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Die 5GAA entwickelt und erprobt das Connected Car interdisziplinär.

5GAA treibt 5G-Technologie voran – Warum Zusammenschlüsse so wichtig sind

In der Vielfalt der Technologie ist nicht immer klar, wo wir aktuell stehen und was bislang noch Vision ist, denn meistens sind die Übergänge fließend. Das Thema Connected Car wird seit vielen Jahrzehnten erforscht und vorangetrieben. Verschiedene Unternehmen arbeiten konstant an einzelnen Technologien, Tools und Gadgets. Damit aber das Projekt im Ganzen angetrieben werden kann, bedarf es größerer Allianzen in der Branche. Ein gutes Beispiel dafür ist die 5G Automotive Association (5GAA). Telekommunikations- und Automobilkonzerne haben sich zusammengeschlossen, um Meilensteine in diesem Bereich zu setzen. Erklärtes Ziel ist es, vernetztes Fahren und smarte Verkehrslösungen voranzutreiben. Seit fast zwei Jahren wird dieses Ziel nun aktiv verfolgt und erste Ergebnisse sind bereits sichtbar.

Vernetztes Fahren mit Hilfe von 5G

Das Ziel einiger Automobil- und IT-Unternehmen, wie Audi, BMW, Daimler, Ericsson, Huawei, Intel, Nokia und Qualcomm ist es, Kommunikationslösungen, die das vernetzte Fahren voranbringen, zu entwickeln, zu testen und zu fördern. Dazu gehören Anstrengungen zur Lösung wichtiger technischer und regulatorischer Probleme sowie die Integration von Fahrzeugplattformen mit fortschrittlichen Mobilfunk-, Netzwerk- und Computerlösungen.

C-V2X-Technologie ist ab 2020 serienmäßig erhältlich

Neben der nächsten Generation der Mobilfunktechnologie 5G, ist die C-V2X Technologie ein wichtiger Schritt hin zum Connected Car. Bislang werden äußerst erfolgreich zelluläre Kommunikationstechnologien (V2N – Vehicle-to-Network), auch bezeichnet als das Internet of Vehicles, in Fahrzeuge integriert. Im nächsten Schritt soll die C-V2X-Technologie nicht mehr nur Fahrzeuge untereinander, sondern auch andere Netzwerke, wie Smart Homes und Smart Cities, vernetzen. Es wird auch von einer Vernetzung zweiten Grades gesprochen. “Wichtig ist es, die Vernetzung auf einer höheren Ebene geplant voranzutreiben. Dabei helfen Zusammenschlüsse zwischen einflussreichen Unternehmen enorm“, unterstreicht Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH, die Wichtigkeit von Allianzen wie der 5GAA.

5GAA als mächtiger Zusammenschluss für Forschung und Entwicklung

Kein Fortschritt ohne Entwicklung und Erprobung. Gegenwärtig betreiben die Automobilhersteller der 5GAA mehr als 20 Millionen Connected Cars, die eine Verbindung zu Mobilfunknetzen (V2N) herstellen können. Diese V2N-Verbindung wird für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen wie Telematik, Infotainment, Verkehrsoptimierung sowie für Sicherheitsanwendungen benötigt. Potenzielle Anwendungsfelder sind unter anderem die Erkennung stillstehender Fahrzeuge, Warnungen vor Ereignissen wie Stau, Baustellen oder Unwetterwarnungen sowie allgemeine Informationen zur Verkehrsinfrastruktur.

Vernetzung in der Automobilindustrie

Das Connected Car ist ein ambitioniertes Projekt der deutschen Automobilindustrie. Regelmäßig muss sich die Branche mit den internationalen Technologie-Trendsettern, wie den USA messen lassen. 

Digitale Transformation in der Industrie. Trends und Entwicklungen. Foto: CC0

Die digitale Transformation der Industrie: Ein Überblick

Die digitale Transformation der Industrie und der Automobilindustrie bietet enorme Chancen und bringt gleichzeitig große Herausforderungen. Auf der einen Seite gibt es das vielversprechende Potenzial vernetzter, effizienterer Produktion und neuer Geschäftsmodelle auf der anderen Seite aber auch dramatische Risiken. Laut dem Bundesverband der deutschen Industrie e.V. könnte Europa bis 2025 einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen, aber auch einen Wertschöpfungsverlust von 605 Milliarden Euro erleiden. Um das Risiko zu minimieren braucht es deshalb weitsichtige Strategien für die digitale Transformation. Wir von magility beraten Sie gerne dazu.

Wo steht die deutsche Wirtschaft und wohin geht der Weg

Politik und Wirtschaft sind sich bereits einig, dass die fortschreitende Digitalisierung ein neues Zeitalter der Vernetzung, Autonomisierung, Flexibilität und vor allem Disruption bedeutet. Die Herausforderung die Unternehmen dadurch heute gegenübersteht ist die Transformation von Geschäftsmodellen und die Identifizierung neuer Wachstums- und Umsatzmöglichkeiten durch digitale Technologien. Die Relevanz ist längst erkannt doch aktuell sind viele Unternehmen in einer Phase der Unsicherheit und oft auch Orientierungslosigkeit. Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der magility GmbH und Experte für digitale Geschäftsmodelle sagt dazu: „Mit der Digitalisierung entwickelt sich die größte Revolution der Industriegeschichte in enormer Geschwindigkeit. Sie bedroht viele klassische Geschäftsmodelle und birgt unabsehbare Risiken. Es müssen deshalb so schnell wie möglich Weichen gestellt werden und ein ganzheitlicher Transformationsprozess begonnen werden.“ Die große Frage ist deshalb, wo deutsche Unternehmen aktuell stehen und wie sie sich im Einzelfall positionieren können.

Was fehlt ist eine umfassende Strategie

Die meisten deutschen Unternehmen haben die Chancen der Digitalisierung längst erkannt und erste Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Über 40 Prozent sehen bereits ein Umsatzwachstum durch Digitalisierung. Für die meisten Unternehmer überwiegen die positiven Möglichkeiten der Digitalisierung  – knapp 70 Prozent sehen Chancen für neue digitale Geschäftsmodelle, während 56 Prozent tendenziell den steigenden Wettbewerb fürchten. Was meistens fehlt ist eine langfristige und umfassende Digitalisierungsstrategie. Die größten Herausforderungen der digitalen Transformation sind die Weiter- und Ausbildung der Mitarbeitenden, rechtliche Rahmenbedingungen, ein hoher Investitionsbedarf sowie Sicherheits- und Datenschutzrisiken.

IT-basiertes Geschäft und disruptive Geschäftsmodelle

Grundlage für die Digitalisierung der Geschäftsmodelle ist ein IT-basiertes Geschäft, also die Unterstützung bestehender Geschäftsprozesse durch digitale Technologien, beispielsweise durch einen Onlineshop, einer digitalen Plattform zur internen Kommunikation oder auch cloudbasierte Lösungen für effiziente Arbeitsweise in Teams. Hier wären beispielsweise Microsoft 365 oder Google Apps genannt. Magility arbeitet eng mit Experten für digitale Arbeitsprozesse zusammen und berät Sie umfassend wie Sie Ihre Produktivität erheblich steigern können.

Nach Außen jedoch erwirken digitale Services oft kundenorientierte Produktinnovationen. Durch die Einbindung digitaler Technologien in die Schnittstellen zum Kunden, erhöht sich die Transparenz und eine direktere Kundeninteraktion wird möglich. Die nach innen gerichtete Digitalisierung in Prozessen der Produktion wird als Industrie 4.0 zusammengefasst. Es geht dabei um die weitreichende Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und damit Prozessinnovationen. Durch die digitale Transformation können interne Prozesse flexibler, dezentraler und effizienter gesteuert werden. Ist ein Geschäftsmodell komplett digital, sowohl nach innen als auch nach Außen, entstehen innovative, häufig disruptive Geschäftsmodelle, die sich durch eine signifikante Erweiterung der Kundenbasis, eine hohe Dienstleistungsorientierung, schnelle Messbarkeit und den Einsatz digitaler Technologien über die verschiedenen Stufen der Wertschöpfung hinweg auszeichnen.

Der Weg zur digitalen Transformation ist nicht immer offensichtlich. Doch wir bei Magility gehen ihn mit Ihnen gemeinsam.

 

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Industrie 4.0: Die Prozesse der digitalen Transformation. Grafik: magility

Sharing Economy als neuer Markt der Automobilindustrie. Foto: magility

Sharing Economy in der Automobilindustrie – Neue Geschäftsmodelle

Carsharing, Car2go, Uber, Lyft, Zipcar – nur einige der bekanntesten Namen innerhalb der Sharing Economy in der Automobilindustrie. Im Silicon Valley und anderen Brutstätten des digitalen Wandels werden immer mehr Geschäftsmodelle entwickelt, die auf der Idee der Sharing Economy basieren. Der Konsument besitzt eine Ressource also nicht mehr sondern nutzt sie, indem er sie teilt. Auch in der Automobilindustrie sorgt dies für Aufregung, vor allem weil einige Unternehmen bewiesen haben, dass sich damit auch viel Geld verdienen lässt.

„Wirtschaft des Teilens“

Sharing Economy ist ein Modell das auf dem Teilen von nicht voll ausgelasteten Gütern inklusive Platz, Fähigkeiten und physischen Gegenständen für monetären oder nichtmonetären Nutzen basiert. Firmen, Geschäftsmodelle, Plattformen und Communities ermöglichen es, Ressourcen effektiver zu nutzen. Dies sorgt auch in der Automobilbranche für Debatten. Denn soziale und digitale Medien, Apps und Smartphones ändern die Art, wie Konsumenten leben, arbeiten und reisen aber als Konsequenz auch, wie Unternehmen funktionieren. Die Vernetzung ermöglicht Flexibilität und Schnelligkeit und der Konsument hat sich schnell an die Vorzüge daraus gewöhnt. Eine vernetzte Mobilität ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Und die Zahlen sprechen für sich. Jeder zweite Deutsche nutzt die Sharing Economy.

Die Geschäftsmodelle der Sharing Economy

Neben dem klassischen Carsharing, das im urbanen Raum seit Jahren wächst gibt es ein riesiges Angebot an Unternehmen, die in die Nische drängen und oft Plattformen zum effektiven „Sharen“ entwickeln. Das prominenteste Beispiel und relevant für die Automobilindustrie, ist sicher Uber. Die App ermöglicht es mit nur einem Fingertipp ein Taxi zu rufen und verbindet so den Kunden in kürzester Zeit mit dem Fahrer eines passenden Autos. Laut Financial Times zählt das Start-up zu einem der am schnellsten wachsenden Unternehmen der letzten Jahre. Gleichzeitig befindet sich Uber seit langem im Rechtsstreit und in Deutschland werden über Uber nur Taxifahrten vermittelt. Ähnliche Geschäftsmodelle schießen gerade aus dem Boden. Gründe für den Erfolg das Geschäftsmodells sind Zeitersparnis, geringe Kosten, Zweckmäßigkeit, Sicherheit, Flexibilität, Verfügbarkeit und mobile Zahlungsmethoden.

„Due to the recent economic recession, people are not buying as many cars as they used to because they are realizing that it is more economical to rent a car rather than owning one. And given that owning a car is the second biggest expense most people have, people are more likely to move to a more economical alternative than owning a car. It is estimated that by 2021 around 1.2 million in car sales will have been lost due to the rise of car sharing services“ schreibt Fatmir Hyseni in deinem Artikel The Impact of the Sharing Economy on the Automotive Industry.

 

Die Zukunft der Sharing Economy

Autos teilen in ohnehin überfüllten Großstädten, Autofahrten gemeinsam durchführen, ungenutzte Parkplätze an Suchende vermitteln – und das alles schnell und einfach mit wenigen Klicks auf dem Smartphone. „Die Shared Economy ermöglicht es, neue Konsumenten anzusprechen. Vor allem im urbanen Raum. Die Automobilindustrie muss nun noch mehr über diese Konsumenten und ihr Verhalten erfahren um ihnen optimale Lösungen zu bieten“, kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer von Magility GmbH & Co. KG. Die Shared Economy bedeutet einen Umbruch in der Automobilbranche und vor allem die Chance, den bereits bestehenden Markt durch neue Services, Angebote und Erweiterungen in und ums Auto erweitern.