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Managementstrategien: Studie zeigt dass agiles Arbeiten erfolgreich macht.

Studie bestätigt dass agiles Arbeiten erfolgreich macht

Laut Umfrage unter mittelständischen deutschen Unternehmen, sagen 73 Prozent, dass agile Unternehmensführung mit erhöhter Flexibilität eines ihrer wichtigsten Geschäftsziele darstellt. Direkt vor einer höheren Mitarbeiterproduktivität. Kein Wunder also, dass der Begriff „agile“ derzeit in aller Munde ist. Nun belegt eine weitere Studie, dass eine flexiblere Arbeitsweise und höhere Produktivität auch in der Praxis zusammengehen. Oder konkret: Eine agile Arbeitsweise führt häufig zu höheren Margen.

Flexibilität und flache Hierarchien

Die Idee von Agile: alte Muster aufbrechen. Keine starren Arbeitsplätze, weniger Kontrolle, mehr Freiheit und Eigenverantwortung, weniger Routine, mehr Transparenz.

Der Sinneswandel hat auch mit der Digitalisierung zu tun. Die Idee ist: Mitarbeiter können sich in agilen Strukturen besser dem Bedarf anpassen und werden Produktiver. Auf Unternehmensebene bedeutet das: Mitarbeiter können dank flacher Hierarchien mehr Verantwortung übernehmen, situationsgerecht reagieren und deshalb ist das gesamte Unternehmen produktiver.

Agiles Arbeiten: Erfolgsfaktoren

Sechs Erfolgsfaktoren macht die BCG in einer aktuellen Studie zur Zukunft von Organisationen aus: Eine agile Arbeitsweise, effektive, wertschaffende Unterstützung, Ergebnisverantwortung, flache Hierarchien, sinnvoller Einsatz von Shared Services und nicht zuletzt der Fokus auf Mitarbeiter und Zusammenarbeit. Wird an den einzelnen Bereichen gearbeitet und schafft es ein Unternehmen sich in diesen Punkten zu verändern, hin zu einem agilen Unternehmen, kann die Erfolgsrate deutlich erhöht werden.

Erfolgreicher als andere Wettbewerber

Das Ergebnis zeigt: umso mehr der Erfolgsfaktoren in einem Unternehmen berücksichtigt werden umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher zu sein als Wettbewerber in der eigenen Branche. Für die Studie befragt wurden 1.100 Führungskräfte und Mitarbeiter aus zehn Branchen in über 40 Ländern.

„Einmal mehr wird deutlich: der Mut zur Veränderung in sich rasant wandelnden digitalen Zeiten lohnt sich“ kommentiert Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH & Co. KG die Studie.

Die Studie

Agiles Arbeiten hat von allen sechs Faktoren den größten Einfluss auf Marge und Wachstum: Mehr als 40 Prozent aller agilen Unternehmen verbuchen überdurchschnittliche Ergebnisse, nur 24 Prozent schneiden schlechter ab als der Branchendurchschnitt.

Zum Vergleich: Mehr als die Hälfte der befragten Manager, deren Unternehmen von eher  starren Strukturen geprägt sind, müssen unterdurchschnittliche Ergebnisse verantworten. Nur 18 Prozent dieser traditionell geführten Betriebe sind wirtschaftlich erfolgreicher als die Konkurrenz.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Es lohnt sich, die einzelnen Faktoren zu kombinieren. So sind 20 Prozent der Unternehmen, in denen einer der Faktoren angewendet wird, überdurchschnittlich erfolgreich. Bei denen, die zwei oder drei Faktoren vereinen, sind es schon 29 Prozent. Bei Berücksichtigung aller Faktoren können Unternehmen ihre Erfolgswahrscheinlichkeit auf über 50 Prozent erhöhen.

Die agile Strategie für den digitalen Wandel. Grafik: magility

Agile Strategie: Dynamik statt Stillstand in Unternehmenskultur

Wie können Unternehmen mit der hohen Geschwindigkeit der Digitalisierung Schritt halten? Die Schlagworte sind Schnelligkeit, Flexibilität und Dynamik. Zusammengefasst: Agilität – doch dafür müssen sich Organisationen auf einen Kulturwandel einlassen.

Flexibilität um digitale Herausforderungen zu meistern

Für Unternehmen bedeutet die digitale Transformation vor allem Unsicherheit. Nach wie vor gibt es keine festen Konzepte um digitale Neuerungen einfach in bestehende Strukturen zu implementieren. Deshalb müssen Unternehmen offen und flexibel auf die Herausforderungen reagieren und bereit sein für Neuerungen. „Komplexität und Geschwindigkeit durch den digitalen Wandel erfordern von Unternehmen neue Arbeitsweisen“, so Dr. Michael Müller, Geschäftsführer von Magility GmbH & Co. KG.

„Agile“ als Lösungsansatz

Doch wie schafft es ein Unternehmen agiler zu werden? Beweglicher, schneller, wendiger? Folgende Eigenschaften können dabei helfen: Kurze Planungsphasen, schnelle und überprüfbare Teilergebnisse, permanente Priorisierung und Optimierung, unmittelbares Reagieren auf Veränderungen und Marktbedürfnisse, hohe Transparenz zu den Aktivitäten und Ergebnissen, größtmögliche Kundenorientierung, Einbindung von Teams und Mitarbeitern.

Hohe Geschwindigkeit und Kulturwandel

Die agile Strategie zeichnet sich durch kurze Zyklen aus. Flexible Anpassungsfähigkeit an eine sich schnell verändernde Umgebung ist nur möglich, wenn alle Abteilungen und Teams einbezogen werden. Das ist die Voraussetzung eines Kulturwandels. Neben der Strategie braucht die nachhaltige Umsetzung der Agile Strategie auch sehr viel kompetentes Leadership. Nur so kann eine „agile“ Kultur geschaffen werden, die nicht nur auf dem Papier existiert sondern von den Mitarbeitern angenommen und gelebt werden kann.

Mit Agile zu Innovationskraft

Die Studie „State of Agile“ zeigt, dass die agile Strategie zunehmend relevant wird und viele Unternehmen versuchen, das Konzept zu implementieren. Dennoch zeigt die Untersuchung, dass es in den meisten Unternehmen die mit „agile“ experimentieren noch keine große Akzeptanz über die Abteilungen und Geschäftsbereiche hinweg gibt. Interessant ist die Erkenntnis, dass Unternehmen, die „agile“ in vielen Bereichen anwenden ihre Innovationskraft enorm steigern konnten. Andere Studien zeigen, dass bei einer erfolgreichen Umsetzung der Fokus vor allem auf vier Bereichen liegt: Stärkere Orientierung an den Produkten mit stabilen Teams und klar zugeteilten Kompetenzen, modernisierte IT-Strukturen auf allen Geschäftsebenen, Bildung von selbstorganisierten Teams mit flachen Hierarchien, Performance-Zyklen von Produkten anstatt Budgetierung nach dem Kalenderjahr. Doch neben strategischem Vorgehen bedarf es auch kompetentem Leadership. Nur durch starkes Leadership kann die neue Kultur von Mitarbeitern angenommen und gelebt werden.

Best Practice

Tatsächlich zeigen sich bei der Umsetzung immer wieder Schwierigkeiten und Herausforderungen. Mitarbeiter können die agile Strategie oft nicht direkt annehmen. Deshalb experimentiert beispielsweise der Technologie-Konzern Bosch in einem Praxis-Laboratorium zur Gestaltung guter Arbeit. Dort werden verschiedene agile Methoden wie Planning-Poker, Sprints, Reviews und Stand-up-Meetings erprobt. Bosch investiert damit in das Gelingen des digitalen Wandels. Denn Geschäftsfelder wie die Industrie 4.0 und allgemein die Informationstechnologie werden für Unternehmen wie bspw. Bosch immer wichtiger. In diesen Feldern ist der Fortschritt rasant. Unternehmen, die nicht flexibel entwickeln, laufen Gefahr, veraltete Produkte auf den Markt zu bringen. Zudem möchte Bosch moderne Arbeitsstrukturen für „High Potentials“ bieten, denen neben einer guten Bezahlung ein modernes Arbeitsklima ebenso wichtig ist.

Gastbeitrag: wie agil muss das HR der Zukunft sein?

 

Dr. Michael W. Müller, Geschäftsführender Partner der Magility GmbH & Co. KG verfasste einen aktuellen Gastbeitrag im gerade neu erschienenen Buch “HR 2020 – Personalmanagement der Zukunft”. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse zu zukünftigen Herausforderungen des HR verdeutlichen die Autoren Prof. Dr. Benedikt Hackl und Fabiola Gerpott die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens im deutschen Personalwesen, damit sich dieses wieder auf die wesentlichen Parameter guter Personalarbeit konzentrieren kann.

Dr. Michael W. Müller ist seit 2014 geschäftsführender Partner der Magility GmbH & Co.  KG. Er  ist promovierter Ingenieur und hat in München, Hannover und Wien studiert. Dr.  Müller war 10  Jahre lang in der Pkw-Entwicklung von Mercedes-Benz tätig, arbeitete 4  Jahre in der Daimler-  Zentrale im Bereich Executive Management Development und  führte  12 Jahre lang die  Mercedes-  Benz Technology als Geschäftsführer. Seit 1978  beschäftigt er  sich mit den Themen  Führung, Mensch und Organisation. Seine  Schwerpunkte sind hierbei  die Gestaltung neuer,  agiler und internationaler  Geschäftsmodelle, Kompetenz-    Management, Knowledge-Management, innovative  Produkt- und Prozesstechnologien, agile  Entwicklungs- und Produktionsprozesse sowie  Transformationsmanagement. Er unterrichtet an mehreren Hochschulen und ist Mitglied in Gremien verschiedener Verbände.

Dr. Müller befasst sich in diesem Beitrag im Schwerpunkt mit der Frage welche Maßnahmen Produktentwickler für das HR Management ergreifen müssen damit das HRM nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll. Zudem beleuchtete er die Aufgaben und Rollen des HR der Zukunft.

Demnach ist HR heute häufig noch nicht Teil der zentralen Unternehmensstrategie. Um jedoch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können muss das HR agil werden, denn motivierte und entsprechend geeignete Mitarbeitende werden zunehmend immer knapper. Der HR-Bereich soll die organisatorischen und prozessualen Rahmenbedingungen für optimales Personalmanagement schaffen. Dabei muss er sich an neue Rahmenbedingungen flexibel anpassen und entsprechend der Marktdynamik zügig und agil reagieren. Hochagile Firmen der Economy 5.0 wie z.B. Google haben heute schon die zunehmende integrative Rolle des HR erkannt. Denn dieser ist Verantwortungsträger für die nachhaltige Gestaltung von Unternehmensveränderungen durch ganzheitliche Kompetenztransformation. Dazu muss das HR Change-Initiativen und Projekte beherrschen, die Organisation und Abläufe optimieren, Führung gestalten und Mitarbeitende befähigen.

Das Aufgabenfeld des HR Managements in 2020 wird im Schwerpunkt folgende Themen beinhalten: Entwicklung und Implementierung von agilen Business Models, Gestaltung und Einführung von auf Menschen fokussierte Führungs- und Steuerungssysteme, Innovationsmanagement für Treibertechnologien, Steuerung von betrieblichen und unternehmensübergreifenden Kompetenz-Portfolios, strategische internationale Personalentwicklung, Management der Organisaitons- und Prozessentwicklung sowie Steuerung des Transformations-Managements. Somit wird der HR Bereich zentraler Teil des Managements und das Personalmanagement eine zentrale Schlüsselaufgabe des gesamten Top-Management Teams.

So verändert sich der HR-Bereich zunehmend zu einer der zentralen Schnittstellen im Unternehmen mit Aufgaben von elementarer Brisanz für das Top-Management.

 

Das Buch ist hier erhältlich.

Wenn Sie Interesse am ganzen Gastbeitrag haben schicken Sie uns eine kurze Email. Wir freuen uns!

 

Agiles Unternehmen: passt unser unternehmerisches Mindset?

Agile Unternehmen haben gegenüber ihren Wettbewerbern große Vorteile: sie sind nicht nur dem Wettbewerb einen Schritt voraus hinsichtlich Innovationskraft und Umsetzungstatkraft – sie können außerdem auf die sich stets verändernden Rahmenbedingungen im Markt zügig und flexibel reagieren. Fast jedes Unternehmen wünscht sich, von sich behaupten zu können ein agiles Unternehmen zu sein.

Um dem Ziel, Agilität in die eigenen Unternehmensprozesse zu integrieren näher zu kommen soll zuallererst das Bewusstsein für ein agiles Mindset im Unternehmen etabliert werden. Ein agiles Mindset drückt sich in fast allen Bereichen der herrschenden Unternehmenskultur aus. Auf Zusammenarbeitsebene bedeutet dies kooperativ im Team zu arbeiten, aus Best Practices und schlechten Erfahrungen nachhaltig zu lernen und mehrwertiges Wissensmanagement zu betreiben, Proaktivität des Einzelnen gezielt wertzuschätzen und zu fördern, bereichsübergreifend und interdisziplinär vernetzt zu denken und zu arbeiten sowie Prozesse und Vorgehensweisen transparent darzustellen. Wichtig dabei ist, stets das Ganze, nicht nur die Summe seiner Teile im Blick zu behalten. Agiles Denken entspricht dem systemischen Denken.

Die meisten Unternehmen haben auch heute noch ein enormes Potenzial ihr Geschäftsergebnis deutlich zu verbessern durch die Steigerung der eigenen unternehmerischen Agilität. Agilität im Unternehmen ist heute DIE Schlüsselkompetenz um  die stets komplexer werdenden Rahmenbedingungen im Markt bewusst und zielgerichtet steuern zu können. Um den Wandel vom Ist-Zustand zu einem agilen Soll-Zustand erfolgreich begehen zu können benötigen Unternehmen professionelles Veränderungsmanagement mit der Integration aller beteiligten internen sowie externen Stakeholder.

Hierfür ist eine Kombination von Ansätzen aus Strategie-, Technologie-, Prozess- und Projektberatung notwendig. Der Ablauf zur Integration von Agilität in Unternehmen ist dabei immer ähnlich:

  1. Ist Analyse, evtl. nur als „Quick Check“
  2. Zielformulierung und Erstellung einer „Road Map“
  3. Implementierung und Change Management

Dabei zählt für Unternehmen nicht die Brillianz eines theoretisch ausgeklügelten Konzeptes sondern vielmehr die praktische Umsetzung des geplanten Soll-Zustandes und die Adaption und Veränderung von bestehenden Prozessen und Strukturen. Es kommt darauf an, den Weg hin zum innovativen Unternehmen bereits agil zu gestalten damit  realistische und strategisch wertvolle Erfolge im angestrebten Geschäftsmodell realisiert werden können.