßnahmen ergriffen werden und mehr in Cyber-Security investiert werden. Sonst drohen den Unternehmen hohe Schäden. Wir von magility arbeiten an individuellen Cyber-Security-Lösungen und beraten Sie dazu gerne.

Car Hacking ist keine Zukunftsmusik – ADAC hackt BMW

Die Bedrohung durch Hackerangriffe auf Autos ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Innerhalb der letzten zwei Monate wurde das Bordsystem von Fahrzeugen zweier namhafter OEMs gehackt. Das Telematik System von BMW wurde im Auftrag des ADAC von einem Experten geknackt. Dieser decke signifikante Sicherheitslücken auf, die sogar das Öffnen des Fahrzeugs ermöglichten. In fast allen modernen Fahrzeugen sind heutzutage ab Werk Mobilfunkmodems und SIM-Karten eingebaut. Diese ermöglichen den Insassen zwar Internetzugang, Zugang zu Telemetriedaten und Verkehrsinfos und informieren im Falle eines Unfalls automatisch den Notruf. Jedoch sind diese Schnittstellen ebenfalls alle potenzielle Angriffsstellen auf das zentrale Steuersystem des Fahrzeuges.

So hat sich im ADAC Hacking-Fall gezeigt, dass gerade die SIM-Karten Schnittstelle einen Zugang zu System bieten kann. Für versierte Hacker stellt es demnach kein großes Problem dar sich Zugang zum gesamten Bordsystem zu verschaffen. Die Sicherheit der Fahrzeugführer ist hier deutlich in der Schwebe, denn dieser hat bisher keine Kontrolle diese Schnittstellen bei Bedarf ein- oder auszuschalten.

Hier können Sie die Details zum Hackerangriff auf den BMWs ConnectedDrive nachlesen.

Das Intrusion Prevention System (IPS) der Firma Argus Sec. aus Tel Aviv, Israel, verhindert derartige Sicherheitsangriffe, denn kritische Komponenten werden durch Zwischenschaltung des IPS vor unrechtmäßiger Benutzung gesichert.

Doch nicht nur die Bordsysteme von OEMs sind durch Hackerangriffe weiterhin gefährdet. Auch Produkte auf dem Aftermarket werden Opfer von Angriffen. Ein OBD-II Gerät das für Versicherungsfälle genutzt wird wurde unlängst von einem unabhängigen Reporter geknackt. Dieses Gerät befindet sich in mehr als 2 Millionen Fahrzeugen.

Fahrzeugsicherheit muss ganzheitlich gedacht werden – und moderne computergestützte Fahrzeuge müssen mit sicheren Systemen auf dem aktuellsten Stand der Technik geschützt werden. Forscher von Argus Sec. wiesen die Branche im November 2014 durch verantwortungsvolle Offenlegung von Sicherheitsschwachstellen in Fahrzeugen und im Aftermarket auf die Notwendigkeit von durchdachten und verlässlichen Sicherheitssystemen hin.

Magility ist exklusiver Vertriebspartner von Argus Sec. und Ansprechpartner für alle Fragen im Europäischen Markt. Kontaktieren Sie uns!