Internet of Things Automotive: Die große Vernetzung

Bis 2022 sollen laut Prognosen 14 Milliarden Dinge im Internet miteinander vernetzt sein. Durch die Auswertung von Daten und Kommunikation untereinander können viele Prozesse in der Produktion, Vermarktung und im Alltag optimiert werden. Doch wie steht es um die technischen Standards des Internet of Things (IoT)?

Effizienz durch Vernetzung

Nach Dateiübertragung, Online-Handel und Social Media ist der nächste Schritt das Internet der Dinge (siehe Grafik). Milliarden von Geräten, Sensoren, Sicherheitskameras, Fahrzeuge und Produktionsmaschinen werden in naher Zukunft miteinander vernetzt sein. Das reicht von der Milch im Kühlschrank, die meldet, sie müsse verbraucht werden, bis zur Smart City. In dieser werden Daten in Echtzeit erhoben und analysiert, damit der Verkehr besser fließt, die Wasserversorgung effizienter wird und Ressourcen sparsamer genutzt werden. Während das Internet für die Informationsbeschaffung aktuell noch vom Menschen abhängt sollen in naher Zukunft auch die Dinge Informationen ins Netz speisen. Die Daten der physischen Welt werden zusammengetragen und damit ermöglicht, die Datenfülle der smarten Gegenstände und Sensoren zu verknüpfen und zu verarbeiten.

Impact des Internet of Things auf Automotive

„Derzeit stehen beim Internet der Dinge Produkte im Vordergrund die dem Konsumenten sehr nahe sind, wie etwa selbstfahrende Autos oder Smartphones. Größeres Potenzial bieten in Zukunft hingegen Business-to-Business-Anwendungen in der Industrie 4.0 sowie der digitalisierten Produktion und Logistik“ lautet die Einschätzung von Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Magility GmbH & Co. KG. „In Zukunft werden neue, datenbasierte Geschäftsmodelle eine immer größere Rolle spielen“. Schon heute nutzen 20 Prozent der Fahrer ihre Smartphones während der Fahrt (vor allem zur Navigation). Insgesamt birgt das IoT enormes Potential.

Internet der Dinge verspricht Wachstum

Laut einer Studie hat das IoT in Fabriken bis 2025 ein errechnetes Potenzial von 3,7 Billionen Dollar. 90 Prozent des gesamten Mehrwerts kämen dabei den Anwendern, also den Unternehmen die IoT nutzen, oder Verbrauchern zugute. Für den Bereich Fahrzeuge und Navigation bedeutet dies, dass durch bessere Überwachung von Verkehrsdaten, Logistikketten und dem Zustand von Verkehrsmitteln wie Autos, Zügen oder Flugzeugen, ein wirtschaftlicher Mehrwert von 1,5 Billionen Dollar geschaffen werden kann.

Handlungsfelder des Internet of Things

Um den wirtschaftlichen Vorteil voll auszuschöpfen gibt es vier Handlungsbereiche an denen aktiv gearbeitet werden muss. Zum einen die Technologie. Die Hardwarekosten für RFID-Chips und für Datenspeicher müssen weiter sinken. Gemeinsame Standards für bessere Verknüpfung müssen geschaffen werden. Zum anderen die Datensicherheit: Anbieter müssen Datenschutzbedenken der Nutzer ernst nehmen. Transparenz muss darüber bestehen, welche Daten erhoben werden und wie diese genutzt werden. Kritische Infrastrukturen wie Wasser- und Energieversorgung, die über das Internet vernetzt werden, müssen wirksam gegen Cyberangriffe geschützt werden. Im Bereich Organisation und Fähigkeiten können durch das IoT Entscheidungen auf Grundlage großer Datenmengen („Big Data“) getroffen werden. Vorhandene Daten sollten stärker genutzt und in datenbasierte Geschäftsmodelle umgesetzt werden. Zuletzt ist noch die Regulierung der Vernetzung zu nennen. Rechtliche Rahmenbedingungen etwa für autonomes Fahren müssen von Politik und Gesellschaft festgelegt werden um der Einführung nicht im Wege zu stehen. Wer einmal selbst die Entscheidung eines selbstfahrenden Fahrzeuges in brenzligen Verkehrssituationen testen will, dem sei dieses Experiment ans Herz gelegt, bei dem es keine einfache Antwort gibt.

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